Programmleporello

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Dienstag
Dezember
20h
19.12.2017

Studio LCB – 100. Geburtstag von Heinrich Böll
O-Töne: Heinrich Böll

Gesprächspartner: Frank Witzel, Ralf Schnell und Friedrich Christian Delius
Moderation: Katharina Teutsch

Heinrich Böll © Renate von Mangoldt

Vor 100 Jahren wurde der wichtigste Autor der deutschen Nachkriegszeit geboren: Heinrich Böll. Ungeachtet der Tatsache, dass der Nobelpreisträger von 1972 wegen angeblicher ästhetischer Mängel schon lange nicht mehr uneingeschränkt zur Pflichtlektüre empfohlen wird, ist klar, dass es sich bei diesem Autor um eine zumindest literatursoziologisch eminente Figur handelt. Die große Kölner Werkausgabe ist inzwischen abgeschlossen. Aber die Nachkriegszeit steckt uns noch immer in den Knochen. Frank Witzel, der letzten September bereits mit seinem neuen Roman »Direkt danach und kurz davor« (Matthes & Seitz Berlin) Gast im Studio LCB war, beschäftigt sich intensiv mit den literarischen Sprechweisen der vierziger und fünfziger Jahre. Auch Friedrich Christian Delius, Teilnehmer der Gruppe-47-Tagungen, tat dies immer wieder – zum Beispiel in seiner fingierten Siemens-Festschrift von 1972, die zum sogenannten Siemens-Prozess führte. Heinrich Böll hatte seinen 68er-Kollegen damals gegen den Konzern verteidigt und sich für die Satirefreiheit eingesetzt. Mit beiden Autoren sowie dem Herausgeber der Kölner Gesamtausgabe (Kiepenheuer & Witsch) Ralf Schnell wird an diesem Abend sowohl die Aktualität des Werks als auch die mentalitätsgeschichtliche Bedeutung Heinrich Bölls diskutiert.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk.
Sendetermin: Samstag, 23. Dezember 2017, 20:05 Uhr.
Sendefrequenzen und Livestream
Eintritt 8 € / 5 €*

DLF

   

Das LCB wünscht schöne Feiertage!

 

  LCB © Line Hoven
Dienstag
Januar
19.30h
16.01.2018

Buchpremiere »Patria«
Fernando Aramburu

Moderation: Jörg Magenau
Deutsche Lesung: Eva Mattes

Fernando Aramburu © Ivan Gimene

»Patria« heißt Vaterland - und ebenso lautet der Titel des neuen Romans von Fernando Aramburu (Rowohlt Verlag). Es gibt Vaterländer, die scheinen unkompliziert zu sein, und dann gibt es Herkünfte, bei denen sich sofort Assoziationen von politischen Verstrickungen aufdrängen. So eine Heimat ist das Baskenland. Wenn ein Baske wie Fernando Aramburu, der seit den achtziger Jahren in Hannover lebt, einen umfangreichen Roman schreibt, liegt das Thema ETA-Terrorismus also sehr nah. Anhand zweier Familien, die womöglich durch einen Mord verbunden sind, erzählt Aramburu die großen Themen der Weltliteratur. In einer glasklaren, knappen Sprache (aus dem Spanischen von Willi Zurbrüggen) schreibt er über Schuld und Vergebung, Freundschaft und Liebe und wie die Politik Zwietracht säen kann. „El Pais“ hat den Roman mit »Krieg und Frieden« verglichen und der Autor erhielt für den Roman die wichtigsten spanischen Literaturpreise. Anlässlich der Buchpremiere an diesem Abend liest Eva Mattes aus dem Roman und der Berliner Literaturkritiker Jörg Magenau spricht mit dem Autor.

In Zusammenarbeit mit dem Rowohlt Verlag
Eintritt 8 € / 5 €*

Donnerstag
Januar
19.30h
25.01.2018

Studio LCB:  Der erste Roman zur Europäischen Union
Lesung: Robert Menasse

Im Gespräch: Günter Verheugen und Meike Feßmann
Moderation: Tobias Lehmkuhl

Robert Menasse © Rafaela Proell (Suhrkamp Verlag)

Noch nie wurde der Deutschen Buchpreis für einen Roman verliehen, der so nah am Puls zu Zeit zu sein scheint wie Robert Menasses »Die Hauptstadt« (Suhrkamp Verlag). Stellt er doch die Frage danach, was die Europäische Union ausmacht und wie sich die Idee eines geeinten Europa am Leben erhalten lässt. Gleichzeitig stellt sich in »Die Hauptstadt« aber auch die Frage, was zeitgenössisches Erzählen bedeutet, und wie sich ohne pamphlethaft zu werden über Politik schreiben lässt, wie es einem Autor gelingen kann, Haltung zu zeigen, ohne Partei zu sein. Ein Schwein ist da schon einmal eine gute Idee, auch eine Verschwörung scheint in unserer Dan Brown- und Fake News-Welt Teil der abzubildenden Realität zu sein. Formwillen, Witz und kluge Psychologie kommen hinzu. Was sonst noch das Geheimnis des Romans ausmacht und wie ein Politiker das Verhältnis von Fiktion und Wirklichkeit beurteilt, wird dieser Abend erweisen.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk.
Sendetermin: Samstag, 30. Januar 2018, 20:05 Uhr.
Sendefrequenzen und Livestream
Eintritt 8 € / 5 €*

DLF


 

Sofern nicht anders angegeben:
KARTEN AUSSCHLIESSLICH AN DER ABENDKASSE

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Urbans Orbit – Einblicke in den Nachlass eines Übersetzers | Ausstellung. 20. Oktober 2017 – 9. Februar 2018

Tina Brenneisen: Das Licht, das Schatten leert - 08. Juli - 13. Oktober 2017

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