Autoren im Haus 2001

Aufenthaltsstipendiaten

Tobias Hülswitt (Leipzig)
Tobias Hülswitt, 1973 in Hannover, arbeitete nach dem Abitur und Zivilsienst als Steinmetz. Seit 1997 studiert er am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Er veröffentlichte den Gedichtband "So ist das Leben" (Dreieck Verlag) und im Jahr 2000 den Roman "Saga" im Verlag Kiepenheuer und Witsch. Er erhielt das Aufenthaltsstipendium des Berliner Senats im LCB.

Rosemarie Poiarkov (Wien)
Rosemarie Poiarkov, geboren 1974 in Wien, hat soeben ihren ersten Geschichtenband ("Eine CD lang", Zsolnay Verlag) veröffentlicht.

Hendrik Rost (Hamburg)
Hendrik Rost, geb. 1969 in Burgsteinfurt, studierte Germanistik und Philosophie in Kiel und Düsseldorf. Er erhielt u. a. den Düsseldorfer Lyrikpreis (1995), den Clemens Brentano-Preis der Stadt Heidelberg (2000) und den Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis (2001). Er veröffentlichte die Gedichtbände "vorläufige gegenwart" (1995, Grupello Verlag) und "Fliegende Schatten" (2000, Edition Solitude).

Raphael Urweider (Bern)
Raphael Urweider wurde 1974 in Bern geboren, wo er auch heute lebt. 1999 wurde ihm der Leonce-Lena-Preis der Stadt Darmstadt zugesprochen. Die Lyriksammlung "Lichter in Menlo Park" (DuMont, 2001) ist seine erste Buchveröffentlichung.

Anne Weber (Paris)
Anne Weber wurde 1964 in Offenbach geboren, seit 1983 lebt sie in Paris. Zuletzt erschien "Ida erfindet das Schießpulver. Geschichten" (1999), davor der Prosaband "Im Anfang war" (beide im Suhrkamp Verlag). Anne Weber schreibt auf französisch und übersetzt ihre Bücher selbst ins Deutsche.

Autoren aus aller Welt

Tatjana Bek (Moskau)
veröffentlicht seit den siebziger Jahren Gedichtbände. Ihren Berlinaufenthalt widmet sie Recherchearbeiten über ihren Vater Aleksandr Bek (1903-1972), den Autor des Romans "Die Volokolamsker Chausee", den man in Deutschland durch Heiner Müllers Theaterbearbeitung kennt.

Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Preußische Seehandlung.

Michael Hofmann (London)
Michael Hofmann wurde 1957 in Freiburg geboren und lebt seit seinem fünften Lebensjahr in England. Er erhielt im vergangenen Jahr den Helen-und-Kurt-Wolff-Preis für eine Joseph Roth-Übersetzung ins Englische. Als Lyriker gehört er zu den meistbeachteten jüngeren Autoren Großbritanniens. In diesem Frühjahr erschien der zweisprachige Gedichtband "Feineinstellungen" (Übersetzung: Marcel Beyer) im DuMont Verlag.

Pawel Huelle (Warschau)
Pawel Huelle, 1957 in Gdansk geboren, arbeitete als Journalist für Solidarnosc. Mitte der neunziger Jahre war er Direktor des Danziger Fernsehens. Auf deutsch erschienen u.a. der Roman "Weiser Dawidek" (1989) und der Band "Silberregen. Danziger Erzählungen" in Renate Schmidgalls Übersetzung bei Rowohlt Berlin (2000).

Mit freundlicher Unterstützung durch das Auswärtige Amt.

Mirela Ivanova (Sofia)
Mirela Ivanova (*1962) ist Lyrikerin, Übersetzerin und Literaturkritikerin. In Bulgarien hat sie bislang sechs Gedichtbände veröffentlicht, "Einsames Spiel" liegt mittlerweile auch in deutscher Übersetzung vor (Verlag Das Wunderhorn 2000). Sie übersetzt u.a. Sarah Kirsch und Uwe Kolbe ins Bulgarische.

Mirela Ivanova erhielt ein Aufenthaltsstipendium der Stiftung Preußische Seehandlung.

Nikolaj Kononov (St. Petersburg)
Nikolaj Kononov, geboren 1958, verbrachte mehrere Jahre seiner Kindheit in der DDR. Er arbeitet an einem Roman, der die Vergangenheitsbewältigung von Deutschen und Russen im 20. Jahrhundert thematisiert. Kononov publizierte mehrere Gedichtbände und im vergangenen Jahr den Roman "Beerdigung des Grashüpfers". Er wurde 2001 mit dem Apollon-Grigoriev-Preis ausgezeichnet und für den alternativen  „Anti-Booker"-Preis nominiert.

Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Preußische Seehandlung.

Wladimir Koljasin (Moskau)
Wladimir Koljasin (*1945) lebt als Schriftsteller und Theaterwissenschaftler in Moskau und hat sich mit seinen Arbeiten über Bertolt Brecht und Heiner Müller einen Namen gemacht. Sein jüngstes Forschungsprojekt widmet sich der lettischen Revolutionärin und Theatermacherin Asja Lacis (1901-1999).

Wladimir Koljasin erhielt ein Aufenthaltsstipendium der Stiftung Preußische Seehandlung.

Andrzej Kopatzki (Warschau)
Der polnische Autor, Übersetzer und Literaturwissenschaftler Andrzej Kopatzki ist Mitarbeiter der Zeitschrift "Literatura na Swiecie" und veröffentlichte u.a. ein Kinderbuch und eine Enzensberger-Monographie. Im LCB arbeitet er an einer Übersetzung von Benjamins "Berliner Kindheit" und an einer Anthologie Berliner Literatur von 1900-1930.

Mit freundlicher Unterstützung durch das Auswärtige Amt.

László Krasznahorkai (Pilisszentlászló)
László Krasznahorkai, 1954 geboren, erhielt für sein literarisches Schaffen zahlreiche Preise - u.a. war er Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD und des Wissenschaftskollegs. Auf den Erzählungsband "Gnadenverhältnisse" (LCB-Edition 1989) folgte die Publikation seiner Romane in deutscher Übersetzung; zuletzt: "Krieg und Krieg", aus dem Ungarischen von Hans Skirecki, Ammann Verlag 1999.

Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Preußische Seehandlung.

Eda Kriseová (Prag)
Eda Kriseová war in den sechziger Jahren, bis zur Niederschlagung des Prager Frühlings, als Journalistin und Reporterin tätig. Ihre literarischen Arbeiten erschienen in den folgenden Jahren im Samizdat. Ende der achtziger Jahre war Eda Kriseová eine der bestimmenden Figuren im Bürger-Forum, Sprecherin Vaclav Havels und dessen Biografin. Im vergangenen Jahr erschien der Roman "Katzenleben" in Prag.

Mit freundlicher Unterstützung durch das Auswärtige Amt.

Ryszard Krynicki (Krakau)
wurde 1943 in Österreich geboren. In den 70er Jahren war Krynicki einer der führenden Autoren der "Neuen Welle"; heute gehört er zu den bedeutendsten Schriftstellern Polens. In deutscher Übersetzung erschien im vergangenen Jahr der Sammelband "Stein aus der Neuen Welt" (Übersetzung: Esther Kinsky, Rospo Verlag). Für seine Übersetzungen deutscher Lyrik (u.a. Nelly Sachs, Bert Brecht, Paul Celan und Reiner Kunze) ins Polnische erhielt er 2000 den Friedrich-Gundolf-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Andrej Kurkow (Kiew)
Andrej Kurkow, geb. 1961 in Leningrad, verbrachte seine Kindheit in Kiew. Er studierte am Kiewer Fremdspracheninstitut. Er war Kameramann und begann, Drehbücher zu schreiben. Er veröffentlichte bisher vier Romane und vier Kinderbücher. Auf deutsch erschienen bisher die Romane "Picknick auf dem Eis" und "Petrowitsch" (beide bei Diogenes).

Andrej Kurkow ist Stipendiat des Auswärtigen Amtes.

Karen Leeder (Oxford)
Karen Leeder gehört zu den wichtigen Vermittlern deutscher Literatur in Großbritannien. Sie ist Dozentin für deutsche Sprache und Literatur an der Universität Oxford und übersetzt zeitgenössische deutschsprachige Lyrik ins Englische (u.a. Kerstin Hensel, Raoul Schrott, Evelyn Schlag, Michael Krüger). Im vergangenen Jahr nahm sie an unserer Sommerakademie teil.

Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Konstantin Pavlov (Sofia)
Konstantin Pavlov, geb. 1933, hat die bulgarische Gegenwartsliteratur als Lyriker und Dramatiker mitgeprägt. In den 90er Jahren erhielt er die wichtigsten literarischen Auszeichnungen seines Landes.

Konstantin Pavlov ist Stipendiat der Stiftung Preußische Seehandlung.

Anatoli Pristawkin (Moskau
Anatoli Pristawkin, geb. 1931, wurde mit den Romanen "Schlief ein goldenes Wölkchen" und "Wir Kuckuckskinder" (Verlag Volk & Welt) bekannt, in denen er die albtraumartigen Ereignisse seiner Kindheit verarbeitet. Er hat sich in den vergangenen Jahren immer wieder für demokratische Reformen in Rußland engagiert

Jean-Philippe Toussaint (Brüssel)
Jean-Philippe Toussaint, Jahrgang 1957, lebt abwechselnd in Brüssel und auf Korsika. Er schrieb bislang fünf Romane, mehrere Filmdrehbücher und führte selbst Regie. Auf deutsch sind u.a. die Romane "Das Badezimmer", "Der Photoapparat" und das Reisebuch "Selbstporträt (in der Fremde)", aus dem Französischen von Bernd Schwibs, Frankfurter Verlagsanstalt 2001, erschienen.

Mit freundlicher Unterstützung des Belgischen Kulturministeriums Brüssel.

Liliane Wouters (Brüssel)
Liliane Wouters gehört zu den renommiertesten Autorinnen Belgiens. Seit den fünfziger Jahren publiziert sie Gedichte und Theaterstücke, darunter "La marche forçée" (1954) und zuletzt "Le billet de Pascal" (2000). 1995 erhielt sie den Prix Montaigne, im vergangenen Jahr den Prix Littéraire de la Communauté française. Sie ist Mitglied der Académie Royale de Langue et Littérature française de Belgique.

Mit freundlicher Unterstützung des Belgischen Kulturministeriums Brüssel.

Péter Zilahy (Budapest)
Péter Zilahy, Jahrgang 1970, ist als Autor, Künstler und Fotograf eine der Schlüsselfiguren der jungen Budapester Kulturszene. Für seinen Roman "Die letzte Fenstergiraffe" (1999) erhielt er mehrere Preise; eine Übersetzung ins Deutsche ist in Arbeit.

Péter Zilahy ist Stipendiat der Stiftung Preußische Seehandlung.

Jana Zoubková (Prag)
Jana Zoubková lebt als Übersetzerin deutscher Literatur ins Tschechische in Prag. Sie hat u.a. Werke von Werfel, Biller, Brussig und Kehlmann ins Tschechische übersetzt.

Mit freundlicher Unterstützung durch das Auswärtige Amt.

Ausstellungen

Urbans Orbit – Einblicke in den Nachlass eines Übersetzers | Ausstellung. 20. Oktober 2017 – 9. Februar 2018

Tina Brenneisen: Das Licht, das Schatten leert - 08. Juli - 13. Oktober 2017

Portale

litport.de

dichterlesen.net

Zeitschrift

Spritz

Projekte

Krieg im Frieden. Internationales Dramatiker*innenlabor

DAS WEISSE MEER. Literaturen rund ums Mittelmeer

Übersetztercolloquium

Deutsch-Italienischer Übersetzerpreis

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