LCB-Programmarchiv
LCB-Veranstaltungen 05/2002
| Mittwoch Mai 20.00 Uhr |
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Das Kritikon.
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Der Trierer Romanist Hartmut Köhler und der Ammann Verlag haben mehr als 1000 Seiten aus dem spanischen Barock ins Deutsche und in die Gegenwart gerettet: Baltasar Graciáns (1601-1658) "El Criticón" liegt erstmals komplett in deutscher Übersetzung vor. In mehrfachem Sinne ist "Das Kritikon" ein epochales Buch: ein düsteres Sittengemälde seiner Zeit, eine satirische Menschen- und Realienkunde, ein moralphilosophischer Monumentalessay, und nicht zuletzt auch ein an ästhetischen Attraktionen reiches Sprachkunstwerk. Hartmut Köhler führt ein in die Welt des Jesuitenpredigers Gracián, liest aus seiner Übersetzung und stellt sich den Fragen des Literaturwissenschaftlers Chris Rauseo (Berlin/Vincennes). Eintritt: 5 Euro / 3 Euro |
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| Dienstag Mai 20.00 Uhr |
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Studio LCB
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"Einem Verrückten gefällt die Welt wie sie ist, weil er in ihrer Mitte wohnt. Nicht irgendwo in irgendeiner Mitte, sondern in der gefährlich inschüssigen Mittemitte, im Zwing-Ei." Als Sibylle Lewitscharoff 1998 für einen Auszug aus ihrem Debütroman "Pong" (Berlin Verlag 1998) den Ingeborg-Bachmann-Preis erhielt, war der Chor der deutschen Gegenwartsliteratur um eine ganz und gar eigenständige Stimme verstärkt. Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Deutschlandfunk. Sendetermin: 25.05.2002, 20.05
Sendefrequenzen unter: http://www.dradio.de/dlf/freq/ |
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| Mittwoch Mai 20.00 Uhr |
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Europäische ErzählerLesung: Will Self (London)
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Will Self, Jahrgang 1961, galt in den neunziger Jahren als das enfant terrible der englischen Literatur. Auf die Frage nach Einflüssen auf sein Schreiben nennt er "the drugs/ technology/ crazed suburbia influences of William Burroughs and JG Ballard, and the scatological satiric tradition of Swift", spricht von "dirty realism", in dem Traum und Realität unauflöslich ineinander fließen (mehr über den Autor unter www.willself.org.uk). In Zusammenarbeit mit der Jüdischen Volkshochschule Berlin |
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| Donnerstag Mai 20.00 Uhr |
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Europäische ErzählerLesung: Dan Tsalka (Tel Aviv)
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Dan Tskala wurde 1936 in Warschau geboren, floh mit seinen Eltern vor den Deutschen nach Kasachstan, kehrte 1946 zurück und emigrierte 1957 nach Israel. Heute gilt er als "einer der fähigsten Geschichtenerzähler unserer Zeit" (Alberto Manguel). Soeben erschien die Übersetzung seines bedeutenden, bereits 1991 im Original vorgelegten Romans "Tausend Herzen" (DVA, aus dem Hebräischen von Barbara Linner): über hundert Jahre jüdischer Geschichte, verwoben in einem großen literarischen Epos. Tsalkas monumentales Werk kann als detailgenaue Annäherung an die Geschichte Israels, als differenzierter Kommentar zum Nahostkonflikt oder auch als Abgesang auf Utopien jeder Ausprägung gelesen werden. Eintritt: 5 Euro / 3 Euro |
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| Donnerstag Mai 20.00 Uhr |
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Das zweite Buch
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Was passiert einem Autor im Jahr 2000, dessen Debütroman im weitesten Sinne von Heimat handelt, nichts mit den egomanischen Selbstbeschreibungen populärer Jungliteraten zu tun hat, fast durchgehend im Konjunktiv I steht und zudem auf 315 Seiten nur zwei Absätze hat? Er wird nicht nur von der Kritik gefeiert und gleich mit drei Preisen bedacht, sein Buch verkauft sich auch noch blendend. Eintritt: 5 Euro / 3 Euro |
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| Dienstag Mai 20.00 Uhr |
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Prosadebüt
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"Was für ein großartiges, lächerliches, eigensinniges und vollkommen verrücktes Buch! Es steht ganz einzigartig da in unserer Literaturlandschaft, oder richtiger: Es steht gar nicht, es springt und holpert, schiebt und dreht sich, ist Rumpelstilzchen und Druide, ist jenes schräge Ding, auf das man (jetzt weiß manīs) die längste Zeit gewartet hat" (Jochen Jung in der ZEIT). Eintritt: 5 Euro / 3 Euro |
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| Donnerstag Mai 20.00 Uhr |
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Prosadebüt
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Berlin kurz vor dem Jahrtausendwechsel: Luxuskarossen fliegen in die Luft, die Y2K-Panik ist im vollen Schwange, dubiose russische Diamantenhändler machen ihre Geschäfte mit zweifelhaften Juwelieren aus Idar-Oberstein, die neue Berliner Gesellschaft, oder was sich dafür hält, versammelt sich im Adlon oder bei Barenboim in der Staatsoper Unter den Linden. Eintritt: 5 Euro / 3 Euro |
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