Programmleporello

Gerne schicken wir Ihnen unser Programmleporello zu, mailen Sie uns dazu einfach Ihre Adresse an mail@lcb.de.


Dienstag
November
20h
21.11.2017

Wenn ich groß bin, werde ich Lyriker*in.
Anja Kampmann, Norbert Hummelt und Björn Kuhligk

Lesungen und Gespräche moderiert von Thorsten Dönges
Sprechkonzert: Gesänge des Funkturms (Ulrike Almut Sandig & Grigory Semenchuk)

Anja Kampmann © Julia Henrich

Norbert Hummelt © Kerstin Nieke

Björn Kuhligk © Achim Wagner

Seit 2008 gibt es den Bundeswettbewerb lyrix, und Anja Kampmann und Norbert Hummelt gehören zu denjenigen, die im Rahmen dieses Bundeswettbewerbs für junge Lyrik bereits mehrere Workshops mit jungen Leuten geleitet haben. Gemeinsam mit ihrem Dichter-Kollegen Björn Kuhligk denken sie am heutigen Abend darüber nach, was in unserer Zeit gerade für Jugendliche das Faszinierende an Gedichten ist. Wie reden wir miteinander über unsere Texte, wie ist in einer Gruppe überhaupt Textarbeit möglich? Die drei Gäste auf dem Podium stellen eigene Texte vor und geben Einblick in ihre individuelle Schreibarbeit. Mit dabei sind Preisträger*innen des Bundeswettbewerbs, die tagsüber mit Anja Kampmann und Norbert Hummelt im LCB an ihren Texten gearbeitet haben. Bei Wein und einem Imbiss gibt es nach der Lesung ausreichend Gelegenheit zum Austausch. Lyrikbegeisterte und junge Schreibende sind herzlich eingeladen!

Im Anschluss an Lesungen und Gespräch präsentieren

Ulrike Almut Sandig (Berlin) und Grigory Semenchuk (Lviv) Ausschnitte aus ihrem Sprechkonzert "Gesänge des Funkturms"

zu Walter Ruttmanns Filmklassiker "Berlin - Die Sinfonie der Grossstadt"

Walther Ruttmanns legendärer Filmklassiker „Berlin, die Sinfonie der Großstadt“ beschreibt einen Tag in im Berlin der Zwanziger Jahre - und verblüfft mit seiner Dokumentation und aktuell anmutenden Schnitttechnik. Das Erwachen der europäischen Metropole, das geschäftige Treiben der Arbeitsstunden, die ausgelassenen Menschen am Abend; all das wurde bereits 1927 innovativ bebildert und montiert. Von Edmund Meisels Originalmusik, die die Vorführung live begleitete, sind nur noch die Klaviernoten erhalten. Mit dem Filmkonzert „Gesänge des Funkturms“ erhält diese einmalige Hommage an Berlin einen ganz eigenen Soundtrack. Sandigs Sprechgesang und Semenchuks treibende Bässe transportieren den Film in die Gegenwart einer Großstadt, die nicht zuletzt eines ist: Magnet der menschlichen Art und ihrer sonderbaren Eigenschaft, von der Zukunft zu träumen.

In Kooperation mit dem Bundeswettbewerb lyrix e.V.

Eintritt frei

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Mittwoch
November
20h
22.11.2017

Hund und Mond

Matthew Sweeney im Gespräch mit Jan Wagner

Matthew Sweeney © Astley Neil

Jan Wagner © Tobias Bohm

Matthew Sweeney ist einer der bedeutendsten zeitgenössischen Lyriker aus Irland. In seinen Gedichten transformiert er das Alltägliche ins Skurrile und das Unwahrscheinliche ins Selbstverständliche. Auf diese Art und Weise verwischt er die Grenze zwischen der realen und der fantastischen Welt der Poesie. Auch sprachlich oszilliert seine Lyrik zwischen zwei Polen: seinem klaren und präzisen erzählerischen Ton und seinen doppelbödigen, verdichteten Bildern. Nach der ersten Auswahl von Sweeneys Gedichten mit dem Titel »Rosa Milch« (Berlin Verlag, 2008), hat der mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnete Jan Wagner einen neuen Gedichtband des irischen Autors ins Deutsche übertragen: »Hund und Mond« erschien im August 2017 bei Hanser Berlin als zweisprachige Ausgabe. Wagner lässt in seiner Übersetzung Sweeneys schwarzen, grotesken Humor sowie die liebevolle Melancholie seiner Texte erneut zum Vorschein kommen. Im Anschluss an ihre poetische Begegnung treffen sich der Autor und der Übersetzter an diesem Abend persönlich auf der Bühne des Literarischen Colloquiums.

Eintritt 8 € / 5 €*

Donnerstag
November
10:30h + 20h
23.11.2017

PARATAXE II. OSTPOL BERLIN

Ganztägiges Symposium ab 10.30 Uhr
Öffentliche Abendveranstaltung um 20 Uhr mit Iunona Guruli, Orsolya Kalasz, Julia Kissina

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Iunona Guruli © privat

Orsolya Kalasz © privat

Julia Kissina © Philipp Griess

Im Rahmen des Projektes »PARATAXE – die internationalen Literaturszenen Berlins« widmen wir uns in einem ganztägigen Symposium am 23. November 2017 ab 10.30h den mittel- und osteuropäischen Literaturszenen Berlins. Die Protagonisten der mittel- und osteuropäischen Literaturszenen Berlins gehören spätestens seit Beginn des 20. Jahrhunderts zum festen Bestandteil der literarischen Konstellationen dieser Stadt. Für Schriftstellerinnen und Schriftsteller wie Nabokov, Zwetajewa, Gombrowicz oder Kertész war Berlin zum Teil Durchgangsstation, zum Teil Sehnsuchtsort, das Motiv der Freiheit spielte dabei stets eine entscheidende Rolle. Die Paneldiskussionen des Symposiums betreiben Feldforschungen in Geschichte und vor allem in der Gegenwart, am Abend präsentieren wir drei herausragende Autorinnenstimmen von heute: Iunona Guruli, Orsolya Kalasz und Julia Kissina. Iunona Guruli, seit vier Jahren in Berlin, wurde für ihren Erzählungsband »Die Diagnose« mit dem wichtigsten georgischen Debütpreis ausgezeichnet. In deutscher Übersetzung erscheint das Buch im Herbst 2018. Orsolya Kalasz schreibt Lyrik in ungarischer und in deutscher Sprache. Für den Band »Das Eine« (Brueterich Press) wurde ihr 2017 der Peter-Huchel-Preis verliehen. Julia Kissina zog 1990 von Moskau nach Berlin. In ihren literarischen Werken und auch in ihren Interventionen als Konzeptkünstlerin schließt sie an Strömungen der russischen Moderne an. Ihre gerade erschienene Anthologie »Revolution noir. Autoren der russischen ‚Neuen Welle‘« (Suhrkamp) ist eine Vermessung des antirealistischen Unterstroms der zeitgenössischen russischen Literatur. Die Schriftstellerin Katerina Poladjan (»Vielleicht Marseille«, Rowohlt Berlin, 2016) moderiert den Abend.

10.30h
Auftakt
Martin Jankowski und Jürgen Jakob Becker
11h – 13h
Fluchtpunkt Charlottengrad? Literaturenklaven gestern und heute.
Keynote: Ekaterina Vassilieva. Panelteilnehmer*innen: Ekaterina Sadur,
Alexander Filyuta, Boris Schapiro, Grigorii Arosev. Moderation: Natalia Gagarina. Featured Poet: Dora Kapralova (CZ)
14h
Pause
14.30h – 16h
Noch ist Kreuzberg nicht verloren. Literarische Grenzüberschreitungen.
Keynote: Dorota Stroińska. Panelteilnehmer*innen: Ewa Maria Slaska,
Dorota Danielewicz, Brygida Helbig, Emilia Smechowski. Moderation:
Arkadiusz Łuba. Featured Poet: Ilia Ryvkin (LIT/RU)
16h
Pause
16.30h – 18h
Berlin liegt im Osten? Neue Literatur aus Berlin.
Keynote: Irina Bondas und Dorota Kott. Panelteilnehmer*innen: Dora
Kapralova (CZ), Radka Franczak (PL), Kinga Tóth (HU), Marijana Verhoef (RS). Moderation: Boris Schumatsky. Featured Poet: Milena Nikolowa (BUL)
20h
Die Sprache gibt den Löffel ab
Iunona Guruli, Orsolya Kalasz, Julia Kissina in Lesung und Gespräch
Moderation: Katerina Poladjan
Sprecherin: Nina West

PARATAXE ist ein Projekt der Berliner Literarischen Aktion e.V. in Zusammenarbeit mit dem LCB und Literaturport und wird gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

Eintritt für die Abendveranstaltung 8 € / 5 €*

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Mittwoch
November
20h
29.11.2017

Das schreckliche Grauen und der böse Mensch.
Roman Ehrlich
und Lorenz Just in Lesung und Gespräch

Moderation: Wiebke Porombka

Roman Ehrlich © Heike Steinweg

Lorenz Just © Julius Matuschik

„Der Normalzustand unserer Gesellschaft in dieser Zeit ist der Horror“, behauptet Christoph, eine der Figuren aus Roman Ehrlichs »Die fürchterlichen Tage des schrecklichen Grauens« (S. Fischer). Um dies zu verdeutlichen, möchte Christoph einen unkonventionellen Horrorfilm drehen – der Stoff für sein Projekt sind die Angstgeschichten, die die am Projekt Beteiligten auf der Bühne des versteckten „Café Porsche“ erzählen. Indem die Dreharbeiten eine unerwartete Wendung ins Gefährliche und Unbekannte nehmen, dehnt sich der Blick auf die heutige Gesellschaft, den dieser Roman ermöglicht, immer weiter aus. Auch Lorenz Just setzt sich in seinem literarischen Debüt mit dem Phänomen der Kehrseite der Menschheit auseinander, mit dem, was als „böse“ bezeichnet werden könnte. Im Erzählband »Der böse Mensch« (DuMont) schreibt Just über die grausamen Erinnerungen seiner Figuren, über die verschiedenen Arten und Weisen, wie diese Figuren mit ihrer Vergangenheit umgehen und über die Abgründe, die sich unerwartet vor ihnen offenbaren. Beide Autoren suchen nicht nach eindeutigen Antworten auf die Frage, was genau die Angst und das Böse sind, sondern beleuchten mit erzählerischer Versiertheit und subtiler Ironie die dunklen Bereiche des Menschlichen in seinen verschiedenen Erscheinungsformen. Über ihre Texte sprechen sie an diesem Abend mit der Literaturwissenschaftlerin und Kritikerin Wiebke Porombka.

Eintritt 8 € / 5 €*

Montag
Dezember
20h
04.12.2017

Auf Wiedervorlage: Virginia Woolf
Mit Tobias Schwartz, Antje Rávic Strubel, Jan Peter Bremer, Alina Herbing, Britta Jürgs und Jörg Sundermeier

Buchpremiere und Lesung in verteilten Rollen: »Bloomsbury & Freshwater« von Tobias Schwartz und Virginia Woolf

Virginia Woolf © Roger Fry

Dass Virginia Woolf Humor hatte, ist kein Geheimnis. So witzig aber wie in ihrer Komödie »Freshwater« ist die große Autorin der Moderne nicht einmal in dem Gender-Trouble-Roman »Orlando« oder in der heiteren Hunde-Biografie »Flush«. Ihr einziges Theaterstück inszenierte sie 1935 im Kreis der legendären Bloomsbury-Gruppe selbst. Es handelt von einer viktorianischen Künstlerenklave auf der Isle of Wight, mit der Kunstfotografie-Pionierin Julia Margaret Cameron an der Spitze, die Woolfs despotische Großtante war. Der Schriftsteller und Dramatiker Tobias Schwartz hat aus der in Anekdoten überlieferten Uraufführungssituation das Stück »Bloomsbury« geformt, eine Art Reenactment, und das von ihm neu übersetzte Stück »Freshwater« damit eingerahmt. Beides erscheint mit einem Cameron-Essay von Woolf und einem Nachwort von Klaus Reichert erstmals als Buch (AvivA Verlag). Heute Abend wird Antje Rávic Strubel die Virginia Woolf geben, sich von einer fiktiven BBC-Reporterin interviewen lassen und eine Ansprache halten. Jan Peter Bremer, Alina Herbing, Britta Jürgs, Jörg Sundermeier und Tobias Schwartz lesen aus »Freshwater« – wie Eugène Ionesco, Alain Robbe-Grillet und Nathalie Sarraute es 1982 in Paris bereits taten.

Eintritt 8 € / 5 €*

Dienstag
Dezember
20h
05.12.2017

Das Werk – Ursula Krechel zu Ehren

Mit Kenah Cusanit, Sherko Fatah, Thomas Lehr und Rainer Merkel
Moderation: Thorsten Dönges

Ursula Krechel © Renate von Mangoldt

Im Jahre 1973 veröffentlichte Ursula Krechel ihr Theaterstück »Erika«, im Jahre 1977 folgte ihr erster Gedichtband »Nach Mainz!«. Seither hat die Autorin, die seit vielen Jahren in Berlin zu Hause ist, ein beeindruckendes Werk geschaffen. Dem großen Lesepublikum ist ihr Name spätestens seit dem Roman »Landgericht« ein Begriff, der 2012 im Verlag Jung & Jung erschien und mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet wurde. Von Verve und Prägnanz sind zudem Ursula Krechels theoretische und essayistische Arbeiten von »Selbsterfahrung und Fremdbestimmung. Bericht aus der neuen Frauenbewegung« (1975) über »In Zukunft schreiben« (2003) bis zu »Stark und leise. Pionierinnen« (2015) – und so verwundert es nicht, dass die Autorin sich auch als engagierte Mentorin jüngerer Kolleginnen und Kollegen große Verdienste erworben hat: Von 1999 bis 2001 und von 2009 bis 2011 leitete sie die Autorenwerkstatt Prosa im LCB. Am heutigen Abend unternehmen die Autorenkollegen Kenah Cusanit (*1979, Autorenwerkstatt 2011), Sherko Fatah (*1964, Autorenwerkstatt 1999), Rainer Merkel (*1964, Autorenwerkstatt 1999) und Thomas Lehr (*1957) Spaziergänge durch das Werk von Ursula Krechel, die in diesen Tagen ihren 70. Geburtstag feiert und heute anwesend ist.

Eintritt 8 € / 5 €*

Mittwoch
Dezember
20h
06.12.2017

Graugänse über Toronto
Lesung: Jürgen Becker

Moderation: Thomas Geiger

Jürgen Becker © Renate von Mangoldt

Im Englischen gibt es den Begriff des Writer’s Writer. Mit diesem Begriff sind Autorinnen und Autoren gemeint, die für viele, meist jüngere Schreibende, von großer Bedeutung sind. Nicht in dem Sinne, dass sie ihre Vorbilder kopieren, vielmehr sehen sie sich die Texte und ihre Macharten genau an und lassen sich für das eigene Schreiben anregen. Jürgen Becker, Jahrgang 1932, ist ein Dichter, der diese Rolle für etliche Poeten ausübt. Becker hat seine ganz eigene Form gefunden: Langgedicht wäre der falsche Ausdruck, denn es handelt sich um Journale, um poetische Zeitmitschriften. In diesem Sommer hat der Büchnerpreisträger des Jahres 2014 wieder eines dieser Journale vorgelegt: »Graugänse über Toronto« (Suhrkamp Verlag). Kunstvoll verknüpft Jürgen Becker darin Alltagsdinge und Alltagsgeschäfte mit dem ewigen Kreislauf der Natur und den Erinnerungen seines Protagonisten, so dass – wie nebenbei – auch der Geschichtsraum des geteilten Deutschlands im 20. Jahrhundert immer wieder in den Blick genommen wird. Lakonisch und sich selbst beobachtend erzählt der Autor dabei, wie er seinen älter werdenden Körper wahrnimmt. Jürgen Becker liest an diesem Abend aus seinem neuen Buch und spricht mit Thomas Geiger über das Schreiben, über Gedichte und sein langes Leben mit Literatur.

Eintritt 8 € / 5 €*

Donnerstag
Dezember
20h
07.12.2017

Fische, Drachen, Liftboys. Eine litauische Nacht im LCB
Mit Romanen von Undinė Radzevičiūtė und Antanas Škėma

Lesung der deutschen Texte: Hans Löw
Musik: Indrė Jurgelevičiūtė und Solo Cissokho

Undinė Radzevičiūtė © Europos Sajungos literaturos

Undinė Radzevičiūtė: »Fische und Drachen«

Antanas Škėmas: »Das weiße Leintuch«

Hans Löw © Alexander Bunge

Indrė Jurgelevičiūtė und Solo Cissokho © privat

Weltläufige Litauerinnen und Litauer stehen im Mittelpunkt dieses Abends. Mit Undiné Radzevičiūtė beherbergen wir im Dezember eine der interessantesten Autorinnen des baltischen Landes in unserem Gästehaus. „Ich bin keine Litauerin“, sagt sie und will von den gängigen Stoffen ihrer schreibenden Landsleute – die Loslösung von der Sowjetunion, die Transformation der Gesellschaft seit den 90er Jahren – nichts wissen. Ihr Roman »Fische und Drachen« (übersetzt von Cornelius Hell, Residenz Verlag) setzt vier Frauenfiguren in einem Dreigenerationenhaushalt in Szene, Schauplatz ist das Chinatown einer europäischen Großstadt. Ein zweiter Handlungsstrang führt ins China des 18. Jahrhunderts: Hier geht es um den italienischen Jesuiten und Maler Giuseppe Castiglione, der als Hofmaler in Peking wirkte und sich dabei immer weiter von seiner europäischen Vergangenheit entfernte. Um das Leben in der Fremde geht es auch in Antanas Škėmas (1910 – 1961) »Das weiße Leintuch«, einem Roman, der in den 50er Jahren entstand und bis heute bedeutenden Einfluss auf die litauische Literatur ausübt. Der Protagonist Antanas Garšva, ein litauischer Exilschriftsteller, arbeitet als Liftboy in einem vielstöckigen New Yorker Hotel, hadert aber mit der bigotten litauischen Kultur und der Trivialität der amerikanischen Konsumgesellschaft. Aus den aufwühlenden Episoden ergibt sich ein Puzzle des 20. Jahrhunderts, das Škėma mit kraftvollem sprachlichem Reichtum schildert. Der moderne Klassiker ist in diesem Jahr in Claudia Sinnigs Übersetzung im Guggolz Verlag erschienen. Es liest der Schauspieler Hans Löw (»Hedi Schneider steckt fest«, »Toni Erdmann«). Die Musik steuert ein Duo bei, das litauische und senegalesische Klangwelten zusammenbringt: SOLO & INDRĖ. Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft der Republik Litauen, die zu Šakotis und Likör lädt.

Eintritt frei

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Montag
Dezember
20h
11.12.2017

Hausgäste

Ekaterine Togonidze, Iman Humaidan, Rob Doyle und Márió Z. Nemes in Lesung und Gespräch

Ekaterina Togonidze © privat

Iman Humaydan © Tom Langdon

Rob Doyle © privat

Márió Z. Nemes © privat

Ihre Texte sind im Original auf Georgisch, Arabisch, Englisch und Ungarisch erschienen: Aus vier verschiedenen Ländern stammen die Gast-Autorinnen und Autoren, die wir am heutigen Abend vorstellen. Darunter die Journalistin, Moderatorin und Schriftstellerin Ekaterine Togonidze, die mit ihren Büchern in Georgien eine Debatte über Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen ausgelöst hat. Die Auswirkungen des libanesischen Bürgerkrieges bringt die Mitgründerin des libanesischen P.E.N.-Zentrums, Iman Humaidan, in ihrem jüngsten Roman »Fünfzig Gramm Paradies« (Lenos, 2017, aus dem Arabischen übersetzt von Regina Karachouli) ans Licht. In den beiden Romanen des irischen Schriftstellers Rob Doyle, »Here Are the Young Men« (2014) und »This is the ritual« (2017) stehen die psychischen Abgründe seiner von Verfall und Selbstvernichtung gebeutelten Figuren im Zentrum. Der ungarische Lyriker und Kunsttheoretiker Márió Z. Nemes ist bekannt dafür, Genres zu mischen; seine Poetik ist geprägt von Western, Horror, Pulp und Science Fiction. An welchen Projekten unsere vier Gäste aktuell arbeiten und welche Rolle ihr Aufenthalt in Berlin dabei spielt, werden sie uns an diesem Abend berichten.

Eintritt frei

Dienstag
Dezember
20h
19.12.2017

Studio LCB – 100. Geburtstag von Heinrich Böll
O-Töne: Heinrich Böll

Gesprächspartner: Frank Witzel, Ralf Schnell und Friedrich Christian Delius
Moderation: Katharina Teutsch

Heinrich Böll © Renate von Mangoldt

Vor 100 Jahren wurde der wichtigste Autor der deutschen Nachkriegszeit geboren: Heinrich Böll. Ungeachtet der Tatsache, dass der Nobelpreisträger von 1972 wegen angeblicher ästhetischer Mängel schon lange nicht mehr uneingeschränkt zur Pflichtlektüre empfohlen wird, ist klar, dass es sich bei diesem Autor um eine zumindest literatursoziologisch eminente Figur handelt. Die große Kölner Werkausgabe ist inzwischen abgeschlossen. Aber die Nachkriegszeit steckt uns noch immer in den Knochen. Frank Witzel, der letzten September bereits mit seinem neuen Roman »Direkt danach und kurz davor« (Matthes & Seitz Berlin) Gast im Studio LCB war, beschäftigt sich intensiv mit den literarischen Sprechweisen der vierziger und fünfziger Jahre. Auch Friedrich Christian Delius, Teilnehmer der Gruppe-47-Tagungen, tat dies immer wieder – zum Beispiel in seiner fingierten Siemens-Festschrift von 1972, die zum sogenannten Siemens-Prozess führte. Heinrich Böll hatte seinen 68er-Kollegen damals gegen den Konzern verteidigt und sich für die Satirefreiheit eingesetzt. Mit beiden Autoren sowie dem Herausgeber der Kölner Gesamtausgabe (Kiepenheuer & Witsch) Ralf Schnell wird an diesem Abend sowohl die Aktualität des Werks als auch die mentalitätsgeschichtliche Bedeutung Heinrich Bölls diskutiert.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk.
Sendetermin: Samstag, 23. Dezember 2017, 20:05 Uhr.
Sendefrequenzen und Livestream
Eintritt 8 € / 5 €*

DLF

   

Das LCB wünscht schöne Feiertage!

 

  LCB © Line Hoven

 

Sofern nicht anders angegeben:
KARTEN AUSSCHLIESSLICH AN DER ABENDKASSE

Ab sofort:
Vor und nach jeder Veranstaltung
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Urbans Orbit – Einblicke in den Nachlass eines Übersetzers | Ausstellung. 20. Oktober 2017 – 9. Februar 2018

Tina Brenneisen: Das Licht, das Schatten leert - 08. Juli - 13. Oktober 2017

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