Autoren im Haus 2004

Aufenthaltsstipendiaten

Nico Bleutge (Tübingen)
Nico Bleutge, 1972 in München geboren, lebt und arbeitet in Tübingen. Er studierte Neuere Deutsche Literatur, Rhetorik und Philosophie. Zuletzt veröffentlichte er Gedichte in der Zeitschrift „Sinn und Form“. Er bekam mehrere Auszeichnungen und Preise, u.a. den Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis der Stadt Darmstadt.

Franziska Gerstenberg (Leipzig/Hannover)
Franziska Gerstenberg, 1979 in Dresden geboren, studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Sie war Redakteurin und Mitherausgeberin der Literaturzeitschrift EDIT und veröffentlichte in verschiedenen Zeitschriften und Anthologien. Im Februar erschien ihr erster Erzählband „Wie viel Vögel“ bei Schöffling.

Lena Kugler (Konstanz)
Lena Kugler, geboren 1974, studierte in Heidelberg, Köln, Konstanz und Berlin. Sie veröffentlichte Erzählungen, u.a. auf den Berliner Seiten der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. 2001 erschien ihr Roman „Wie viele Züge“ in der Collection S. Fischer.

Sabina Naef (Zürich)
Sabina Naef, 1974 in Luzern geboren, studiert Germanistik und Romanistik in Bordeaux und Zürich. 1998 erschien ihr erster Gedichtband „Zeitkippe“ im Nimrod Verlag Zürich. Sabina Naef ist Trägerin etlicher Preise, u.a. des 1. Preises des Internationalen Jungautoren-Wettbewerbs Regensburg.

Martin Prinz (Wien)
Martin Prinz, 1973 in Wien geboren, studierte Theaterwissenschaft und Germanistik. „Der Räuber“, erschienen 2002 bei Jung und Jung, war sein erster Roman. Martin Prinz erhielt etliche Preise und Stipendien, u.a. war er Stipendiat der Autorenwerkstatt Prosa im LCB und erhielt 2002 den Förderungspreis für Literatur der Stadt Wien.

Nico Bleutge, Franziska Gerstenberg, Lena Kugler und Martin Prinz erhielten das Aufenthaltsstipendium des Berliner Senats. Sabina Naef erhielt ein Stipendium der Stiftung Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung.

Autoren aus aller Welt

Eugenijus Ališanka (Vilnius)
Eugenijus Ališanka, 1960 in Barnaul, Rußland, geboren, ist Lyriker, Essayist und Übersetzer. Er lebt in Vilnius. Sein neuester Gedichtband, „aus ungeschriebenen geschichten“, erschien 2002. Eugenijus Ališanka erhielt ein Stipendium der Stiftung Brandenburger Tor im „Literarischen Tandem“ mit dem Berliner Autor Jan Wagner.

Juri Andruchowytsch (Iwano-Frankiwsk)
Juri Andruchowytsch, 1960 in Iwano-Frankiwsku, Ukraine, geboren, studierte Journalismus am Polygrafischen Institut von Lwiw. Seine ersten Gedichte veröffentlichte er 1982 in verschiedenen Literaturzeitschriften, später auch Essays, Prosa- und Theaterstücke. 1985 gründete er mit Viktor Neborak und Oleksandr Irvaniets die für die ukrainische Literatur wichtige Gruppe "Bu-Ba-Bu". Von 1990 bis 1991 absolvierte er ein Graduiertenstudium in Moskau. Er lebt heute wieder in Iwano-Frankiwsk.
Juri Andruchowytsch erhielt ein Stipendium der Stiftung Preußische Seehandlung.

Constantin Virgil Banescu (Bukarest)
Constantin Virgil Banescu, 1982 in Tãrgoviste geboren, gilt als einer der wichtigsten Nachwuchsautoren Rumäniens. In deutscher Sprache erschienen bislang die Gedichtbände „Der Hund, die Frau und das Liebäugeln“ (2000) und „Die Blume mit dem einen Kelchblatt“ (2002). Übersetzt wurden seine Werke aus dem Rumänischen von Oskar Pastior. Zuletzt erhielt Banescu den Hubert-Burda-Preis für junge Lyrik (2003).
Constantin Virgil Banescu erhielt ein Stipendium der Stiftung Preußische Seehandlung.

Margot Bettauer Dembo (New York)
Die Amerikanerin Margot Bettauer Dembo hat sich vor allem durch Übersetzungen von historischer und belletristischer Literatur zu jüdischen Themen, insbesondere der Shoah, verdient gemacht (z. B. Ruth Elias, Shlomo Perel). Im vergangenen Jahr erhielt sie den Helen and Kurt Wolff Translator’s Prize für die Übertragung von Judith Hermanns „Sommerhaus, später“.

László Darvasi (Budapest)
László Darvasi, von dem zuletzt der Erzählungsband „Eine Frau besorgen. Kriegsgeschichten“ (aus dem Ungarischen von Heinrich Eisterer, edition suhrkamp 2004) erschien, ist einer der vielseitigsten und bedeutendsten Gegenwartsautoren Ungarns. Er ist der erste Gast des Stipendienprogramms „Literarisches Doppelleben Sylt-Berlin“, das vom LCB gemeinsam mit dem Kunst:Raum Sylt-Quelle ins Leben gerufen wurde.

Ledia Dushi (Shkodra/Albanien)
Ledia Dushi, Mitte 20, gehört zu den bedeutendsten albanischen Lyrikern ihrer Generation. In ihrer Heimat sind bereits zwei Gedichtbände erschienen, für die sie mehrer Literaturpreise erhielt. Auf Deutsch liegen bisher Gedichte in der Übersetzung Joachim Röhms vor, die in verschiedenen Zeitschriften erschienen sind. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amtes. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Mila Haugová (Bratislava)
Mila Haugová ,1942 in Budapest geboren, arbeitet als freie Schriftstellerin und Übersetzerin in Bratislava. Ihr umfangreiches lyrisches Werk ist in mehrere Sprachen übersetzt worden. Auf deutsch erschienen die Bände „Kahlfrieren“ (1998), „Das innere Gesicht“ (1999) und „Sandatlas“ (2001). Mila Haugová erhielt ein Stipendium der Stiftung Preußische Seehandlung.

Wilma Jung (Liebshausen)
Wilma Jung, 1955 in Waldmohr geboren, lebt und arbeitet in Liebshausen/Hunsrück. 1999 erschien ihr erstes Buch „liebesnah“, Lyrik und Prosa, weitere Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien. Wilma Jung erhielt ein Aufenthaltsstipendium des Landes Rheinland-Pfalz.

Laurynas Katkus (Vilnius)
Laurynas Katkus, 1972 geboren, lebt als Lyriker und Übersetzer in Vilnius. Er studierte Lituanistik und Komparatistik in Vilnius und Leipzig. 1998 debütierte er mit dem Gedichtband „Balsai, rašteliai“ („Stimmen, Zettel“). Seine Gedichte wurden ins Englische, Deutsche, Slowenische, Polnische und Lettische übersetzt. Auf Deutsch erschien zuletzt der Band „Tauchstunden“ (Edition Erata, 2003). Er selbst übersetzte u.a. Lutz Seiler, Peter Handke, Gottfried Benn, e.e.cummings und Susan Sontag ins Litauische. Mit freundlicher Unterstützung durch das Auswärtige Amt.

Stéphane Lambert (Brüssel)
Stéphane Lambert, geb. 1974, gehört zu den wichtigsten jungen Autoren Belgiens, die in französischer Sprache schreiben. Er veröffentlichte bereits mehrere Romane, darunter "Charlot aime Monsieur" (1997) und "Une histoire d'amour" (2002). Stéphane Lambert erhielt ein Stipendium des Ministeriums der Französischen Gemeinschaft Belgiens. In Zusammenarbeit mit der Vertretung Wallonie-Bruxelles in Berlin.

Kgafela oa Magogodi (Johannesburg)
Kgafela oa Magogodi zählt zu den wichtigsten Lyrikern und Performern der jungen Literaturszene Südafrikas. Er lehrt an der Witwatersrand-Universität in Johannesburg afrikanische Literatur, Theater, Performance und Film. Sein erstes Buch, „Thy Condom Come“, erschien 2001. Er ist Gast des Stipendienprogramms „Literarisches Doppelleben Sylt-Berlin“ das vom LCB gemeinsam mit dem Kunst:Raum Sylt-Quelle ins Leben gerufen wurde.

Gudrun Eva Mínervudóttir (Reykjavik)
Gudrun Eva Mínervudóttir, 1976 geboren, gilt als eine der wichtigsten Nachwuchsautorinnen Islands. Sie studiert Philosophie und hat bereits mehrere Romane, einen Erzähl- und einen Lyrikband sowie ein Kindersachbuch über Philosophie veröffentlicht. Zuletzt erschien „Album“. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Gergely Péterfy (Budapest)
Gergely Péterfy, geb. 1966, publizierte in Ungarn Romane, Hörspiele und Erzählungen. Er wurde mit mehreren Stipendien und Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Jószef Attila-Preis (2004). In deutscher Übersetzung ist bisher die Erzählung „Schwarze Messe“ erschienen (im Sammelband „Ungarn von Montag bis Freitag“, Suhrkamp). Gergely Péterfy erhielt ein Stipendium der Stiftung Preußische Seehandlung.

Roman Simic (Zagreb)
Roman Simic, geboren 1972, studierte Literaturwissenschaft in Zagreb, veröffentlichte in Kroatien mehrere Erzählbände. Auf deutsch erschienen bisher nur Beiträge in verschiedenen Literaturzeitschriften. Roman Simic arbeitet als Lektor im Zagreber Verlag „nakladi md“ und gehört zu den Organisatoren des European Short Story Festivals, das alljährlich ebenfalls in Zagreb stattfindet. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Magdalena Tulli (Warschau)
Magdalena Tulli, geb. 1955, studierte Literatur und debütierte 1995 mit dem Roman "Steine und Träume" (dt. 1998). Der vielbeachtete Roman "In Rot" erschien, von Esther Kinsky übersetzt, 2000 in der DVA.
Magdalena Tulli erhielt ein Stipendium der Stiftung Preußische Seehandlung.

Nenad Velickovic (Sarajevo)
Nenad Velickovic, geb. 1962 in Sarajevo, ist Schriftsteller und Literaturwissenschaftler, Autor zahlreicher Romane, Erzählungen, Hörspiele, TV-Drehbücher und Literaturkritiken. 1998 erhielt er den Preis des internationalen Wettbewerbs in Bulgarien. Auf deutsch erschienen ist der Roman „Logiergäste“ (1997, Volk und Welt).
Nenad Velickovic erhielt ein Stipendium der Stiftung Brandenburger Tor im „Literarischen Tandem“ mit dem Berliner Autor Jochen Schmidt.

Nicole Verschoore (Brüssel)
Nicole Verschoore wurde mit dem Roman "Le maitre du bourg" (Gallimard 1994) bekannt. Sie erhielt ein Stipendium des Ministeriums der Französischen Gemeinschaft Belgiens. In Zusammenarbeit mit der Vertretung Wallonie-Bruxelles in Berlin.

Dane Zajc (Ljubljana)
Dane Zajc, der große slowenische Lyriker, wurde 1929 in Zgornja Javorscica (Slowenien) geboren. Bei Klett-Cotta erschien soeben eine Werkauswahl in Fabjan Hafners deutscher Übersetzung: "Hinter den Übergängen".
Dane Zajc erhielt ein Stipendium der Stiftung Preußische Seehandlung.

Ausstellungen

Urbans Orbit – Einblicke in den Nachlass eines Übersetzers | Ausstellung. 20. Oktober 2017 – 9. Februar 2018

Tina Brenneisen: Das Licht, das Schatten leert - 08. Juli - 13. Oktober 2017

Portale

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dichterlesen.net

Zeitschrift

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Krieg im Frieden. Internationales Dramatiker*innenlabor

DAS WEISSE MEER. Literaturen rund ums Mittelmeer

Übersetztercolloquium

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