Autoren und Übersetzer im Haus 2013

Junge deutschsprachige Autoren

Sandrine Fabbri (Genf)

Sandrine Fabbri, geboren 1963 in Genf, arbeitete als Theaterkritikerin, Feuilletonkorrespondentin und freischaffende Journalistin und Übersetzerin (Lukas Bärfuss, Sibylle Berg) in Zürich und Paris. Heute lebt Sandrine Fabbri in Genf und widmet sich ihrem literarischen Schreiben. Ihre Romane „Dieses endlose Schweigen“ (2011) und „Noras Mails“ (2012) sind im Lenos Verlag erschienen. Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Pro Helvetia.

Katharina Hartwell (Leipzig)

Katharina Hartwell, geb. 1984 in Köln, studiert nach einem Studium der Anglistik und Amerikanistik am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. 2010 nahm sie an der Autorenwerkstatt Prosa des LCB teil. „Das fremde Meer”, ihr Debütroman, erscheint in diesen Tagen im Berlin Verlag. Katharina Hartwell erhielt das Aufenthaltsstipendium der Kulturverwaltung des Berliner Senats.

Line Hoven (Hamburg)

Line Hoven, geb. 1977 in Bonn, ist Illustratorin und Comic-Zeichnerin. Im Jahr 2008 erhielt sie für die Graphic Novel „Liebe schaut weg“ den ICOM-Preis in der Kategorie Bester Independent Comic. 2011 veröffentlichte sie zusammen mit Jochen Schmidt die Serie „Dudenbrooks“ wöchentlich in der FAZ. Das Buch zur Serie erschien bei Jacoby & Stuart. Line Hoven erhielt das Aufenthaltsstipendium der Kulturverwaltung des Berliner Senats.

Yael Pieren (Wien)

Yael Pieren wurde 1989 in Basel geboren. Sie studiert Philosophie an der Universität Wien. Zuvor studierte sie Geschlechterstudien und Philosophie in Basel. „Storchenbiss“, ihr erster Roman,  erschien 2012 im Rotpunktverlag. Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Pro Helvetia.

Teresa Präauer (Wien)

Teresa Präauer, geb. 1979 in Linz, bekam 2012 den aspekte-Literaturpreis für ihren Debutroman „Für den Herrscher aus Übersee“ (Wallstein Verlag). Außerdem arbeitet sie als Malerin und Illustratorin und bebilderte für Wolf Haas sein dichterisches Buch „Die Gans im Gegenteil“. Mit freundlicher Unterstützung der Abteilung Literatur des Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (Wien).

Lisa-Maria Seydlitz (Mannheim)

Lisa-Maria Seydlitz, geb. 1985 in Mannheim, studierte am Institut für Literarisches Schreiben der Universität Hildesheim. Sie war Herausgeberin der Literaturzeitschrift „BELLA triste” und Stipendiatin des Klagenfurter Literaturkurses. 2012 erschien ihr erster Roman „Sommertöchter“ bei DuMont. Lisa-Maria Seydlitz erhielt das Aufenthaltsstipendium der Kulturverwaltung des Berliner Senats.

Cordula Simon (Odessa)

Cordula Simon, 1986 geboren, studierte deutsche und russische Philologie in Graz und Odessa. Sie ist Koordinatorin der Jugend-Literatur-Werkstatt Graz und Mitglied der Literaturgruppe „die plattform“. 2012 erschien ihr Debütroman „Der potemkinsche Hund“ im Picus Verlag. 2013 folgte ihr zweiter Roman „Ostrov Mogila“. Seit 2011 lebt und schreibt sie in Odessa. Mit freundlicher Unterstützung der Abteilung Literatur des Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (Wien).

Levin Westermann (Biel)

Levin Westermann, geboren 1980 in Meerbusch, studierte in Frankfurt/Main und am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel. Ende 2012 erschien sein Lyrikdebüt „unbekannt verzogen“ bei luxbooks. Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Pro Helvetia.

Ivna Žic (Zürich / Hamburg)

Ivna Žic wurde 1986 in Zagreb geboren und wuchs in Basel und Zürich auf. Sie studierte Theaterwissenschaft, Regie und Szenisches Schreiben in Gießen, Hamburg und Graz und arbeitet heute als Autorin und Regisseurin. 2011 gewann sie den Autorenwettbewerb der Theater St. Gallen und Konstanz sowie den Förderpreis der Münchner Kammerspiele. Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Pro Helvetia.

Autoren und Übersetzer aus aller Welt

Irina Alexejewa (St. Petersburg)

Irina Alexejewa ist Direktorin der Sankt-Petersburger Schule für Dolmetschen und Übersetzung an der Herzen-Universität St. Petersburg. Sie übersetzte u.a. Robert Musil, Paul Nizon, Elfriede Jelinek und Katja Lange-Müller ins Russische. Irina Alexejewa erhielt ein Stipendium des Goethe-Instituts.

Dejan Anicic (Zürich/Belgrad)

Dejan Anicic, 1969 geboren, ist ausgebildeter Klassischer Philologe und übersetzt vor allem philosophische und geisteswissenschaftliche Werke aus dem Deutschen, Französischen und Neugriechischen ins Serbische, u.a. Freud, Adorno, Foucault, Assmann und Tugendhat. Er erhielt das „Schritte-Stipendium” der S. Fischer Stiftung.

Maja Badridze (Tbilisi)

Maja Badridze, geb. 1961, übersetzt deutschsprachige Literatur ins Georgische, darunter C.G. Jung, Giwi Margwelaschwili und Musils "Mann ohne Eigenschaften". Derzeit arbeitet sie an Hermann Brochs "Die Schlafwandler". Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Nir Baram (Tel Aviv)

Nir Baram wurde 1976 in Jerusalem geboren. Seine beiden Romane „Der Wiederträumer” (2009) und „Gute Leute” (Hanser Verlag 2012) standen auf der Shortlist des Sapir-Preises, des wichtigsten Literaturpreises Israels. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Justyna Bargielska (Warschau)

Justyna Bargielska, 1977 geboren, ist die erste polnische Preisträgerin des Albrecht-Lempp-Stipendiums, das von der Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit, dem Buchinstitut in Krakau und dem LCB in diesem Jahr ins Leben gerufen wurde. Im Jahr 2003 erschien ihr poetisches Debüt „Dating Sessions”, 2005 „China Shipping” und 2009 „Dwa fiaty” [Zwei Fiats], ein Gedichtband, für den sie 2010 den bekannten polnischen Literaturpreis Gdynia erhielt. Auch der jüngste Gedichtband „Bach for my baby” war für zahlreiche Preise nominiert. Auch ihre Prosawerke („Obsoletki” (2010) und „Małe lisy” [Kleine Füchse] 2013) machten Furore. Deutsche Übersetzungen ihrer Texte sind in Arbeit.

Zaza Burchuladze (Tbilisi)

Zaza Burchuladze, 1973 geboren, ist als Prosa- und Theaterautor einer der wichtigsten Schriftsteller der postsowjetischen georgischen Literatur. Sein Roman „Adibas” wird derzeit in mehrere Sprachen übersetzt. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

John Butler (Dublin)

John Butler, 1972 in Dublin geboren, schreibt Romane, Kurzgeschichten, Drehbücher und Filmskripte. 2011 erschien sein Debütroman „The Tenderloin” bei Picador. In Zusammenarbeit mit Ireland Literature Exchange, Dublin.

Dulce Maria Cardoso (Portugal)

Dulce Maria Cardoso, geb. 1964, studierte Jura an der Universität Lissabon und war zunächst als Rechtsanwältin tätig, bevor sie sich gänzlich dem Schreiben widmete. Im Jahr 2002 erschien ihr Debütroman „Campo de Sangue”, 2005 folgte der Roman „Os meus Sentimentos“, für den sie 2009 den Literaturpreis der Europäischen Union erhielt, und 2011 der Roman „O Retorno“. Dulce Maria Cardoso nimmt teil am „Literarischen Tandem“ der Stiftung Brandenburger Tor.

Elena Dimitrova (Veliko Tarnovo)

Elena Dimitrova, 1972 geboren, ist  Literaturwissenschaftlerin, Mitarbeiterin der Universität Veliko Tarnovo und übersetzt deutschsprachige Literatur ins Bulgarische, u.a. Hannah Arendt, Antje Ravic Strubel und Thomas Lehr. Sie erhielt das „Schritte”-Stipendium der S. Fischer Stiftung.

Iulia Dondorici (Berlin/Bukarest)

Iulia Dondorici, 1979 geboren, studierte Rumänische und Englische Philologie in Bukarest und Berlin und ist als Literaturwissenschaftlerin und Übersetzerin tätig. Sie übersetzt zeitgenössische deutschsprachige Literatur ins Rumänische, wie z.B. den Briefwechsel zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan „Herzzeit“. Iulia Dondorici erhielt das Arbeitsstipendium für Übersetzer der Robert Bosch Stiftung.

Irma Durakovic (Sarajevo)

Irma Durakovic, geb. 1983, arbeitet an einer germanistischen Dissertation und übersetzt deutschsprachige Literatur ins Bosnische (u.a. Hofmannsthal und Leo Perutz).  Sie erhielt das „Schritte”-Stipendium der S. Fischer Stiftung.

Franco Filice (Carolei/Italien)

Franco Filice, 1954 geboren, ist literarischer Übersetzer und Mitarbeiter am Germanistiklehrstuhl der Universität Suor Orsola Benincasa, Neapel. Er übersetzte u.a. Kathrin Schmidt und Nicol Ljubic ins Italienische. Er erhielt ein Stipendium aus dem Programm Literarische Brückenbauer” der Robert Bosch Stiftung.

Fedia Filkova (Sofia)

Fedia Filkova, geb. 1950, ist Lyrikerin und übersetzt deutsche Literatur ins Bulgarische, u.a. Ilse Aichinger, Ingeborg Bachmann und Christa Wolf. Sie erhielt das „Schritte”-Stipendium der S. Fischer Stiftung.

László F. Földenyi (Budapest)

László F. Földényi, geb. 1952 in Debrecen, ist Kunsttheoretiker, Literaturwissenschaftler, Essayist und Übersetzer. Er arbeitete als Dramaturg an verschiedenen Theatern, übersetzte Stücke  zeitgenössischer Dramatiker (u.a. Max Frisch, Heiner Müller) und ist Mitherausgeber der ungarischen Ausgabe der Werke Heinrich von Kleists. Heute leitet er als Professor den Lehrstuhl für Kunsttheorie an der Akademie für Theater und Film in Budapest. Er erhielt ein Schritte-Stipendium der S. Fischer Stiftung.

Liljana Glisovic (Belgrad)

Liljana Glisovic, 1952 geboren, übersetzt deutschsprachige Literatur ins Serbische, u.a. Ulrich Beck, Wilhelm Genazino und Clemens J. Setz. Sie erhielt das „Schritte”-Stipendium der S. Fischer Stiftung.

László Györi (Budapest)

László Györi, 1954 geboren, arbeitete viele Jahre als Musik- und Literaturredakteur beim Ungarischen Rundfunk, profilierte sich daneben auch als Übersetzer aus dem Englischen und Deutschen. Er übersetzte u.a. Norbert Elias, Sebastian Haffner, Günter Grass und Eugen Ruge ins Ungarische. László Györi erhielt ein Schritte-Stipendium der S. Fischer Stiftung.

Sergej Lebedew (Moskau)

Sergej Lebedew wurde 1981 in Moskau geboren. Sein Roman „Der Himmel auf ihren Schultern” (S. Fischer Verlag) sorgte in Russland für Aufsehen. Zuvor publizierte er Gedichte, Essays und journalistische Texte, und war unterwegs auf geologischen Expeditionen im Norden Russlands und in Zentralasien. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Maruša Mugerli Lavrencic (Dobrovo v Brdih)

Maruša Mugerli Lavrencic, geb. 1978, übersetzt deutschsprachige Literatur ins Slowenische, darunter Kirsten Boie, Juli Zeh, Steffen Popp, Wolfgang Hilbig  und Georg Klein. Sie erhielt das „Schritte”-Stipendium der S. Fischer Stiftung.

Karóly Méhes (Pécs)

Károly Méhes, 1965 geboren, arbeitet als Schriftsteller und als Journalist im Kulturressort einer Tageszeitung in Pécs. Für seine Gedichte und Erzählungen wurde er in Ungarn mit diversen Preisen ausgezeichnet. In deutscher Übersetzung erschien 2009 die Erzählung „Insgeheim” im Wieser Verlag. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Robert Perišić (Zagreb)

Robert Perišić, 1969 in Kroatien geboren, arbeitet als Schriftsteller, freier Journalist und Drehbuchautor. Seit den 1990er Jahren Lyrik, Erzählungen, Dramen und auch Literaturkritiken schreibend, veröffentlichte er 2007 seinen ersten Roman „Unser Mann vor Ort“, der 2011 in deutscher Übersetzung erschienen ist. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Tanja Petrič (Ljubljana)

Tanja Petrič, geboren 1981 in Maribor, ist Literaturwissenschaftlerin und -kritikerin, Übersetzerin, Kulturjournalistin und Lektorin. Sie übersetzt deutschsprachige Literatur ins Slowenische, u. a. Boris Groys, Felicitas Hoppe, Robert Menasse und Mario Wirz. 2011 wurde sie mit dem Preis „Lirikonov zlat“ für die beste Lyrikübersetzung im Rahmen des Poesiefestivals „Lirikonfest“ ausgezeichnet. Sie erhielt das „Schritte”-Stipendium der S. Fischer Stiftung.

Maria Tellechea (Buenos Aires)

Maria Tellechea, geb. 1980 in Buenos Aires, hat nach einem Übersetzungsstudium an einem Forschungsprojekt zum Theaterübersetzen gearbeitet. Derzeit übersetzt sie einen Erzählungsband von Jenny Erpenbeck. Maria Tellechea erhielt ein Stipendium im Rahmen von „En Tránsito: Residenzprogramm für Übersetzer Buenos Aires-Berlin”. Eine Initiative der Fundación TyPA zusammen mit dem Literarischen Colloquium Berlin. Mit freundlicher Unterstützung des Goethe-Instituts Buenos Aires und des Auswärtigen Amts.

Ekaterine Togonidze (Tbilissi)

Ekaterine Togonidze, 1981 in Tbilissi geboren, ist Journalistin, Moderatorin und Schriftstellerin. Ihr Debüt, die Kurzgeschichtensammlung „Das Schöne”, wurde mit dem Preis des Georgischen Kulturministeriums ausgezeichnet. 2012 erhielt ihr Roman „Anästhesie” den nationalen Literaturpreis „Saba“ für das beste Debüt des Jahres. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Stevan Tontic (Sarajevo)

Stevan Tontic, geb.1946 in Sanki Most/Bosnien, ist Autor und Übersetzer deutscher LIteratur, u.a. von Christa Wolf, Uwe Kolbe und Christoph Meckel. Er erhielt ein Schritte-Stipendium der S. Fischer Stiftung für die Arbeit an Übersetzungen der Gedichte Peter Huchels.

Mehmet Yashin (Nikosia)

Mehmet Yashin, 1958 geboren, wurde 1986 nach der Veröffentlichung seines ersten Gedichtbandes aus der Türkei ausgewiesen und promovierte in London über die zypriotische und türkische Literatur und Kultur. Er ist seitdem an verschiedenen Universitäten in Großbritannien, der Türkei und Zypern lehrend tätig. Sein literarisches Werk umfasst zahlreiche Gedichtbände sowie Romane und Erzählbände. Seit 2002 lebt er abwechselnd in Cambridge, Nikosia und Istanbul. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Sibel Yesilay (Istanbul)

Sibel Yesilay, geb. 1963, ist Dramaturgin am Stadttheater Istanbul und übersetzt zeitgenössische deutschsprachige Theaterstücke ins Türkische, u.a. R.W. Fassbinder, Roland Schimmelpfennig, Marius von Mayenburg, Sibylle Berg und Kristof Magnusson.  Sie erhielt das „Schritte”-Stipendium der S. Fischer Stiftung.

Ausstellungen

Urbans Orbit – Einblicke in den Nachlass eines Übersetzers | Ausstellung. 20. Oktober 2017 – 9. Februar 2018

Tina Brenneisen: Das Licht, das Schatten leert - 08. Juli - 13. Oktober 2017

Portale

litport.de

dichterlesen.net

Zeitschrift

Spritz

Projekte

Krieg im Frieden. Internationales Dramatiker*innenlabor

DAS WEISSE MEER. Literaturen rund ums Mittelmeer

Übersetztercolloquium

Deutsch-Italienischer Übersetzerpreis

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