Autoren im Haus 2002

Aufenthaltsstipendiaten

Christina Maria Berr (München)
Jg. 1975, Studium der Dramaturgie, Germanistik und Italianistik in München. Regieassistentin in Berlin, München und Zürich. Sie ist freie Journalistin und gewann verschiedene Poetry Slams. Derzeit arbeitet sie an der Fertigstellung ihres ersten Erzählungsbandes.

Matthias Göritz (New York/Hamburg)
Jg. 1967, arbeitet als Dozent am Bard College in der Nähe von New York. Im vergangenen Jahr veröffentlichte er den Gedichtband "Loops" (Literaturverlag Droschl).

Markus Orths (Karlsruhe)
Markus Orths wurde 1969 in Viersen geboren. Geisteswissenschaftliches Studium in Freiburg/Br. Seit 1999 ist er Mitherausgeber der Literaturzeitschrift "Konzepte". Er veröffentlichte 2001 den Erzählungsband "Wer geht wo hinterm Sarg" und in diesem Herbst den Roman "Corpus" (Schöffling & Co.).

Silke Scheuermann (Frankfurt/M.)
Silke Scheuermann wurde 1973 in Karlsruhe geboren. 2001 erhielt sie den Leonce-und-Lena-Preis. Im vergangenen Jahr erschien ihr Lyrikband "Der Tag an dem die Möwen zweistimmig sangen" (edition suhrkamp).

Christina Maria Berr, Mathias Göritz, Markus Orths und Silke Scheuermann erhielten das Berliner Aufenthaltsstipendium der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur, das jungen deutschsprachigen Autoren einen mehrmonatigen Aufenthalt im LCB ermöglicht.

Autoren aus aller Welt

Amanda Aizpuriete (Jurmala bei Riga)
Amanda Aizpuriete (*1956) studierte Philologie und Philosophie in Riga und Moskau. Heute lebt sie als Lyrikerin und Übersetzerin aus dem Russischen, Deutschen, Englischen, Litauischen und Ukrainischen in ihrer lettischen Heimatstadt Jurmala. In Deutschland wurde sie durch ihre im Rowohlt Verlag erschienenen Lyrikbände "Die Untiefen des Verrats" (1993) und "Laß mir das Meer" (1996) bekannt. In ihrem 2000 erschienenen, von Manfred Peter Hein übertragenen Band "Babylonischer Kiez" entdeckte die taz "eine Poesie des Alltags, wie es sie in den letzten zwei Jahrzehnten nicht mehr gegeben hat".

Amanda Aizpuriete erhielt ein Aufenthaltsstipendium der Stiftung Preußische Seehandlung.

Esad Babacic (Ljubljana)
Esad Babacic wurde 1965 geboren, war in den achtziger Jahren Sänger der Punk-Rock-Band Via Ofenziva, danach Schauspieler und Reporter. Seit 1986 hat er sechs Gedichtbände in Slowenien und den USA publiziert.

Esad Babacic erhielt ein Aufenthaltsstipendium der Stiftung Preußische Seehandlung.

Kristin Marja Baldursdóttir (Reykjavik)
Kristin Marja Baldursdóttir, Jahrgang 1949, hat drei vielbeachtete Romane geschrieben und ist auf Island darüber hinaus durch ihre tägliche Kolumne in der Zeitung "Morgunbladid" bekannt. Das Buch "Möwengelächter" (Krüger Verlag 2001) war ihr bislang größter Erfolg.

Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

András Forgách (Budapest)
András Forgách, geb. 1952, ist Autor und Übersetzer. Er veröffentlichte Theaterstücke, Essays und den Roman "Schlangenkopf, Engelsgesicht" (1999). Er übersetzte u.a. Horváth und Kleist ins Ungarische.

Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Mihály Kornis (Budapest)
Mihály Kornis, geb. 1949, ist Theater- und Romanautor und lebt in Budapest. Sein Roman "Der Held unserer Geschichte" erschien 1999 in deutscher Übersetzung bei Rowohlt Berlin. Er arbeitet derzeit an einem Berlin-Buch.

Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Preußische Seehandlung.

Karen Leeder (Oxford)
Karen Leeder gehört zu den wichtigen Vermittlern deutscher Literatur in Großbritannien. Sie ist Dozentin für deutsche Sprache und Literatur an der Universität Oxford und übersetzt zeitgenössische deutschsprachige Lyrik ins Englische (u.a. Kerstin Hensel, Raoul Schrott, Evelyn Schlag, Michael Krüger). 2000 nahm sie an unserer Sommerakademie teil.

Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Gohar Markosjan-Kasper (Tallinn)
Gohar Markosjan-Kasper stammt aus einer armenischen Künstlerfamilie und war in Jerewan als Ärztin tätig. Heute lebt sie in Tallinn (Estland). Ihr Roman "Penelope, die Listenreiche" (aus dem Russischen von Gabriele Leupold, Rowohlt Berlin 2002) schildert die Irrfahrt einer modernen Penelope im durch Erdbeben und Energieembargo gebeutelten Jerewan.

Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Iva Pekárková (Prag)
geboren 1963 in Prag, studierte Mikrobiologie, als 20-jährige Auswanderung nach Österreich, dann in die USA. In New York arbeitete Iva Pekárková als Sozialarbeiterin, Barkeeper und Taxifahrerin. Ihr erster Roman "Truck Stop Rainbows" ist 1995 im Piper Verlag erschienen und "Taxi Blues" (aus dem Tschechischen von Marcela Euler) 2000 im Malik Verlag. Sie lebt als Autorin und Journalistin in Prag.

Iva Pekárková ist Stipendiatin der Stiftung Brandenburger Tor im "Literarischen Tandem" mit der Berliner Autorin Tanja Dückers.

Simona Popescu
Die rumänische Lyrikerin Simona Popescu nimmt gemeinsam mit David Wagner am "Literarischen Tandem" teil, einem Austauschprojekt der Stiftung Brandenburger Tor, das Schriftsteller aus Berlin und aus Mittel- und Osteuropa zusammenbringt. Die 1965 in Siebenbürgen geborene und heute in Bukarest lebende Autorin ist in deutscher Übersetzung u.a. in den Lyrikanthologien "Gefährliche Serpentinen" und "ich ist ein andrer ist bang" vertreten.

Ales Rasanau (Minsk)
Der bekannte weißrussische Lyriker, 1948 geboren, ist seit 1966 schriftstellerisch tätig. In der von politischer Stagnation bestimmten nachstalinistischen Restaurationsperiode wurden seine Publikationen von der Zensur empfindlich beschnitten. Seit den siebziger Jahren entstanden zahlreiche Gedichtsammlungen sowie literarische Essays. In deutscher Übersetzung liegen u. a. "Zeichen vertikaler Zeit" (Agora Verlag 1995) und "Lehm. Stein. Eisen." (Knigosbor Verlag 2000) vor. Rasanau ist Hannah Ahrend-Preisträger der Stadt Hannover und war 1999/2000 Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD.

Ales Rasanau erhält ein Stipendium der Stiftung Preußische Seehandlung.

Vladimir Sorokin (Moskau)
Vladimir Sorokin wurde 1955 in Moskau geboren. Nach einem Ingenieurstudium der Petrochemie arbeitete er als Buchillustrator. Anfang der siebzige Jahre stieß er zu den Moskauer Konzeptionalisten. Auf Deutsch erschienen u.a. "Die Schlange", "Herzen der Vier", "Roman" und zuletzt "Der himmelblaue Speck" (Dumont).

Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Ljudmila Ulitzkaja (Moskau)
Ljudmila Ulitzkaja, Jg. 1943, hat mehrere Jahre als Genetikerin gearbeitet, bevor sie zu schreiben begann. Die deutschen Übersetzungen ihrer Romane sind bei Volk und Welt erschienen, zuletzt: "Reise in den siebenten Himmel", aus dem Russischen von Ganna-Maria Braungardt.

Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Preußische Seehandlung.

Carl-Henning Wijkmark (Stockholm)
Der Schriftsteller, Opern-, Fernsehspiel- und Hörspielautor Carl-Henning Wijkmark, 1934 in Stockholm geboren, arbeitete zunächst als Kulturjournalist und übersetzte u.a. Benjamin, Nietzsche und Lautréamont. Seit den siebziger Jahren ist ein umfangreiches Prosawerk entstanden, darunter der in deutscher Übersetzung vorliegende Roman "Der du nicht bist" (aus dem Schwedischen von Klaus-Jürgen Liedtke) und das fiktive Sachbuch "Der moderne Tod" (Gemini Verlag 2001).

Mit freundlicher Unterstützung des Norstedts Förlags, Stockholm.

Benny Ziffer (Tel Aviv)
Benny Ziffer, geboren 1953 in Tel Aviv, gehört als Feuilletonchef der "Ha'Aretz Daily", der größten israelischen Tageszeitung, zu den wichtigsten Vermittlern deutscher Literatur in Israel. Seit den 90er Jahren ist er auch als Romanschriftsteller hervorgetreten.

Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Ausstellungen

Urbans Orbit – Einblicke in den Nachlass eines Übersetzers | Ausstellung. 20. Oktober 2017 – 9. Februar 2018

Tina Brenneisen: Das Licht, das Schatten leert - 08. Juli - 13. Oktober 2017

Portale

litport.de

dichterlesen.net

Zeitschrift

Spritz

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Krieg im Frieden. Internationales Dramatiker*innenlabor

DAS WEISSE MEER. Literaturen rund ums Mittelmeer

Übersetztercolloquium

Deutsch-Italienischer Übersetzerpreis

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