Autoren und Übersetzer im Haus 2008

Aufenthaltsstipendiaten

Susanne Heinrich (Coburg)
Susanne Heinrich, 1985 in Leipzig geboren, lebt und arbeitet in Coburg. Seit 2004 verfolgt sie ihr Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Sie veröffentlichte 2005 die Erzählungen „In den Faben der Nacht“ und 2007 den Roman „Die Andere“ im Dumont Verlag.

Marius Hulpe (Hildesheim)
Marius Hulpe, 1982 in Soest geboren, studiert seit 2006 in Hildesheim Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus und ist Mitarbeiter der Literaturzeitschrift „Am Erker". Im Frühjahr 2008 erschien sein erster Gedichtband „wiederbelebung der lämmer“ im Ammann Verlag.

Roland Reichen (Bern)
Roland Reichen, 1974 in Spiez geboren, ist Assistent am Germanistischen Institut der Universität Bern und veröffentlichte 2006 den Roman „aufgrochsen“ im Bilger Verlag.

Christian Schloyer (Nürnberg)
Christian Schloyer, 1976 geboren, lebt als freier Schriftsteller in Nürnberg, ist Initiator der Autorengruppe „Wortwerk“ und Mitglied der Literaturzeitschrift „Laufschrift". 2007 erschien sein Lyrikdebüt „spiel-ur-meere“ bei Kookbooks. Im gleichen Jahr wurde er mit dem Leonce-und-Lena-Preis in Darmstadt geehrt.

Ulrike Syha (Hamburg)
Ulrike Syha, 1976 in Wiesbaden geboren, lebt und arbeitet als Übersetzerin unf Theaterautorin in Hamburg. 2002 erhielt sie für das Stück „Autofahren in Deutschland“ den Kleist-Förderpreis für junge Dramatiker. Derzeit arbeitet sie an einem Auftragswerk für die Städtischen Bühnen Chemnitz.

Gabriel Vetter (Basel)
Gabriel Vetter, 1983 geboren, ist in der deutschsprachigen Poetry Slam Szene aktiv. 2006 veröffentlichte er die Audio-CD „Black for Food", außerdem Beiträge in unterschiedlichen Anthologien und Samplern (u.a. „Europe Speaks"). Gabriel Vetter ist Mitglied der Slampoetry-Formation „SMAAT".

Susanne Heinrich, Marius Hulpe, Christian Schloyer und Ulrike Syha erhielten das LCB-Aufenthaltsstipendium des Berliner Senats. Das Stipendien für Roland Reichen und Gabriel Vetter und wurden durch die Stiftung Pro Helvetia ermöglicht.

Autoren und Übersetzer aus aller Welt

Gürsel Aytaç (Ankara)
Gürsel Aytaç ist Professorin für Literaturwissenschaften und leitet die germanistische Abteilung der Universität Ankara. Zahlreiche germanistische und komparatistische Arbeiten, z.B. über Wieland, Thomas Mann, Heinrich Böll. Sie übersetzte u.a. Max Frisch, Thomas Mann und Friedrich Nietzsche ins Türkische. Derzeit arbeitet sie an der Übersetzung von Herders „Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit". Gürsel Aytaç erhielt ein „Schritte"-Stipendium der S. Fischer Stiftung.

Bae Su-Ah (Seoul)
Bae Su-Ah, geboren 1965, arbeitete als Beamtin im Verteidigungsministerium, als sie mit ihren ersten Erzählbänden und Romanen für Furore in der koreanischen Literaturszene sorgte. In deutscher Übersetzung erschien bislang eine Erzählung in der Anthologie „Ein ganz einfach gepunktetes Kind“ (Pendragon Verlag 2004). Mit freundlicher Unterstützung des Korea Literature Translation Institute.

Ihar Babkou (Minsk)
Ihar Babkou, 1964 geboren, gehört zu den wichtigsten Stimmen der weißrussischen Lyrik. Deutsche Übersetzungen seiner Texte sind auf www.lyrikline.org nachzulesen und nachzuhören. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Marcelo Backes (Rio de Janeiro)
Marcelo Backes, 1973 geboren, übersetzt deutsche Literatur von Heine bis Kafka, Lessing bis Ransmayr, Schiller bis Grass ins Brasilianische Portugiesisch. Zahlreiche essayistische Arbeiten zur deutschen Literatur und Philosophie. 2007 erschien sein erster Roman „maisquememoria". Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Arkadi Babtschenko (Moskau)
Arkadi Babtschenko wurde 1977 geboren und mit 18 Jahren zum Militärdienst einberufen. 1996 wurde er nach Tschetschenien versetzt. Sein Debütroman „Die Farbe des Krieges“ erschien im vergangenen Jahr in Olaf Kühls deutscher Übersetzung bei Rowohlt Berlin. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Latica Bilopavlovic (Zagreb)
Latica Bilopavlovic, 1976 geboren, übersetzt deutsche und französische Literatur ins Kroatische, u.a. Monika Maron, Elke Schmitter, Marica Bodrozic, Bodo Kirchhoff, Daniel Kehlmann. Sie erhielt das „Schritte"-Stipendium der S. Fischer Stiftung.

Yevgeniya Byelorusets (Kiew)
Yevgeniya Byelorusets, 1980 geboren, lebt als Redakteurin und Übersetzerin in Kiew. Sie übertrug u.a. Texte von Thomas Bernhard und Elfriede Jelinek ins Russische. Sie arbeitete am Lehrstuhl für deutschsprachige Literatur an der Universität Kiew, für Radio Ukraine International und die Renaissance Foundation. Seit 2008 ist sie Redakteurin der literarischen Online-Zeitschrift Prostory (www.prostory.net.ua).

Peter Constantine (New York)
Peter Constantine, 1963 in London geboren, lebt als literarischer Übersetzer aus mehreren europäischen Sprachen in den USA. Er übersetzte u.a. Thomas Mann, Anton Tschechow, Voltaire und Machiavelli. Für seine Übersetzung von Benjamin Leberts Roman „Der Vogel ist ein Rabe“ erhielt er den Helen und Kurt Wolff Übersetzerpreis 2007.

Jacek Dehnel (Warschau)
Jacek Dehnel, 1980 geboren, wurde 2006 in Polen für seinen Debutroman „Lala“ gefeiert, der Anfang 2008 in Renate Schmidgalls deutscher Übersetzung erscheint. Dehnel lebt in Warschau, wo er als freier Autor und Übersetzer arbeitet und eine Kunstsendung im polnischen Fernsehen präsentiert. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Radka Denemarková (Prag)
Radka Denemarková wurde 1968 in Prag geboren. 2007 erhielt sie mit dem „Magnesia Litera“ einen der wichtigsten tschechischen Literaturpreise. Ihr zweiter Roman „Hitlers Geld“ („Peníze od Hitlera") wird 2009 in deutscher Übersetzung in der DVA erscheinen. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Lidija Dimkovska (Ljubljana / Skopje)
Lidija Dimkovska, geboren 1971 in Skopje, Mazedonien, gehört zu den bemerkenswertesten und meistübersetzten Lyrikerinnen mazedonischer Sprache. Im vergangenen Herbst war sie eine der Protagonistinnen der „Wechselstrom"-Tournee (www.wechselstrom-tournee.de). Lidija Dimkovska lebt in Ljubljana. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

György Dragomán (Budapest)
Die ersten 15 Jahre seines Lebens verbrachte György Dragomán in Rumänien als Mitglied der ungarischen Minderheit in Siebenbürgen. 1988 übersiedelte er mit seiner Familie nach Ungarn. Sein Roman „Der weiße König“ erschien 2008 in Laszlo Kornitzers deutscher Übersetzung bei Suhrkamp. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Ilknur Igan (Istanbul)
Ilknur Igan, geb. 1959, übersetzt niederländische und deutsche Literatur ins Türkische, darunter Romane und Erzählungen von Christa Wolf, Ingo Schulze, Helmut Krausser, Uwe Timm und Inka Parei. Sie erhielt das „Schritte“-Stipendium der S. Fischer Stiftung.

László Krasznahorkai (Pilisszentlászló)
László Krasznahorkai, 1954 geboren, lebt in Pilisszentlászló (Ungarn). Sein Romanwerk, von „Satanstango“ bis „Im Norden ein Berg, im Süden ein See, im Westen Wege, im Osten ein Fluß“ (Ammann Verlag) wurde mit zahlreichen, auch internationalen, Preisen gewürdigt. Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Preußische Seehandlung.

Filipa Melo (Lissabon)
Filipa Melo, unsere erste „Halma"-Stipendiatin (www.halma-network.eu), wurde 1972 in Angola geboren und lebt als Journalistin und Schriftstellerin in Lissabon. Ihr erster Roman „Este É o Meu Corpo“ („Dies ist mein Leib") wurde in mehrere Sprachen übersetzt.

Vladko Murdarov (Sofia)
Vladko Murdarov, 1948 geboren, ist Slawist und Übersetzer deutschsprachiger Literatur ins Bulgarische. In seiner Publikationsliste stehen u.a. Werke von Bernhard, Jelinek, Tabori, Schnitzler, Enzensberger und Urs Widmer. Er erhielt das „Schritte"-Stipendium der S. Fischer Stiftung.

Ali Nalbant (Bern)
Ali Nalbant (geb. 1974) übersetzt deutschsprachige Literatur und Philosophie ins Türkische. Derzeit arbeitet er an Rüdiger Safranskis Heidegger-Biographie. Er erhielt das „Schritte"-Stipendium der S. Fischer Stiftung.

Carsten René Nielsen (Aarhus)
Der dänische Lyriker Carsten René Nielsen, 1966 geboren, wurde bereits in mehrere Sprachen übersetzt. Details zum Autor unter www.carstenrenenielsen.dk. Mit freundlicher Unterstützung der Kgl. Dänischen Botschaft.

Virdjinija Pasku (Belgrad)
Virdjinija Pasku, geb. 1962, übersetzte u.a. Werke von Michael Krüger, Paul Celan und Reiner Kunze ins Serbische. Sie erhielt das „Schritte"-Stipendium der S. Fischer Stiftung.

Galina Pavlova (Varna)
Galina Pavlova studierte Germanistik und Italianistik und lebt heute als freie Übersetzerin in Varna am Schwarzen Meer. Sie übersetzte unter anderem Werke von Elke Schmitter und Gila Lustiger ins Bulgarische. Galina Pavlova erhielt das „Schritte-Stipendium“ der S. Fischer Stiftung.

Margarita Pervenecka (Riga)
Margarita Pervenecka, 1976 geboren, ist in Lettland als Prosa- und Theaterautorin hervorgetreten. Mit dem Berliner Autor Steffen Popp bildet sie ein „Literarisches Tandem". Das Stipendienprogramm der Stiftung Brandenburger Tor ermöglicht Arbeitsaufenthalte junger Autoren in Berlin und in Mittel- und Osteuropa.

Gorm Rasmussen
Gorm Rasmussen wurde 1945 im dänischen Aalborg geboren und arbeitet als Autor sowie als Journalist für TV und Radio. Mit freundlicher Unterstützung der Kgl. Dänischen Botschaft.

Roland Reichen (Bern)
Roland Reichen, 1974 in Spiez geboren, ist Assistent am Germanistischen Institut der Universität Bern und veröffentlichte 2006 den Roman „aufgrochsen“ im Bilger Verlag.

Fuad Rifka (Beirut)
Fuad Rifka, 1930 in Syrien geboren und im Libanon aufgewachsen, übersetzt deutsche und englische Texte ins Arabische. Für seine Übersetzungen deutscher Lyrik, darunter Goethe, Hölderlin, Novalis, Rilke und Trakl, wurde er 2001 von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung mit dem Friedrich-Gundolf-Preis ausgezeichnet. In Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftskolleg.

Sonila Sadikaj (Tirana)
Sonila Sadikaj, geb. 1978, übersetzte u.a. Texte von Christa Wolf, Siegfried Lenz und Michael Kleeberg ins Albanische. Sie erhielt das „Schritte"-Stipendium der S. Fischer Stiftung.

Gábor Schein (Budapest)
Gábor Schein, 1969 in Budapest geboren, lebt als Lyriker, Prosaautor, Übersetzer (u.a. von Grass, Safranski und Grünbein) und Journalist in seiner Heimatstadt. Seit 1995 lehrt er am Institut für ungarische Literatur der Budapester Eötvös-Loránd-Universität. 2004 erschien der Roman „Lazarus“ bei Merz & Solitude in deutscher Übersetzung. Er erhielt zahlreiche Preise und Stipendien, zuletzt wurde er 2006 mit dem ungarischen József Attila-Preis ausgezeichnet.

Vladimir Sorokin (Moskau)
Vladimir Sorokin, geb. 1955, gehört zu den wichtigsten Autoren der zeitgenössischen russischen Literatur. In den 80er Jahren wurde er mit konzeptualistischen Texten wie „Roman“ und „Die Schlange“ bekannt. Sein jüngster Roman „Der Tag des Opritschniks“ erscheint in diesen Tagen in deutscher Übersetzung. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Çaglar Tanyeri (Istanbul)
Çaglar Tanyeri, 1960 geboren, ist Germanistin und Translationswissenschaftlerin an der Okan Universität in Istanbul. Sie übersetzte u.a. Christoph Ransmayr, Peter Weiss und Herta Müller ins Türkische. Ihr neues Übersetzungsprojekt ist die Romantrilogie „Das Haus auf meinen Schultern“ von Dieter Forte. Çaglar Tanyeri erhielt ein „Schritte"-Stipendium der S. Fischer Stiftung.

Pia Tafdrup (Kopenhagen)
Pia Tafdrup, 1952 geboren, hat für ihr dichterisches Werk internationale Anerkennung erhalten, u.a. 1999 den Literaturpreis des Nordischen Rates und 2006 den Preis der Schwedischen Akademie. Details zur Autorin unter www.tafdrup.com. Sie erhielt ein Aufenthaltsstipendium der Kgl. Dänischen Botschaft.

Ramona Trufin (Bukarest)
Ramona Trufin, geb. 1979, übersetzt deutschsprachige Literatur ins Rumänische. 2007 erschien ihre Übersetzung von Ingeborg Bachmanns „Malina". Sie erhielt das „Schritte"-Stipendium der S. Fischer Stiftung.

Ausstellungen

Urbans Orbit – Einblicke in den Nachlass eines Übersetzers | Ausstellung. 20. Oktober 2017 – 9. Februar 2018

Tina Brenneisen: Das Licht, das Schatten leert - 08. Juli - 13. Oktober 2017

Portale

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Krieg im Frieden. Internationales Dramatiker*innenlabor

DAS WEISSE MEER. Literaturen rund ums Mittelmeer

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