Autoren im Haus 2005

Aufenthaltsstipendiaten

Saskia Fischer (Bochum)
Saskia Fischer, 1971 in Schlema/Sachsen geboren, studierte Theaterwissenschaften und Germanistik in Bochum. Die Lyrikerin wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Literaturförderpreis NRW.

Ricarda Junge (Wiesbaden)
Ricarda Junge, 1979 geboren, studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Für ihr Debüt „Silberfaden“ (Collection S. Fischer 2002) wurde sie 2003 mit dem Grimmelshausen-Förderpreis ausgezeichnet. Im Mai dieses Jahres erschien ihr Roman „Kein fremdes Land“ (Collection S. Fischer).

Mareike Krügel (Hamburg)
Mareike Krügel, 1977 in Kiel geboren, lebt in Hamburg. Sie studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und veröffentlichte 2003 ihren ersten Roman. Mareike Krügel erhielt mehrere Stipendien und Auszeichnungen, darunter den Förderpreis der Stadt Hamburg für ihren aktuellen Roman „Die Tochter meines Vaters“ (Schöffling & Co).

Andreas Schendel (Dresden)
Andreas Schendel, geboren 1971, veröffentlichte bisher Kinderbücher wie „Lotte und die Wüstenfreundschaft“ (2000) und Romane, darunter „Fluchtpunkt“(Nagel & Kimche 2002).

Saskia Fischer, Ricarda Junge, Mareike Krügel und Andreas Schendel erhielten das Aufenthaltsstipendium der Berliner Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur.

Autoren aus aller Welt

Susan Bernofsky ( New York)
Die amerikanische Literaturwissenschaftlerin und Übersetzerin Susan Bernofsky ist Autorin des Buches „Foreign Words: Translator-Authors in the Age of Goethe“ (Wayne State UP, 2005), und hat Werke von Robert Walser, Gregor von Rezzori, Peter Szondi, Ludwig Harig, Yoko Tawada übersetzt.

Krzysztof Czyzewski (Sejny/Polen)
Krzysztof Czyzewski (Jg. 1958) ist Essayist, Lyriker und Redakteur. Er veröffentlichte zahlreiche Essays in Zeitschriften und Anthologien sowie den englisch-polnischen Lyrikband „Sciezka Pogranicza / Path of the Borderland“ (2001). Krzysztof Czyzewski ist Aufenthaltsstipendiat im Rahmen des Programms der Stiftung Preußische Seehandlung.

László Darvasi (Budapest)
László Darvasi, 1962 geboren, von dem zuletzt der Erzählungsband „Eine Frau besorgen. Kriegsgeschichten“ (aus dem Ungarischen von Heinrich Eisterer, edition suhrkamp 2004) erschienen ist, gehört zu den vielseitigsten und bedeutendsten Gegenwartsautoren Ungarns. Er nimmt teil am „Literarischen Tandem“ der Stiftung Brandenburger Tor.

Ljubko Deresch (Lemberg)
Ljubko Deresch, 1984 geboren, studiert in Lemberg Wirtschaftswissenschaften. Sein Roman „Kult“ erscheint in diesem Herbst in der edition suhrkamp (aus dem Ukrainischen übersetzt von Juri Durkot und Sabine Stöhr.) Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Adriaan van Dis (Paris)
Der niederländische Autor Adriaan von Dis wurde 1946 in Bergen aan Zee (NL) geboren. Er debütierte 1983 mit der Novelle „Nathan Sid“. In deutscher Übersetzung erschienen sind „Indische Dünen“, „Palmwein“ und „Doppelliebe“ (Hanser Verlag). Thorarin Eldjarn (Reykjavik)
Thorarin Eldjarn, geboren 1949, ist Verfasser von Romanen, Kurzgeschichten, Lyrik und Dramen und arbeitet gleichzeitig als Übersetzer. Für seinen Roman „The Blue Tower“, erstmalig erschienen in 1996, wurde er u.a. für den Nordic Council Literary Award (1999) nominiert. Im Jahre 2001 erhielt er den Bookseller’s Prize sowie den IBBY Iceland Award.

Torbjörn Flygt (Malmö)
Torbjörn Flygt wurde 1964 geboren und lebt in Malmö. Seine Romane „Schärensommer“ und „Made in Sweden“ („Roman des Jahres“ 2001 in Schweden) erschienen in Paul Berfs deutscher Übersetzung bei Lübbe. Er erhielt das LCB-Stipendium des Norstedts Förlags.

Dmitrij Golynko (St. Petersburg)
Dmitrij Golynko, 1969 in Leningrad geboren, ist Essayist und Lyriker. Er lebt und arbeitet in St. Petersburg. Die Gedichtzyklen „Elementare Dinge“, „Grade des Interesses“ und „Viel Verschiedenes“ wurden 2004 in der horen-Anthologie „Neue Poesie aus Sankt Petersburg“ veröffentlicht. Er erhielt ein Stipendium der Stiftung Preußische Seehandlung.

Petra Hulová (Prag)
Geboren 1979, studierte die tschechische Autorin Petra Hulová Sozialwissenschaften an der Prager Universität. Sie debütierte im Jahr 2002 mit „In Erinnerung meiner Grossmutter“ und gehört zu den Glanzlichtern der tschechischen Gegenwartsliteratur. Petra Hulová ist auf Einladung des Auswärtigen Amts im LCB.

Saša Ilic (Belgrad)
Der 1972 in Jagodina geborene und in Belgrad lebende Autor Saša Ilic veröffentlicht seit 1994 Essays und Prosaarbeiten. Im Jahr 2000 erschien „Die Ahnung des Bürgerkrieges“ in Belgrad. Saša Ilic ist Stipendiat der Stiftung Preußische Seehandlung.

Dževad Karahasan (Sarajevo / Graz)
Dževad Karahasan, 1953 in Duvno/Jugoslawien geboren, ist Erzähler, Dramatiker und Essayist, und der bedeutendste bosnische Schriftsteller. Die Belagerung Sarajewos war Thema seines in zehn Sprachen übersetzten „Tagebuchs der Aussiedlung“. In deutscher Übersetzung erschienen u.a. „Sara und Serafina“ und der Roman „Schahrijärs Ring“ (aus dem Serbokroatischen von Klaus Detlef Olof). Mit freundlicher Unterstützung durch das Auswärtige Amt.

Ilya Kochergin (Moskau)
Ilya Kochergin, geb. 1970 in Moskau, ist Autor und Fotograf. Er unternahm zahlreiche Reisen nach Sibirien und Karelien, verbrachte u. a. drei Jahre im Altai-Gebirge als Förster. Er machte mit seinen Erzählungen in Literaturzeitschriften Russlands auf sich aufmerksam, für die er zahlreiche Literaturpreise erhielt. 2004 erschien sein Debütroman in französischer Übersetzung bei Actes Sud. Ilya Kochergin erhielt ein Stipendium der Stiftung Preußische Seehandlung.

Zlatko Krasni (Belgrad)
Zlatko Krasni, 1951 in Sarajewo geboren, arbeitet in Belgrad als Lyriker, Literaturkritiker und Übersetzer. Er ist Herausgeber mehrerer Anthologien deutscher Literatur, Übersetzer zahlreicher deutscher Autoren ins Serbische und Autor einiger Gedichtbände. Zlatko Krasni erhielt ein Aufenthaltsstipendium der Stiftung Preußische Seehandlung.

Karel Logist (Lüttich)
1962 in Spa geboren, lebt Karel Logist heute in Lüttich und veröffentlicht Prosa unter dem Pseudonym Gilles Korta. Er ist Mitbegründer der Zeitschrift und des Verlags Le Fram. Karel Logist erhielt ein Stipendium des Ministeriums der Französischen Gemeinschaft Belgiens. In Zusammenarbeit mit der Vertretung Wallonie-Bruxelles in Berlin.

Amanda Michalopoulou (Athen)
Amanda Michalopoulou, geboren 1966 in Athen, ist Lyrikerin und Erzählerin. Sie hat als Kolumnistin für die Tageszeitung „Kathimerini“ und als Literatur- und Kunstkritikerin gearbeitet. 1996 war sie Stipendiatin im Künstlerhaus Schloß Wiepersdorf und 2004 Stipendiatin des Berliner Künstlerprogramms des DAAD. In Birgit Hildebrands Übersetzung erschienen u.a. die Romane „Oktopusgarten“(1999) und „So ist das Leben“ (2001). Amanda Michalopoulou erhielt ein Stipendium der Alexander S. Onassi Public Benefit Foundation.

Breon Mitchell (Bloomington)
Der Übersetzer Breon Mitchell ist Professor für Vergleichende Literaturwissenschaft und Germanistik an der Indiana University in Bloomington. Er hat u.a. Werke von Franz Kafka, Heinrich Böll, Sten Nadolny und Rüdiger Kremer ins Amerikanische übertragen. 2004 erhielt er den Helen-und-Kurt-Wolff Übersetzerpreis für seine Übersetzung des Romans „Morenga“ von Uwe Timm.

Lajos Parti Nagy (Budapest)
Im Jahr 1953 in Szekszárd, Ungarn geboren, lebt Parti Nagy seit 1986 als freischaffender Schriftsteller und Übersetzer literarischer Werke in Budapest. Er schreibt Gedichte, Erzählungen, Romane, Hörspiele und Dramen. 1993 wurde sein Theaterstück „Ibusár“ (dt. „Bahnstation Ibuschar“, 2003) als bestes ungarisches Drama ausgezeichnet. Sein Roman „Meines Helden Platz“ erscheint im Februar 2005 bei Luchterhand. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Miroslaw Nahacz (Krakau)
Miroslaw Nahacz, Jahrgang 1984, gehört zur jüngsten polnischen Schriftstellergeneration. Der Czarne Verlag veröffentlichte 2003 den Debütroman „Osiem cztery“ des damals achtzehnjährigen Autors Nahacz. Der Roman „Bombel“ folgte im Jahr 2004. Mit freundlicher Unterstützung durch das Auswärtige Amt.

Tímea Pénzes (Prag)
1976 in Nové Zámky (Slowakei) geboren, Muttersprache Ungarisch. Sie lebt in Prag und übersetzt aktuelle deutsche Literatur ins Ungarische. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Ana Ristović (Belgrad)
Ana Ristović, geb. 1972 in Belgrad, lebt als Lyrikerin und Redakteurin in ihrer Heimatstadt. Zwischen 1994 und 2003 sind verschiedene Lyrikbände in Belgrad erschienen. Zudem veröffentlichte sie zahlreiche Gedichte in verschiedenen ausländischen Zeitschriften. Ristović ist Stipendiatin der Stiftung Preussische Seehandlung.

Gábor Schein (Budapest)
Gábor Schein, geb. 1964 in Budapest, ist Lyriker und Prosaautor. Seit 1994 ist er im Journalismus tätig, seit 2003 Chefredakteur der Zeitschrift Irodalomtörténet, und lehrt an der Universität am Institut für ungarische Literatur. Der Roman „Lazarus“, erschienen in der Edition der Akademie Schloß Solitude, ist die erste deutschsprachige Publikation des Autors.

Jason Starr (New York)
Jason Starr, geboren 1968, wuchs in Brooklyn auf und begann in seinen College-Jahren zu schreiben, zunächst Kurzgeschichten, später auch Romane und Theaterstücke. Jüngst auf Deutsch erschienen ist sein sechster Kriminalroman „Twisted City“ (Diogenes, 2005). Starr ist Barry Award Winner 2004 und lebt in New York.

Ryszard Wojnakowski (Krakau)
Ryszard Wojnakowski, 1956 geboren, übersetzt seit Ende der 70er Jahre deutschsprachige Literatur ins Polnische, u.a. Andersch, Böll, Hilsenrath und Hilbig. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Sergiy Zhadan (Charkiv)
Sergiy Zhadan, 1974 in der Ostukraine geboren, gehört seit 1991 zu den prägenden Figuren der jungen Szene in Charkiv. Nach sieben Gedichtbänden erschien 2003 sein Erzählungsband „Big Mäc“, 2004 sein erster Roman „Depeche Mode“. Anfang 2006 erscheint der Gedichtband „Die Geschichte der Kultur zu Anfang des Jahrhunderts“ (aus dem Ukrainischen von Claudia Dathe) in der edition suhrkamp. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Oksana Zabuzhko (Kiew)
Oksana Zabuzhko, 1960 geboren, lebt in Kiew. Die ukrainische Romanautorin und Lyrikerin ist Vizepräsidentin des ukrainischen P.E.N. Mit ihrem radikalen Romanmonolog „Feldstudien über ukrainischen Sex“ wurde sie in den 90er Jahren auch international bekannt. Die deutsche Übersetzung erscheint Anfang 2006 im Droschl Verlag.
Oksana Zabuzhko erhielt ein Stipendium der Stiftung Preußische Seehandlung.

Jana Zoubková (Prag)
Die in Prag lebende Übersetzerin Jana Zoubková, geboren 1951, hat die Autoren Lenka Reinerova, Thomas Brussig, Adolf Muschg, Friedrich Dürrenmatt und viele andere ins Tschechische übertragen. Sie war Teilnehmerin der Internationalen Übersetzerwerkstatt 2005 und ist auf Einladung der Robert Bosch Stiftung im LCB.

Ausstellungen

Urbans Orbit – Einblicke in den Nachlass eines Übersetzers | Ausstellung. 20. Oktober 2017 – 9. Februar 2018

Tina Brenneisen: Das Licht, das Schatten leert - 08. Juli - 13. Oktober 2017

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Krieg im Frieden. Internationales Dramatiker*innenlabor

DAS WEISSE MEER. Literaturen rund ums Mittelmeer

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