Ausschreibung: Alfred-Döblin-Preis 2017

Der von Günter Grass gestiftete, vom Literarischen Colloquium Berlin und der Akademie der Künste ausgerichtete Alfred-Döblin-Preis wird im Mai 2017 erneut verliehen. Der Preis ist mit 15.000 € dotiert und wird im Sinne des Stifters für ein längeres, in Arbeit befindliches und noch nicht gesetztes Prosamanuskript vergeben. Einzureichen sind mindestens fünfzig Seiten Text in Prosa, die bislang noch nicht veröffentlicht wurden. Außerdem sind ein Exposé zum Projekt und ein Lebenslauf mit Bibliographie erwünscht. Die Manuskripte müssen bis zum 30. November 2016 per Post an folgende Adresse geschickt werden:

Literarisches Colloquium Berlin
Alfred-Döblin-Preis
Am Sandwerder 5
14109 Berlin

Über die Einladung zu den Lesungen von sechs Finalisten am 20. Mai 2017 im LCB entscheidet eine unabhängige Jury. Diese Jury wählt unmittelbar im Anschluss an die Lesungen den Preisträger oder die Preisträgerin.

Die Preisträger der letzten Jahre waren Natascha Wodin (2015), Saša Stanišić (2013), Jan Peter Bremer (2011) und Eugen Ruge (2009).

Weitere Informationen erteilt Thorsten Dönges
doenges@lcb.de
030-81699611

Alfred-Döblin-Preis 2015 an Natascha Wodin

Die Schriftstellerin Natascha Wodin erhält den Alfred-Döblin-Preis 2015. Die Preisträgerin wurde unter sechs Autoren ausgewählt, die sich am 09. Mai 2015 in Werkstatt-Lesungen im Literarischen Colloquium Berlin der Diskussion stellten.

Die Preisverleihung fand 10. Mai 2015 in der Akademie der Künste, Pariser Platz, statt. Sigrid Löffler hielt die Laudatio, Natascha Wodin las aus dem ausgezeichneten Manuskript mit dem Arbeitstitel "Ich war nie in Mariupol". Darüber sprach der Direktor der Sektion Literatur, Ingo Schulze, über den am 13. April verstorbenen Stifter und ehemaligen Akademie-Präsidenten Günter Grass und las aus dessen Akademie-Rede „Über meinen Lehrer Döblin“.

Neben Frau Wodin waren Katharina Adler, Odile Kennel, Katerina Poladjan, Sascha Reh und Judith Zander nominiert. Der diesjährigen Jury gehörten die Literaturkritikerin Sigrid Löffler, der Schriftsteller Jan Peter Bremer und der Sekretär der Sektion Literatur der Akademie der Künste, Jörg Feßmann (in Vertretung der Publizistin Insa Wilke) an.

Ihre Entscheidung begründete die Jury wie folgt:

"Natascha Wodin erzählt in klarer und nüchterner Sprache von einer Spurensuche. Sie geht dem Leben ihrer ukrainischen Mutter nach, die in den Reißwolf zweier Diktaturen geriet. Der Untergang ihrer Familie im stalinistischen Terror und die Verschleppung der Mutter als Zwangsarbeiterin nach Deutschland werden in diesem Prosa-Projekt auf beklemmende Weise plastisch."

Natascha Wodin wurde 1945 im bayerischen Fürth geboren. Langjährige Tätigkeit als literarische Übersetzerin und Dolmetscherin aus dem Russischen. Seit 1981 freie Schriftstellerin. Zuletzt erschienen die Romane "Nachtgeschwister" (Kunstmann 2009) und "Alter, fremdes Land" (Jung & Jung 2014).

Der von Günter Grass gestiftete und gemeinsam von der Akademie der Künste und dem Literarischen Colloquium Berlin ausgerichtete Alfred-Döblin-Preis wird in diesem Jahr zum zwanzigsten Mal verliehen. Der Preis ist mit 10.000 € dotiert und wird im Sinne des Stifters für ein längeres, noch unabgeschlossenes Prosamanuskript vergeben.

Alfred-Döblin-Preis 2013 an Saša Stanišić

Der Schriftsteller Saša Stanišić erhält den Alfred-Döblin-Preis 2013. Der Preisträger wurde unter sechs Autoren ausgewählt, die sich am 4. Mai in Werkstatt-Lesungen im Literarischen Colloquium Berlin der Diskussion stellten.

Neben Stanišić waren Nora Bossong, Heinz Helle, Svenja Leiber, Thomas von Steinaecker und Gabriele Weingartner nominiert. Der diesjährigen Jury gehörten die Kritikerin und Redakteurin Frauke Meyer-Gosau, der Literaturkritiker Jörg Magenau sowie der Autor Michael Lentz an. Ihre Entscheidung begründete die Jury wie folgt:

„Mit seinem Romanprojekt Anna überzeugt Saša Stanišić als leidenschaftlicher Erzähler, der mit aufgefundenen Stoffen aus Archiven der Provinz eine Welt entstehen lässt, die für Mythen, Alltagsgeschichten, Legenden und Fabeln gleichermaßen durchlässig ist. So porträtiert er auf charmante, tiefgründige und komische Weise ein fiktives Dorf in der Uckermark.“

Saša Stanišić wurde 1978 in Visegrad in Bosnien-Herzegowina geboren, kam als Vierzehnjähriger nach Heidelberg und absolvierte ein Studium am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Im Jahre 2006 erschien sein erster Roman „Wie der Soldat das Grammofon repariert“ im Luchterhand Literaturverlag. Für dieses Buch erhielt der Autor 2007 den Förderpreis des Bremer Literaturpreises.

Der von Günter Grass gestiftete und gemeinsam von der Akademie der Künste und dem Literarischen Colloquium Berlin ausgerichtete Alfred-Döblin-Preis wird in diesem Jahr zum neunzehnten Mal verliehen. Der Preis ist mit 10.000 € dotiert und wird im Sinne des Stifters für ein längeres, noch unabgeschlossenes Prosamanuskript vergeben.

Alfred-Döblin-Preis 2011 an Jan Peter Bremer

Den Alfred-Döblin-Preis 2011 erhielt der in Berlin lebende Autor Jan Peter Bremer. Er wurde für sein Romanmanuskript „Der amerikanische Investor“ gewürdigt. Bei knapp 500 eingesandten Manuskripten kamen neben Bremer Olga Flor (Graz/Wien), Judith Schalansky (Berlin), Albrecht Selge (Berlin), Angela Steidele (Köln) und Steven Uhly (München) in die engere Auswahl der Jury. Am 28. Mai stellten die Autoren im Literarischen Colloquium in nicht-öffentlichen Werkstattlesungen ihre Texte vor. Unmittelbar im Anschluss an die Lesungen bestimmten die Juroren – die Literaturkritiker Ursula März und Andreas Isenschmid und der Autor Michael Lentz – den Preisträger. Der mit 12.000 € dotierte Preis wurde am Folgetag in der Akademie der Künste durch Günter Grass übergeben.

Jan Peter Bremer wurde 1965 in Berlin geboren. 1970 zog er mit seinen Eltern in das damals noch recht rückständige sogenannte Zonenrandgebiet Lüchow-Dannenberg. Dort kam er in die Schule und erlernte allmählich das Lesen und das Schreiben. Nach dem Abitur kehrte er nach Berlin zurück und wurde, einem Impuls folgend, Schriftsteller. Heute lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Berlin-Kreuzberg.

Alfred-Döblin-Preis 2009 an Eugen Ruge

Der Schriftsteller Eugen Ruge erhält den Alfred-Döblin-Preis 2009. Die Preisverleihung hat am 07. Juni 2009 in der Akademie der Künste am Pariser Platz stattgefunden. Neben der Laudatio von Frank Heibert und der Lesung aus dem preisgekrönten Manuskript von Eugen Ruge haben Günter Grass, Karin Kiwus und der letzte Preisträger, Michael Kumpfmüller, Texte von Alfred Döblin gelesen.

Im Wettlesen um den Alfred-Döblin-Preis 2009 wurde am 06. Juni 2009 im Literarischen Colloquium Berlin Eugen Ruge der Preis zugesprochen. Nominiert waren Volker H. Altwasser, Zsuzsa Bánk, Thomas Hettche, Harriet Köhler, Michael Roes und Eugen Ruge. Die Jury, bestehend aus Cecilia Dreymüller, Christian Döring und Frank Heibert, begründete ihre Entscheidung wie folgt:

„Eugen Ruge, bislang als Dramatiker bekannt, erhält für sein erstes Romanmanuskript „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ den Alfred-Döblin-Preis 2009. Entlang der Geschichte einer kommunistischen Familie von den dreißiger Jahren bis zur Nachwendezeit wird mit Dialogkraft, grimmigem Humor und der kunstvollen Fähigkeit zur episodischen Verdichtung ein großer Bogen deutscher Historie geschlagen.“

Eugen Ruge, 1954 in Sosswa (Ural) geboren, lebt in Berlin. Mathematikdiplom an der Humboldt-Universität zu Berlin; er war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentralinstitut für Physik der Erde, Potsdam; seit 1985 freier Autor, zunächst Fernsehdokumentationen im Auftrag des DEFA-Dokumentarfilmstudios; später vorwiegend Theater- und Hörspielautor und Übersetzer (Tschechow); zeitweise Gastprofessur an der Universität der Künste Berlin. Verschiedene Theater- und Hörspielpreise, u.a. Schiller-Förderpreis des Landes Baden-Württemberg.

Der Alfred-Döblin-Preis wird alle zwei Jahre für ein unveröffentlichtes Prosawerk verliehen und ist in diesem Jahr zum 17. Mal vergeben worden. Die Auszeichnung wurde von Günter Grass gestiftet und ist mit 15.000 € dotiert. Die Akademie der Künste und das Literarische Colloquium Berlin richten den Preis gemeinsam aus.

Alle Wettbewerbsbeiträge der Nominierten sind auf der Literaturplattform http://www.literaturport.de als kostenlose Hörproben abrufbar.

Alfred-Döblin-Preis 2007 an Michael Kumpfmüller

Der Berliner Schriftsteller Michael Kumpfmüller («Hampels Fluchten») ist am 13. Mai mit dem Alfred-Döblin-Preis 2007 ausgezeichnet worden. Der mit 15 000 Euro dotierte Preis wurde ihm in der Berliner Akademie der Künste vom Preisstifter Günter Grass übergeben. Der 1961 geborene Autor wurde für sein noch unveröffentlichtes Manuskript «Nachricht an alle» ausgezeichnet, laut Jury ein «Angestellten-Roman der Macht in einer westeuropäischen Demokratie». Neben dem Preisträger waren die Autoren Jenny Erpenbeck, Patricia Görg, Alban Nikolai Herbst, Bruno Preisendörfer und Norbert Zähringer von der Jury aus 454 Bewerbern für die Werkstattlesungen im LCB nominiert worden.

Alfred-Döblin-Preis 2005 geht an Jan Faktor

752 Autorinnen und Autoren haben sich in diesem Frühjahr um den Alfred-Döblin-Preis beworben. Er ist mit 12.000 Euro dotiert und honoriert, im Sinne des Stifters Günter Grass, die Arbeit an einem längeren, noch unvollendeten Prosamanuskript. Die Wahl der Jury (Ursula März, Katharina Rutschky und Jörg Magenau) fiel in diesem Jahr auf den Berliner Schriftsteller Jan Faktor. Der seit 1979 gemeinsam mit der Akademie der Künste veranstaltete Preis wird zum ersten Mal im neuen Akademiegebäude am Pariser Platz verliehen.

Der von Günter Grass gestiftete Alfred-Döblin-Preis wird 2005 zum fünfzehnten Mal vergeben werden. Am 28. Mai findet eine Werkstattlesung mit ausgewählten Autorinnen und Autoren im Literarischen Colloquium Berlin statt. Am 29. Mai 2005 wird der Preis in der Berliner Akademie der Künste offiziell verliehen.

Um den Alfred-Döblin-Preis kann sich bewerben, wer einen bislang unveröffentlichten Prosatext einreicht (Mindestumfang 50 Seiten). Der Preis wird, im Sinne des Stifters, für Manuskripte vergeben, die noch in Arbeit sind. Es können demnach die ersten Kapitel, oder fünfhundert Seiten eines Romans, oder auch eine längere Erzählung eingesandt werden. Über die Vergabe des Preises entscheidet eine unabhängige Jury. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 15. Januar 2005 (Poststempel). Bewerbungen müssen in einfacher Ausfertigung an das LCB, Alfred-Döblin-Preis 2005, Am Sandwerder 5, 14109 Berlin geschickt werden. Wenn die Texte zurückgesandt werden sollen, ist das entsprechende Porto beizufügen.

Die bisherigen Preisträger waren: Gerold Späth, Klaus Hoffer, Gert Hofmann, Gerhard Roth, Stefan Schütz, Libuše Moníková, Edgar Hilsenrath, Einar Schleef, Peter Kurzeck, Reinhard Jirgl, Andreas Neumeister (Förderpreis), Katja Lange-Müller, Ingo Schulze (Förderpreis), Ingomar von Kieseritzky und Michael Wildenhain, Norbert Gstrein, Josef Winkler, Heike Geißler (Förderpreis) und Kathrin Groß-Striffler.

Alfred-Döblin-Preis 2003 geht an Kathrin Groß-Striffler

600 Autorinnen und Autoren haben sich in diesem Frühjahr um den Alfred-Döblin-Preis beworben. Er mit 12.000 € dotiert und honoriert, im Sinne des Preisstifters Günter Grass, die Arbeit an einem längeren, noch unvollendeten Prosawerk. Zu den Preisträgern der letzten Jahre gehörten u.a. Einar Schleef, Libuše Moníková, Katja Lange-Müller und Norbert Gstrein. Die Wahl der Jury (Heinrich von Berenberg, Elfriede Czurda, Katja Lange-Müller) fiel in diesem Jahr auf eine Autorin, deren Texte bislang nur in Anthologien und Literaturzeitschriften zu lesen waren: Kathrin Groß-Striffler. Sie wurde 1955 geboren und lebt in Isling (Oberfranken). Vor drei Jahren erhielt sie den Marburger Literaturpreis für die Geschichtensammlung "Unterholz". Im kommenden Herbst erscheint der prämierte Text, der Roman "Die Hütte", im Aufbau Verlag sowie ein weiterer Roman unter dem Titel "Das Gut" bei Reclam Leipzig.

Die Preisverleihung findet am Sonntag, den 18. Mai 2003 um 11.30 Uhr in der Akademie der Künste am Hanseatenweg statt.

Alfred-Döblin-Preis 2001 geht an Josef Winkler, Förderpreis an Heike Geißler

Mehr als 350 Autorinnen und Autoren bewarben sich um den Alfred-Döblin-Preis 2001. Er ist in diesem Jahr mit 25.000 DM dotiert und honoriert, im Sinne des Preisstifters Günter Grass, die Arbeit an einem längeren, noch unvollendeten Prosawerk. Zu den Preisträgern der letzten Jahre gehörten u.a. Einar Schleef, Libuše Moníková, Katja Lange-Müller und Norbert Gstrein.

Die Wahl der Jury fiel 2001 auf den in Klagenfurt lebenden Schriftsteller Josef Winkler für seinen Text "natura morta". Winkler wurde 1953 geboren und wurde mit seiner Romantrilogie "Das wilde Kärnten" (1979-82) bekannt. Zuletzt erschienen der Roman "Domra" (1996) und der Prosaband "Wenn es soweit ist" (1998) im Suhrkamp Verlag. 1996 erhielt der Autor den Berliner Literaturpreis. Den Förderpreis in Höhe von 5.000 DM erhält die 1977 geborene und in München lebende Heike Geißler für einen Text mit dem Arbeitstitel "Rosa".

Ausstellungen

hallo

Portale

litport.de

dichterlesen.net

Zeitschrift

Spritz

Projekte

Übersetztercolloquium

Übersetztercolloquium

Deutsch-Italienischer Übersetzerpreis

Netzwerk

Netzwerk der Literaturhäuser: literaturhaus.net

ARTE. Kulturpartner literaturhaus.net