LCB-Programmarchiv

LCB-Veranstaltungen 07/2007

LCB-Programm 07/2007 als PDF

Donnerstag
Juli
20.00 Uhr
05.07.2007

Versuche über Natur

Christine Büchner, Andreas Maier und Andreas Weber in Lesung und Gespräch

Christine Büchner

Klimawandel, Atomausstieg, Ressourcenraubbau: Unser Umgang mit der Natur sorgt gegenwärtig für viele Schlagzeilen. Jenseits aller Hysterien hat sich die Literatur schon immer mit unserer Beziehung zur natürlichen und menschenbeeinflussten Umwelt auseinandergesetzt, sich von der Wildnis und ihrer Zähmung faszinieren lassen und die Einflüsse der Natur auf die menschlichen Gemütslagen erkundet. Im vergangenen Jahr ist im Frankfurter Verlag Heinrich und Hahn das Buch „Bullau“ von Christine Büchner und Andreas Maier erschienen, das im Untertitel als „Versuch über Natur“ bezeichnet wird. In der ZEIT wurde es als das „vielleicht poetischste Buch, das in diesem Frühjahr zu haben ist“ gerühmt, die FAZ lobte es als „Traktat über den Seelensegen der Naturerfahrung“. Um alte und neueste Naturerfahrungen geht es auch Andreas Weber, dessen im Berlin Verlag erschienenes Buch „Alles fühlt“ auf faszinierende Weise Naturerfahrungen vieler Dichter zum Ausgangspunkt der derzeit zu beobachtenden „Revolution der Lebenswissen-schaften“ macht. Die Veranstaltung eröffnet eine neue Reihe im LCB-Programm, in der verschiedenste „Versuche über Natur“ vorgestellt werden sollen.

Eintritt: 6 Euro / 4 Euro

Montag
Juli
20.00 Uhr
09.07.2007

Uebersetzercolloquium.de
Lesung: Lutz Seiler

Gespräch mit den Übersetzern Susan Bernofsky, Alba Blakaj, Cemal Ener und Iva Fidanceva
Moderation: Jürgen Jakob Becker

Lutz Seiler

Mit der Website www.uebersetzercolloquium.de starteten wir im März das internationale Forum für Übersetzer deutschsprachiger Literatur. Als Betreiber der Website – und unterstützt von der Robert Bosch Stiftung und der S. Fischer Stiftung – war es unser Ziel, die Kommunikation unter den in aller Welt verstreuten Übersetzern deutscher Literatur anzuregen bzw. überhaupt erst zu ermöglichen. Das Online-Übersetzerverzeichnis umfasst bereits mehr als 200 Einträge, dazu nehmen viele Nutzer die Angebote des E-Mail-Forums wahr. Zur Feier des gelungenen Starts sprechen wir mit vier im LCB weilenden Übersetzern: den drei „Schritte“-Stipendiaten der S. Fischer Stiftung aus Mazedonien, Kosovo und der Türkei, und mit Susan Bernofsky, die für ihre Jenny-Erpenbeck-Übersetzung ins Englische mit dem Helen-und-Kurt-Wolff-Preis 2006 ausgezeichnet wurde. Nähere Informationen zu den Übersetzern unter besagter Website. Zu den viel übersetzten, auch im Ausland wahrgenommenen deutschen Lyrikern gehört der in Wilhelmshorst bei Potsdam lebende Schriftsteller Lutz Seiler. Er wird aus neuen Prosaarbeiten lesen.

Eintritt: 6 Euro / 4 Euro

www.uebersetzercolloquium.de

Donnerstag
Juli
20.00 Uhr
12.07.2007

Studio LCB
Lesung: Julia Franck

Gesprächspartner: Kolja Mensing und Edo Reents
Moderation: Maike Albath

Julia Franck

Stettin, im Frühjahr 1945: der Krieg ist endlich vorbei. Eigentlich könnte Helene aufatmen. Sie hat sich und ihren siebenjährigen Sohn durch die schweren Jahre gerettet. Und jetzt erwischen sie auch noch einen Zug in Richtung Westen. Ausgerechnet in diesem Moment lässt Helene, die tatkräftige Heldin in Julia Francks neuem Roman „Die Mittagsfrau“, bei einem Zwischenstopp ihren Sohn allein auf dem Bahnsteig zurück und verschwindet, ohne je wieder aufzutauchen. Die Schriftstellerin Julia Franck, 1970 in Berlin geboren, mit acht Jahren aus der DDR ausgereist, beschäftigt sich in ihrem fünften Buch mit einer rätselhaften Frauenexistenz und der deutschen Vergangenheit. Nach dem Studium der Altamerikanistik, Germanistik und Philosophie hatte Franck 1997 mit dem Roman „Der neue Koch“ debütiert, im Jahr darauf den Roman „Liebediener“ über eine Liebe im Berlin der Wendezeit vorgelegt und 2000 den Erzählungsband „Bauchlandung“ veröffentlicht. In ihrem letzten Buch „Lagerfeuer“ stand die Ausreise aus der DDR im Mittelpunkt. Jetzt geht Julia Franck in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts zurück und fängt die private Seite der Zeitläufte ein. Sie liest zum ersten Mal aus ihrem neuen Roman, der im Herbst im S. Fischer Verlag erscheinen wird, und diskutiert mit ihren Generationsgenossen Edo Reents und Kolja Mensing über das Genre des Familienromans, den Umgang mit der Vergangenheit und neue Formen des Erzählens. Eintritt 6 Euro / 4 Euro

In Zusammenarbeit dem Deutschlandfunk.
Sendetermin: Samstag, 28. Juli 2007, 20:05 Uhr.
Sendefrequenzen unter: http://www.dradio.de/dlf/freq/
Eintritt: 6 Euro / 4 Euro

Samstag
Juli
15-22 Uhr
14.07.2007

Kleine Verlage am Großen Wannsee

Die Verlage A1 (München), Berenberg (Berlin), Blumenbar (München), Dörlemann (Zürich), Urs Engeler (Basel), Jung & Jung (Salzburg), kookbooks (Idstein/Berlin), Liebeskind (München), Mairisch (Hamburg), Matthes & Seitz (Berlin), Max Marek (Berlin), Rogner & Bernhard (Berlin), SH-Verlag (Köln), Tisch 7 (Köln), Tropen (Berlin), Verbrecher (Berlin), Voland & Quist (Dresden), zu Klampen (Springe) – mit ihren Autoren zu Gast im LCB

 

Unsere erste „Gartenmesse“ im Sommer 2006 war bei den Akteuren und auch beim Publikum ein großer Erfolg, an den wir in diesem Jahr mit allen Verlagen des Vorjahres und einigen diesmal neu hinzugekommenen anknüpfen wollen. Erneut geben wir an diesem Nachmittag ausgewählten Verlegerinnen und Verlegern die Möglichkeit, ihre Bücher und Autoren in entspannter Atmosphäre vorzustellen. Alle Literaturfreunde sind eingeladen, zu stöbern, zu entdecken, sich auszutauschen. Für kulinarische Genüsse wird gesorgt sein.

Folgende Autoren werden am Sonnabend lesen: Milena Oda, Pascal Nicklas (Matthes und Seitz), Kolja Mensing, Rudolf Lorenzen (Verbrecher Verlag), Nora Bossong, Monika Rinck (zu Klampen), Finn Ole Heinrich (mairisch), Bert Papenfuss (Urs Engeler), Uljana Wolf, Steffen Popp, Christian Hawkey, Monika Rinck (kookbooks), Bruno Preisendörfer (Liebeskind) und René Hamann (tisch 7). Die Autoren werden an den Verlagsständen lesen. Darüber hinaus führen wir mit jedem Verleger im Veranstaltungssaal ein Gespräch über den Verlag und das Verlegen.

Eintritt: 6 Euro / 4 Euro

Freitag
Juli
19 Uhr
27.07.2007

Die Schweiz in Berlin
Das Schweizer Sommerfest im LCB

Lesungen: Silvio Huonder, Alain Claude Sulzer, Peter Weber und Matthias Zschokke
Musik von Samuel Rohrer, Malcolm Braff & Patrice Moret

Alain Claude Sulzer

Peter Weber

Auch in diesem Jahr setzt das LCB die Tradition fort, anlässlich des Schweizer Nationalfeiertages am 1. August gemeinsam mit der Kulturstiftung Pro Helvetia und der Schweizer Botschaft ein Fest der Schweizer Literatur auszurichten. Diesmal liest der in Brandenburg ansässige Silvio Huonder, von dem zuletzt „Valentinsnacht“ (Nagel & Kimche) erschienen ist, ein tragikomischer Liebes- und Coming-of-Age-Roman rund um ein Meteorologen-Leben. Der im Feuilleton als brillanter Erzähler gefeierte Wahlberliner Matthias Zschokke veröffentlichte 2006 im Ammann Verlag den in Berlin spielenden Flaneur-Roman „Maurice mit Huhn“, der Zürcher Peter Weber präsentiert seinen im April bei Suhrkamp publizierten Roman „Die melodielosen Jahre“, der mit Webers Spezialität, einer assoziativen und poetisch reichen Sprache aufwartet. Alain Claude Sulzer, in Basel und im Elsass zu Hause und durch seinen Roman „Ein perfekter Kellner“ bekannt geworden, wird seinen im August in der Edition Epoca erscheinenden neuen Roman „Privatstunden“ vorstellen. Die musikalische Gestaltung des Abends liegt beim Berlin-Schweizer Jazztrio Samuel Rohrer, Malcolm Braff und Patrice Moret, im Anschluß lädt die Schweizerische Botschaft zu einem Umtrunk.

Mit freundlicher Unterstützung der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia und der Schweizer Botschaft.
Eintritt: 6 Euro / 4 Euro

Dienstag
Juli
20 Uhr
31.07.2007

Das Werk
Lesung: Jürgen Becker

Moderation: Thomas Geiger

Jürgen Becker

Am 10. Juli wird der Kölner Autor Jürgen Becker 75 Jahre alt. Mit dieser „Werk“-Veranstaltung wollen wir ihm zum Geburtstag gratulieren. Seit über 40 Jahren bereichert Becker die deutsche Gegenwartsliteratur. Er begann als experimenteller Autor mit mittlerweile legendären Titeln wie „Felder“ (1964) „Ränder“ (1968) und „Umgebungen“ (1970). In seiner mittleren Phase dominierte die Lyrik („Erzähl mir nichts vom Krieg“, 1977), in den neunziger Jahren entwickelte er einen ganz eigenen biographisch grundierten Prosastil, der ihn zu einem der einfühlsamsten literarischen Begleiter der wiedervereinten Republik werden ließ. Er trat als Hörspielautor hervor, darüber hinaus arbeitete Becker immer wieder mit bildenden Künstlern zusammen. Pünktlich zu seinem Geburtstag erscheint in der Bibliothek Suhrkamp sein neuer Gedichtband „Dorfrand mit Tankstelle“. Jürgen Becker wird an diesem Abend Texte aus unterschiedlichen Werkphasen lesen und Auskunft zu seinem Schreiben geben.

Eintritt: 6 Euro / 4 Euro

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