Autoren im Haus 2003

Aufenthaltsstipendiaten

Artur Becker (Verden/Aller)
Artur Becker wurde 1968 in Bartoszyce (Masuren) geboren und lebt seit 1985 in Deutschland. Er veröffentlichte Romane, Erzählungen, Gedichte und Aufsätze und ist auch als Übersetzer tätig. Gerade erschien sein neuester Roman "Kino Muza" bei Hoffmann und Campe.

Heike Geißler (Halle/Saale)
Heike Geißler wurde 1977 in Riesa/Elbe geboren, studierte Amerikanistik, Politik und Geographie in Dresden, Germanistik und Hispanistik in Halle. Im Jahr 2001 bekam sie den Alfred-Döblin-Förderpreis für ihren Debütroman "Rosa" (DVA).

Nicola Anne Mehlhorn (Heidgraben)
Nicola Anne Mehlhorn, 1967 in Hannover geboren, studierte Musik in Köln, war Solohornistin in verschiedenen Orchestern und spielt derzeit in Hamburg. 1998 erschien ihr vielbeachtetes Debüt "Brachmond" (Rospo Verlag). Sie erhielt etliche Preise und Stipendien, u.a. den Hebbel-Preis. Zuletzt erschien die Erzählung "Sternwerdungssage" im Frühjahr 2002 bei der Frankfurter Verlagsanstalt.

Jan Costin Wagner (Obertshausen)
Jan Costin Wagner, 1972 in Langen/Hessen bei Frankfurt geboren, studierte Germanistik und Geschichte und arbeitet als Journalist im Rhein-Main-Gebiet. 2002 erschien sein Debütroman "Nachtfahrt", für den er den Marlowe-Preis erhielt. Jüngst veröffentlichte Jan Costin Wagner seinen zweiten Krimi "Eismond" (Eichborn.Berlin).

Artur Becker, Heike Geißler, Nicola Anne Mehlhorn und Jan Costin Wagner erhielten das Aufenthaltsstipendium des Berliner Senats.

Autoren aus aller Welt

Ahmad Al-Awadi (Sanaa)
Ahmad Al-Awadi, geboren in Sanaa, hat mehrere Gedichtbände veröffentlicht. Er ist Vorsitzender des jemenitischen Schriftstellerverbandes.

Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Anthea Bell (Cambridge)
Anthea Bell erhielt im vergangenen Jahr den Helen und Kurt Wolff Translator's Prize, der vom Auswärtigen Amt, dem Goethe Institut Chicago und dem LCB alljährlich für eine herausragende Übersetzung deutscher Literatur ins Englische vergeben wird. Anthea Bell erhielt den Preis für ihre Übertragung des Romans "Austerlitz" von W.G. Sebald.

Anna Bolecka (Warschau)
Anna Bolecka, geb. 1951 in Warschau, arbeitete nach ihrem Studium der polnischen Philologie als Verlagslektorin. 1989 debütierte sie mit ihrem "Lec do nieba" (Flieg in den Himmel). In deutscher Übersetzung liegt der Roman "Der weiße Stein" (aus dem Polnischen von Albrecht Lempp, Berlin Verlag 1998) vor.

Anna Bolecka erhielt ein Stipendium der Stiftung Preußische Seehandlung.

Radovan Charvát
Geboren 1948, lebt in Prag, arbeitet derzeit an der Übersetzung der Tagebücher Viktor Klemperers ins Tschechische.

Pierre Deshusses (Lyon)
Pierre Deshusses lebt als Übersetzer deutscher Literatur in Lyon und Paris. Kleist und Doderer hat er ins Französische übersetzt, aber auch zeitgenössische Autorinnen wie Karen Duve. Er ist Projektleiter unserer deutsch-französischen Übersetzerwerkstatt.

Vassilij Dimov
Vassilij Dimov wurde 1957 geboren und lebt in Moskau. Er veröffentlichte Gedichte, Novellen und Romane. 1999 erschien in deutscher Übersetzung "Die vier Leben des heiligen Possekel" bei Dumont.

Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Preußische Seehandlung

Michal Hvorecky (Bratislava)
Michal Hvorecky wurde 1976 in Bratislava geboren. Er veröffentlichte Erzählungen ("Das starke Gefühl der Sauberkeit", 1998, "Jäger & Sammler", 2001) und unlängst den Roman "Der letzte Hit". Bislang wurde er ins Tschechische und Polnische übersetzt.

Michall Hvorecky erhielt ein Stipendium der Stiftung Preußische Seehandlung.

Michail Jelisarow (Berlin)
Michail Jelisarow, geboren 1973 in Ivano-Frankowsk (Ukraine), studierte in Charkow Philologie und an der Musikhochschule Gesang und arbeitete u. a. als TV-Regisseur und Kameramann. Heute lebt und arbeitet er in Berlin. Mit "Die Nägel" (Reclam Leipzig, aus dem Russischen von Hannelore Umbreit) legt er seinen ersten Roman vor.

Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Michail Kononow (St. Petersburg/Landshut)
Michail Kononow, 1948 in Leningrad geboren, arbeitete als Lehrer, Dozent, Redakteur, bildender Künstler, Gartengestalter und Übersetzer. Er veröffentlichte mehrere Kinderbücher und Reiseberichte. Sein erster Roman "Die nackte Pionierin" (Antje Kunstmann Verlag) wurde von Andreas Tretner ins Deutsche übersetzt.

Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Robert Legros (Brüssel)
Robert Legros lehrt Philosophie an der Université Libre de Bruxelles. Er erhielt ein Stipendium des Belgischen Kulturministeriums Brüssel.

László Márton
László Márton wurde 1959 in Budapest geboren, studierte Literaturwissenschaft und Soziologie. Er übersetzte Kleist und Goethe ins Ungarische und schreibt Romane, Erzählungen, Dramen und Essays (zuletzt: "Die wahre Geschichte des Jacob Wunschwitz", Zsolnay).

Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Preußische Seehandlung

Daniel Najmias (Barcelona)
Die im Goethe-Institut Madrid gegründete Fundación Goethe Espana hat im vergangenen Jahr erstmals einen mit 10.000 Euro dotierten Übersetzerpreis verliehen. Die Auszeichnung ging an den in Barcelona lebenden Daniel Najmias, der u.a. Norbert Gstrein, Martin Walser und Christoph Hein ins Spanische übertragen hat. Der Preis schließt ein Stipendium für einen Aufenthalt im LCB ein.

Agneta Pleijel (Stockholm)
Die schwedische Autorin Agneta Pleijel hat seit den siebziger Jahren ein umfangreiches Prosawerk vorgelegt. In deutscher Übersetzung erschien bislang der Roman "Der Weg des Windes" (Piper Verlag, aus dem Schwedischen von Hans-Joachim Maass); weitere Übersetzungen sind derzeit in Arbeit.

Mit freundlicher Unterstützung des Norstedts Förlag, Stockholm.

Ursula Cerne Potocnik (Ljubljana)
Ursula Cerne Potocnik, geb. 1971, lebt als Übersetzerin und Publizistin in Ljubljana. Sie übersetzte u.a. Günter Grass, Michael Rutschky und David Wagner ins Slowenische.

Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Michael Ritterson (Gettisburg/USA)
Michael Ritterson ist Associate Professor of German am Gettisburg College in Pennsylvania. Er übersetzte u.a. Wilhelm Raabe ins Englische.

In Zusammenarbeit mit dem Goethe Institut Chicago.

Vera Rosí (Brno)
Vera Rosí gehört zu den wichtigsten Stimmen der jüngeren tschechischen Poesie. 1999 erschien der Gedichtband "Der nackte weiße Stamm", für den sie im Jahr 2000 den Jiri-Orten-Preis erhielt.

Vera Rosí erhielt ein Aufenthaltsstipendium der Stiftung Preußische Seehandlung.

Michail Rudnitski (Moskau)
Michail Rudnistki wurde 1945 in Moskau geboren und ist einer der wichtigsten Vermittler deutscher Literatur in Rußland. Er übersetzte u.a. Werke von Kafka, Musil, Grass, Böll, von Christa Wolf und Botho Strauß ins Russische.

Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Jekatarina Sadur (Moskau)
Jekatarina Sadur wurde 1973 in Nowosibirsk geboren. Sie studierte am Moskauer Gorki-Literaturinstitut. 1994 erhielt sie den Preis der renommierten Literaturzeitschrift "Znamja" für das beste Debüt des Jahres. In deutscher Übersetzung erschien der Roman "Das Flüstern der Engel" (aus dem Russischen von Hannelore Umbreit, Suhrkamp Verlag 1999).

Jekatarina Sadur erhielt ein Aufenthaltsstipendium der Stiftung Preußische Seehandlung.

Lucija Stupica (Ljubljana)
Die Literaturszene Sloweniens gilt als besonders lebendig. Eine der Protagonistinnen der jungen Generation ist die 1971 geborene, in Ljubljana lebende Lyrikerin Lucija Stupica. Für ihren Gedichtband "Cello in der Sonne" erhielt sie mehrere Literaturpreise.

Lucija Stupica erhielt ein Stipendium der Stiftung Preußische Seehandlung.

Sigurbjorg Thrastardóttir (Reykjavík)
Sigurbjorg Thrastardóttir wurde 1973 geboren und lebt als Journalistin und Autorin in Reykjavík. In Island erschienen bereits mehrere Gedichtbände (zuletzt "Túlípanafallhlífar") und ein Roman.

In Zusammenarbeit mit The Fund for the Promotion of Icelandic Literature und mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Jean-Philippe Toussaint (Brüssel)
Jean-Philippe Toussaint, Jahrgang 1957, lebt abwechselnd in Brüssel und auf Korsika. Bislang sind drei seiner Bücher in deutscher Übersetzung erschienen, zuletzt "Selbstporträt in der Fremde" (FVA).

Er erhielt ein Stipendium des Belgischen Kulturministeriums Brüssel.

Magdalena Tulli (Warschau)
Magdalena Tulli, geb. 1955, studierte Literatur und debütierte 1995 mit dem Roman "Steine und Träume" (dt. 1998). Der vielbeachtete Roman "In Rot" erschien, von Esther Kinsky übersetzt, 2000 in der DVA. Gemeinsam mit Annett Gröschner nimmt sie teil am "Literarischen Tandem", einem von der Stiftung Brandenburger Tor initiierten Schriftstelleraustausch zwischen Berliner Autoren und ihren osteuropäischen Nachbarn.

Tomas Venclova (Vilnius)
Tomas Venclova ist der bedeutendste Lyriker Litauens. Geboren wurde er 1937 in Klaipeda. 1977 emigrierte er ins amerikanische Exil. Eine Auswahl seiner Lyrik ("Vor der Tür das Ende der Welt") erschien 2001 im Rospo Verlag und im vergangenen Jahr bei Hanser.

Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Ausstellungen

Urbans Orbit – Einblicke in den Nachlass eines Übersetzers | Ausstellung. 20. Oktober 2017 – 9. Februar 2018

Tina Brenneisen: Das Licht, das Schatten leert - 08. Juli - 13. Oktober 2017

Portale

litport.de

dichterlesen.net

Zeitschrift

Spritz

Projekte

Krieg im Frieden. Internationales Dramatiker*innenlabor

DAS WEISSE MEER. Literaturen rund ums Mittelmeer

Übersetztercolloquium

Deutsch-Italienischer Übersetzerpreis

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