Tardi-Ausstellung im LCB, 15.1. bis 4.4.14

In seinem neuen Werk wendet sich der französischen Comickünstler Jacques Tardi seinem Vater René zu. Er greift auf dessen handschriftliche Erinnerungen an den II. Weltkrieg und die Zeit in deutscher Kriegsgefangenschaft zurück. Seinem Vater widmete er bereits 1988 den Band 120, rue de la Gare, dessen Geschichte 1941 im Stalag XB beginnt und Teil einer legendär gewordenen Reihe von Leo Malet-Adaptationen ist. Aufsehen erregte überdies Tardis vierbändige Auseinandersetzung mit den Ereignissen der Pariser Kommune von 1871: Die Macht des Volkes (2001-04), nach einem Roman von Jean Vautrin. Sein vielleicht wichtigstes Thema ist der I. Weltkrieg, der sich durch zahlreiche Alben zieht, u.a. Grabenkrieg (1993) und Elender Krieg(2008/09, mit dem Historiker Jean-Pierre Verney). Eine zentrale Rolle spielt der I. Weltkrieg auch in der frühen surrealen Comicreihe Adeles ungewöhnliche Abenteuer (zehn Bände, 1976-98).

Die Ausstellung wurde vom Literaturhaus Stuttgart konzipiert. Sie wird gefördert von der Berthold Leibinger Stiftung.
Zu sehen ist sie bis zum 4. April 2014 vor und nach den Abendveranstaltungen im Literarischen Colloquium, bzw. nach telefonischer Voranmeldung (030-8169960).