Montag
Oktober
19.30 Uhr
27.10.2014

Assoziationswelten des Hebräischen
Antrittsvorlesung der August-Wihelm-von-Schlegel-Gastprofessorin für Poetik der Übersetzung: Anne Birkenhauer (Jerusalem)

Begrüßung: Doris Kolesch (FU Berlin), Thomas Brovot (Deutscher Übersetzerfonds)

Außer Haus!
Ort: Akademie des Jüdischen Museums, Lindenstraße, 10969 Berlin

 

 

Die August-Wilhelm-von-Schlegel-Gastprofessur für Poetik der Übersetzung des Deutschen Übersetzerfonds und der FU Berlin würdigt herausragende Literaturübersetzer und schafft einen Reflexionsraum für die Poetik der Übersetzungskunst. Im Wintersemester wird mit Anne Birkenhauer eine der wichtigsten Vermittlerinnen der Literatur Israels gewürdigt. Sie hat Autoren wie Jaakow Shabtai, Jehoshua Kenaz und David Grossman ihre Stimme gegeben. Vortrag mit anschließendem Empfang. Begrenzte Teilnehmerzahl. Der Eintritt ist frei, Anmeldung erforderlich bis zum 20. Oktober per mail an mail@uebersetzerfonds.de oder Tel. 030-80490856.

Eine gemeinsame Veranstaltung des Deutschen Übersetzerfonds und des Peter-Szondi-Instituts der FU Berlin, mit freundlicher Unterstützung des Jüdischen Museums Berlin.
Eintritt frei

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Mittwoch
Oktober
20.00 Uhr
29.10.2014

Literatouren Münster / Münsterland. Heimatportraits

Sabine Scho, Burkhard Spinnen, Hermann Wallmann und Andreas Weber in Lesung und Gespräch
Moderation: Johann Christoph Maass

AutorInnen sind Seismografen und als solche besonders sensibel in der Wahrnehmung ihrer Umgebung, gerade der ihrer Heimat. Für die „Literatouren”, eine Rubrik des LCB-Portals Literaturport.de, wurden in diesem Jahr zehn SchriftstellerInnen aus Münster und dem Münsterland (Sabrina Janesch, Ulrich Janetzki, Jürgen Kehrer, Eva Maaser, Hermann Mensing, Sabine Scho, Burkhard Spinnen, Hermann Wallmann, Andreas Weber u. Elisabeth Zöller) um einen Blick auf ihre Region gebeten. Die Autoren entwerfen dabei eine persönliche Topografie ihrer Herkunftslandschaft. Entstanden sind dabei spannende Text-Bild-Ton-Konstrukte (alle Touren wurden sowohl fotografisch begleitet als auch als Hör-Tour eingelesen) mit genauen Wegbeschreibungen zum virtuellen oder realen Nacherleben.

Spazieren Sie am heutigen Abend mit Burkhard Spinnen und einem virtuellen Max Geisberg durch Münster, mit Andreas Weber auf den Spuren der Westfälischen Tödden nach Hopsten, Mettingen, Recke und Ibbenbüren; Sabine Scho wird Ihnen die dunkle Seite des Münsterlandes zeigen; Hermann Wallmann spinnt ein dichtes Textnetz aus Tatsachen, Beobachtungen und Anspielungen um Münster, Schöppingen und Telgte. Durch den Abend – eine Mischung aus Lesung, Gespräch und Bilderschau – führt der Literaturübersetzer und Lektor Johann Christoph Maass (adler & söhne), Wahlberliner und selbst Münsteraner. Im Anschluss an die Veranstaltung laden wir zu einem kleinen Münsterländer Büffet.

Das Projekt „Literatouren Münster/ Münsterland“ wurde durch die Kunststiftung NRW, die LWL-Kulturstiftung und die Kulturstiftung der Westfälischen Provinzial Versicherung ermöglicht.
Eintritt 8 € / 5 € *

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Donnerstag
Oktober
20.00 Uhr
30.10.2014

Schweizer Buchpreis 2014

Lesung der nominierten Autorinnen und Autoren

Die Veranstaltung muss leider abgesagt werden.

Schweiz

Der Schweizer Buchpreis, die wichtigste literarische Auszeichnung der Schweiz, wird seit 2008 jährlich vergeben, in diesem Jahr am 9. November in Basel. Die Shortlist der fünf Kandidaten wird am 24. September bekanntgegeben. Die Lesetour der nominierten Autorinnen und Autoren macht am 30. Oktober Station im LCB. Weitere Informationen zur Veranstaltung folgen Anfang Oktober.

In Zusammenarbeit mit dem Schweizer Buchhändler- und Verlegerverband, der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia und der Schweizerischen Botschaft.
Eintritt 8 € / 5 € *

Freitag
Oktober
15.00 - 18.00 Uhr
31.10.2014

Urheberschutz literarischer Figuren

Seminar für Autorinnen und Autoren

 

Der Bundesgerichtshof hat kürzlich ein höchst interessantes Urteil zum Thema „Urheberschutz literarischer Figuren” gefällt (sog. „Pippi Langstrumpf-Entscheidung”). Wir nehmen dies zum Anlass, in unserem jährlich stattfindenden Rechtsseminar für Autorinnen und Autoren den urheberrechtlichen Beziehungen zwischen Autor, Verlag und Lesern nachzugehen. Frau Prof. Dr. Eva-Ines Obergfell von der Humboldt-Universität und Rechtsanwalt Dr. Ingo Fessmann geben einen Überblick, erläutern neue gerichtliche Entscheidungen und gehen auf Fragen der Seminarteilnehmer ein.

Der Eintritt ist frei, Anmeldung wird erbeten unter Tel. 030 - 816 99 60.
Eintritt frei

Mittwoch
November
19.00 Uhr
05.11.2014

Das weiße Meer.
Literaturen rund ums Mittelmeer: „Syrien im Exil“

Begrüßung: Florian Höllerer (LCB), Christina Weiss (Kulturstaatsministerin a.D., Allianz Kulturstiftung) und Josef Haslinger (P.E.N.-Zentrum Deutschland)

Podiumsdiksussion mit Amer Matar, Mathias Énard, Rasha Abbas, Rosa Yassin Hassan und Yamen Hussein.
Moderation: Larissa Bender

Dokumentarfilm „Return to Homs“, anschl. Gespräch mit dem Regisseur Talal Derki

Amer Matar (c) privat

Mathias Enard (c) Georges Seguin/ Wikimedia (CC-BY-SA 3.0)

Rasha Abbas (c) privat

Rosa Yassin Hassan (c) Larissa Bender

Yamen Hussein (c) privat

Syrien im Exil

Nach Gastspielen in Triest, Tirana und Alexandria holen wir die internationale Veranstaltungsreihe „Das weiße Meer“ wieder nach Berlin an den Wannsee und laden Autorinnen und Autoren und Filmemacher ein, zum Thema „Syrien im Exil“ zu diskutieren. Wie frei kann man als Künstler im Exil sein, wenn das maßlose Leid in der Heimat jedes Gefühl erstickt, die Erinnerungen einen bedrängen und nicht loslassen wollen und man verharrt in einem „Leben im Gespaltensein“ (Amer Matar). Auf welche Arten und Weisen findet die aktuelle Situation Eingang in die literarischen Werke? Nicht nur vom Schrecken des Krieges wird zu hören sein - auch von einem beispiellosen und hierzulande kaum wahrgenommenen künstlerischen Aufbruch in und außerhalb Syriens, der neue Freiheitsräume auszuloten versucht und einen friedlichen Protest abseits der Kriegsschauplätze zeigt. Die Veranstaltung kann auf Facebook, Twitter (#syrwhitesea) sowie auf der Website www.dasweissemeer.eu live verfolgt werden.

Flyer:
Das weiße Meer. Literaturen rund ums Mittelmeer:
„Syrien im Exil“

Ein Projekt der Allianz Kulturstiftung und des Literarischen Colloquiums Berlin.
Eintritt frei

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Dienstag
November
20.00 Uhr
11.11.2014

Ausgezeichnet.
Preisträger und Nominierte für den Preis der Leipziger Buchmesse im Gespräch

Robin Detje, Helmut Lethen, Katja Petrowskaja und David Wagner
Moderation: Dirk Knipphals

Am 1. November endet die Einreichfrist für den Preis der Leipziger Buchmesse 2015. Bevor die Juroren ihre Arbeit aufnehmen und ihre Favoriten in den Kategorien Belletristik, Sachbuch und Übersetzung küren, möchten wir uns noch einmal den Preisträgern und Nominierten der Jahre 2013 und 2014 zuwenden. David Wagner wurde 2013 für seinen Roman „Leben” ausgezeichnet. Robin Detje hat William T. Vollmanns opus magnum „Europe Central” aus dem amerikanischen Englisch übersetzt, das die Zeit zwischen dem frühen zwanzigsten Jahrhundert und den siebziger Jahren aus sowjetischer und deutscher Perspektive beleuchtet, und erhielt dafür den Übersetzerpreis 2014. Mit der Prämisse, dass ein objektives Erfassen der Wirklichkeit unmöglich ist, führt Helmut Lethens Essay „Der Schatten des Fotografen” (Sachbuch-Preis 2014) durch die Kunst- und Mediengeschichte des 20. Jahrhunderts. Dass auch Bilder der Erinnerung durch Kontexte unterschiedlich aufgeladen werden, zeigt Katja Petrowskaja in ihrem Buch „Vielleicht Esther”, in dem sie die Geschichte ihrer Familie erzählt. Sie war in diesem Jahr für den Belletristik-Preis nominiert. Über Preise als Instrument der Literaturvermittlung im Allgemeinen und die vier prämierten Bücher im Speziellen möchten wir mit den Gästen des heutigen Abends sprechen. Es moderiert Dirk Knipphals von der taz, Mitglied der Jury.

In Zusammenarbeit mit der Leipziger Buchmesse.
Eintritt 8 € / 5 € *

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Mittwoch
November
20.00 Uhr
12.11.2014

Aller Liebe Anfang

Lesung: Judith Hermann
Moderation: Gregor Sander

Judith Hermann © Tobias Bohm

Im Jahre 1997 nahm Judith Hermann an der Autorenwerkstatt Prosa des LCB teil - im Jahr darauf debütierte sie mit dem Erzählungsband „Sommerhaus, später“, der sie schlagartig berühmt machte. Nach zwei weiteren Erzählungsbänden, deren Texte teilweise verfilmt wurden und international Beachtung fanden, erschien im Sommer 2014 im S. Fischer Verlag Judith Hermanns erster Roman „Aller Liebe Anfang“. Darin erzählt sie die Geschichte von Stella, die mit ihrem Ehemann Jason und der Tochter Ava am Rand der Stadt ein geordnetes Leben führt. Die Idylle findet jedoch ein jähes Ende, als ein fremder Mann vor ihrer Tür steht und nicht mehr aufhört, sie und ihre Familie heimzusuchen. Der Roman zielt mit verstörenden Bildern und klarer Sprache ins Spannungsfeld von Nähe und Distanz, thematisiert Obsessionen, die Sehnsucht nach Ordnung und die Liebe als Zumutung. Am heutigen Abend liest Judith Hermann aus ihrem Roman und spricht mit dem Schriftsteller Gregor Sander („Was gewesen wäre”, „Tagebuch eines Jahres”, Wallstein Verlag) über Themen, Motive und Figuren ihres Romans.

Eintritt 8 € / 5 € *

Donnerstag
November
19.00 Uhr
13.11.2014

Foucault – Derrida

Film- und Gesprächsnacht mit Georg W. Bertram und Kathrin Röggla
Moderation: Dorian Astor

Michel Foucault © Jerry Bauer/Suhrkamp Verlag

Jacques Derrida © Suhrkamp Verlag

Kathrin Röggla © Renate von Mangoldt

Georg W. Bertram © privat

19.00 Uhr
Foucault gegen Foucault, Dokumentarfilm von François Caillat, ARTE France 2014, 52 Min.
20.00 Uhr
Podiumsgespräch.
21.00 Uhr
Derrida oder der Mut zum Denken, Dokumentarfilm von Virginie Linhart und Benoît Peeters, ARTE France 2014, 52 Min.

Michel Foucaults Todestag jährt sich dieses Jahr zum dreißigsten Mal, der von Jacques Derrida zum zehnten. Sowohl Foucault als auch Derrida hinterließen ein in zahlreiche Sprachen übersetztes Werk, das die Philosophie der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts maßgeblich beeinflusste und Intellektuelle aus aller Welt zu kontroversen Diskussionen herausforderte.

Über beide Philosophen sind nun Filmportraits des Fernsehsenders ARTE entstanden: François Caillat beschreibt Foucaults philosophische Entwicklung, die nie linear verlief, sich oft selbst negierte und zwischen unterschiedlichen Rollen changierte: der des Psychologen, Historikers, Soziologen sowie des Vertreters von Diskursanalyse und Poststrukturalismus. Virginie Linhart und Benoît Peeters geben ihrerseits Einblick in die verschlungenen Lebenswege von Derrida; angefangen mit der Kindheit in der damals französischen Kolonie Algerien, wo er 1930 als Sohn eines jüdischen Weinhändlers geboren wurde. Und sie skizzieren den Weg eines Werks, das mit der Dekonstruktion als Konzept neue Lektüre- und Analyseverfahren von Texten prägte und dabei den Mut zum Denken forderte.

Zwischen den beiden Filmen sprechen die Autorin Kathrin Röggla und Georg W. Bertram, Professor für philosophische Ästhetik und theoretische Philosophie an der FU, über ihre persönlichen Lektüreerlebnisse, über die besonderen Rezeptionswege in Deutschland sowie die politischen Implikationen beider Werke. Das Gespräch moderiert Dorian Astor, bekannt u.a. als Nietzsche-Biograph (Gallimard 2011).

(Wegen des Bahnstreiks im Oktober wurde diese Veranstaltung vom 15.10. auf den 13.11.14 verlegt.)

Mit freundlicher Unterstützung von ARTE und Institut Français Deutschland.
Eintritt 8 € / 5 € *

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Montag
November
19.00 Uhr
17.11.2014

„Graphit”. Buchpremiere

Marcel Beyer in Lesung und Gespräch
Moderation: Thomas Geiger

Außer Haus!
Ort:
Vertretung des Landes Schleswig-Holstein beim Bund, In den Ministergärten 8, 10117 Berlin

Marcel Beyer © Tobias Bohm

Marcel Beyer gehört nicht zu den Vielschreibern in dieser Republik. Es ist nunmehr schon wieder sechs Jahre her, seit sein viel gefeierter Ornithologen- und Verhaltensforscherroman „Kaltenberg“ erschienen ist. Nun legt er zwölf Jahre nach „Erdkunde“ einen neuen Lyrikband im Suhrkamp Verlag vor: „Graphit”. Fast immer gehen die Gedichte Beyers von einem scheinbar sicheren Grund aus, bei genauerem Lesen jedoch landet man in einem ganz anderen Sinnraum. Kunstvoll gesetzte Assonanzen, sprachliche Doppelbödigkeiten, Klangfarben und Rhythmen setzen beim Leser Assoziationen frei, die eine erkenntnisfördernde zweite und dritte Lesart ermöglichen. Dabei scheint kein Gegenstand vor Beyers Dichtung sicher zu sein – von der Schneekatze auf alpenländischen Skipisten bis zum Nickipullover hat alles Platz in seinen Gedichten. Im Gespräch wird Marcel Beyer über die Bedeutung der Lyrik in der heutigen Zeit sprechen, aber auch über die Rolle, die Gedichte in seinem Werk, zwischen Prosa, Libretti und Essays spielen. Marcel Beyer lebte von 1968 bis 1973 in Kiel, seine ersten Erinnerungen, der Spracherwerb und das erste Schuljahr fallen in diese Zeit. Dies wird Anlass sein darüber zu sprechen, wie Biographisches und Regionales in das Schreiben einfließen.

Eintritt frei

Montag
November
20.00 Uhr
24.11.2014

Hausgäste

Renato Baretić (Split), Alexander Ilitschewski (Moskau/Jerusalem), Tomasz Różycki (Opole) und Agron Tufa (Tirana) in Lesung und Gespräch

Renato Baretić (c) privat

Alexander Ilitschewski (c) privat

Tomasz Różycki (c) Slav Zatoka

Agron Tufa (c) privat

Ein Hausgäste-Abend als europäische tour d'horizon: Der Kroate Renato Baretić hat mit seinem Roman „Der achte Beauftragte” (Dittrich Verlag) ein Meisterstück satririscher Gesellschaftskritik geschaffen. Das Buch ist im vergangenen Jahr in Alida Bremers deutscher Übersetzung erschienen. Mit „Matisse“ (Matthes&Seitz Berlin, übersetzt von Friederike Meltendorf) stellt sich der russische Autor Alexander Ilitschweski erstmals dem deutschen Publikum vor. Der polnische Dichter und Übersetzer Tomasz Różycki – er wurde in diesem Jahr mit dem Albrecht-Lempp-Stipendium ausgezeichnet – veröffentlichte in Olaf Kühls Übersetzung das Poem „Zwölf Stationen” (Luchterhand); derzeit arbeitet er an einem Essyband über Europa. Agron Tufa aus Tirana gehört zu den wichtigsten Stimmen der jüngeren albanischen Literatur; er war u.a. Teilnehmer unserer Projektreihe „Das weisse Meer” und wird neue, im Deutschen noch unpublizierte Texte vorstellen.

Mit freundlicher Unterstützung des Polnischen Kulturinstituts.
Eintritt frei

Donnerstag
November
20.00 Uhr
24.11.2017

Alfred Andersch – Max Frisch
Ausstellungseröffnung mit Jan Bürger, Heike Gfrereis, Ariane Koch und Annette Korolnik

Gespräch, Lesung und Eröffnung der Ausstellung Alfred Andersch: Fotostreifen

Alfred Andersch © Renate von Mangoldt

Max Frisch © Renate von Mangoldt

Ausstellung Alfred Andersch: Fotostreifen, 27.11.2014 - 20.02.2015

Alfred Andersch und Max Frisch verband eine komplizierte ‚Arbeitsfreundschaft‘. Der von Jan Bürger herausgegebene Briefwechsel zeugt vom politischen Zeitgeist, vom schriftstellerischen Anspruch und dem Temperament dieser zwei so unterschiedlichen Schriftsteller. Jan Bürger, Heike Gfrereis (beide DLA Marbach) und die Schweizer Autorin Ariane Koch lesen und kommentieren ausgewählte Briefe. Mit der Künstlerin Annette Korolnik, Tochter von Alfred Andersch, sprechen Heike Gfrereis und Jan Bürger zuvor über die Fotografien ihres Vaters; außerdem über Anderschs diffizile Schweizer Einbürgerung, zu der im LCB zum ersten Mal Originaldokumente zu sehen sind. Ausgangspunkt des Abends ist die Eröffnung der von Heike Gfrereis für das Marbacher Literaturmuseum der Moderne kuratierte Ausstellung Alfred Andersch: Fotostreifen. „Ich beobachtete die Entwicklung der Streifen, und wenn mir die Gradation in ihren zarten Abstufungen völlig geglückt erschien – der lange blonde Cheflaborant Brandt wies mir immer wieder nach, daß davon noch keine Rede sein könne.” Wie sein Ich-Erzähler in „Die Kirschen der Freiheit” (1952) hat Andersch in einem Fotolabor gearbeitet und selbst fotografiert. Rund 1.000 Schwarz-Weiß-Aufnahmen haben sich erhalten, vor allem Landschaftsaufnahmen von seinen Reisen, entwickelt als kleinformatige Fotoserie auf meist 19 mal 3,5 Zentimeter großen Papierstreifen. Die ersten Aufnahmen entstanden 1947/48, die letzten 1960.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Literaturarchiv Marbach.
Die Ausstellung ist vom 27.11.2014 bis zum 20.2.2015 vor und nach den Abendveranstaltungen, bzw. nach telefonischer Voranmeldung (030-8169960) zu sehen.
Eintritt 8 € / 5 € *

Montag
Dezember
14.00 und 20.00 Uhr
01.12.2014

Finnlandschwedische Avantgarde

Tagung. Abends Lesung und Diskussion

14.00 Uhr
Begrüßung: Prof em. Clas Zilliacus (Åbo), Dr. Josef Kleinheinrich (Münster)
Vorträge von Andreas F. Kelletat (Germersheim/Mannheim), Michael Braun (Heidelberg), Nico Bleutge (Berlin), Peter Urban-Halle (Berlin), Cornelia Jentzsch (Melzow/Uckermark), Anders Olsson (Stockholm) und eine Replik von Daniela Seel (Berlin)
20.00 Uhr
Lesung und Gespräch: Daniela Seel, Michael Braun und Clas Zilliacus diskutieren Werke und Nachwirkung. Die Schauspielerin Meriam Abbas und Herausgeber Klaus-Jürgen Liedtke lesen Gedichte von Edith Södergran , Elmer Diktonius, Rabbe Enckell, Gunnar Björling und Henry Parland

Mit unbändiger Kraft und Heiterkeit trat vor knapp 100 Jahren in Finnland eine Phalanx junger Dichter auf den Plan, die - schwedisch schreibend - die lyrische Moderne im gesamten Norden begründeten. Erst jetzt kann die Dimension dieser literarischen Bewegung auch auf deutsch ermessen werden: anhand einer im Verlag Kleinheinrich erschienenen Werkausgabe.

Eine Veranstaltung der Schwedischen Literaturgesellschaft in Finnland.
Eintritt frei

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Dienstag
Dezember
20.00 Uhr
02.12.2014

Das Liebes-ABC
Stummfilmhörstücke von und mit Christian Filips, Franz Tröger (Vocals / Spieluhr / Poetry Performance)
und Monika Rinck (Text / Bild / Begriffs-Fernsprecherin)

Einführung: Hanns Zischler

Asta Nielsen

Als der Tonfilm kam, ist Asta Nielsen verstummt. In ihrer Autobiographie „Die schweigende Muse“ legt sie ihre Gründe dar. Monika Rinck, Christian Filips und Franz Tröger haben im Auftrag des Literarischen Colloquiums Stummfilme („Das Liebes-ABC, „Die Suffragette“, „Das Eskimobaby“, „Die Börsenkönigin“) und Texte der dänischen Diva gesichtet und sie in ein Stummfilmhörstück verwandelt. Entstanden ist ein Abecedaire, das der Liebe dort, wo sie stumm zu werden droht, ihr Schweigen zurückgibt. »Die betörenden Worte hießen doch: hypothetisches Leben, Genauigkeit und Seele in friedlicher Koexistenz. Ach, dieses emphatische Und. Oder wie einmal jemand anderes gesagt hat: This film is very special. In this film we gonna have penetration and narration.« (Monika Rinck, „Ah, das Love-Ding“). Zur Einführung spricht Hanns Zischler, von dem gerade die Erzählung „Das Mädchen mit den Orangenpapieren“ (Galiani Berlin) erschienen ist.

In Zusammenarbeit mit der Deutschen Kinemathek. Mit freundlicher Unterstützung der Péter Horváth Stiftung.
Eintritt 8 € / 5 € *

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Freitag
Dezember
10.00 Uhr - 17.00 Uhr
05.12.2014

Acheln, zinken und verkimmern oder
Aus Gaunermund geschöpft

Eine ganztägige und sprachübergreifende Fortbildung zum Rotwelschen und anderen Geheimsprachen.
Für literarische Übersetzer und sonstige Interessierte.

Leitung: Gabriele Leupold und Eveline Passet

Der Sprachforscher August Friedrich Pott (1802-1887) sah in den europäischen Gaunersprachen, zu denen auch das deutsche Rotwelsch zählt, Denkmale eines „glänzenden Scharfsinns und einer ihn befruchtenden Einbildungskraft voll der keckesten Sprünge und lebhaftesten Bilder“. Wie entsteht eine solche künstliche Sprache in einem sozialen Milieu, das sich aus Randgruppen der Gesellschaft zusammensetzt? Robert Jütte bietet am Beispiel des Rotwelschen eine Einführung in die phantasievollen Sprach-Spiele einer bürgerlichen Gegenwelt. Christian Efing spricht über die Inszenierung von Sondersprachen in der Literatur.

Der Eintritt ist frei, 12 Euro Unkostenbeteiligung für einen Mittagsimbiss und Getränke sind vorgesehen. Anmeldung per Mail erbeten an becker@lcb.de oder Fax 030-81699619.
Eintritt frei

Montag
Dezember
9.30 Uhr - 17.00 Uhr
15.12.2014

Viele Wege führen nach Rom ... oder zum Literaturübersetzen

Berufskundeseminar für Einsteiger und Zukunftsplaner

Das Seminar richtet sich an alle, die mehr über die Wege zum Literaturübersetzen und die rechtlichen und wirtschaftlichen Seiten dieses Berufs erfahren wollen. Besprochen werden: Möglichkeiten des Einstiegs, Auftragsakquise, Vertragsgestaltung, Honorare, Urheberrecht, Künstlersozialkasse, VG Wort, Stipendien, Übersetzerverband und Gewerkschaft. Seminarleitung: Claudia Steinitz (seit 25 Jahren Übersetzerin aus dem Französischen) und Jochen Schwarzer (seit 20 Jahren Übersetzer aus dem Englischen).

Für einen Imbiss und Getränke bitten wir vor Ort um einen Unkostenbeitrag von 12 Euro. Anmeldungen erforderlich – bitte mit kurzer Angabe, ob Sie über das Literaturübersetzen noch nachdenken oder schon auf dem Weg dazu sind – bis 8.12.2014 per Mail an: claudia.steinitz@t-online.de.

Donnerstag
Dezember
20.00 Uhr
18.12.2014

Auf Wiedervorlage
Balzac: Verlorene Illusionen

Mit Hans Ulrich Gumbrecht, Andreas Isenschmid und Melanie Walz

Honoré de Balzac

Balzacs Romane leuchten die französische Gesellschaft des frühen neunzehnten Jahrhunderts bis in die intimsten Winkel des Seelen- und Soziallebens aus. In sein immenses historisches Panorama hat Balzac Figuren gestellt, die man in ihrer Größe zu recht immer wieder mit denen Shakespeares vergleicht. Und auf jeder zweiten Seite blitzt dieser Autor mit seinen politischen und psychologischen Einsichten in die Gegenwart hinüber. Der Hanser Verlag und die Übersetzerin Melanie Walz nehmen nun mit Balzacs „Verlorenen Illusionen”, dem Balzac-Roman schlechthin, eine neuen Anlauf, Balzac im deutschen Leserbewusstsein zu verankern. Melanie Walz, der Kritiker Andreas Isenschmid und der Stanford-Komparatist Hans Ulrich Gumbrecht unterhalten sich über das historische Profil und die philologischen Finessen Balzacs. Der Abend ist Auftakt der kleinen Reihe „Auf Wiedervorlage“, die Anfang nächsten Jahres ihre Fortsetzung mit Sibylle Lewitscharoff (über Dante) sowie mit Elke Erb und Christian Filips (über Lenin) finden wird.

Mit freundlicher Unterstützung der Französischen Botschaft und des Hanser Verlags.
Eintritt 8 € / 5 € *

KARTEN AUSSCHLIESSLICH AN DER ABENDKASSE

Ab sofort:
Vor und nach jeder Veranstaltung
kleine Speisen von
AL DENTE Catering

Ausstellungen

Fotos und Texte von Dieter M. Gräf

Portale

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Übersetztercolloquium

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