Ein Tunnel über der Spree

Seit 1991 veranstalten wir in regelmäßiger Folge das Schriftstellertreffen „Ein Tunnel über der Spree“. Der - leicht ironische -  Titel lehnt sich an die auch als „Sonntags-Verein zu Berlin“ firmierende Berliner Autorengemeinschaft im 19. Jahrhundert an, der u. a. Theodor Fontane, Emanuel Geibel und Paul Heyse angehörten. Hier versammeln sich junge und namhafte Schriftsteller und stellen Unveröffentlichtes zur Diskussion. Gestartet unter den Vorzeichen „deutsch-deutscher Autorenbegegnungen“ stehen heutzutage der Austausch über Fragen der Ästhetik und des schriftstellerischen Handwerks im Zentrum der Debatten.

Juni 2010: Rohstoff des Schreibens – Wirklichkeit und Literatur

Wie unterschiedlich kann der Bezug zur Wirklichkeit in der Literatur ausfallen? Wie nah ist die deutschsprachige Literatur heute an der Wirklichkeit? Wieviel Wirklichkeit ist der Literatur überhaupt zuträglich? Vor dem Hintergrund dieser Fragen treffen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des diesjährigen Schriftstellertreffens mit Werkstattcharakter „Ein Tunnel über der Spree“. Zum Teilnehmerkreis gehörten Larissa Boehning, Friedrich Christian Delius, Elke Erb, Léda Forgó, Patrick Hofmann, Sabrina Janesch, Christopher Kloeble, Ursula Krechel, Katja Lange-Müller, Hans Pleschinski, Thomas Pletzinger, Ulrike Almut Sandig, Judith Schalansky, Jochen Schimmang, Burkhard Spinnen und David Wagner.

April 2009: Neue Texte, 20 Jahre Mauerfall

Zum Teilnehmerkreis gehören Kathrin Schmidt, Judith Schalansky, Ulrike Draesner, Elke Erb, Katja Lange-Müller, Thomas Lehr, Uwe Kolbe, Sherko Fatah, Thomas Meinecke, Norbert Niemann, Kristof Magnusson, Joachim Helfer, Andreas Schäfer, Lutz Seiler, Georg M. Oswald, Gert Loschütz, Norbert Zähringer, Jan Böttcher, Jürgen Becker, Kathrin Röggla und Burkhard Spinnen. In einer öffentlichen Podiumsdiskussion ging man der Frage nach, in wie weit sich der Literaturbetrieb in den Jahren seit der Maueröffnung verändert hat.

Dezember 2007: Lyriktreffen

Im Dezember 2007 fand unser jährliches Schriftstellertreffen „Tunnel über der Spree“ erneut  im Zeichen der Lyrik statt. Mit Nora Bossong, Ulrike Draesner, Daniel Falb, Matthias Göritz, Hendrik Jackson, Monika Rinck, Hendrik Rost, Christian Schloyer, Kathrin Schmidt, Volker Sielaff und Jan Wagner.

Dezember 2006: Berlin im Text

Berlin als Lebens- und Arbeitsort: Zu unserem diesjährigen Schriftstellertreffen „Tunnel über der Spree“ haben wir Autorinnen und Autoren eingeladen, die sich an der Spree niedergelassen haben. Warum gerade hier? Und was hat das mit dem Schreiben zu tun? Diesen Fragen gingen die Teilnehmer Jörg-Uwe Albig, Jörg Albrecht, Marica Bodrozic, Michael Ebmeyer, Julia Franck, Christina Griebel, Sarah Khan, Tilman Rammstedt, Gregor Sander, David Wagner und Raul Zelik am 14. und 15. Dezember 2006 nach. Mit dabei waren  außerdem die LCB-Berlin-Stipendiaten Tania Kummer, Annette Mingels, Urs Mannhart und Michael Stauffer aus der Schweiz, die das Treffen durch die Berlin-Erfahrungen ihres dreimonatigen Stipendiums bereicherten.

Dezember 2005: Wie entsteht ein Gedicht?

„Über das Denken der Fantasie nachzudenken ist nicht so einfach. Was ist das für ein Vorgang?“ fragte Walter Höllerer im Jahre 1961 in seinem Vortrag „Wie entsteht ein Gedicht“. Unser jährlich stattfindendes Schriftstellertreffen „Ein Tunnel über der Spree“ greift diese Kernfrage der Poetik auf. Höllerer versuchte damals, anhand von eigenen Gedichten Antworten zu formulieren, und auch in dieser Konzentration auf konkrete Texte werden wir ihm folgen. Die fünfzehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem gesamten deutschsprachigen Raum diskutieren über Gedichte, an denen sie zur Zeit arbeiten. Im Rahmen einer öffentlichen Abendveranstaltung am 16. Dezember 2005, die den diesjährigen „Tunnel“ beschließt, werden alle Autoren neue lyrische Arbeiten vortragen und von den Erfahrungen der letzten beiden Tage berichten. Ihre Teilnahme zugesagt haben: Marcel Beyer, Nico Bleutge, Ulrike Draesner, Elke Erb, Daniel Falb, Matthias Göritz, Hendrik Jackson, Monika Rinck, Hendrik Rost, Kathrin Schmidt, Volker Sielaff, Ulf Stolterfoht, Raphael Urweider, Anja Utler und Jan Wagner

Dezember 2004: Romananfänge

Kein Zweifel, der Mikrokosmos des Romaneingangs spiegelt in seinen Stilmöglichkeiten und Variationen den Makrokosmos des Romans, vielleicht sogar deutlicher als irgend eine andere Bauform des Erzählens. Denn immer wird der erste Satz schon eine Vorentscheidung des Schriftstellers für die Tonlage und das Genre seiner Erzählung sein. Mehr noch, mit dem ersten Wort löst sich die Fiktion von der Wirklichkeit ab, um eine Welt eigenen Gesetzes zu formieren. Das Spiel zwischen Autor und Leser hebt an und ist nirgends so klar zu erkennen wie hier, wo es gilt, den ersten und stärksten Reibungswiderstand des Publikums zu überwinden und den Rezipienten in die Welt der Fiktion hineinzuziehen. Vor diesem einerseits traditionsreichen, andererseits anhaltend aktuellen Hintergrund haben wir deutschsprachige Autorinnen und Autoren aus verschiedenen Generationen gebeten, Romananfänge aus der laufenden Produktion vorzutragen und anschließend untereinander ein Werkstattgespräch über diese wegweisenden Sequenzen zu führen. Ihre Teilnahme an der zweitägigen Tagung zugesagt haben Heike Geißler, Sandra Hoffmann, Thomas Lehr, Andreas Maier, Reinhard Jirgl, Katharina Hacker, Karen Duve, Katja Lange-Müller, Guy Helminger, Annette Pehnt, Christof Hamann, Uwe Tellkamp, Joachim Helfer, Norbert Zähringer und Daniel Kehlmann.

Dezember 2003: Nichts wie es war

Gibt es das Gefühl, daß plötzlich nichts mehr so ist, wie es zuvor war? Und wenn ja: Welche Auswirkungen hat es auf das Schreiben? Zum 12. Mal findet in diesem Jahr das Schriftstellertreffen „Ein Tunnel über der Spree“ im LCB statt, Thema und Teilnehmer wurden diesmal von Brigitte Burmeister und Katja Lange-Müller ausgewählt. Unter dem Motto „Nichts wie es war“ kommen Friedrich Christian Delius, Karen Duve, Katharina Hacker, Joachim Helfer, Angela Krauß, Irina Liebmann, Hans Joachim Neubauer, Ulrich Peltzer, Michael Schneider, Leander Scholz, Jens Sparschuh, Antje Ravic Strubel, Brigitte Struzyk, Peter Weber und Norbert Zähringer am 18. und 19. Dezember im LCB und im Literaturhaus zusammen. Kollektive und individuelle Umbruchserfahrungen werden im Mittelpunkt ihrer Gespräche stehen.

September 2001: Sog und Suggestion

„Halb zog sie ihn, halb sank er hin...": wie tief soll und darf der Leser hineingezogen werden in den Text-Strudel? Welche Mittel stehen Autoren und Lesern im literarischen Spiel mit Sog und Suggestion zur Verfügung? Müssen Schriftsteller vielleicht sogar bei der Arbeit ihrem eigenen Sog erliegen, damit der Leser schließlich alles um sich herum vergißt? Diese und andere Fragen diskutieren zwanzig Autorinnen und Autoren im Rahmen des nichtöffentlichen Schriftstellertreffens „Ein Tunnel über der Spree", das vom LCB und der Stiftung Preußische Seehandlung gemeinsam ausgerichtet wird. Karen Duve und Katharina Hacker haben in diesem Jahr die Teilnehmer (u. a. Jürgen Becker, Doris Dörrie, Judith Hermann, Perikles Monioudis und Christoph Peters) eingeladen.

Ausstellungen

Urbans Orbit – Einblicke in den Nachlass eines Übersetzers | Ausstellung. 20. Oktober 2017 – 9. Februar 2018

Tina Brenneisen: Das Licht, das Schatten leert - 08. Juli - 13. Oktober 2017

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