Dienstag
Juli
20.00 Uhr
05.07.2016

Arche Noah. Literatur aus Ägypten
Chaled al-Chamissi in Lesung und Gespräch

Moderation: Julia Gerlach
Deutsche Lesung: Gerhard Gutberlet

Veranstaltung in englischer Sprache!

Chaled al-Chamissi © privat

Mit „Im Taxi. Unterwegs in Kairo” und dem Roman „Arche Noah” (2011 bzw. 2013 im Lenos Verlag erschienen) wurde der ägyptische Autor, Journalist, Dokumentarfilmer und Festivalmacher Chaled al-Chamissi vor wenigen Jahren zum Autor der Stunde. Die Plaudereien, Diskussionen und Feilschereien mit meist revolutionär gesinnten Kairoer Taxifahrern lieferten eine pointenreiche Analyse des Mubarak-Regimes und ein lebendiges Mosaik der ägyptischen Gesellschaft kurz vor dem Ausbruch des arabischen Frühlings. Chaled al-Chamissi ist im Juli unser Gastautor. Im englisch geführten Gespräch mit der Journalistin und langjährigen Nahost-Korrespondentin Julia Gerlach („Woran die Arabellion gescheitert ist”, Ch. Links Verlag 2016) richtet er den Blick auf die Gegenwart und die Perspektiven dieser Region.

Eintritt 8 € / 5 €*

Samstag
Juli
ab 15 Uhr
09.07.2016

Kleine Verlage am Großen Wannsee

Die Verlage Albino (Berlin), Avant (Berlin), Aviva (Berlin), Berenberg (Berlin), Binooki (Berlin), Braumüller (Wien), Das Wunderhorn (Heidelberg), Diaphanes (Zürich/Berlin), Dörlemann (Zürich), Edition AB Fischer (Berlin), Edition Nautilus (Hamburg), Edition Rugerup (Berlin), Jung & Jung (Salzburg), kookbooks (Berlin), Kremayr & Scheriau (Wien), Lilienfeld (Düsseldorf), mairisch (Hamburg), Matthes & Seitz (Berlin), Mitteldeutscher Verlag (Halle), Müry Salzmann (Salzburg), Poetenladen (Leipzig), Reprodukt (Berlin), Secession (Zürich/Berlin), speak low (Berlin), Transit (Berlin), Verbrecher (Berlin), Verlagshaus Berlin und Zero Sharp (Berlin) mit ihren Autor*innen zu Gast im LCB

 

 

 

 

leine Verlage am Großen Wannsee 2013 © Tobias Bohn

Zum zwölften Mal sind ausgewählte Verlage aus dem deutschsprachigen Raum zu Gast am Wannsee. 28 Verlage haben unsere Einladung angenommen und stellen Bücher und Autor*innen in entspannter Atmosphäre vor. Alle Interessierten sind herzlich willkommen zu stöbern, zu entdecken und sich auszutauschen. Für kulinarische Genüsse wird gesorgt sein.

15:15
Hans von Trotha liest aus seinem Buch „Im Garten der Romantik“ (BERENBERG)
15:30
Die Verlegerin Selma Wels liest aus dem Roman „Die Haltlosen“ von Oğuz Atay (BINOOKI)
15:45
Claudia Hamm liest aus ihrer Übersetzung von Emmanuel Carrère „Das Reich Gottes“ (MATTHES & SEITZ)
16:00
Axel von Ernst stellt Frans Kellendonks Buch „Buchstabe und Geist“ vor (LILIENFELD)
16:15
Jan Kuhlbrodt liest aus dem noch unveröffentlichten Roman „Das Modell(EDITION NAUTILUS)
16:30
Ulrike Feibig liest aus ihrem Debütband „perlicke perlacke, mein Herz schlägt“(POETENLADEN)
16:45
Roswitha Quadflieg liest aus ihrem Buch „Das kurze Leben des Giuseppe M. Ein Opfer von Jugendgewalt“ (TRANSIT).
17:00
Jürgen-Thomas Ernst mit seinem neuen Roman „Vor hundert Jahren und einem Sommer“ (BRAUMÜLLER)
17:15
Nele Heyse liest aus ihrem Roman „Haltewunschtaste“ (MITTELDEUTSCHER VERLAG)
17:30
Nellja Veremej liest aus ihrem Roman „Vor dem Sturm“ (JUNG & JUNG)
17:45
Hamed Eshrat präsentiert sein Comic-Debüt „Venustransit“ (AVANT)
18:00
Synke Köhler liest aus „Kameraübung“, Iris Blauensteiner aus ihrem unveröffentlichten Roman „Kopfzecke“ (KREMAYR & SCHERIAU)
18:15
Britta Jürgs liest aus „Auto-Biographie und andere Feuilletons“ von Christa Winsloe (AVIVA)
18:30
Nora Wicke liest aus ihrem Roman „Vierstromland“ (MÜRY SALZMANN)
18:45
Julian Mars liest aus „Jetzt sind wir jung“ (ALBINO)
19:00
Mário Gomes und Jochen Thermann lesen aus ihrem Debütroman „Berge, Quallen“ (DIAPHANES)
19:15
David Wagner liest aus seinem Buch „Sich verlieben hilft. Über Bücher und Serien“ (VERBRECHER)

Eintritt 8 € / 5 €*

Samstag
Juli
20.00 Uhr
09.07.2016

Revival-Konzert mit FÖN

Live auf der Gartenbühne: Tilman Rammstedt, Michael Ebmeyer, Florian Werner und Bruno Franceschini

 

FÖN © Stefan Maria Rother

Montag
Juli
20.00 Uhr
11.07.2016

Dergrautvornix

Asterix-Übersetzerin Gudrun Penndorf im Gespräch mit Andreas Platthaus

Gudrun Penndorf © privat

Um die Sichtbarkeit der Übersetzer ist es nicht immer zum Besten bestellt. Die bloße Nennung des Übersetzernamens in Rezensionen wird immer mal wieder vergessen, und richtig prominent zu werden mit seinen Verdiensten als Grenzgänger der Literatur ist fast unmöglich. Ausnahmen gibt es in der Welt der Comics, denn der Einfluss von Micky Maus und Asterix – in großartigen Übersetzungen, versteht sich – auf Alltagssprache und Popkultur hierzulande ist enorm. Dr. Erika Fuchs (1906-2005), der Übersetzerin der Micky-Maus-Hefte, hat die Stadt Schwarzenbach an der Saale unlängst ein eigenes Museum gebaut, 2013 wurde gar ein Asteroid (der mit der Nummer 31175) nach ihr benannt. Und auch Gudrun Penndorf, die Übersetzerin von 29 „Asterix”-Bänden, „Lucky Luke”, „Isnogud” und unzähligen Ausgaben von „Disneys Lustigen Taschenbüchern” erhält Fanpost und Ehrungen. Zu Recht: Mit Witz, Hintersinn, einer Portion Unerschrockenheit und einer großen Liebe zur französischen wie zur deutschen Kultur hat sie „Asterix” zum Bildungserlebnis werden lassen. Ihr virtuoser Umgang mit Wortspielen wurde oft gerühmt, dazu haben Wendungen wie „Die spinnen, die Römer!” der deutschen Sprache französische Melodie eingehaucht. Gudrun Penndorf führt ein in ihre Arbeit und spricht mit dem FAZ-Kritiker, Comicfachmann und führenden Donaldisten Andreas Platthaus.

Eintritt 8 € / 5 €*

Dienstag
Juli
20.00 Uhr
12.07.2016

Lettipark
Judith Hermann in Lesung und Gespräch

Gesprächspartner: Kristof Magnusson

Judith Hermann © Gaby Gerster

 

„Also, wie viele Sterne haben wir noch mal. Ella sagt, oh, keine Ahnung. Ich hab keine Ahnung. Unendlich viele? Der Junge sagt bestätigend, da, über uns, sind schon mal tausend. Ungefähr tausend. Dann gibt’s ja noch die Milchstraße. Und schwarze Löcher, sagt Ella.“ - Kinder, Exzentriker, ein Vater, der aus der Psychiatrie verschwindet, Menschen kreuzen unseren Lebensweg, begleiten uns und bleiben unfassbar. In ihrem neuen Erzählungsband „Lettipark“ spürt Judith Hermann entscheidenden Momenten nach, leicht übersehbaren, in denen sich indes ein ganzes Leben ändern kann. Ein Fotograf betrachtet seinen Adoptivsohn, interessiert und distanziert, und vielleicht wird über diesem Blick alles zerbrechen. Ein alter Mann glaubt sich an eine Umarmung zu erinnern, die viele Jahre zurückliegt. Mit Judith Hermann spricht an diesem Abend der Schriftstellerkollege Kristof Magnusson, von dem zuletzt der „Arztroman“ (2014) erschienen ist.

Eintritt 8 € / 5 €*

EMPFINDLICHKEITEN: HOMOSEXUALITÄTEN UND LITERATUR
Internationales Festival mit Ausstellung, Gesprächen, Texten, Performances und Musik
14. - 16. Juli 2016

EMPFINDLICHKEITEN: HOMOSEXUALITÄTEN UND LITERATUR

Mit Franziska Bergmann (Trier), Martina Minette Dreier (Berlin), Ricardo Domeneck (São Paulo / Berlin), Ben Fergusson (Oxford / Berlin), Mario Fortunato (Roma), Gunther Geltinger (Köln), Masha Gessen (New York), Robert Gillett (London), Saleem Haddad (London), Joachim Helfer (Berlin), Dieter Ingenschay (Berlin), Niviaq Korneliussen (Nuuk), Dmitry Kuzmin (Riga), Édouard Louis (Paris), Hilary McCollum (Donegal), Perihan Magden (Istanbul), Kristof Magnusson (Berlin), Luisge Martín (Madrid), Thomas Meinecke (Eurasburg), Izabela Morska (Gdańsk), Msoke (Zürich / Berlin), Naroma Therapy (Barcelona / Leipzig), Ahmet Sami Özbudak (Istanbul), Peanut Envy (Toronto / Berlin), Marlen Pelny (Berlin), Masha Qrella und Band (Berlin), Raziel Reid (Vancouver), Jayrôme C. Robinet und Shasta Ellenbogen (Berlin), Kathrin Röggla (Berlin), Nina Seiler (Zürich), Sookee (Berlin), Roland Spahr (Frankfurt), Angela Steidele (Köln), Antje Rávic Strubel (Berlin), Alain Claude Sulzer (Basel), Abdellah Taïa (Paris), Suzana Tratnik (Ljubljana), Michał Witkowski (Warszawa) und Zuckerklub (Berlin)

In englischer Sprache!

Hubert Fichte © Nachlaß Leonore Mau, S. Fischer Stiftung

„Gibt es so etwas wie einen Stil der Homosexuellen, gibt es homosexuelle Romanciers im Gegensatz zu Schriftstellern mit homosexuellen Neigungen? Henry James veräppelt Mrs. Penniman, die Wörter kursiv setzt. Henry James setzt kursiv, in Anführungsstriche, in Klammern. Schwule Sprache ist uneigentlich, ist indirekte Sprache. Nirgends so viele Anführungsstriche wie auf dem Plakat zum Faschingsfest in der Stricherbar. Aber sind Sousentendus, Verfremdungen, Übertreibungen, Ironie, Travestie bei Henry James häufiger als bei Guy de Maupassant oder bei Norman Mailer – die Wahl der Beispiele drückt kein Qualitätsurteil aus –, es ist nur so schwer, erklärt heterosexuelle Schriftsteller zu finden. Von homosexuellen Autoren, von homosexueller Literatur sprechen, setzt voraus, daß es heterosexuellen literarischen Stil gibt, heterosexuelle Kriteria. Und: Kann es die Aufgabe der Literaturkritik sein, biologistische Kriterien zu kanonisieren, die von den Biologen jede Saison ausgewechselt werden?”
Hubert Fichte, Die Geschichte der Empfindlichkeit. Homosexualität und Literatur I (1982), S. 457

Und die queere Gegenwart? Autor*innen aus unterschiedlichen Staaten und Kulturräumen haben für das Festival kurze Statements zu politischen Realitäten und ästhetischen Positionen geschrieben. Die Diskussion ist eröffnet, Masha Qrella singt, Puppen tanzen, der Südblock kocht.

Das Festival wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, die S. Fischer Stiftung, die Antidiskriminierungsstelle des Bundes, die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, die JAK Slovenian Book Agency und die Botschaft von Kanada.
Präsentiert von: SIEGESSÄULE

Tageskarte 8 € / erm. 5 €, Festivalpass 12 €/ erm. 10 € (gültig für alle Tage)

Online buchbar (nur Lastschrift + print@home) oder an der Tages- und Abendkasse erhältlich.

Tickets available via online booking (debit only + print@home) and at the box office.

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Donnerstag
Juli
19.00 Uhr
14.07.2016

Empfindlichkeiten – der erste Tag
Eröffnung des Festivals und der Ausstellung „Leonore Mau – Hubert Fichte: Empfindlichkeiten“

Eröffnungsrede von Abdellah Taïa
„Zu Hubert Fichte” von Kathrin Röggla
Musik und Gespräche am Büffet

 

Tickets online

Freitag
Juli
10.30 Uhr – open end
15.07.2016

Empfindlichkeiten – der zweite Tag

10.30 Uhr
Begrüßung
11.00 Uhr
Maske: Statements und Diskussion
12.30 Uhr
Körper: Statements und Diskussion
14.30 Uhr
Performance: Msoke
15.30 Uhr
Schrift: Statements und Diskussion
17.00 Uhr
Lesungen auf der Gartenbühne
20.30 Uhr
Konzert mit Zuckerklub

Tickets online

Samstag
Juli
14.00 Uhr – open end
16.07.2016

Empfindlichkeiten – der dritte Tag

 

14.00 Uhr
Schrift: Statements und Diskussion
15.00 Uhr
Maske: Statements und Diskussion
16.00 Uhr
Performance: Jayrôme C. Robinet und Shasta Ellenbogen
17.00 Uhr
Körper: Statements und Diskussion
18.00 Uhr
Puppenspiel
19.00 Uhr
Lesungen auf der Gartenbühne
20.00 Uhr
Performance: Peanut Envy
21.00 Uhr
Konzert: Masha Qrella und Band

anschließend Dancefloor mit Naroma Therapy

Tickets online

Dienstag
Juli
20.00 Uhr
19.07.2016

Studio LCB
Lesung: Wilhelm Genazino

Gesprächspartner: Klaus Reichert und Wilfried F. Schoeller
Moderation: Maike Albath

Wilhelm Genazino © Tobias Bohm

Das Ich sei eine wacklige Erfindung geworden, zu dem einem immer ein Stück fehle, stellte der Büchnerpreisträger Wilhelm Genazino schon 2012 in seinen Essays „Idyllen in der Halbnatur” fest. So verwundert es nicht, dass auch der Held seines neuen Romans „Außer uns spricht niemand von uns” damit beschäftigt ist, seine Subjektlöcher zu beobachten. Eigentlich sehnt er sich nach einem bedeutsamen Leben. Seine Freundin Carola ist von der Passivität des gescheiterten Schauspielers, der sich als Radiosprecher durchschlägt, enttäuscht. Sie verlässt ihn eines Tages, ohne dadurch glücklicher zu werden. Nun tritt Carolas Mutter auf den Plan und will den Mann retten. Aber vielleicht will er gar nicht gerettet werden? Genazino nimmt Befindlichkeiten der Gegenwart mit komischer Melancholie in den Blick. 1943 in Mannheim geboren, arbeitete er als Journalist und Redakteur der Satire-Zeitschrift „Pardon”. Er hat zwanzig Romane und mehrere Essaybände vorgelegt. Mit dem Anglisten Klaus Reichert und dem Literaturkritiker und Autor Wilfried F. Schoeller diskutiert Wilhelm Genazino über den Effekt des Beobachtens und liest zum ersten Mal aus seinem neuen Roman, der Ende Juli im Hanser Verlag erscheinen wird.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk.
Sendetermin: Samstag, 30. Juli 2016, 20:05 Uhr.
Sendefrequenzen und Livestream
Eintritt 8 € / 5 €*

DLF

Donnerstag
Juli
20.00 Uhr
21.07.2016

Das Werk
Friedrich Kröhnke in Lesung und Gespräch

Moderation: Kathrin Röggla

Friedrich Kröhnke © crauss@crauss.com

Friedrich Kröhnke, es ist kaum zu glauben, hat im März seinen sechzigsten Geburtstag gefeiert. Das ist uns Anlass, diesem ungewöhnlichen Autor und seinen Büchern einen Abend zu widmen: Vom „Rattenroman” (1986) bis zur „Diebsgeschichte” (2015), von Darmstadt bis Eritrea hat Friedrich Kröhnke in seinen gut zwanzig Buchveröffentlichungen ein äußerst vielseitiges erzählerisches Werk vorgelegt, und das aus Erfahrungswelten, die – Strich auf der Kölner Domplatte, Kleinkriminalität an der Berliner Möckernbrücke – das Halbseidene und Anstößige keinesfalls auslassen, und Hypochondrie und Tod sowieso nicht. Zugleich sieht die FAZ in ihm einen „Idylliker, und dagegen spricht nicht, dass er dies genau weiß”. Die Schriftstellerkollegin Kathrin Röggla wird im Gespräch mit Friedrich Kröhnke diese und andere Widersprüche zu ergründen suchen. Und im Anschluss an Lesung und Gespräch lädt Kröhnkes Verlag Müry Salzmann zu einem nachträglichen Geburtstags-Umtrunk ein.

Eintritt 8 € / 5 €*

Mittwoch
Juli
20.00 Uhr
27.07.2016

Hausgäste

Irmgard Fuchs, Friederike Gösweiner und Jan Snela in Lesung und Gespräch

Irmgard Fuchs © www.detailsinn.at

Friederike Gösweiner © Thomas Larcher

Jan Snela © Sebastian Marincolo

Drei Sommergäste stellen wir heute vor. Die in Wien lebende Autorin Irmgard Fuchs, geboren 1984, stellt ihr Debüt „Wir zerschneiden die Schwerkraft“ (Kremayr & Scheriau) vor. In dieser Kurzprosa offenbaren sich die Unbeweisbarkeit des „Hierseins“ und die Unzuverlässigkeit des Gedächtnisses und der eigenen Erfahrungen: Das festgeordnete Gefüge der Objektivität könnte jeden Moment kippen. Ebenfalls in Wien lebt Friederike Gösweiner, die aus ihrem Debütroman „Traurige Freiheit“ (Droschl) liest. Das Buch ist ein präzises und konzentriertes Psychogramm des Prekariats und erzählt zugleich von den Verhältnissen, vom Leben jenseits aller Sicherheiten. „Eine zu Herzen gehende Studie über die Einsamkeit, ein exzellentes Debüt“, urteilte Karl-Markus Gauß in der „Presse”. „Milchgesicht. Bestiarium der Liebe“ (Klett-Cotta) lautet der Titel des sprachgewaltigen Debüts von Jan Snela, der aus Tübingen an den Wannsee gekommen ist. Der Autor bezeichnet seine durch Alliterationen und Assonanzen vibrierenden Texte als „Liedgeschichten“. Lautmalend, wortartistisch und voller Ironie komponiert er ein neues Universum, in dem das Triviale und das Fantastische miteinander verschmelzen und die ungeheuerlichsten Metamorphosen Teil der Realität sind.

Eintritt frei

Donnerstag
Juli
20.00 Uhr
28.07.2016

Das Helvetische Fest
Literatur und Musik aus der Schweiz

Es lesen Meral Kureyshi, Bettina Wohlfender, Arno Camenisch und Jens Nielsen
Musik von Lucia Cadotsch

Meral Kureyshi © Matthias Guenter

Bettina Wohlfender © privat

Jens Nielsen © privat

Lucia Cadotsch © Wanja Slavin

In der Woche vor dem Eidgenössischen Bundesfeiertag feiert das LCB seit vielen Jahren die Literatur aus der Schweiz. Auch in diesem Jahr sind vier Autor*innen mit von der Partie. Meral Kureyshi, 1983 in Prizren (Kosovo) geboren, kam mit zehn Jahren in die Schweiz. In ihrem Debütroman „Elefanten im Garten“ (Limmat Verlag), der mit dem Berner Literaturpreis 2016 ausgezeichnet wurde, verknüpft sie in einer unsentimental poetischen Sprache die Trauer um den Tod des Vaters mit dem Verlust der Heimat ihrer Kindheit und dem zähen Integrationsprozess in der Schweiz. Bettina Wohlfender (Jahrgang 1982) ist bildende Künstlerin und Schriftstellerin und war im Sommer 2015 als Stipendiatin zu Gast im LCB. 2014 erschien im Müry Salzmann Verlag ihr erster Roman „Das Observatorium”. Arno Camenisch, geboren 1978 in Danis-Tavanasa, schreibt Prosa, Lyrik und Bühnenstücke auf Deutsch und Rätoromanisch. Seine Bücher wurden in über 20 Sprachen übersetzt, seine jüngste Erzählung „Die Kur“ soll 2017 verfilmt werden. Der Schriftsteller und Schauspieler Jens Nielsen wurde 1966 in Aarau geboren. Von 2007 bis 2014 war Nielsen Hausautor der Theaterformation „Trainingslager“. In der edition spoken script sind mehrere Bücher erschienen, zuletzt „Flusspferd im Frauenbad“. Musikalischer Mittelpunkt des Abends ist die 1984 geborene Sängerin Lucia Cadotsch, deren Musik vom Jazzpodium als „urban, von analoger Direktheit und geradezu maßlos in der Freiheit des Klangs und der Interpretation“ gerühmt wurde. Der Abend klingt mit einer Einladung der Schweizerischen Botschaft zu Käse und Wein aus.

Eintritt 8 € / 5 €*

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Samstag
September
03.09.2016

Save the Date:
LCB-Sommerfest 2016

Voland & Quist

LCB-Sommerfest 03. September 2016: Voland & Quist

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