Autoren und Übersetzer im Haus 2015

Junge deutschsprachige Autoren

Katja Brunner (Zürich)

Katja Brunner © privat

Katja Brunner wurde 1991 in Zürich geboren. Sie lernte Stücke schreiben an der Universität der Künste in Berlin und in Biel. 2012 wurde „Von den Beinen zu kurz“ in Zürich uraufgeführt, 2013 folgte die deutsche Erstaufführung in Hannover. Katja Brunner arbeitet  auch als Performerin mit ihrer Gruppe „Die Schinken von morgen“ und der Berliner Compagnie „Gold+Hiebe“. Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Pro Helvetia.

Dorothee Elmiger (Zürich)

Dorothee Elmiger © J¸rgen Beck

Dorothee Elmiger, 1985 geboren, studierte Politikwissenschaft in Zürich und Berlin und Schreiben in Biel und Leipzig. 2010 gewann sie mit einem Auszug aus ihrem Debütroman „Einladung an die Waghalsigen” (DuMont) den Kelag-Preis bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt. 2014 wurde Elmiger für ihren Roman „Schlafgänger” (DuMont) mit dem Hermann-Hesse-Förderpreis ausgezeichnet. Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Pro Helvetia.

Florian Gantner (Wien)

Florian Gantner © privat

Florian Gantner ist 1980 in Salzburg geboren. In Innsbruck, Wien und St. Étienne studierte er vergleichende Literaturwissenschaft, arbeitete im Gefängnis und im Flüchtlingsheim. Er publizierte die Romane „Sternstunden der Menschheit“ und  „Trockenschwimmer”, beide edition laurin. Gefördert vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (Wien).

Matthias Jügler (Leipzig)

Matthias Jügler © Sebastian Komnick

Matthias Jügler, geboren 1984 in Halle an der Saale, beendete 2013 sein Masterstudium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Er schreibt Literarische Reportagen und Portraits u.a. für Edit und goethe.de. Außerdem übersetzt er Literatur und Graphic Novels aus dem Norwegischen. Matthias Jügler erhielt das Arbeitsstipendium für Übersetzer der Robert Bosch Stiftung.

Lukas Jüliger (Hamburg)

Lukas Jüliger © privat

Lukas Jüliger, geboren 1988, studiert Illustration an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg. Er ist Autor der Graphic Novel „Vakuum” (Reprodukt Verlag). Er erhielt das LCB-Aufenthaltsstipendium der Kulturverwaltung des Berliner Senats.

Ariane Koch (Basel)

Ariane Koch (Basel)

Ariane Koch, geboren 1988, debütierte 2011 mit der Kurzgeschichtensammlung „Grenzen“. Die vielseitige Künstlerin bewegt sich zwischen Theater und Bildender Kunst. Gemeinsam mit Moira Gilliéron und Zino Wey realisierte sie das Stück „Mein Enkel 2072“, das unter anderem in Basel und Berlin aufgeführt wurde. Mit freundlicher Unterstützung der Robert Bosch Stiftung.

Martin Kordić (München)

Martin Kordić (München)

Martin Kordic, geboren 1983, studierte am Institut für Literarisches Schreiben der Universität Hildesheim und an der Universität Zagreb und lebt heute in München. „Wie ich mir das Glück vorstelle“ ist sein erster Roman, erschienen im Hanser Verlag, für den er 2015 mit dem Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis und der Alfred Döblin-Medaille ausgezeichnet wurde. Er erhielt das Aufenthaltsstipendium des Berliner Senats.

Christina Maria Landerl (Wien)

Christine Maria Landerl © Marie-Christine Gollner-Schmid

Christina Maria Landerl wurde 1979 in Steyr in Oberösterreich geboren. 2007 nahm sie ein Studium am Deutsche Literaturinstitut Leipzig auf. „Verlass die Stadt”, ihr erstes Buch, das sich geschickt einer Gattungszuweisung entzieht, erschien 2011 bei Schöffling & Co – das „Psychogramm einer janusköpfigen Metropole” (NZZ). Gefördert vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (Wien).

Maruan Paschen (Leipzig)

Maruan Paschen, geboren 1984, lebt in Leipzig und ist ein Deutsch-Palästinensischer Autor. Nach einer Ausbildung zum Koch absolvierte er ein Studium am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel. 2014 erschien sein erstes Buch „Kai. Eine Internatsgeschichte“ im Matthes & Seitz Verlag. Er erhielt das erhielt das LCB-Aufenthaltsstipendium der Kulturverwaltung des Berliner Senats.

Madeleine Prahs (Leipzig)

Madeleine Prahs © Nils Petersen / dtv

Madeleine Prahs, geboren 1980 in Karl-Marx-Stadt, ist dort und am Ammersee aufgewachsen. Sie studierte Germanistik und Kunstgeschichte in München und Sankt Petersburg. Während der Arbeit an „Nachbarn“, ihrem ersten Roman, erhielt sie mehrere Auszeichnungen und Förderungen, u. a. Werkstatt-Stipendien des LCB und der Jürgen-Ponto-Stiftung. 2014 erschien „Nachbarn“ bei dtv premium.  Madeleine Prahs erhielt das LCB-Aufenthaltsstipendium des Berliner Senats.

Stefan Sprenger (Vaduz / St. Gallen)

Stefan Sprenger © privat

Stefan Sprenger, geboren 1962 in Zürich, ist ausgebildeter Künstler und lebt heute als freier Schriftsteller in Liechtenstein und St.Gallen. Sprengers Arbeiten, unter anderen der Essayband „Katzengold”, die Prosasammlung „Vom Dröhnen”, das Dialekt-Hörbuch „Dr Hans und sini Bank” und der Theatertext „Vandalin” kreisen scharf und humorvoll um den Finanztransaktionsstandort Liechtenstein und sein Fürstenhaus.

Julia Trompeter (Köln)

Julia Trompeter

Julia Trompeter wurde 1980 in Siegburg geboren. Sie studierte Philosophie, Germanistik und Klassische Literaturwissenschaft in Köln und promovierte in Berlin und Bochum. Seit 2009 tritt sie in dem performativen Projekt „Sprechduette” zusammen mit Xaver Römer auf. 2010 war sie Finalistin des open mike, 2012 erhielt sie das Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium der Stadt Köln, 2013 für ihren Debütroman eine Förderung der Kunststiftung NRW und 2014 den Förderpreis des Landes NRW für junge Künstlerinnen und Künstler: 2014 erschien „Die Mittlerin” bei Schöffling & Co.

Nora Wagener (Luxemburg)

Nora Wagener © Patrick Galbats

Nora Wagener wurde 1989 geboren. Sie studierte Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim. Ihr Debütroman „Menschenliebe und Vogel, schrei“ (Op der Lay) erschien 2011. In diesem Jahr wurde ihr Erzählband „E. Galaxien“ (Conte) veröffentlicht. Außerdem wird in Luxemburg ihr erstes Theaterstück inszeniert. 2012 erhielt sie den Manfred-Maurer-Literaturpreis, 2014 den Prix Arts et Lettres.
Nora Wagener ist Stipendiatin des Œuvre Nationale de Secours Grande-Duchesse Charlotte (Luxemburg).

Bettina Wohlfender (La Chaux-de-Fonds)

Bettina Wohlfender (La Chaux-de-Fonds)

Bettina Wohlfender, geboren 1982, aufgewachsen in Sirnach, lebt nach Aufenthalten in Frankreich, Island, Norwegen und Österreich heute im schweizerischen La Chaux-de-Fonds. Sie studierte Sozialwissenschaften in Fribourg und Neapel, danach Literarisches Schreiben und Bildende Kunst in Biel und Leipzig. Wohlfender debütierte 2014 mit ihrem Roman „Das Observatorium“, erschienen im Müry-Salzmann-Verlag. Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Pro Helvetia.

Autoren und Übersetzer aus aller Welt

Rasha Abbas (Damaskus/Stuttgart)

Rasha Abbas, geboren 1974 im syrischen Latakia, lebt heute als Autorin im Exil. Sie studierte an der Journalistenschule in Damaskus und publizierte Prosa auf verschiedenen arabischen Kulturwebseiten und in mehreren Zeitschriften. Abbas trat auch als Drehbuchautorin in Erscheinung. Sie ist in dem vielbeachteten Sammelband „Syria Speaks. Art and Culture from the Frontline“ vertreten. 2008 erhielt sie den Preis für Kreatives Schreiben von der Weltkulturhauptstadt Damaskus für ihren Band „Adam hates Television“. 2014 hielt sie sich im Rahmen des Jean Jacques Rousseau-Stipendiums auf Schloss Solitude auf. Rasha Abbas war 2014 auch Teilnehmerin unserer Veranstaltungsreihe „Das Weiße Meer. Syrien im Exil“. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Eugenijus Alisanka (Vilnius)

Eugenijus Alisanka, geboren 1960 in Sibirien, lebt heute im litauischen Vilnius. Nach einem Studium der Mathematik arbeitete er am Institut für Kunst und Kultur in Vilnius. Seit 1991 publiziert Alisanka Gedichte, Essays und Übersetzungen. Er war von 1995 bis 2002 Direktor für internationale Beziehungen beim Litauischen Schriftstellerverband, seit 2003 leitet er als Chefredakteur die Literaturzeitschrift „Vilnus Review“. 2006 war Alisanka Gast des DAAD sowie des internationalen Literaturfestivals Berlin. 2011 erschien der Gedichtband „Exemplum“ in deutscher Übersetzung von Claudia Sinnig bei Suhrkamp. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Andrei Anastasescu (Bukarest)

Andrei Anastasescu © privat

Andrei Anastasescu wurde 1981 in Râmnicu-Vâlcea (Rumänien) geboren. Heute lebt er als freier Übersetzer deutscher und niederländischer Literatur in Bukarest. Aus dem Deutschen übersetzte er „Die neuen Leiden des jungen W.” von Ulrich Plenzdorf, „Heimsuchung” von Jenny Erpenbeck und Benjamins „Berliner Kindheit um neunzehnhundert”. Er erhielt ein „Schritte”-Stipendium der S. Fischer Stiftung.

Nicolas Ancion (Lüttich/Carcassonne)

Nicolas Ancion, 1971 in Lüttich geboren, schreibt gleichermaßen für Kinder und Jugendliche wie für Erwachsene und ist Übersetzer aus dem Englischen und Spanischen. Als Wanderer zwischen diesen Welten ist Humor für ihn eine Frage der Höflichkeit. Er ist Preisträger des Prix des Lycéens für „Quatrième étage“ und des Prix Rossel des Jeunes für « L’homme qui valait 35 milliards ». Als literarische Herausforderung absolviert er nun auch in Berlin einen 24-stündigen Live-Schreib-Marathon. Nicolas Ancion ist Stipendiat des Ministeriums der Föderation Wallonie-Brüssel.

Mirjana Avramovic (Belgrad)

Mirjana Avramovic

Mirjana Avramovic, 1947 geboren, übersetzt deutschsprachige Literatur und Philosophie ins Serbische, u.a. Meister Eckhart, Friedrich Nietzsche, Arthur Schopenhauer, Sigmund Freud, Rüdiger Safranski und Peter Sloterdijk. Darüber hinaus hat sie mehr als 100 deutsche Spielfilme und Dokumentarfilme untertitelt. Im LCB wird sie an Büchern von Alain Claude Sulzer und Konrad Paul Liessmann arbeiten. Sie erhielt ein Schritte-Stipendium der S. Fischer Stiftung.

Rachid Boutayeb (Temara/Marokko)

Rachid Boutayeb (Temara/Marokko)

Rachid Boutayeb, 1973 geboren, studierte Arabistik und Islamwissenschaften in Rabat und Philosophie, Soziologie und Politikwissenschaften in Marburg und Frankfurt am Main. Er ist als Publizist tätig und veröffentlicht in arabischer, französischer und deutscher Sprache. Im Alibri Verlag erschien 2013 „Der eifersüchtige Gott” (ein Gespräch mit Michael Roes) und 2014 der Essay „Orgasmus und Gewalt”. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Lasha Bughadse (Tbilisi)

Lasha Bughadse (c) privat

Lasha Bughadse, Jahrgang 1977, ist Stückeschreiber und Romancier. Bughadse machte sich zunächst als Grafiker und Karikaturist einen Namen und arbeitete später bei verschiedenen Literaturformaten im georgischen Fernsehen. Zu seinen international bekannten Stücken zählen „Shocked Tatyana”, eine Satire über den Heroismus des Krieges und „Soldier, Love, Bodyguard and ... the President”. Bughadses Stücke wurden in Tbilisi, Moskau, London, New York und Paris aufgeführt. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Playwriting Award der BBC 2011. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Ho Chingbin (Taipeh)

Ho Chingbin © privat

Ho Chingbin, geboren 1958, lebt in Taipeh. Sein Debüt „Geschichten der Geschwindigkeit“ (1990) löste Begeisterungsstürme in der taiwanischen Literaturszene aus. Sein neuester Roman „LY@AB“ beschäftigt sich mit den Themen Identität, Realität und Gedächtnis.Mit freundlicher Unterstützung des Kulturministeriums Taiwans und der Taiwan Cultural and Creative Foundation.

Elena Chizhova (St. Petersburg)

Elena Chizhova (St. Petersburg)

Elena Chizhova, 1957 in Leningrad geboren, studierte Wirtschaftswissenschaften und war an der Universität und in der freien Wirtschaft tätig, bevor sie sich Mitte der 1990er Jahre dem Schreiben zuwandte. Ihre neun Romane wurden mehrfach ausgezeichnet, für „Die stille Macht der Frauen“ erhielt sie 2009 den angesehenen russischen Booker-Preis. Elena Chizhova ist Vorsitzende der Sankt-Petersburger Sektion des PEN-Clubs. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Teju Cole (New York)

Teju Cole © Tim Knox

Der Schriftsteller, Photograph und Kunsthistoriker Teju Cole wurde 1975 in den USA geboren und verbrachte seine Jugend in der nigerianischen Stadt Lagos. Mit siebzehn Jahren kehrte er zurück in die USA und studierte unter anderem an der Columbia University in New York. Cole ist ständiger Mitarbeiter der New York Times und des Literaturmagazins „A Public Space”. Seine Romane „Jeder Tag gehört dem Dieb“ und „Open City“ wurden ins Deutsche übersetzt, letzterer 2013 mit dem Internationalen Literaturpreis des HKW prämiert. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Maxime Coton (Anderlecht)

Maxime Coton  (c) privat

Maxime Coton, 1986 geboren, schreibt Gedichte und macht Filme. 2011 erhielt er den Poésyvelines-Preis sowie den Georges Locken Preis, verliehen von der Akademie für die französische Sprache und Literatur in Belgien. 2014 erscheint das Werk „L’imparfait des langues” (Verlag Arbre à paroles). Maxime Coton erhielt ein Stipendium der Französischen Gemeinschaft Belgiens mit Unterstützung der Delegation der Deutschsprachigen Gemeinschaft, der Französischen Gemeinschaft und der Wallonischen Region in Berlin.

Krystyna Dąbrowska (Warschau)

Krystyna Dąbrowska (Warschau) © Maciej Grzybowski

Krystyna Dąbrowska wurde 1979 geboren und studierte an der Akademie der Schönen Künste in Warschau. Sie ist Lyrikerin und Übersetzerin aus dem Englischen. 2006 erschien ihr erster Gedichtband „Reisebüro“. 2013 erhielt sie für ihren Gedichtband „Weiße Stühle“ den Wisława-Szymborska-Preis und den Preis der Koscielski-Stiftung. In Renate Schmidgalls deutscher Übersetzung erschienen einige Texte in der Zeitschrift „Akzente”. Sie erhielt das Albrecht Lempp-Stipendium, das die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, das Polnische Buchinstitut und das LCB gemeinsam vergeben.

Sandrone Dazieri (Cremona)

Sandrone Dazieri

Sandrone Dazieri, 1964 in Cremona geboren, ist Schriftsteller und Drehbuchautor für italienische Kriminalfilme. Im März erschien im Piper Verlag der Thriller „In der Finsternis“  (Piper 2015). Er lebt in Mailand, Rom, Pergola, Cremona und Moskau. Sandrone Dazieri ist Stipendiat der Stiftung Brandenburger Tor im Rahmen des Programms „Literarisches Tandem”.

Gerard Donavan (New York)

Gerard Donovan © Arthur Kurz

Gerard Donavan, geboren 1959 in Irland, lebt in New York. Er veröffentlichte bislang Gedichtbände, Kurzgeschichten und vier Romane, darunter der in die „Longlist“ des Man Booker Prize aufgenommene Roman „Schopenhauer’s Telescope“. „Winter In Maine“ wurde zum Buch des Jahres 2008 des englischen „The Guardian“ gewählt. Mit freundlicher Unterstützung von Ireland Literature Exchange.

Jakub Ekier (Warschau)

Jakub Ekier © Stanislaw Ekier

Jakub Ekier, geboren 1961, ist Schriftsteller, Essayist und Übersetzer deutscher Literatur, u.a. von Kafka, Celan, Max Frisch, Reiner Kunze und Durs Grünbein. 2013 wurde er mit dem Karl-Dedecius-Preis ausgezeichnet. Er erhielt ein „Schritte”-Stipendium der S. Fischer Stiftung.

Teresa Guilleumes (Barcelona)

Teresa Guilleumes (c) privat

Teresa Guilleumes, 1966 geboren, ist Verlegerin bei Viena Edicions in Barcelona und freiberufliche Übersetzerin. Seit 2008 übersetzt sie vor allem Kinder- und Jugendliteratur aus dem Deutschen ins Katalanische, darunter Erika Mann und Paul Maar. Sie erhielt ein Übersetzerstipendium der Robert Bosch Stiftung.

Gül Gürtunca (Istanbul)

Gül Gürtunca (c) privat

Gül Gürtunca ist seit 2007 als Übersetzerin deutscher Literatur tätig und hat Werke von Robert Walser, Helge Hesse, Christfried Tögel und Karla Reimert ins Türkische übertragen. Neben ihrer übersetzerischen Tätigkeit arbeitet sie als freie Lektorin. Gül Gürtunca erhielt das „Schritte”-Stipendium der S. Fischer Stiftung.

Viktor Jerofejew (Moskau)

Viktor Jerofejew © Sinissey

Viktor Jerofejew, 1947 in Moskau geboren, ist einer der bekanntesten russischen Gegenwartsautoren und scharfsinniger Beobachter der russischen Politik. Neben seiner Tätigkeit als Schriftsteller schreibt er für internationale Zeitungen, u. a. für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, Die Zeit, Die Welt und die New York Times Book Review. 2013 erschien sein jüngster Roman „Die Akimuden“ im Hanser Verlag. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Wagdy el Komy (Kairo)

Wagdy el Komy © privat

Wagdy el Komy, geboren 1980, ist Schriftsteller und Journalist für die arabische Tageszeitung „El Youm 7“. Sein letzter Roman spielt während der Aufstände 2011 in Ägypten und zeigt die Unterwelt Kairos mit ihren Zuhältern, Drogendealern und Menschenhändlern. Wagdy Komy liest am Freitag, den 9. Oktober, 20 Uhr, gemeinsam mit Christoph Peters im Verlag Matthes & Seitz Berlin, Göhrener Straße 4, 10437 Berlin. Eintritt frei!   Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Naim Kryeziu (Prishtina und Möhlin/Schweiz)

Naim Kryeziu, 1964 geboren, lehrt Germansitik an der Universität Prishtina/Kosovo und übersetzt deutschsprachige Literatur ins Albanische, so u.a. Schiller, Heine und Dürrenmatt. In seiner Zeit im LCB wird er sich Elias Canettis Essayband „Das Gewissen der Worte” widmen. Naim Kryeziu erhielt ein „Schritte”-Stipendium der S. Fischer Stiftung.

Ciwanmerd Kulek (Bismil)

Ciwanmerd Kulek (c) privat

Ciwanmerd Kulek wurde 1984 im kurdischen Teil der Türkei geboren und lebt heute als Sprachlehrer in Bismil, einer kleinen Stadt im türkischen Südosten. Kulek diplomierte 2006 am Foreign Language Teaching Department of the Middle East Technical University in Ankara. Er ist Autor dreier Romane in kurdischer Sprache: „Nameyek ji Xwedê re” („Ein Brief an Gott”, 2007) und „Zarokên Ber Çêm” („Kinder am Fluss”, 2012) und übersetzt aus dem Englischen, Spanischen und Türkischen ins Kurdische, u.a. Werke von Coetzee, Joyce und García Márquez. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Werner Lambersy (Paris/Brüssel)

Werner Lambersy, 1941 in Belgien geboren, veröffentlichte über 40 Gedichtbände in den verschiedensten Stilrichtungen, die in mehr als 20 Sprachen übersetzt wurden. Leitmotiv seiner Arbeit ist die kontinuierliche Meditation über die Selbstüberwindung in der Liebe und im Schreiben. Nach „ Pina Bausch“ (Eds.Du Cygne) erscheinen demnächst „Les dernières nouvelles d’Ulysse” (V. Rougier). Werner Lambersy ist Stipendiat des Ministeriums der Föderation Wallonie-Brüssel.

Zeinab Magdy (Kairo)

Zeinab Magdy (Kairo)

Zeinab Magdy, geboren 1988, hat Anglistik studiert und ist zurzeit an der Universität Kairo als Dozentin für Arabische sowie Englische Literatur tätig. Zudem arbeitet sie als freie Schauspielerin. „Rivo-loo-shun” ist ihr erstes Theaterstück. Mit freundlicher Unterstützung der Robert Bosch Stiftung.

Danny Morrison (Belfast)

Danny Morrison © Mark Jones

Danny Morrison, geboren 1953 in Belfast, brachte vier Romane, ein Theaterstück sowie einige Kurzgeschichten heraus. Zuletzt erschien der Roman „Rudi – Im Schatten von Knulp“ (Elsinor Verlag). Mit freundlicher Unterstützung durch den Ireland Literature Exchange.

Amalija Macek (Ljubljana)

Amalija Macek

Amalija Macek, geboren 1971, gehört zu den wichtigsten Übersetzerinnen deutschsprachiger Literatur ins Slowenische. Ihre Werkliste reicht von Kafka, Brecht und Bachmann bis zu Josef Winkler und Terézia Mora. Sie erhielt ein „Schritte”-Stipendium der S. Fischer Stiftung.

Réka Mán Várhegyi (Budapest)

Réka Mán-Várhegyi © privat

Réka Mán-Várhegyi, geboren in Rumänien, übersiedelte mit ihrer Familie nach Ungarn. Derzeit lebt sie in Budapest und arbeitet als Lektorin in einem Kinderbuchverlag. Ihr erstes Buch, eine Sammlung von Kurzgeschichten, erschien 2014. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Carlos Martínez (San Salvador)

Carlos Martínez

Carlos Martínez, geboren 1979 in San Salvador, veröffentlichte journalistische Arbeiten in kolumbianischen, mexikanischen, französischen und salvadorianischen Medien. Im Jahr 2011 erhielt er den renommierten Premio Ortega y Gasset für digitalen Journalismus, 2014 wurde er mit dem ersten Premio Centroamericano Carátula de Crónica ausgezeichnet. Er erhielt ein Stipendium des Goethe-Instituts Mexiko.

Viktor Martinowitsch (Vilnius)

Viktor Martinowitsch © Alyna Krushynskaya

Viktor Martinowitsch, geboren 1977 in Belarus, lehrt Politikwissenschaften an der Europäischen Humanistischen Universität in Vilnius. Martinowitsch machte als russischsprachiger Autor von sich reden, mit seiner Erzählung „Tabu“ und besonders mit dem Roman „Paranoia”, der in Belarus verboten wurde und ins englische und Deutsche (Verlag Voland & Quist) übersetzt wurde. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Sokol Mici (Tirana)

Sokol Mici

Sokol Mici, geboren 1954, studierte in Peking Chinesisch und Deutsche Sprache und Literatu. Er übersetzt deutschsprachige Literatur ins Albanische, u.a. Michael Ende, Herta Müller und Wolfgang Herrndorf. Er erhielt das „Schritte”-Stipendium der S. Fischer Stiftung.

Dilman Muradoğlu (Istanbul)

Dilman Muradoğlu, 1958 geboren, arbeitete als Journalistin in Wien und lebt heute als Deutschlehrerin und Übersetzerin in Istanbul. Sie übersetzte u.a. Werke von Adorno, Freud und Habermas ins Türkische. Sie erhielt ein „Schritte”-Stipendium der S. Fischer Stiftung.

Michéál Ó Conghaile (Indreabhán)

Michéál Ó Conghaile © privat

Michaél Ó Conghaile wurde 1962 auf der irischen Insel Inis Treabhair geboren und lebt heute im irischen Indreabhán, wo er den Verlag CIC gründete, der Literatur und traditionelle irische Musik herausgibt. Michaél Ó Conghaile publizierte Lyrik, Kurzgeschichten, einen Roman, sowie Theaterstücke und Novellen. Mit freundlicher Unterstützung durch den Ireland Literature Exchange.

Ahmed Sami Özbudak (Istanbul)

Ahmed Sami Özbudak (Istanbul)

Ahmet Sami Özbudak, 1980 geboren, schreibt fürs Theater und arbeitet als Journalist für mehrere Zeitungen und Zeitschriften. Er nahm 2012 in Barcelona an einem Workshop der renommierten Talentschmiede Sala Beckett teil. 2011 wurde er mit dem Europäischen Autorenpreis des Heidelberger Stückemarkts 2011 ausgezeichnet. Mit freundlicher Unterstützung der Robert Bosch Stiftung.

Laksmi Pamuntjak (Djakarta)

Laksmi Pamuntjak

Laksmi Pamuntjak, geb. 1971, lebt in Djakarta und gehört zu den international bekanntesten indonesischen Autoren. Sie arbeitet als Journalistin und Kolumnistin für internationale Zeitungen, veröffentlichte Gedichte und Romane. Ihr Roman "Amba" ("Alle Farben rot", aus dem Indonesischen von Martina Heinschke) ist im Herbst 2015 im Ullstein Verlag erschienen und widmet sich der indonesischen Zeitgeschichte, insbesondere den Opfern der Gewaltherrschaft des Diktators Suharto.

Tibor Hrs Pandur (Ljubljana)

Tibor Hrs Pandur © privat

Tibor Hrs Pandur, geboren 1985 in Maribor (Slovenien), ist Gründer und Herausgeber des literarischen Magazins I.D.I.O.T, in dem er Gedichte, Dramen und theoretische Schriften publiziert. 2008 wurde sein erstes Stück „Dream 59“ im Glej Theater in Ljubljana uraufgeführt. 2010 veröffentlichte er seinen ersten Gedichtband „Energymachine“. Mit freundlicher Unterstützung der Slovenian Book Agency.

Manuel Pereira (Brüssel)

Manuel Pereira, 1965 in Porto geboren, lebt seit 1992 in Belgien, wo er Regie am Institut National des
Arts du Spectacle INSAS in Brüssel studierte und seither als Autor und Regisseur arbeitet. Er organisiert Schreibwerkstätten für Obdachlose und begleitet Literaturprojekte für Behinderte. Sein Stil entspricht einer „Art brut“. Während eines ersten Stipendiums im LCB beendete er sein Werk „Permafrost“ und verfasste eine Auftragsarbeit für die Schaubühne. Pereira ist Stipendiat des Ministeriums der Föderation Wallonie-Brüssel.

Aristidh Ristani (Tirana)

Aristidh Ristani © privat

Aristidh Ristani, 1938 geboren, übersetzt französische und deutsche Literatur ins Albanische. Goethe, Maupassant, Zweig, Hesse, Canetti und Christa Wolf hat er den albanischen Lesern zugänglich gemacht. Er erhielt das „Schritte”-Stipendium der S. Fischer Stiftung.

Antonella Salzano (Turin)

Antonella Salzano

Antonella Salzano, geboren 1987, lebt in Turin. Für die Übersetzung von Wladimir Kaminers Roman „Ich bin kein Berliner” (Mimesis Edizioni) erhielt sie mehrere Auszeichnungen, u.a. den Förderpreis des Deutsch-Italienischen Übersetzerpreises 2014, der mit einem LCB-Stipendium verbunden ist.

Gianni Skaragas (Athen)

Gianni Skaragas (Athen)

Gianni Skaragas, 1974 geboren, ist Autor von Theaterstücken, Drehbüchern und Romanen. Er arbeitete im Theater und als darstellender Künstler. Er schreibt auf Englisch und auf Griechisch. Sein Theaterstück „Primzahlen“ wurde 2009 als Off-Broadway Produktion in New York uraufgeführt. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Anrila Spahija (Tirana)

Anrila Spahija © privat

Anrila Spahija, 1968 geboren, ist Autorin, Lektorin und Übersetzerin deutschsprachiger Literatur. Sie übersetzte eine Anthologie deutscher Erzählungen des 20. Jahrhunderts ins Albanische. Ihr aktuelles Projekt ist Herta Müllers Debüt „Niederungen”. Anrila Spahija erhielt das Ardian-Klosi-Stipendium der S. Fischer Stiftung.

Tina Štrancar (Ljubljana)

Tina Štrancar (Ljubljana)

Tina Strancar, 1985 geboren, übersetzt deutschsprachige Literatur ins Slowenische, u.a. Daniel Kehlmann, Monique Schwitter und Nico Bleutge. Sie erhielt das „Schritte”-Stipendium der S. Fischer Stiftung.

Jeroen Theunissen (Nukerke/ Belgien)

Jeroen Theunissen © Koen Broos

Jeroen Theunissen, geboren 1977 in Gent, debütierte 2004 mit dem Roman „De Onsichtbare“. Es folgten weitere Veröffentlichungen, u.a. „Thuisverlangen“ (2005) und „Het zit zo“ (2009). Sein letzter Roman „Onschold“ erschien 2014 im Verlag Bezige Bij. In Zusammenarbeit mit PassaPorta, dem internationalen Literaturhaus in Brüssel.

Chung Wenyin (Taipeh)

Chung Wenyin © privat

Chung Wenyin, geboren 1965 in Taiwan, ist eine mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Schriftstellerin. Ihre Arbeit beinhaltet vor allem kürzere Prosa und Novellen. Derzeit arbeitet sie an dem dritten Buch ihrer Insel-Troilogie „A Sorrowful Song”. Mit freundlicher Unterstützung des Kulturministeriums Taiwans und der Taiwan Cultural and Creative Foundation.

Hao Yuhsiang (Taipeh)

Hao Yuhsiang © privat

Hao Yuhsiang, geboren 1969, ist Schriftstellerin und Professorin für taiwanische Literatur und kreatives Schreiben an der National Taipei University. In ihrem autobiographischen Buch „Die heißen Quellen waschen unsere Schwermut“ beschreibt sie den ökonomischen Aufschwung und die demokratischen Reformen in ihrer Heimat. Mit freundlicher Unterstützung des Kulturministeriums Taiwans und der Taiwan Cultural and Creative Foundation.

Ausstellungen

Urbans Orbit – Einblicke in den Nachlass eines Übersetzers | Ausstellung. 20. Oktober 2017 – 9. Februar 2018

Tina Brenneisen: Das Licht, das Schatten leert - 08. Juli - 13. Oktober 2017

Portale

litport.de

dichterlesen.net

Zeitschrift

Spritz

Projekte

Krieg im Frieden. Internationales Dramatiker*innenlabor

DAS WEISSE MEER. Literaturen rund ums Mittelmeer

Übersetztercolloquium

Deutsch-Italienischer Übersetzerpreis

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ARTE. Kulturpartner literaturhaus.net