Autoren und Übersetzer im Haus 2010

Junge deutschsprachige Autoren

Clemens Berger (Wien)

Clemens Berger wurde 1979 in Güssing geboren und wuchs in Oberwart auf. Er studierte Philosophie und Publizistik in Wien, wo er seit seinem Diplom als freier Schriftsteller lebt. Berger debütierte 2003 mit dem Erzählband „Der gehängte Mönch“ und veröffentlichte u.a. die Romane „Paul Beers Beweis“ (2005), „Die Wettesser“ (2007) und „Das Streichelinstitut“ (2010). Mit freundlicher Unterstützung der Abteilung Literatur des Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (Wien).

Roman Graf (Winterthur/Leipzig)

Roman Graf , 1978 in Winterthur geboren, absolvierte ein Studium am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig und debütierte 2009 mit dem Roman „Herr Blanc". In diesem Sommer erscheint sein Gedichtband „Zur Irrfahrt verführt“ (Limmat Verlag). Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Pro Helvetia.

Andrea Grill (Wien)

Andrea Grill, 1975 geboren, lebt in Wien als freie Schriftstellerin. Sie ist promovierte Biologin, veröffentlichte 2005 den Erzählband „Der gelbe Onkel“ sowie die Romane „Zweischritt“ (2007) und „Tränenlachen“ (2008). Darüberhinaus hat sie aus dem Albanischen übersetzt. Mit freundlicher Unterstützung der Abteilung Literatur des Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (Wien).

Finn-Ole Heinrich (Hamburg)

Finn-Ole Heinrich, 1982 in Hamburg geboren, debütierte 2005 mit dem Erzählband „die taschen voll wasser“ und studierte Bildende Kunst und Film in Hannover. Seit seinem Diplom 2008 lebt er als freier Autor in Hamburg. Er veröffentlichte den Roman „Räuberhände“ (2007), das Hörbuch „auf meine Kappe“ (2009) und den Erzählband „Gestern war auch schon ein Tag“ (2009). Finn-Ole Heinrich erhielt das LCB-Aufenthaltsstipendium des Berliner Senats.

Sabrina Janesch (Cottbus)

Sabrina Janesch, geboren 1985 in Gifhorn, studierte Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim und Polonistik an der Jagiellonen-Universität Krakau. Seit ihrem Diplom im Sommer 2009 arbeitet sie als Schriftstellerin und Publizistin. 2009 war sie Stadtschreiberin in Danzig, im Herbst 2010 erscheint ihr Debütroman „Katzenberge“ im Aufbau Verlag. Sabrina Janesch erhielt das LCB-Aufenthaltsstipendium des Berliner Senats.

Daniela Janjic (Winterthur)

Daniela Janjic wurde 1984 geboren und wuchs in Bosnien - Herzegowina sowie in Schweden auf. Seit 1993 lebt sie in Winterthur/Schweiz. Sie studiert am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel Literarisches Schreiben und debütierte 2006 mit dem Theaterstück „Gelbe Tage". Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Pro Helvetia.

Christopher Kloeble (München)

Christopher Kloeble, geboren 1982 in München, studierte in München, Dublin und am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Mit seinen Theaterstücken wurde er zu Werkstatttagen an das Wiener Burgtheater, die Münchner Kammerspiele und an das Staatstheater Nürnberg eingeladen. 2008 erschien sein Romandebüt „Unter Einzelgängern“, das mit dem Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung ausgezeichnet wurde. Christopher Kloeble erhielt das LCB-Aufenthaltsstipendium des Berliner Senats.

Thien Tran (Köln)

Thien Tran wurde 1979 in Ho Chi Minh-Stadt in Südvietnam geboren und lebt seit 1982 in Deutschland. Nach dem Abitur studierte er Germanistik, Philosophie und klassische Literaturwissenschaft in Köln. Thien Tran debütierte 2009 mit seinem Gedichtband „Fieldings“ und wurde im gleichen Jahr mit dem Rolf Dieter Brinkmann Stipendium der Stadt Köln ausgezeichnet. Thien Tran erhielt das LCB-Aufenthaltsstipendium des Berliner Senats.

Autoren und Übersetzer aus aller Welt

Andrei Anastasescu (Bukarest)

Andrei Anastasescu wurde 1981 in Râmnicu-Vâlcea geboren. Er studierte Germanistik, Niederlandistik und Literarisches Übersetzen und arbeitete u.a. als Verlagslektor. Heute lebt er als Mitarbeiter des deutschen Buchinformationszentrums und Übersetzer deutscher Literatur in Bukarest. Er übersetzte u.a. Ulrich Plenzdorf, P.F. Thomése und Walter Benjamin ins Rumänische und arbeitet derzeit an Jenny Erpenbecks Roman „Heimsuchung". Anastasescu erhielt ein Übersetzerstipendium der Robert Bosch Stiftung.

Zsófia Bán (Budapest)

Zsófia Bán wurde 1957 in Rio de Janeiro geboren und wuchs in Brasilien und Ungarn auf. Sie lebt und arbeitet in Budapest als Schriftstellerin, Literaturhistorikerin und Kritikerin sowie als Lehrbeauftragte für Amerikanistik an der Eötvös Loránd Universität. Bán veröffentlichte u.a. den Kurzgeschichtenband „Night School: A reader for Adults“ (2007), der mit dem Attila József Preis für Literatur prämiert wurde. Für ihr Buch „Test Packing“ (2008), eine Sammlung von Essays, Rezensionen, Memoiren und Reisebetrachtungen, wurde sie im vergangenen Jahr mit dem Palladium Preis ausgezeichnet. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Bojana Denic (Belgrad)

Bojana Denic, 1974 geboren, übersetzt deutschsprachige Theaterstücke ins Serbische, u.a. Dea Loher, Theresia Walser und Ronald Schimmelpfennig. Sie erhielt das „Schritte“-Stipendium der S. Fischer Stiftung.

Gergana Dimitrova (Sofia)

Gergana Dimitrova, 1975 geboren, ist Übersetzerin (u.a. von Dea Loher, Fritz Kater, Nino Haratischwili), Regisseurin und Vorsitzende der Organisation für alternative Kunst „36 Monkeys“ in Sofia. Sie erhielt das „Schritte“-Stipendium der S. Fischer Stiftung.

Ogün Duman (Istanbul)

Ogün Duman, 1971 geboren, übersetzt deutsche Literatur ins Türkische, u.a. Ralf Rothmann, Peter Stamm, Max Frisch sowie derzeit Uwe Tellkamps Roman „Der Turm“. Er erhielt das „Schritte“-Stipendium der S. Fischer Stiftung.

Nafer Ermis (Istanbul)

Nafer Ermis, 1964 geboren, ist Lektor in einem Istanbuler Verlag und übersetzt deutsche Literatur ins Türkische, u.a. Klaus Mann, Yade Kara, Stefan Zweig und Thorsten Becker. Er erhielt das „Schritte“-Stipendium der S. Fischer Stiftung.

Gergana Fyrkova (Sofia)

Gergana Fyrkova, geb. 1965, lebt als Film -und Literaturübersetzerin in Sofia. Sie übertrug u.a. Werke von Siegfried Kracauer, Ilija Trojanow, Dimitré Dinev und Robert Walser ins Bulgarische. Sie erhielt das Schritte-Stipendium der S. Fischer Stiftung.

László Garaczi (Budapest)

László Garaczi wurde 1956 in Budapest geboren und studierte Ungarisch und Philosophie. Seit den frühen 80er Jahren veröffentlicht er Gedichte, Prosa und Theaterstücke. Garaczi lebt als freier Schriftsteller meist in Budapest und manchmal in New York. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Jonila Godole (Tirana)

Jonila Godole, geboren 1974, lehrt Journalistik und Politische Kommunikation an der Universität Tirana und übersetzt deutsche Literatur ins Albanische, u.a. Chamisso, Rilke, Thomas Bernhard und Julia Franck. Sie erhielt das Schritte-Stipendium der S. Fischer Stiftung.

Drinka Gojkovic (Belgrad)

Drinka Gojkovic wurde 1947 in Belgrad geboren und studierte Weltliteratur und Literaturwissenschaft an der Universität Belgrad. Sie ist freischaffende Übersetzerin aus dem Deutschen und Englischen sowie Hauptredakteurin der Zeitschrift für übersetzte Literatur Mostovi. Bedeutende Publikationen ihrer vielfältigen literarischen Übersetzertätigkeit sind u.a. das Gesamtwerk Georg Büchners sowie Werke von Hans Magnus Enzensberger, Bertolt Brecht, Elias Canetti oder Peter Handke. Drinka Goj-kovic erhielt das Schritte-Stipendium der S. Fischer Stiftung.

Georgi Gospodinov (Sofia)

Georgi Gospodinov wurde 1968 in Jambol/Bulgarien geboren. Er debütierte 1992 als Lyriker. International bekannt wurde er mit seinem „Natürlichen Roman“ (aus dem Bulgarischen von Alexander Sitzmann, Droschl Verlag 2007). Soeben erschien sein Gedichtband „Kleines morgendliches Verbrechen“ im Droschl Verlag. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Gintaras Grajauskas (Klaipeda)

Gintaras Grajauskas, geb. 1966 in Marijampole (Litauen), studierte Jazz am Staatlichen Konservatorium in Klaipeda, wo er heute lebt. Er schreibt Lyrik, Essays, Theaterstücke und Romane. Zudem arbeitete er als Mitarbeiter in Radio- und TV-Stationen und am Theater. 2003 erschien der Gedichtband „Knochenflöte“ in der Edition Erata. Mit freundlicher Unterstützung des Auwärtigen Amts.

Nedim Gürsel (Paris)

Nedim Gürsel wurde 1951 in Gaziantep in der Türkei geboren. Er veröffentlichte bereits in frühem Alter Novellen und Essays in verschiedenen türkischen Literaturzeitschriften. Nach dem Abitur zog Gürsel 1971 nach Paris, um an der Sorbonne Vergleichende Literaturwissenschaft zu studieren. 1979 promovierte er mit einer Doktorarbeit über Aragon und Nazim Hikmet. 1998 erschien Gürsels erster Roman „Der Eroberer“, 2002 folgte auf Deutsch sein Roman „Turbane in Venedig“. Nedim Gürsel ist Gast der Stiftung Brandenburger Tor im Rahmen des „Literarischen Tandems“.

John Hargraves (New York)

John Hargraves ist Autor, Übersetzer und Pianist und wurde im vergangenen Jahr für seine im Verlag Harcourt erschienene Übersetzung von Michael Krügers „Turiner Komödie“ (The Executor- A Comedy of Letters) mit dem Helen und Kurt Wolff Übersetzerpreis 2009 ausgezeichnet, der mit einem Aufenthalt im LCB verbunden ist. In Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt und dem Goethe Institut Chicago.

Elena Jurissevich (Lugano)

Elena Jurissevich wurde 1976 in Lugano geboren. Sie hat ein Diplom in Protestantischer Theologie (Lausanne) und Geisteswissenschaft (Genf). Ihre erste Gedichtsammlung „Salmi di secondo tipo“ wurde 2005 im Verlag Alla chiara fonte veröffentlicht. Elena Jurissevich erhielt ein Halma-Stipendium. Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Pro Helvetia.

Liu Ka-Shiang (Taipeh)

Liu Ka-Shiang, geb. 1957 in T'aichong, Taiwan. Sein schriftstellerisches Werk umfasst Naturdarstellungen, Gedichte, Erzählungen, Romane, Reportageliteratur, Kinderbücher und Bildbände. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen für sein Werk, u. a. den Wu San-Lien-Literaturpreis und den Großen Preis der Internationalen Buchmesse Taipei. Mit freundlicher Unterstützung des Taiwan Council for Cultural Affairs und der Taiwan Literature Development Foundation.

Natalja Kljutscharjowa (Moskau)

Natalja Kljutscharjowa, 1981 in Perm geboren, studierte in Jaroslawl und arbeitet heute als Redakteurin der Moskauer Zeitschrift Pervoe sentjabrja (Erster September). Seit 2002 veröffentlicht sie Lyrik und Prosa und erhielt 2008 den Juri-Kasakow-Preis. 2009 erschien ihr zweiter Roman SOS!. In deutscher Übersetzung erschien in diesem Frühjahr ihr Roman „Endstation Rußland“. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Martín Kohán (Buenos Aires)

Martín Kohan wurde 1967 in Buenos Aires geboren, wo er Literaturwissenschaft studierte und bis heute lebt. Er lehrt Literaturtheorie sowohl an der Universität von Buenos Aires als auch an der Uni-versität von Patagonien und schreibt als Literaturkritiker u.a. für die Tageszeitung Clarín. Bisher veröf-fentlichte Kohan neben Erzählungen und Essays fünf Romane – darunter sein 2009 erschienener Roman „Zweimal Juni“ („Dos veces junio“, 2002) im Suhrkamp Verlag. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Jan Krasni (Belgrad)

Jan Krasni, 1984 in Belgrad geboren, studierte Germanistik in Belgrad, Konstanz und Rostock. Er ist als Übersetzer ins Serbische, Deutsche und Englische sowie als Assistent am germanistischen Lehr-stuhl der Universität Belgrad tätig. Er übersetzte u.a. Jenny Erpenbeck und Michael Speier (zusam-men mit Zlatko Krasni) und arbeitet momentan an der Übersetzung von Marcel Beyers „Flughunde“. Krasni erhielt das Schritte-Stipendium der S. Fischer Stiftung.

Valeryja Kustava (Minsk)

Valeryja Kustava wurde 1984 geboren und gehört zu den wichtigsten Stimmen der jüngeren belarussischen Lyrikszene. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Luljeta Lleshanaku (Tirana)

Luljeta Lleshanaku, geb. 1968 in Elbasan, studierte Sprachen und Literatur in Tirana. Seit 1993 sind acht Gedichtbände erschienen; in Andrea Grills deutscher Übersetzung erscheint im Herbst der Band „Kinder der Natur“ in der Edition Korrespondenzen. Für ihre Lyrik wurde sie u.a. 2009 mit
dem Kristal-Vilenica-Preis ausgezeichnet. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Florencia Martín (Buenos Aires)

Florencia Martín, geb. 1975, übersetzt deutsche Literatur ins Spanische, u.a. Hermann Cohen und Raul Zelik.
Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Amrit Mehta (New Delhi)

Amrit Mehta, geb. 1946, gibt eine indische Literaturzeitschrift heraus (www.saarsansaar.com) und übersetzt deutsche Literatur ins Hindi, u.a. Günter Grass, Franz Hohler, Robert Menasse und elfriede Jelinek. Amrit Mehta erhielt ein Stipendium der Robert Bosch Stiftung.

Pierre Mertens (Brüssel)

Pierre Mertens, geboren 1939 in Brüssel, ist Experte für internationales Recht und lehrt am Lehrstuhl für Literatursoziologie an der Université Libre de Bruxelles. Er ist Publizist für die Tageszeitung „Le Soir“ und Literaturkritiker. Sein umfangreiches literarisches Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet: u.a. dem Prix Rossel, dem Prix belgo-canadien, dem Prix Médicis und dem Prix de la Nouvelle de l'Académie française. Im Oktober 2009 erhielt Pierre Mertens den Literaturpreis der „Stiftung Prince Pierre de Monaco“ für sein Lebenswerk. In der LCB-Edition erschien 1987 der Prosaband „Der Freund meines Freundes“. Pierre Mertens ist Stipendiat der Französischen Gemeinschaft Belgiens mit Unterstützung der Delegation der Deutschsprachigen Gemeinschaft, der Französischen Gemeinschaft und der Wallonischen Region in Berlin.

Pietro Montorfani (Arbedo/Schweiz)

Der Lyriker Pietro Montorfani, 1980 in Bellinzona (Schweiz) geboren, arbeitete als Kulturredakteur für das „Giornale del Popolo“ und ist heute Chefredakteur der Zeitschrift „Cenobio“, der größten Literaturzeitschrift der italienischsprachigen Schweiz. Das HALMA-Stipendium für Pietro Montorfani wurde von der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia ermöglicht.

Lídia Nádori (Budapest)

Lidia Nádori, geb. 1971, schreibt Kinderbücher und übersetzt deutsche Autoren ins Ungarische, u.a. Terezia Mora, Jenny Erpenbeck, Ingo Schulze, Herta Müller, Robert Walser. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Judith Rotem (Jerusalem)

Judith Rotem wurde Ende des Zweiten Weltkrieges als Kind einer orthodoxen jüdischen Familie in Budapest geboren. Nach einigen Monaten im KZ Bergen-Belsen gelangte sie mit ihrer Familie in die Schweiz und später nach Israel. Sie schrieb für diverse Zeitungen und Magazine und arbeitete als Ghostwriterin für zahlreiche Holocaust-Überlebende. Heute ist Judith Rotem eine der angesehensten Autorinnen Israels. Ihr Roman „Eine Frau mit Vergangenheit“ erschien in deutscher Übersetzung im List Verlag.

Han Ruixiang (Beijing)

Han Ruixiang, 1952 in der chinesischen Provinz Shaanxi geboren, ist seit 1995 Professor für Neuere deutsche Literatur an der Beijing Foreign Studies University und seit 1999 Vizepräsident der Chinesischen Forschungsgesellschaft für deutschsprachige Literatur. Er veröffentlichte zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten und ist darüber hinaus als Übersetzer aus dem Deutschen tätig. Einen Schwerpunkt seiner literarischen Übersetzertätigkeit bildet das Werk Franz Kafkas. Han Ruixiang erhielt ein Übersetzerstipendium der Robert Bosch Stiftung.

Manuel Antonio Pereira (Brüssel)

Manuel Pereira, 1965 in Porto geboren, studierte Philosophie in Frankreich und Regiewesen in Brüssel. Er gründete das Theaterensemble Tsek und arbeitet zurzeit als Schriftsteller, Theaterautor, Regisseur und Videokünstler. „Requiem pour une cascadeuse“ erschien in der Editions Espaces 34 und wurde 2008 am Brüsseler Theater Les Tanneurs von Pereira selbst inszeniert. Pereira ist Stipendiat der Französischen Gemeinschaft Belgiens mit Unterstützung der Delegation der deutschsprachigen Gemeinschaft, der Französischen Gemeinschaft und der Wallonischen Region in Berlin.

Dragan Radovancevic (Serbien)

Dragan Radovancevic wurde 1979 in Sremskoj Mitrovici (Serbien) geboren. Er veröffentlichte vor allem Lyrik und schreibt derzeit an seinem ersten Roman. Radovancevic wurde mit dem Mladi Dis Preis (2006) und dem Brankos Literaturpreis (2007) ausgezeichnet und ist Mitarbeiter des Londoner The Wolf Poetry Magazine. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

German Sadulajew (St. Petersburg)

German Sadulajew wurde 1973 in Tschetschenien geboren. Er arbeitet als Rechtsanwalt in St. Petersburg. Sein Roman „Ich bin Tschetschene“ (Aus dem Russischen von Franziska Zwerg) erschien 2009 im Ammann Verlag. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Alexandru Al. Sahigian (Bukarest)

Alexandru Al. Sahigian, geb. 1950, ist Dramaturg und Übersetzer deutscher Literatur ins Rumänische, u.a. von Lessing, Nietzsche, Ingo Schulze, Herta Müller. Er erhielt das Schritte-Stipendium der S. Fischer Stiftung.

Slavo Šerc (Furth)

Slavo Šerc wurde 1959 in Maribor (Slowenien) geboren. Nach einem Studium der Slowenischen Sprache und Literatur sowie der Vergleichenden Literaturgeschichte in Ljubljana war er u.a. Lehrbeauftragter für Slowenisch an Universitäten in Regensburg und München. Er veröffentlichte literaturwissenschaftliche Beiträge, Essays und Kolumnen und ist Übersetzer zeitgenössischer deutscher Literatur und Philosophie (u.a. Walter Benjamin, Uwe Timm, Thomas Brussig, Judith Hermann). Slavo Šerc erhielt das Schritte-Stipendium der S. Fischer Stiftung.

Flavio Soriga (Cagliari/Bologna/London)

Flavio Soriga, geb. 1975 in Uta bei Cagliari auf Sardinien, hat die letzten Jahre als Journalist in Italien und England gelebt. Für seinen ersten Roman „Diavoli di Nuraiò“ (Die Teufel von Nuraiò) wurde er 2000 mit dem Italo-Calvino-Preis ausgezeichnet. Sein 2002 veröffentlichter zweiter Roman „Neorpioggia“ wurde mit dem Premio Grazia Deledda ausgezeichnet. Soriga ist Mitarbeiter einer Tageszeitung und verschiedener Zeitschriften. Zudem leitet er das Lyrikfestival Settembre dei Poeti von Seneghe. Er erhielt ein Halma-Stipendium.

Aleš Šteger (Ljubljana)

Aleš Šteger wurde 1973 im slowenischen Ptuj geboren und lebt als Lyriker, Journalist, Essayist, Übersetzer und Verleger in Ljubljana. Er studierte Vergleichende Literaturwissenschaft und Germanistik an der Universität Ljubljana. Seit 1999 ist er Lektor der Theorie-Edition Koda und der Edition Beletrina im Verlag SOU-Studentska zalozba. Šteger veröffentlichte in zahlreichen in- und ausländischen Zeitschriften, u.a. in Literatura (Slowenien), Manuskripte, Wespennest (Österreich) und Poesia (Italien). Nach den Lyrikbänden „Kaschmir“ (2001) und „Buch der Dinge“ (2006) erschienen 2009 die Berliner Skizzen „Preußenpark“. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.
www.alessteger.com

Rapongan Syaman (Lanyü)

Rapongan Syaman, geboren 1957, ist einer der bekanntesten Autoren Taiwans - und Angehöriger der Tao, einem der Ureinwohnervölker Taiwans. In seinen Texten spielen die Mythen dieses Seevolkes eine große Rolle. Mit freundlicher Unterstützung des Taiwan Council for Cultural Affairs und der Taiwan Literature Development Foundation.

Jean-Philippe Toussaint (Brüssel/Korsika)

Jean-Philippe Toussaint, geboren 1957, lebt auf Korsika und in Brüssel. Er ist Schriftsteller, Dreh-buchautor, Regisseur und Fotograf. Sein Roman „Sich lieben“ (FVA, 2003) avancierte 2002 in Frankreich zum Bestseller. 2006 erhielt Toussaint für „Fliehen“ (FVA, 2007) mit dem Prix Médicis einen der bedeutendsten französischen Literaturpreise. Ebenfalls 2006 erschien, inspiriert vom Finale der Fußballweltmeisterschaft, seine aktuellste Veröffentlichung „Zidanes Melancholie“ (FVA, 2007). Toussaint ist Stipendiat der Französischen Gemeinschaft Belgiens mit Unterstützung der Delegation der Deutschsprachigen Gemeinschaft, der Französischen Gemeinschaft und der Wallonischen Region in Berlin.

Samuel Pakucs Willcocks (Giurgiu)

Samuel Pakucs Willcocks, geb. 1973, stammt aus Brighton und lebt an der rumänisch-bulgarischen Grenze in Giurgiu. Er arbeitet an einer Doktorarbeit über Michael Beheim und übersetzt aus dem Deutschen und Rumänischen ins Englische. Er erhielt den erstmals vergebenen German Embassy Award for Translators der Deutschen Botschaft in London.

Mahmoud Hosseini Zad (Teheran)

Mahmoud Hosseini Zad, geb. 1946, ist Autor, Übersetzer und Kritiker. Er übersetzte u.a. Uwe Timm, Ingo Schulze, Judith Hermann und Peter Stamm ins Persische. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

 

Ausstellungen

Urbans Orbit – Einblicke in den Nachlass eines Übersetzers | Ausstellung. 20. Oktober 2017 – 9. Februar 2018

Tina Brenneisen: Das Licht, das Schatten leert - 08. Juli - 13. Oktober 2017

Portale

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Zeitschrift

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Krieg im Frieden. Internationales Dramatiker*innenlabor

DAS WEISSE MEER. Literaturen rund ums Mittelmeer

Übersetztercolloquium

Deutsch-Italienischer Übersetzerpreis

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