Autoren und Übersetzer im Haus 2007

Aufenthaltsstipendiaten

Sigrid Behrens (Hamburg)
Sigrid Behrens, geb. 1976 in Hamburg, war Teilnehmerin an der Autorenwerkstatt Prosa im LCB 2003. Ihr Debütband „Diskrete Momente“ erscheint 2007 im Hanser Verlag.

Jürg Halter (Bern)
Jürg Halter, geb. 1980 in Bern, studierte an der Hochschule der Künste in Bern. Sein mehrfach ausgezeichnetes, viel beachtetes Debüt war der Gedichtband „Ich habe die Welt berührt“ (Ammann Verlag, Zürich 2005). Halter lebt heute als Dichter und Mundart-Rapper in Bern.

Karin Richner (Buchs / Schweiz)
Karin Richner, geb. 1980, studierte an der Universität Basel Deutsch, Englisch und Geschichte. 2006 erschien ihr erster Roman „Sind keine Seepferdchen“ im Bilger Verlag.

Björn Kern (Lörrach)
Björn Kern würde 1978 geboren und lebt in Lörrach. Er debütierte 2001 mit dem Roman „KIPPounkt“ (dtv), 2006 folgte „Einmal noch Marseille“ und in diesem Herbst der Roman „Die Erlöser AG“ (C.H.Beck).

Rebecca Maria Salentin (Leipzig)
Rebecca Maria Salentin, geboren 1979, aufgewachsen in der Eifel, lebt in Leipzig. Der 2007 erschienene Roman „Hintergrundwissen eines Klavierstimmers“ (Schöffling&Co) ist ihre erste Buchveröffentlichung.

Thomas von Steinaecker (München)
Thomas von Steinaecker, geb.1977 in Traunstein, studierte Germanistik in München und Cincinnati. 2003 nahm er an der Autorenwerkstatt des LCB teil. Im Februar 2007 erschien sein erster Roman „Wallner beginnt zu fliegen“ in der Frankfurter Verlagsanstalt.

Die Autoren erhielten das LCB-Aufenthaltsstipendium des Berliner Senats. Die Stipendien für Jürg Halter und Karin Richner wurden durch die Stiftung Pro Helvetia ermöglicht.

Autoren und Übersetzer aus aller Welt

Susan Bernofsky (New York)
Die amerikanische Literaturwissenschaftlerin und Übersetzerin Susan Bernofsky ist Autorin des Buches „Foreign Words: Translator-Authors in the Age of Goethe“ (Wayne State UP, 2005), und hat Werke von Robert Walser, Gregor von Rezzori, Peter Szondi, Ludwig Harig, Yoko Tawada übersetzt. Sie wurde für ihre Übersetzungen mit dem Helen-und-Kurt-Wolff-Preis 2006 ausgezeichnet.

Albulena Blakaj-Gashi (Prishtina)
Albulena Blakaj-Gashi ist Übersetzerin und Dozentin für Literatur an der Germanistischen Abteilung der Universität Prishtina (Kosovo). Sie erhält das Schritte-Stipendium der S. Fischer Stiftung.

Kazimierz Brakoniecki
Kazimierz Baroniecki wurde 1952 in Barczewo (Polen) geboren und studierte Polonistik an der Universität Warschau. Er hat mehrere Gedichtbände publiziert. Er setzt sich besonders für den polnisch-französischen Kulturaustausch ein und überträgt französische Literatur ins Polnische. K. Brakoniecki erhielt ein Stipendium der Stiftung Preußische Seehandlung.

Arber Celiku
Arber Celiku, 1974 in Prishtina im Kosovo geboren, studierte Germanistik in Tetovo, Mazedonien und leitet nach seiner Promotion dort den Lehrstuhl für Germanistik. Seit 2001 übersetzt er deutsche Literatur ins Albanische, darunter Werke von Hermann Hesse, Friedrich Dürrenmatt und Jürgen Habermas. Er erhielt ein „Schritte“-Stipendium der S. Fischer Stiftung.

Urška P. Černe (Ljubljana)
Urška P. Černe, 1971 geboren, lebt in Ljubljana. Sie übersetzte u.a. Hofmannsthals Chandos-Brief, Lyrik von Grünbein und Schindel, Daniel Kehlmann und Andreas Maier ins Slowenische. Im LCB wird sie sich mit Texten von Rolf Dieter Brinkmann und Peter Bichsel befassen. Urška P. Černe erhielt ein „Schritte“-Stipendium der S. Fischer Stiftung.

Young-mi Choi (Seoul)
Young-mi Choi, 1961 geboren, gehört zu den bekanntesten Lyrikerinnen Koreas. In den achtziger Jahren engagierte sie sich in der koreanischen Demokratiebewegung, erste literarische Arbeiten publizierte sie 1992. Sie wird in Berlin an ihrem zweiten Roman arbeiten.

Vedat Çorlu (Istanbul/Düsseldorf)
Vedat Çorlu, geb. 1964 in Istanbul, lebt derzeit in Düsseldorf. In den 90er Jahren war er Lektor und Verleger in Istanbul. Er übersetzte Kafka, Rilke und Heinrich Mann ins Türkische. Derzeit arbeitet er an der Übersetzung des Romans „Morenga“ von Uwe Timm. Vedat Çorlu erhielt ein „Schritte“-Stipendium der S. Fischer Stiftung.

Jacques Dewitte
Der belgische Philosoph, Essayist und Übersetzer Jacques Dewitte lebt seit 15 Jahren in Berlin. Demächst erscheint sein Buch „Une parole qui commence. A propos de la philosophie du langage d’Emmanuel Lévinas » in Paris. Jacques Dewitte erhielt ein Stipendium des Ministeriums der Französischen Gemeinschaft Belgiens. In Zusammenarbeit mit der Vertretung Wallonie-Bruxelles in Berlin.

Daša Drndic (Rijeka)
Daša Drndic wurde 1946 in Kroatien geboren. Sie lebte lange in Belgrad, kehrte im Krieg zurück nach Zagreb, emigrierte nach Kanada und lebt nun in Istrien. Zu ihren Prosawerken gehören „Sterben in Toronto“ und zuletzt der Roman „Leica format“. Für ihre Hörspiele und Dokumentationen wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Cemal Ener (Istanbul)
Cemal Ener, 1959 geboren, ist freier Lektor und Übersetzer deutschsprachiger Literatur (u.a. Perutz, Schlink, Hadke, Kehlmann). Er arbeitet an einer türkischen Ausgabe der Werke Robert Walsers.

Nafer Ermis (Istanbul)
Nafer Ermis, geb. 1964, ist Lektor im Imge Verlag in Istanbul und Übersetzer deutscher Literatur. Er übersetzte u.a. Klaus Mann und Stefan Zweig, Yade Kara und Björn Kern ins Türkische.
Nafer Ermis erhielt das Schritte-Stipendium der S. Fischer Stiftung.

Iva Fidanceva (Skopje)
Die Übersetzerin Iva Fidanceva wurde 1978 geboren. Seit 2000 ist Fidanceva als Lektorin und Übersetzerin tätig. Ins Mazedonische übertragen hat sie u. a. Werke von Hermann Hesse, Günter Grass und Bernhard Schlink. Sie erhält das Schritte-Stipendium der S. Fischer Stiftung.

Gergana Fyrkova
Gergana Fyrkova arbeitet als Lektorin an der Universität in Sofia und übersetzt für Zeitungen, Zeitschriften und Filmproduktionen. Siegfried Kracauer, Franz Kafka und Tanja Dückers gehören zu ihren übersetzten Autoren. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Ljubomir Iliev
Ljubomir Iliev, geboren 1949, stammt aus Sofia, Bulgarien und hat in seiner Heimatstadt Germanistik studiert und danach promoviert. Seine rege Tätigkeit als Übersetzer deutscher Literatur umfasst sowohl klassische Autoren wie Lessing und Goethe als auch die Gegenwartsautoren Uwe Timm und Martin Suter. Er erhielt ein „Schritte“-Stipendium der S. Fischer Stiftung.

Nora Iuga (Bukarest)
Nora Iuga wurde 1931 in Bukarest geboren, wo sie auch heute lebt und arbeitet. Nach ihrem Germanistikstudium arbeitete sie u.a. als Übersetzerin deutscher Literatur und veröffentlichte zahlreiche Gedichtbände in ihrem Heimatland. Auf deutsch erschien 2003 der Gedichtroman „Der Autobus mit den Buckligen“ (Edition Solitude) und jüngst der Auswahlband „Gefährliche Launen“, übersetzt von Ernest Wichner (Klett-Cotta 2007). Im Mai 2007 erhält sie den Friedrich-Gundolf-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung für die Vermittlung deutscher Literatur im Ausland. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Julia Jusik (Moskau)
Julia Jusik wurde 1981 in Donetsk geboren. Sie studierte Journalistik, arbeitete für die Komsomolskaja Prawda und heute für die russische Ausgabe von Newsweek. Ihr erstes Buch „Die Bräute Allahs. Selbstmord-Attentäterinnen aus Tschetschenien“ (2004) wurde in Russland verboten und erschien in Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Kroatien, Norwegen, Schweden und Lettland. Auch „Beslan. Wörterbuch des Schreckens“ wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt.
Der Aufenthalt von Julia Jusik wurde durch das Auswärtige Amt ermöglicht.

Julia Jusik (Moskau)
Julia Jusik wurde 1981 in Donetsk geboren. Sie studierte Journalistik, arbeitete für die Komsomolskaja Prawda und heute für die russische Ausgabe von Newsweek. Ihr erstes Buch „Die Bräute Allahs. Selbstmord-Attentäterinnen aus Tschetschenien“ (2004) wurde in Russland verboten und erschien in Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Kroatien, Norwegen, Schweden und Lettland. Auch „Beslan. Wörterbuch des Schreckens“ wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt.
Der Aufenthalt von Julia Jusik wurdee durch das Auswärtige Amt ermöglicht.

Einar Kárason
Einar Kárason wurde 1955 in Reykjavík geboren. Seit dem Abschluss seines Literaturwissenschaftsstudiums ist er hauptberuflich Schriftsteller.Seine Romantriologie „Die Teufelsinsel“, „Die Goldinsel“ und „Das Gelobte Land“ wurde in viele Sprachen übersetzt.

Irena Karpa (Kiew)
Irena Karpa wurde 1980 in Tscherkassy in der Ukraine geboren und ist eine schillernde Figur der jungen ukrainischen Literaturszene. 2002 wurde ihr erster Prosaband „Zness palenoho“ veröffentlicht. Zwei Jahre später erschienen „50 Minuten auf Drogen“ und „Freud würde weinen“. Ihr letzter Roman heißt „Perlmutternes Porno“ (2005). Neben ihrer Arbeit als Schriftstellerin und Journalistin singt Irena Karpa in der Alernative-Band „Faktyschno Sami“ und moderiert die TV-Sendung „Sexcetera“. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amtes.

Ersel Kayaouglu (Istanbul)
Ersel Kayaouglu, geb. 1969, ist Germanistikdozent an der Universität Istanbul und übersetzt deutsche Literatur ins Türkische, u.a. Enzensberger, Ernst Jünger, Terézia Mora und Katharina Hacker.
Ersel Kayaouglu erhielt das Schritte-Stipendium der S. Fischer Stiftung.

Andrej Khadanowitsch (Minsk)
Geboren 1973 in Minsk. Übersetzer, Essayist, Liedermacher – und Lyriker: „Alte Gedichte“ (2003), „Briefe von unter der Decke“ (2004), „Landsleute“ (2005), „From Belarus with love“ (2005) . Er ist Mitherausgeber einer Anthologie moderner ukrainischer und weißrussischer Poesie.
Der Aufenthalt von Khadanowitsch wurde durch das Auswärtige Amt ermöglicht.

Endre Kukorelly (Budapest)
Geboren 1951 in Budapest. Kukorelly ist Gründungsmitglied und Redakteur der Literaturzeitschrift „A `84-es kijárat“ und wirkte 1990 bei Lettre International mit. Seit 1976 wurden von ihm zahlreiche Bände Lyrik, Prosa und Essays veröffentlicht. In deutscher Übersetzung erschien u. a. 1997 „Gedächtnisküste“ (Prosa, Droschl Verlag) und 1999 „Die Rede und die Regel“ (Prosa, Edition Suhrkamp). Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amtes.

Fabienne Loodts (Brüssel)
Fabienne Loodts, geb. 1982 in Namur, schreibt und illustriert seit 2002 Bücher für Kinder und junge Erwachsene. Sie ist Stipendiatin der Französischen Gemeinschaft Belgiens.

Alek Popov (Sofia)
Der Prosaist und Dramatiker Alek Popov wurde 1966 in Sofia geboren und studierte an der dortigen Universität Bulgaristik. Als Kulturattaché an der Bulgarischen Botschaft arbeitete er in Großbritannien und Nordirland. Für seine Kurzgeschichten und Hörspiele erhielt er zahlreiche Literaturpreise. Derzeit ist er Direktor des Kinderbuchhauses in Sofia und Chefredakteur der Literaturzeitschrift Rodna rec, sowie Sekretär des bulgarischen P.E.N.-Clubs. Alek Popov erhielt ein Stipendium der Stiftung Preußische Seehandlung.

Guoqiang Ren
Der 48-jährige Übersetzer und Literaturwissenschaftler Guoqiang Ren lehrt an der Universität von Beijing. Eigene Übersetzungen ins Chinesische sind unter anderem Judith Hermanns „Nichts als Gespenster“ und Stefan Zweigs „Heinrich Kleist“. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Oksana Sabuschko (Kiew)
Oksana Sabuschko wurde 1960 geboren und lebt in Kiew. Sie ist eine der wichtigsten Stimmen der ukrainischen Literatur. Der Roman „Feldstudien über ukrainischen Sex“ erschien 2006 in deutscher Übersetzung (Droschl Verlag). Sie nimmt teil am „Literarischen Tandem“ der Stiftung Brandenburger Tor.

Ostap Slyvynsky (Lemberg)
Der 1978 in Lemberg geborene Dichter, Übersetzer, Essayist und Literaturkritiker veröffentlichte bisher zwei Gedichtbände und publizierte in zahlreichen Anthologien in der Ukraine und im Ausland. An der Universität Lemberg unterrichtet er zur Zeit Bulgarische und Polnische Sprache und Literatur. Er übersetzt aus verschiedenen slawischen Sprachen, zumeist zeitgenössische Prosa und Lyrik. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Wei Tang
Wai Tang, geboren 1972 in Taiwan, studierte Germanistk an der Univeristät in Taipei. Sie arbeitet als Übersetzerin, Lehrerin und Kolumnistin. Bisher übersetzte sie unter anderem Heinrich von Kleist, Cornelia Funke und Thomas Brezina. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Sergej Timofejev (Riga)
Sergej Timofejev wurde 1970 geboren. Lettischer Dichter, Aktionskünstler, schreibt auf Russisch. Arbeitete als Journalist in den russischsprachigen Massenmedien in Lettland, als DJ bei den Rigaer FM-Stationen, Leader der Rockband „Dakota“. Mitglied der Künstlergruppe „Orbita“. Mitorganisator des Festivals des poetischen Videos „Word in Motion“ (Riga). Arbeitet am Schnittpunkt von Poesie, Musik, Video. 2002 befand er sich auf der Short-Liste des Andrej Belyj Preises. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Štefan Vevar (Ljubljana)
Geboren 1953 in Slovenj Gradec (Slowenien) hat wichtige Werke der deutschen Klassik und Moderne ins Slowenische übersetzt: Goethe, Schiller, Musil, von den Zeitgenossen u.a. Grass, Jurek Becker und Duerrenmatt. Vevar erhielt ein Schritte-Stipendium der S. Fischer Stiftung.

Chen Ying
Chen Ying, geboren 1971 in China, studierte Germanistik an der Shanghai International Studies University und an der Universität von Peking. Seit 2004 studiert sie in Heidelberg. Zu ihren übersetzten Werken zählen „Herr Jensen steigt aus“ von Jakob Hein. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Fan Zhang
Fan Zhang wurde 1977 in China geboren und studierte Germanistik in Shanghai, München und Heidelberg. Zur Zeit arbeitet sie als Dozentin an der Fremdsprachenuniversität in Shanghai. Zu ihren Übersetzungen zählen unter anderem Werke von Marie Luise Kaschnitz, Johann August Strindberg und Alfred Polgar. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Ausstellungen

Urbans Orbit – Einblicke in den Nachlass eines Übersetzers | Ausstellung. 20. Oktober 2017 – 9. Februar 2018

Tina Brenneisen: Das Licht, das Schatten leert - 08. Juli - 13. Oktober 2017

Portale

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Zeitschrift

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Krieg im Frieden. Internationales Dramatiker*innenlabor

DAS WEISSE MEER. Literaturen rund ums Mittelmeer

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