Autoren im Haus 2000

Aufenthaltsstipendiaten

Melinda Nadj Abonji (Zürich)
geboren 1968 in Becsej (Ex-Jugoslawien), lebt als Autorin, Musikerin und Textperformerin in Zürich.
Melinda Nadj Abonji arbeitet an ihrem ersten Roman.

Bastian Böttcher (Weimar)
geboren 1974 in Bremen, lebt in Weimar. Zusammen mit dem DJ Loris Negro gründete Bastian Böttcher 1993 die Band Zentrifugal. Böttcher ist Rapper und Songtexter. Er führte nicht nur den Rap in die deutsche Lyrikszene ein, sondern er brachte mit seiner Platte "Zentrifugal/Poesiealbum" (Indigo/OP23) auch poetische Elemente in die deutschsprachige HipHop-Welt.

Sarah Khan (Hamburg)
geboren 1971 in Hamburg, wo sie auch heute lebt. Neben dem Studium arbeitete sie als freie Autorin und Filmkrtikerin. 1998 erhielt sie den Förderpreis für Literatur der Hansestadt Hamburg. Im vergangenen Jahr erschien ihr Roman "Gogo-Girl" bei Rowohlt.

Thomas Klees (Hamburg)
geboren 1966 in Bremen, lebt als freier Schauspieler, Schriftsteller und Journalist in Hamburg. 1999 erschien sein Gedichtband "Spurlos werden" (DVA).

Maike Wetzel (München)
geboren 1974, studiert an der Hochschule für Fernsehen und Film in München. Sie wurde 1997 jüngste Preisträgerin des Bettina-von-Arnim-Preises, 1999 erhielt sie den Allegra-Literaturpreis. Ihr Erzählungsband "Hochzeiten" erschien im Frühjahr 2000 in der Collection S. Fischer.

Daniel Kehlmann (Wien)
geboren 1975 in München, lebt seit 1981 in Wien. Er studierte Philosophie und Literaturwissenschaft. Im Jahr 1997 erschien sein Debütroman "Beerholms Vorstellung", 1998 folgte ebenfalls im Deuticke Verlag sein Erzählungsband "Unter der Sonne" und 1999 im Suhrkamp Verlag sein zweiter Roman "Mahlers Zeit".

Melinda Nadj Abondji, Bastian Böttcher, Sarah Khan, Thomas Klees, Maike Wetzel und Daniel Kehlmann erhielten das Aufenthaltsstipendium der Berliner Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur.

Autoren aus aller Welt

Muchtar Schachanow (Bischkek)
geboren 1942, ist der berühmteste Lyriker Kasachstans und eine der herausragenden Persönlichkeiten der zentralasiatischen Kultur. Sein Hauptwerk "Irrweg der Zivilisation" liegt in der Übersetzung Friedrich Hitzers (Pendo Verlag 1999) vor.

Ilana Hammerman (Jerusalem)
übersetzt deutsche Literatur ins Hebräische. Nach dem Studium in Paris, Jerusalem und Bielefeld arbeitete sie in mehreren Verlagen als Lektorin, derzeit als Herausgeberin der Reihe "Moderne Prosa" im renommierten Verlag Am Oved.
     Sie übersetzte u.a. Camus, Sarraute, Vargas Llosa, Robert Walser und Christa Wolf ins Hebräische. Derzeit arbeitet sie an der Übertragung von Kafkas Briefen an Felice.

Gwenaelle Stubbe (Brüssel)
geboren 1972, lebt in Brüssel. Sie ist vor allem als Theaterautorin hervorgetreten. Zuletzt wurden ihre Stücke "Pied qui saute pied qui racle" und "Dans le noir" aufgeführt. Im letzten Jahr erschien ihre Gedichtsammlung "Un serpent de fumée".
     Für ihr Werk ist sie bereits mit einigen Preisen ausgezeichnet worden, u.a. dem Prix Georges Lockem, der von der Académie Royale de Langue et Littérature Francaises vergeben wird.

Claude Raucy (Brüssel)
geboren 1939, veröffentlicht Romane, Erzählungen und Essays, außerdem ist er als Übersetzer aus dem Englischen und dem Deutschen tätig.
     Zuletzt erschienen u.a. "Les Mirabelles aurant des ailes", "Fous pas le camp, Nicolas" und "Plus loin que la lune rousse". In deutscher Übersetzung erschien 1987 der Roman "Zeit der Kirschen" im Herder Verlag Freiburg.

Joel Agee (New York)
Der Helen and Kurt Wolff Translator's Prize wird alljährlich im Goethe Institut Chicago für eine außergewöhnliche Übersetzung deutscher Literatur ins Englische verliehen. Der Preis ist mit einem zweimonatigen Aufenthalt im LCB verbunden. Im vergangenen Jahr erhielt Joel Agee den Preis für seine 1998 bei HarperCollins erschienene "Penthesilea"-Übertragung.
     Agee wurde 1940 geboren und wuchs von 1948-1960 in der DDR auf. "Zwölf Jahre", eine persönliche Chronik seiner Jugend in der DDR, erschien 1983 im Hanser Verlag.
     Als Autor und Publizist arbeitet er u.a. für "The New Yorker", Harper's" und "The New York Times Book Review".

Andrej Wolos (Moskau)
wurde 1956 in Duschanbe geboren. Sein Roman "Churramobod" ist in diesem Frühjahr in deutscher Übersetzung erschienen (aus dem Russischen von Alfred Frank, Berlin Verlag). Er verarbeitet die Vorgänge in Tadschikistan nach dem Auseinanderfallen der UdSSR 1991.
     Wolos erhielt für dieses Werk den russischen "Anti-Booker-Preis" 1998.

Marek Sniecinski (Wroclaw)
1958 geboren, hat sich in Polen mit mehreren Gedicht- und Erzählungsbänden einen Namen gemacht.
     Zuletzt publizierte er Erzählungen mit dem Titel "Der Sammler der Düfte" und den Gedichtband "Coitus sacralis".

Lajos Parti Nagy (Budapest)
wurde 1953 geboren. Er schreibt Gedichte, Prosa, Essays und Theaterstücke, übersetzt aus dem Deutschen. Zuletzt veröffentlichte er zwei Dramen und den "Kitschroman" "A test angyala".
     Parti Nagy ist ein drastischer Chronist des Wandels im Ungarn der letzten Jahre.

Scott Bradfield (London)
wurde mit den Romanen "Geschichte der leuchtenden Bewegung" und "Was läuft schief mit Amerika?", einer schwarzen Komödie aus dem Kalifornien von heute, auch in Deutschland bekannt. Mit "Planet der Tiere" (aus dem Englischen von Manfred Allié, Ammann Verlag 1997) gelang ihm eine Hommage und ein bitteres Update zu Orwells "Animal Farm".
     Der amerikanische Schriftsteller wurde 1955 in Kalifornien geboren und lebt heute in London.

Robert McLiam Wilson (Belfast)
geboren 1964 in Belfast, stieß mit seinen Romanen aus dem Belfaster Milieu auf internationale Resonanz.
     In deutscher Übersetzung erschienen seine Romane "Ripley Bogle" (übersetzt von Susanne Lange) und "Eureka Street, Belfast" (übersetzt von Christa Schuenke).

Ausstellungen

Urbans Orbit – Einblicke in den Nachlass eines Übersetzers | Ausstellung. 20. Oktober 2017 – 9. Februar 2018

Tina Brenneisen: Das Licht, das Schatten leert - 08. Juli - 13. Oktober 2017

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DAS WEISSE MEER. Literaturen rund ums Mittelmeer

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