Autoren und Übersetzer im Haus 2006

Aufenthaltsstipendiaten

Tania Kummer (Zürich)
Tania Kummer, geboren 1976 in Frauenfeld, lebt und arbeitet in Zürich. Sie schreibt hauptsächlich Gedichte und Erzählungen, für die sie in den letzten Jahren bereits mehrfach ausgezeichnet wurde.

Urs Mannhart (Bern)
Urs Mannhart wurde 1975 geboren und lebt als Schriftsteller und Fahrrad-Eilbote in Bern. Er veröffentlichte im Herbst 2004 seinen ersten Roman „Luchs“ im Bilgerverlag Zürich. Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Pro Helvetia.

Annette Mingels (Zürich)
Annette Mingels wurde 1971 in Köln geboren. Sie studierte Germanistik, Sprachwissenschaft und Soziologie und hat bisher die Romane „Puppenglück“ (2003) und „Die Liebe der Matrosen“ (2005) veröffentlicht.

Monique Schwitter (Hamburg)
Monique Schwitter wurde 1974 in Zürich geboren. 2006 erhielt sie für ihr Prosadebüt, den Erzählband „Wenn’s schneit beim Krokodil“, mehrere Auszeichnungen, darunter den Robert-Walser-Preis. Sie lebt und arbeitet in Hamburg.

Michael Stauffer (Biel)
Michael Stauffer wurde 1972 in Winterthur bei Zürich geboren. Er schreibt sowohl Prosa als auch Lyrik und Theaterstücke. Er publizierte u.a. den Erzählungsband „I promise when the sun comes up, I promise, I’ll be true“ (Fischer Taschenbuch, 2003) und „Haus gebaut, Kind gezeugt, Baum gepflanzt. So lebt ein Arschloch. Du bist ein Arschloch.“ (Urs Engeler Editor, 2003).

Tania Kummer, Annette Mingels, Urs Mannhart, Monique Schwitter und Michael Stauffer erhielten das LCB-Aufenthaltsstipendium der Berliner Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur.

Autoren und Übersetzer aus aller Welt

Gabriela Adamesteanu
Gabriela Adamesteanu, 1942 in Târgu Ocna (Rumänien) geboren, debütierte 1975 mit dem Roman „Der immergleiche Weg eines jeden Tages“ und veröffentlichte seitdem mehrere Bände mit Erzählungen sowie politische Schriften. Zuletzt publizierte sie den Roman „Întâlnirea“ (2003; Ü: „Die Begegnung“). Sie erhielt ein Stipendium der Stiftung Preußische Seehandlung.

Aleksandra Bajazetov-Vucen (Belgrad)
Aleksandra Bajazetov-Vucen, 1969 geboren, lebt in Belgrad. Sie arbeitet als Germanistin und Sprachlektorin für Deutsch an der Universität Belgrad und übersetzt seit den 90er Jahren deutschsprachige Literatur ins Serbische, u.a. Lessing, Hannah Arendt, Inka Parei, Norbert Elias, Thomas Bernhard. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Attila Bartis (Budapest)
Attila Bartis wurde 1968 im rumänischen Siebenbürgen geboren und lebt seit 1984 in Budapest. Er ist gelernter Fotograf. In deutscher Übersetzung erschienen bislang die Romane „Der Spaziergang“ (1999) und „Die Ruhe“ (2005), beide bei Suhrkamp. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Mark Belorusetz (Kiew)
Mark Belorusetz aus Kiew, geboren 1943, ist Literaturübersetzer. Er übertrug u.a. Werke von Georg Trakl, Paul Celan und Thomas Bernhard ins Russische. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amtes.

Tadeusz Dabrowski (Gdansk)
Tadeusz Dabrowski, Jahrgang 1979, lebt in Gdansk. Für seine vier bislang publizierten Gedichtbände (zuletzt: „Te Deum“, 2005) erhielt er mehrere Literaturpreise. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Janina Dragostinova (Sofia)
Janina Dragostinova wurde 1962 geboren und lebt in Sofia. Sie ist Autorin, Filmkritikerin und Übersetzerin deutscher Literatur. Sie übersetzte u.a. Juli Zeh und Ernst Jünger ins Bulgarische. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Filip Florian (Bukarest)
Filip Florian wurde 1968 in Bukarest geboren. Nach dem Studium der Geologie und Geophysik arbeitete er für die Kulturzeitschrift „Cuvîntul“, anschließend für Radio Freies Europa. 2005 erhielt er den Debütpreis der Kulturzeitschrift România Literarã. Er ist Gast des Stipendienprogrammes „Literarisches Doppelleben Sylt-Berlin“, das vom LCB gemeinsam mit dem Kunst:Raum Sylt-Quelle ins Leben gerufen wurde.

Torbjörn Flygt (Malmö)
Torbjörn Flygt wurde 1964 geboren und lebt heute in Malmö. Die Romane „Schärensommer“ und „Made in Sweden“ – für den er den bedeutendsten schwedischen Literaturpreis erhielt – sind in deutscher Übersetzung erschienen.

Antanas Gailius (Vilnius)
Antanas Gailius, geboren 1951 in Švendriškiai, ist Lyriker und Übersetzer aus dem Deutschen und Niederländischen. Während der Wendezeit gab er die Kulturzeitschrift Proskyna (Die Lichtung) heraus und war Chefredakteur der Wochenzeitung Amžius (Das Jahrhundert). Antanas Gailius hat bislang drei Lyrikbände und viele Übersetzungen (Kafka, Rilke, Thomas Mann u. a.) publiziert. Er erhielt ein Stipendium der Stiftung Preußische Seehandlung.

Krisztián Grecsó (Budapest)
Krisztián Grecsó, 1976 in Szegvár (Südungarn) geboren, studierte an der Universität Szeged Hungarologie und arbeitet als freier Schriftsteller und Redakteur der Literaturzeitschrift Bárka. Drei Gedichtbände und ein Erzählungsband sind in Ungarn erschienen, der Claassen Verlag plant eine Publikation in deutscher Übersetzung. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Michael Henry Heim (Los Angeles)
Michael Henry Heim ist Literaturwissenschaftler und Übersetzer. 2005 erhielt er den Helen-und-Kurt-Wolff-Übersetzerpreis für seine Übersetzung von Thomas Manns „Tod in Venedig“, die 2004 im New Yorker Verlag HarperCollins erschienen ist. Der Preis wird von der deutschen Bundesregierung finanziert, in Zusammenarbeit mit dem Goethe Institut Chicago verliehen und schließt einen Aufenthalt im LCB ein.

Michal Hvorecky (Bratislava)
Michal Hvorecky, geboren 1976, lebt als Autor und Journalist in Bratislava. Er hat bereits zwei Erzählbände und einen Roman veröffentlicht. In deutscher Sprache erschienen von ihm bislang Essays und Geschichten u. a. in der FAZ und der ZEIT. Nun folgt mit „City: Der unwahrscheinlichste aller Orte“ im Tropen Verlag sein erstes Buch in deutscher Sprache. Er ist im Rahmen des Schriftstelleraustauschs „Literarisches Tandem“ der Stiftung Brandenburger Tor zu Gast im LCB.

Kristian Ditlev Jensen (Kopenhagen)
Kristian Ditlev Jensen, 1971 geboren, veröffentlichte Kurzprosa und Essays sowie das autobiographische Buch „Ich werde es sagen“. Für seinen ersten Roman „Leibspeise“ (Hoffmann&Campe 2006) erhielt er auf der Kopenhagener Buchmesse den Preis für das beste Debüt. Mit freundlicher Unterstützung von Kunst:Raum Sylt-Quelle.

Fatos Kongoli (Tirana)
Fatos Kongoli, Jahrgang 1944, gilt als einer der bedeutendsten Schriftsteller Albaniens der Gegenwart. Er studierte Mathematik in Tirana und China. In deutscher Übersetzung erschien zuletzt der Roman „Hundehaut“ (Ammann Verlag). Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Mojca Kumerdej (Ljubljana)
Mojca Kumerdej, die 1964 in Ljubljana geboren wurde, arbeitet als Journalistin, Kunstkritikerin und Autorin. 2001 erschien ihr erstes Buch, der Roman „Krst nad Triglavom“. Sie ist im Rahmen des Schriftstelleraustauschs „Literarisches Tandem“ der Stiftung Brandenburger Tor zu Gast im LCB.

Jo Kyung Ran (Seoul)
Jo Kyung Ran wurde 1969 in Seoul geboren. Seit 1996 hat sie fünf Erzählungsbände veröffentlicht. In deutscher Übersetzung erschienen ihre Texte in mehreren Anthologien (u.a. in den Sammlungen „Versammelte Lichter“, „Ein ganz einfach gepunktetes Kleid“ im Pendragon Verlag). Mit freundlicher Unterstützung des Korean Literature Translation Institute.

Noémi Kiss (Miskolc/Ungarn)
Noémi Kiss, geboren 1974 in Gödölló, studierte Hungarologie, Komparatistik und Soziologie. Sie veröffentlichte zahlreiche Gedichte, Essays, Erzählungen, Kritiken und Aufsätze in deutscher und ungarischer Sprache. Sie ist Mitarbeiterin und Redakteurin der Zeitschrift Új Holnap und Mitglied des Vereins junger ungarischer Schriftsteller. Seit 2000 ist sie Wissenschaftliche Assistentin für Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Miskolc. Noémi Kiss erhielt ein Stipendium der Stiftung Preußische Seehandlung.

Ryszard Krynicki (Krakau)
Ryszard Krynicki, geboren 1943 in Sankt Valentin (Österreich), ist Lyriker, Übersetzer und Herausgeber. 1988 gründete er den Verlag a5. Seitdem gibt er vor allem zeitgenössische polnische Lyrik heraus. Vom Deutschen ins Polnische übersetzte er unter anderem Bertolt Brecht, Gottfried Benn, Paul Celan und Reiner Kunze. Im vergangenen Jahr erschien sein Gedichtband „Kamien, szron“. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Mojca Kumerdej (Ljubljana)
Mojca Kumerdej, die 1964 in Ljubljana geboren wurde, arbeitet als Journalistin, Kunstkritikerin und Autorin. 2001 erschien ihr erstes Buch, der Roman „Krst nad Triglavom“, eine Ironisierung slowenischer Stereotype und nationaler Mythologie. 2003 veröffentlichte sie eine Sammlung urbaner Kurzgeschichten. Sie ist im Rahmen des Schriftstelleraustauschs „Literarisches Tandem“ der Stiftung Brandenburger Tor zu Gast im LCB.

Valzhyna Martynava (Minsk / New York)
Valzhyna Martynava wurde 1981 in Belarus geboren. Sie ist Übersetzerin und Lyrikerin und tut sich vor allem durch ihre bemerkenswerten Lesungen hervor. Für eine Leseperformance erhielt sie 2004 den slowenischen Crystal of Vilenika. 2005 bekam sie das polnische Stipendium Gaude Polonia. Sie erhielt ein Stipendium der Stiftung Preußische Seehandlung.

Valzhyna Mort (Minsk / New York)
Valzhyna Mort wurde 1981 in Weißrußland geboren. Sie ist Übersetzerin und Lyrikerin und tut sich vor allem durch ihre bemerkenswerten Lesungen hervor. Für eine Leseperformance erhielt sie 2004 den slowenischen Crystal of Vilenica. Sie erhielt ein Stipendium der Stiftung Preußische Seehandlung.

Galina Pavlova (Varna)
Galina Pavlova studierte Germanistik und Italianistik und lebt heute als freie Übersetzerin in Varna am Schwarzen Meer. Sie übersetzte unter anderem Elke Schmitters „Frau Sartoris“ ins Bulgarische; derzeit arbeitet sie an einer Übersetzung von Gila Lustigers Roman „So sind wir".

Taras Prochasko (Iwano-Frankiwsk)
Taras Prochasko wurde 1968 in Iwano-Frankiwsk geboren. Prochasko studierte Botanik und arbeitet heute als Journalist. Er hat mehrere Erzählungsbände publiziert. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Jaroslav Rudis (Prag)
Jaroslav Rudis, geboren 1972, lebt als Kulturredakteur der Tageszeitung „Právo“ und Autor in Prag. Früher u. a. DJ und Manager einer Punkband, schreibt er heute neben Prosa und Gedichten auch Songtexte. In Deutschland erschien 2004 sein Romandebüt „Der Himmel unter Berlin“ bei Rowohlt Berlin. Er ist Stipendiat der Stiftung Preußische Seehandlung.

Christo Saprjanov (Asenovgrad)
Christo Saprjanov, 1963 in Plovdiv geboren, schrieb bereits 1988 seinen Roman „Der gehäutete Hund“, durfte ihn aber wegen eines Publikationsverbots erst 1992 in Bulgarien veröffentlichen, wo er im gleichen Jahr den Nationalen Literaturpreis für Belletristik erhielt. Zwei Jahre später erschien der Roman in Barbara Müllers Übersetzung im Verlag Neue Kritik. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Igor Savchenko (Minsk)
Igor Savchenko aus Minsk, geb. 1962, ist Autor und Künstler, der seit 1989 viele photographische Arbeiten sowie verschiedene Audio- und Video-Projekte veröffentlicht hat. Literarisch arbeitet er medienübergreifend, indem er beispielsweise in Texten Ereignisse schildert, die seinen Landschaftsfotografien zugeordnet sind. Die Galerie Giedre Bartelt in Mitte (Linienstr. 161, 10115 Berlin) zeigt unter dem Titel „Commented Landscapes“ vom 24.3 (Vernissage um 18 Uhr) bis 13.5. Arbeiten Savchenkos. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Natalka Snyadanko (Lviv)
Natalka Snyadanko, eine der jungen literarische Stimmen in der Ukraine, wurde 1973 in Lviv/Lemberg geboren. Die studierte Philologin schreibt für verschiedene Zeitschriften und übersetzt aus dem Polnischen. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Zmicier Visnou (Minsk)
Zmicier Visniou, geboren 1973 in Debrecen (Ungarn), ist Autor und Maler. Bis 2001 war er Literaturberater beim weißrussischen Schriftstellerverband. Viðnioû ist Mitbegründer der Künstlerbewegung „Bum-Bam-Lit“. Heute ist er als Lektor in einem unabhängigen Verlag tätig, außerdem ist er Chefredakteur der Zeitschrift „Texte“. Er erhielt ein Aufenthaltsstipendium der Stiftung Preußische Seehandlung.

Ausstellungen

Urbans Orbit – Einblicke in den Nachlass eines Übersetzers | Ausstellung. 20. Oktober 2017 – 9. Februar 2018

Tina Brenneisen: Das Licht, das Schatten leert - 08. Juli - 13. Oktober 2017

Portale

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Krieg im Frieden. Internationales Dramatiker*innenlabor

DAS WEISSE MEER. Literaturen rund ums Mittelmeer

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