Montag
November
20.00 Uhr
24.11.2014

Hausgäste

Renato Baretić (Split), Alexander Ilitschewski (Moskau/Jerusalem), Tomasz Różycki (Opole) und Agron Tufa (Tirana) in Lesung und Gespräch

Renato Baretić (c) privat

Alexander Ilitschewski (c) privat

Tomasz Różycki (c) Slav Zatoka

Agron Tufa (c) privat

Ein Hausgäste-Abend als europäische tour d'horizon: Der Kroate Renato Baretić hat mit seinem Roman „Der achte Beauftragte” (Dittrich Verlag) ein Meisterstück satririscher Gesellschaftskritik geschaffen. Das Buch ist im vergangenen Jahr in Alida Bremers deutscher Übersetzung erschienen. Mit „Matisse“ (Matthes & Seitz, übersetzt von Friederike Meltendorf und Valerie Engler) stellt sich der russische Autor Alexander Ilitschweski erstmals dem deutschen Publikum vor. Der polnische Dichter und Übersetzer Tomasz Różycki – er wurde in diesem Jahr mit dem Albrecht-Lempp-Stipendium ausgezeichnet – veröffentlichte in Olaf Kühls Übersetzung das Poem „Zwölf Stationen” (Luchterhand); derzeit arbeitet er an einem Essyband über Europa. Agron Tufa aus Tirana gehört zu den wichtigsten Stimmen der jüngeren albanischen Literatur; er war u.a. Teilnehmer unserer Projektreihe „Das weisse Meer” und wird neue, im Deutschen noch unpublizierte Texte vorstellen. Es moderieren Olaf Kühl und Valerie Engler.

Mit freundlicher Unterstützung des Polnischen Kulturinstituts sowie der Robert Bosch Stiftung im Rahmen des Programms "Literarische Brückenbauer".
Eintritt frei

Donnerstag
November
20.00 Uhr
24.11.2017

Alfred Andersch – Max Frisch
Ausstellungseröffnung mit Jan Bürger, Heike Gfrereis, Ariane Koch und Annette Korolnik

Gespräch, Lesung und Eröffnung der Ausstellung Alfred Andersch: Fotostreifen

Alfred Andersch © Renate von Mangoldt

Max Frisch © Renate von Mangoldt

Ausstellung Alfred Andersch: Fotostreifen, 27.11.2014 - 20.02.2015

Alfred Andersch und Max Frisch verband eine komplizierte ‚Arbeitsfreundschaft‘. Der von Jan Bürger herausgegebene Briefwechsel zeugt vom politischen Zeitgeist, vom schriftstellerischen Anspruch und dem Temperament dieser zwei so unterschiedlichen Schriftsteller. Jan Bürger, Heike Gfrereis (beide DLA Marbach) und die Schweizer Autorin Ariane Koch lesen und kommentieren ausgewählte Briefe. Mit der Künstlerin Annette Korolnik, Tochter von Alfred Andersch, sprechen Heike Gfrereis und Jan Bürger zuvor über die Fotografien ihres Vaters; außerdem über Anderschs diffizile Schweizer Einbürgerung, zu der im LCB zum ersten Mal Originaldokumente zu sehen sind. Ausgangspunkt des Abends ist die Eröffnung der von Heike Gfrereis für das Marbacher Literaturmuseum der Moderne kuratierte Ausstellung Alfred Andersch: Fotostreifen. „Ich beobachtete die Entwicklung der Streifen, und wenn mir die Gradation in ihren zarten Abstufungen völlig geglückt erschien – der lange blonde Cheflaborant Brandt wies mir immer wieder nach, daß davon noch keine Rede sein könne.” Wie sein Ich-Erzähler in „Die Kirschen der Freiheit” (1952) hat Andersch in einem Fotolabor gearbeitet und selbst fotografiert. Rund 1.000 Schwarz-Weiß-Aufnahmen haben sich erhalten, vor allem Landschaftsaufnahmen von seinen Reisen, entwickelt als kleinformatige Fotoserie auf meist 19 mal 3,5 Zentimeter großen Papierstreifen. Die ersten Aufnahmen entstanden 1947/48, die letzten 1960.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Literaturarchiv Marbach.
Die Ausstellung ist vom 27.11.2014 bis zum 20.2.2015 vor und nach den Abendveranstaltungen, bzw. nach telefonischer Voranmeldung (030-8169960) zu sehen.
Eintritt 8 € / 5 € *

Montag
Dezember
14.00 und 20.00 Uhr
01.12.2014

Finnlandschwedische Avantgarde

Tagung. Abends Lesung und Diskussion

14.00 Uhr
Begrüßung: Prof em. Clas Zilliacus (Åbo), Dr. Josef Kleinheinrich (Münster)
Vorträge von Andreas F. Kelletat (Germersheim/Mannheim), Michael Braun (Heidelberg), Nico Bleutge (Berlin), Peter Urban-Halle (Berlin), Cornelia Jentzsch (Melzow/Uckermark), Anders Olsson (Stockholm) und eine Replik von Daniela Seel (Berlin)
20.00 Uhr
Lesung und Gespräch: Daniela Seel, Michael Braun und Clas Zilliacus diskutieren Werke und Nachwirkung. Die Schauspielerin Meriam Abbas und Herausgeber Klaus-Jürgen Liedtke lesen Gedichte von Edith Södergran , Elmer Diktonius, Rabbe Enckell, Gunnar Björling und Henry Parland

Mit unbändiger Kraft und Heiterkeit trat vor knapp 100 Jahren in Finnland eine Phalanx junger Dichter auf den Plan, die - schwedisch schreibend - die lyrische Moderne im gesamten Norden begründeten. Erst jetzt kann die Dimension dieser literarischen Bewegung auch auf deutsch ermessen werden: anhand einer im Verlag Kleinheinrich erschienenen Werkausgabe.

Eine Veranstaltung der Schwedischen Literaturgesellschaft in Finnland.
Eintritt frei

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Dienstag
Dezember
20.00 Uhr
02.12.2014

Das Liebes-ABC
Stummfilmhörstücke von und mit Christian Filips, Franz Tröger (Vocals / Spieluhr / Poetry Performance)
und Monika Rinck (Text / Bild / Begriffs-Fernsprecherin)

Einführung: Hanns Zischler

Asta Nielsen

Als der Tonfilm kam, ist Asta Nielsen verstummt. In ihrer Autobiographie „Die schweigende Muse“ legt sie ihre Gründe dar. Monika Rinck, Christian Filips und Franz Tröger haben im Auftrag des Literarischen Colloquiums Stummfilme („Das Liebes-ABC, „Die Suffragette“, „Das Eskimobaby“, „Die Börsenkönigin“) und Texte der dänischen Diva gesichtet und sie in ein Stummfilmhörstück verwandelt. Entstanden ist ein Abecedaire, das der Liebe dort, wo sie stumm zu werden droht, ihr Schweigen zurückgibt. »Die betörenden Worte hießen doch: hypothetisches Leben, Genauigkeit und Seele in friedlicher Koexistenz. Ach, dieses emphatische Und. Oder wie einmal jemand anderes gesagt hat: This film is very special. In this film we gonna have penetration and narration.« (Monika Rinck, „Ah, das Love-Ding“). Zur Einführung spricht Hanns Zischler, von dem gerade die Erzählung „Das Mädchen mit den Orangenpapieren“ (Galiani Berlin) erschienen ist.

In Zusammenarbeit mit der Deutschen Kinemathek. Mit freundlicher Unterstützung der Péter Horváth Stiftung.
Eintritt 8 € / 5 € *

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Freitag
Dezember
10.00 Uhr - 18.00 Uhr
05.12.2014

Acheln, zinken und verkimmern oder
Aus Gaunermund geschöpft

Eine ganztägige und sprachübergreifende Fortbildung zum Rotwelschen und anderen Geheimsprachen.
Für literarische Übersetzer und sonstige Interessierte.

Leitung: Gabriele Leupold und Eveline Passet

Der Sprachforscher August Friedrich Pott (1802-1887) sah in den europäischen Gaunersprachen, zu denen auch das deutsche Rotwelsch zählt, Denkmale eines „glänzenden Scharfsinns und einer ihn befruchtenden Einbildungskraft voll der keckesten Sprünge und lebhaftesten Bilder“. Wie entsteht eine solche künstliche Sprache in einem sozialen Milieu, das sich aus Randgruppen der Gesellschaft zusammensetzt? Robert Jütte bietet am Beispiel des Rotwelschen eine Einführung in die phantasievollen Sprach-Spiele einer bürgerlichen Gegenwelt. Christian Efing spricht über die Inszenierung von Sondersprachen in der Literatur.

Der Eintritt ist frei, 12 Euro Unkostenbeteiligung für einen Mittagsimbiss und Getränke sind vorgesehen. Anmeldung per Mail erbeten an becker@lcb.de oder Fax 030-81699619.
Eintritt frei

Montag
Dezember
9.30 Uhr - 17.00 Uhr
15.12.2014

Viele Wege führen nach Rom ... oder zum Literaturübersetzen

Berufskundeseminar für Einsteiger und Zukunftsplaner

Das Seminar richtet sich an alle, die mehr über die Wege zum Literaturübersetzen und die rechtlichen und wirtschaftlichen Seiten dieses Berufs erfahren wollen. Besprochen werden: Möglichkeiten des Einstiegs, Auftragsakquise, Vertragsgestaltung, Honorare, Urheberrecht, Künstlersozialkasse, VG Wort, Stipendien, Übersetzerverband und Gewerkschaft. Seminarleitung: Claudia Steinitz (seit 25 Jahren Übersetzerin aus dem Französischen) und Jochen Schwarzer (seit 20 Jahren Übersetzer aus dem Englischen).

Für einen Imbiss und Getränke bitten wir vor Ort um einen Unkostenbeitrag von 12 Euro. Anmeldungen erforderlich – bitte mit kurzer Angabe, ob Sie über das Literaturübersetzen noch nachdenken oder schon auf dem Weg dazu sind – bis 8.12.2014 per Mail an: claudia.steinitz@t-online.de.

Donnerstag
Dezember
20.00 Uhr
18.12.2014

Auf Wiedervorlage
Balzac: Verlorene Illusionen

Mit Hans Ulrich Gumbrecht, Andreas Isenschmid und Melanie Walz

Honoré de Balzac

Balzacs Romane leuchten die französische Gesellschaft des frühen neunzehnten Jahrhunderts bis in die intimsten Winkel des Seelen- und Soziallebens aus. In sein immenses historisches Panorama hat Balzac Figuren gestellt, die man in ihrer Größe zu recht immer wieder mit denen Shakespeares vergleicht. Und auf jeder zweiten Seite blitzt dieser Autor mit seinen politischen und psychologischen Einsichten in die Gegenwart hinüber. Der Hanser Verlag und die Übersetzerin Melanie Walz nehmen nun mit Balzacs „Verlorenen Illusionen”, dem Balzac-Roman schlechthin, eine neuen Anlauf, Balzac im deutschen Leserbewusstsein zu verankern. Melanie Walz, der Kritiker Andreas Isenschmid und der Stanford-Komparatist Hans Ulrich Gumbrecht unterhalten sich über das historische Profil und die philologischen Finessen Balzacs. Der Abend ist Auftakt der kleinen Reihe „Auf Wiedervorlage“, die Anfang nächsten Jahres ihre Fortsetzung mit Sibylle Lewitscharoff (über Dante) sowie mit Elke Erb und Christian Filips (über Lenin) finden wird.

Mit freundlicher Unterstützung der Französischen Botschaft und des Hanser Verlags.
Eintritt 8 € / 5 € *

KARTEN AUSSCHLIESSLICH AN DER ABENDKASSE

Ab sofort:
Vor und nach jeder Veranstaltung
kleine Speisen von
AL DENTE Catering

Ausstellungen

Fotos und Texte von Dieter M. Gräf

Portale

litport.de

lesungen.net

Zeitschrift

Spritz

Projekte

Übersetztercolloquium

Übersetztercolloquium

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