Dienstag
Mai
19.30h
29.05.2018

Weiter Schreiben – ein Portal für Autor*innen und Musiker*innen aus Krisengebieten

Lesung und Musik mit Lina Atfah, Omar Al-Jaffal, Kristine Bilkau, Ahmad Kathlesh, Rabab Haider,
Ulla Lenze
und der Band Matar

Das Portal »Weiter Schreiben« (www.weiterschreiben.jetzt) verbindet ein künstlerisches und ein politisches Anliegen: Es publiziert Texte von Autor*innen, die radikal neu anfangen mussten, und präsentiert sie auf Lesungen zusammen mit Musiker*innen aus Krisengebieten. Engagierte deutschsprachige Autor*innen und Übersetzer*innen stehen ihnen dabei zur Seite. Auf ein ganztägiges berufskundliches Seminar im LCB folgt dieser öffentliche Abend mit literarischen und musikalischen Programmen. »Weiter Schreiben« ist ein Projekt von WIR MACHEN DAS und wird durch den Hauptstadtkulturfonds, die Allianz Kulturstiftung und das Goethe-Institut gefördert. In Kooperation mit dem GWI, dem LCB, dem Haus für Poesie und dem Literaturhaus Berlin.

Eintritt frei

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Mittwoch
Mai
19.00h
30.05.2018

Doris Runge zum 75.

Lesung und Gespräch: Doris Runge, Marion Poschmann, Nico Bleutge und Jan Wagner

Außer Haus:
Schleswig-Holsteinische Landesvertretung, In den Ministergärten 8, 10117 Berlin

Doris Runge © Reiner B. Binkowski

„für engel/langhälsige/entenfüßige/heimwehkranke//für musen/auf der suche/ nach geöffneten/fenstern.“ Mit diesem Gedicht eröffnet Doris Runge ihren neuesten Lyrikband »man könnte sich ins blau verlieben« (Wallstein). Das Gedicht heißt »landeplatz« und ist typisch für sie: „Kein Wort ist zu viel. Kein Wort ist zu wenig. Das Wenige, das sich die Dichterin aus der Fülle von Schöpfung und Leben, Fest und Alltag herausnimmt, ergreift sie traumwandlerisch sicher mit ihrem poetischen Instinkt“, bemerkte einmal ihr Schriftstellerkollege Jochen Missfeld. Doris Runge übersiedelte 1953 aus Mecklenburg nach Schleswig-Holstein. Seit vielen Jahren lebt sie im »Weißen Haus« in Cismar, in dem sie auch Kulturveranstaltungen organisiert. An diesem Abend lesen anlässlich ihres bevorstehenden 75. Geburtstages Marion Poschmann, Nico Bleutge und Jan Wagner eigene und Gedichte der Jubilarin. Dazwischen sprechen die vier über das Dichten, Schreiben und Leben. Durch den Abend führt Thomas Geiger.

Anmeldung möglich auf den Internetseiten der Schleswig-Holsteinischen Landesvertretung.
Eintritt frei

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Donnerstag
Mai
19.30h
31.05.2018

Ausstellungseröffnung Mila Teshaieva: »Was uns verbindet«
Podiumsdiskussion: Aleida Assmann, Katja Petrowskaja und Mila Teshaieva

Moderation: Natascha Freundel
21h: Konzert des Quartetts Leléka

 

»Was uns verbindet« | Mila Teshaieva | Ausstellung: 31. Mai bis 25. August 2018

Die ukrainische, in Berlin lebende, Fotografin Mila Teshaieva interessiert sich für laufende Übergangsprozesse in postsowjetischen Gesellschaften. Für ihre Fotoserie »Was uns verbindet« porträtierte sie Menschen unterschiedlicher Generationen in der Ukraine, führte viele Gespräche und nahm Fotos von Orten auf, die für die Geschichte des Landes relevant sind. Dabei ging sie sowohl den vom Staat forcierten, als auch den verschwiegenen Erinnerungen nach. Ausgehend von den Fotos der Serie spricht die Kulturjournalistin Natascha Freundel mit Mila Teshaieva, der Autorin Katja Petrowskaja und der Literatur- und Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann über die Erinnerung der Generationen. 21 Uhr: Konzert mit dem Quartett Leléka, das ukrainische Volksmusik mit zeitgenössischen Jazzrhythmen verbindet (Gesang, Kontrabass, Schlagzeug und Klavier).

Eine Veranstaltung des LCB mit freundlicher Unterstützung der Robert Bosch Stiftung.
Eintritt 8 € / 5 €*

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Samstag
Juni
14h
02.06.2018

Kleine Verlage am Großen Wannsee
Gartenmesse

Konzert um 19.30 h: Hannes Wittmer (Spaceman Spiff)

Kleine Verlage am Großen Wannsee

Hannes Wittmer © Andreas Hornoff

Zum vierzehnten Mal sind ausgewählte Verlage aus dem deutschsprachigen Raum zu Gast am Wannsee. Mehr als 40 (!) Verlage haben unsere Einladung angenommen und stellen Bücher und Autorinnen und Autoren in entspannter Atmosphäre vor. Alle Interessierten sind herzlich willkommen zu stöbern, zu entdecken und sich auszutauschen. Für kulinarische Genüsse wird gesorgt sein. Abends ist Musik angesagt: Ab 19.30 Uhr ist der Sänger und Songwriter Hannes Wittmer in einem Konzert mit Cello zu erleben. Wir danken der Leipziger Buchmesse für die freundliche Unterstützung dieser Veranstaltung.

Programm

14.15h
Sebastian Guggolz liest Lewis Grassic Gibbon (Guggolz)
14.30h
Christoph Roeber liest Romain Gary (Edition Blau)
14.45h
Robert Weber liest Annemarie Weber (AvivA)
15h
Annette Seemann (ebersbach & simon)
15.15h
Susanne Schenzle liest Albertine Sarrazin (Ink Press)
15.30h
Georg Thiel (Braumüller)
15.45h
Mikael Vogel (Verlagshaus Berlin)
16h
Sven Recker (Edition Nautilus)
16.15h
Johannes Schneider (Frohmann)
16.30h
Pippa Goldschmidt (CulturBooks)
16.45h
Isabel Fargo Cole (mikrotext)
17.15h
Johanna Schwedes (Reinecke & Voss)
17.30h
Dieter M. Gräf (Brueterich Press)
17.45h
Nora Wagener (Hydre Éditions)
18h
Christian Filips (roughbooks)
18.15h
Matthias Senkel (Matthes & Seitz)
18.30h
Bettina Wilpert (Verbrecher)
18.45h
Semi Eschmamp (Der gesunde Menschenversand)
19h
Garrard Conley (Secession)
19.30h
Hannes Wittmer - Konzert mit Cello

Eintritt 8 € / 5 €*

Donnerstag
Juni
19.30h
07.06.2018

Made by Characters
Ein Sommerabend der Georgischen Literatur.

Mit Nana Ekvtimishvili, Davit Gabunia,
Koti Jandieri, Gogi Dzodzuashvili & Rati Amaglobeli.
Moderation: Doris Akrap
Deutsche Übersetzungen gelesen von Leo Solter

Nana Ekvtimishvili © Nata Sopromadze

Davit Gabunia © Nodar Ladaria

Kote Jandieri © Nata Sopromadze

Gogi Dzodzuashvili & Rati Amaglobeli © privat

 

»Georgia Made by Characters« – unter diesem Motto steht der Auftritt Georgiens als Gastland der diesjährigen Frankfurter Buchmesse. Nichts ist schließlich so georgisch wie das georgische Alphabet, und vom Charisma seiner Schriftsteller konnten uns in der letzten Zeit die vielen LCB-Gastautorinnen und -autoren aus der kaukasischen Republik bereits restlos überzeugen. Drei Protagonisten der georgischen Gegenwartsliteratur stellen wir an diesem Abend vor: Die international dekorierte Filmregisseurin Nana Ekvtimishvili, deren Debütroman »Das Birnenfeld« (Ü: E. Teti und J. Dengg) im Sommer bei Suhrkamp erscheinen wird; Davit Gabunia, der in seinem Roman »Farbe der Nacht« (Rowohlt Verlag, 2018, Ü: R. Gratzfeld) mit Tabus und Schablonen der georgischen Gesellschaft bricht; den Erzähler und Filmregisseur Kote Jandieri, der in Werken wie dem Geschichtenband »Globalisierung« (Klak Verlag, 2018, Ü: N. Mikeladze- Bachsoliani) die sozialen Dramen der georgischen Gesellschaft in Szene setzt. Außerdem erleben wir eine musikalisch-literarische Performance mit Gogi Dzodzuashvili & Rati Amaglobeli. Unsere Partner vom Georgian National Book Centre und dem Georgischen Ministerium für Kultur und Sport laden im Anschluss zu georgischen Spezialitäten und Weinen.

Eintritt 8 € / 5 €*

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Samstag
Juni
20h
09.06.2018

Emphatische Lektüren: Kleist

Mit Aris Fioretos, Felicitas Hoppe, Olga Martynova und Ulrich Peltzer

Außer Haus:
Geodätenstand auf dem Hauptgebäude der TU Berlin, Straße des 17. Juni 135

Thomas Hettche © Renate von Mangoldt

Aris Fioretos © Heike Bogenberger

Felicitas Hoppe © Tobias Bohm

Olga Martynova © Tobias Bohm

Ulrich Peltzer © Tobias Bohm

Das Lesen von Literatur ist eine Schnittstellenkunst, die beides erst erzeugt: den Text und seinen Leser. In unserem technischen Zeitalter aber geht der utopische Kern dieser Kulturtechnik zunehmend verloren. »Emphatische Lektüren« ist eine Veranstaltungsreihe von Thomas Hettche an der TU Berlin, die sich daher mit ihrer Einübung beschäftigt, und bei der in diesem Semester Heinrich von Kleists »Das Erdbeben in Chili« im Mittelpunkt steht. Aris Fioretos, Felicitas Hoppe, Olga Martynova und Ulrich Peltzer sind eingeladen, sich mit Um-, Ein- und und Weiterschreibungen Kleists kanonischer Erzählung anzunähern und sie in einem Workshop mit Studierenden zu diskutieren. Wo sind wir selbst in dem Text, den wir lesend in uns erzeugen? Welche Geschichte erfinden wir, wenn wir lesen? Welchen Sinn hat der Sinn, den wir Literatur geben? Ein öffentliches Gespräch mit den vier Schriftstellerinnen und Schrifstellern stellt sich als Abschluss des Workshops im Geodätenstand der TU diesen Fragen. Eine Veranstaltung des Fachgebiets Literaturwissenschaft der TU Berlin in Zusammenarbeit mit dem Literarischen Colloquium Berlin, mit Unterstützung der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung. Der Geodätenstand der TU ist nicht ganz leicht zu finden: Im Foyer des Hauptgebäudes bitte ausschließlich den Fahrstuhl ganz links benutzen und darin auf die „aus der Reihe tanzende“ 3 drücken. Im 3. Stock wird es eine Beschilderung geben.

Eintritt: 14 € / 9 €
(Ticket für die Lange Nacht der Wissenschaften, an der Abendkasse)

Dienstag
Juni
19.30h
12.06.2018

Krieg im Frieden. Internationales Dramatiker*innenlabor
Werkstattgespräch mit Ebru Nihan Celkan, Sivan Ben Yishai,
Anastasiia Kosodii und Mehdi Moradpour

Moderation: Maxi Obexer und Sasha Marianna Salzmann

Krieg im Frieden © Esra Rotthoff

Ebru Nihan Celkan © privat

Sivan Ben Yishai © Merav Maroody

Anastasiia Kosodii  © privat

Mehdi Moradpour © Neda Navaee

Die Grenzen zwischen Krieg und Frieden sind brüchig geworden. Kriege werden nicht mehr erklärt, sondern einfach geführt. Was ist noch Konflikt, was schon Krieg? Was ist Befreiung, was Besatzung? Und was ist mit dem Krieg in unserem Inneren? Für das Projekt »Krieg im Frieden« haben das Literarische Colloquium Berlin, das Maxim Gorki Theater, das Neue Institut für Dramatisches Schreiben und die Robert Bosch Stiftung vier Theaterautor*innen eingeladen. Im Rahmen eines Schreiblabors setzen sie sich mit den gesellschaftlichen Bedingungen auseinander, die aus einem freien Leben ein Gefüge von Krieg im Frieden oder Frieden im Krieg machen. Im Werkstattgespräch berichten sie über die gemeinsame Arbeit an ihren Texten. Am 8. Juni 2018 werden die künstlerischen Ergebnisse der Begegnungen im Rahmen des Future of Europe Festivals am Schauspiel Stuttgart in Lesung und Gespräch und am 26. und 27. Oktober 2018 im Rahmen des Festivals War or Peace: Global Perspectives 1918x2018 im StudioЯ des Maxim Gorki Theaters in szenischen Lesungen präsentiert.

Eintritt 8 € / 5 €*

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Mittwoch
Juni
19.30h
13.06.2018

Hausgäste

Anuk Arudpragasam, Anna Koslova und Evgenij Vodolazkin in Lesung und Gespräch

Anuk Arudpragasam © Halik Azeez

Anna Koslova © privat

Evgenij Vodolazkin © privat

Mit Anuk Arudpragasam dürfen wir im Juni erstmals einen tamilischen Autor im LCB begrüßen. »Die Geschichte einer kurzen Ehe« (Hanser Berlin, 2017, Ü: Hannes Meyer) ist der Titel seines Debütromans, der vor dem Hintergrund des Bürgerkriegs in Sri Lanka spielt. Mit Lakonie und Poesie, harten Schnitten zwischen drastischen Kriegsszenen und Gegenbildern größter Mitmenschlichkeit erzählt er von Dinesh und Ganga und ihrem einen gemeinsamen Tag als Ehepaar. Die russische Roman- und Drehbuchautorin Anna Kozlova stellt eine schizophrene junge Frau in den Mittelpunkt ihres Romans »F20« – ein in Russland vielgelesenes Buch, das derzeit verfilmt wird. Einen „russischen Eco“ hat man Evgenij Vodolazkin nach seinem historischen Roman-Erstling »Laurus« genannt. Mit »Aviator« hat er zuletzt einen das 20. Jahrhundert umspannenden Roman vorgelegt, aus dem wir erste übersetzte Kostproben hören. Das Buch wird im kommenden Jahr im Aufbau Verlag erscheinen (Ü: Ganna-Maria Braungardt).

Eintritt frei

Freitag
Juni
19.30h
15.06.2018

Unterwegs in Russland
Ein »Grenzgänger«-Abend
Lesung: Olga Martynova
Moderation: Christine Hamel

Filmvorführung: »Im freien Fall«
Susanne Schüle, Elena Levina
Moderation: Petra Palmer

Olga Martynova »Über die Dummheit der Stunde«

„Im freien Fall“ © Susanne Schüle

Seit nunmehr 15 Jahren verfolgen die Robert Bosch Stiftung und das LCB im Rahmen des Grenzgänger-Programms das Ziel, über Rechercheförderung die Entstehung künstlerischer Werke zu unterstützen, die neue Perspektiven auf die Vielfalt und Vielschichtigkeit anderer Kulturen eröffnen. Jedes Jahr im Sommer laden wir Grenzgänger*innen ein, ihre abgeschlossenen Werke zu präsentieren; 2018 richten wir den Blick nach Russland: Olga Martynova hat Künstler und Intellektuelle in ihrer Heimatstadt St. Petersburg und auf der Krim getroffen; in ihrem Essayband »Über die Dummheit der Stunde« (S. Fischer, 2018) begeht sie literarische Grenzgänge zwischen Gegenwart und Vergangenheit und bringt Momentaufnahmen aus einem unruhigen Europa hervor. Im Mittelpunkt des Films »Im freien Fall« (D 2017) von Susanne Schüle und Elena Levina stehen Boris und Marina: Den Geschwistern einer ehemaligen Hirtenfamilie aus dem Altaigebirge wurde nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion die Lebensgrundlage entzogen. Wie ihre Geschichte um die Welt geht, als radioaktiver Weltraumschrott neben ihrer Hütte aufschlägt und sie Schadenersatz von der russischen Weltraumorganisation fordern – und wie ein ganzer Landstrich und seine Menschen nach politischen Veränderungen schlicht vergessen werden, zeigt der Dokumentarfilm auf eindrückliche Weise. Eine gemeinsame Veranstaltung des LCB und der Robert Bosch Stiftung im Rahmen des Förderprogramms Grenzgänger.

Eintritt 8 € / 5 €*

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Dienstag
Juni
19.30h
19.06.2018

Die Tramatisierung des Lebens
Ein Abend mit Fiston Mwanza Mujila und seinen Übersetzerinnen Katharina Meyer und Lena Müller

Am Saxofon: Ben Kraef
Moderation: Aurélie Maurin

Fiston Mwanza Mujila © Leonhard Hilzensauer Paul Zsolnay Verlag

Katharina Meyer © privat

Lena Müller © privat

Ben Kraef © privat

Mit „Tram 83“ (dt. Übersetzung im Zsolnay Verlag, 2016) wurde der kongolesische Schriftsteller Fiston Mwanza Mujila zu einem international gefeierten Autor. Der Roman über den einzigen Nachtclub einer pulsierenden afrikanischen Großstadt fasziniert durch seinen Stoff, seine vielstimmige Komposition, vor allem aber durch den Rhythmus und Drive seiner Sprache. Im vergangenen Jahr wurde der Autor zusammen mit Katharina Meyer und Lena Müller, seinen Übersetzerinnen ins Deutsche, mit dem Internationalen Literaturpreis des HKW ausgezeichnet; zur Zeit verbringt der in Graz lebende Schriftsteller einen Monat als Gastautor im LCB. Wir widmen Fiston Mwanza Mujila, der mit Swahili, Französisch und Deutsch drei Sprachen, wie er es nennt, „bewohnt“, einen Spaziergang durch die Variationen seines Schaffens, erleben ihn im »TOLEDO-Talk« als Interviewer seiner Übersetzerinnen und als Performer im Zusammenspiel mit dem Berliner Saxofonisten Ben Kraef. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Eintritt 8 € / 5 €*

Dienstag
Juni
10h
20.06.2018

Was bewegt die Welt?
LesArt zu Gast im LCB

»Despereaux« von Kate DiCamillo für Leser*innen ab 9 Jahren (4.- 5. Klasse)
Mit Sabine Ludwig

»Despereaux« von Kate DiCamillo

Seit 25 Jahren spürt LesArt Werke der Kinder- und Jugendliteratur auf mit dem Ziel, qualitätsvolle Bücher und Medien kleinen und großen Menschen ans Herz zu legen. Im Jubiläumsjahr 2018 trägt LesArt nun seine Arbeitsweise in die gesamte Stadt hinaus und schafft neue Räume für den kreativen Umgang mit Kinder- und Jugendliteratur in Berlin. Unter der Überschrift »Was bewegt die Welt?« widmet es sich wichtigen Zukunftsfragen und knüpft dabei an die Gefühls- und Erfahrungswelten junger Menschen an. Zusammen mit der Autorin und Übersetzerin Sabine Ludwig laden Michael Böhnisch und Juliane Eyermann Kinder im Literarischen Colloquium dazu ein, einem Text zu folgen – von seiner Schöpfung bis hin zur Wahrnehmung durch die Leser*innen und Hörer*innen. Dabei probieren sich die Kinder in einer Talentschmiede für Autor*innen und Übersetzer*innen selbst aus und gehen gemeinsam den Fragen nach: Welchen Weg nimmt eine Geschichte, bevor sie das Ohr der Zuhörer- *innen erreicht? Und was, wenn sie dabei noch in eine andere Sprache übertragen wird? Dauer ca. 3 Stunden. Anmeldung ausschließlich per E-Mail an info@lesart.org.

Eintritt frei

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Freitag
Juni
20h
22.06.2018

Freigang #2: Flexible Geometrien der Mönchsrepublik

Claudiu Komartin im Gespräch mit Alexandru Bulucz

Außer Haus:
Das Baumhaus, Gerichtstr. 23 (S+U Bhf. Wedding)

Claudiu Komartin © Ana Toma

Alexandru Bulucz © Alexander P. Englert

Im Juni begegnen sich der rumänische Dichter Claudiu Komartin und der in Berlin lebende Autor und Übersetzer Alexandru Bulucz im Weddinger Baumhaus zur zweiten Veranstaltung der Reihe »Freigang« des LCB. Im gemeinsamen Gespräch stellen sie ihre Gedichte vor und befragen sich gegenseitig zu ihrer dichterischen Arbeit: „neo-expressionistisches Pathos“ (Radu Vancu über Claudiu Komartin) trifft auf „polyphone Dynamik“ (Michael Braun über Alexandru Bulucz), Bukarest auf Berlin, Geschichte auf Gegenwart und Zukunft der rumänischen Dichtung.

Eintritt 8 € / 5 €*

Montag
Juni
19.30h
25.06.2018

Geistergespräche der Antihelden
Studio LCB

Lesung: Helmut Lethen
Gesprächspartner: Marcel Beyer und Stephan Schlak
Moderation: Katharina Teutsch

Helmut Lethen © Mimi Pötz

Herman Göring hatte 1933 den Preußischen Staatsrat ins Leben gerufen und mit wichtigen Männern des Kultur- und Forschungslebens besetzt. Die Staatsräte empfanden ihre Ernennung als Ehre. Gustav Gründgens, Wilhelm Furtwängler, Ferdinand Sauerbruch und Carl Schmitt: Vier Exzellenzen, die zwischen 1933 und 1945 Karriere machten – und die zu Ikonen der jungen Bundesrepublik wurden. Helmut Lethen fragt in seinem neuen Buch »Die Staatsräte. Elite im Dritten Reich« (Rowohlt Berlin, 2018) nach den weltanschaulichen Voraussetzungen, die künstlerische Empfindsamkeit einerseits und soziale Kälte andererseits ermöglichten. Er knüpft dabei an seine früheren Arbeiten an. »Verhaltenslehren der Kälte« war ein Klassiker, den Lethen in den neunziger Jahren geschrieben hat. Jetzt wendet er die Theorie von der kalten Generation auf seine Antihelden an. Und zwar, indem er „Geistergespräche“ zwischen Gründgens, Furtwängler, Schmitt und Sauerbruch fingiert. Herausgekommen ist eine spannungsreiche Dokufiktion über den Geist der Elite im NS-Staat. Beraten bei diesem semiliterarischen Unternehmen hat ihn Marcel Beyer. Er wird gemeinsam mit Stephan Schlak (Zeitschrift für Ideengeschichte) über unheimliche Nachbarschaften im NS-Staat diskutieren.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk.
Sendetermin: Samstag, 30. Juni 2018, 20:05 Uhr.
Sendefrequenzen und Livestream
Eintritt 8 € / 5 €*

DLF

Dienstag
Juni
19.30h
26.06.2018

Von Töchtern und Königinnen
Laura Freudenthaler und Lucy Fricke in Lesung und Gespräch

Moderation: Kristof Magnusson

Laura Freudenthaler © Marianne Andrea Borowie

Lucy Fricke © Dagmar Morath

Von ihrer Enkelin Hanna bekommt Fanny ein leeres Buch mit gelb-goldenem Einband, sie soll ihre Erinnerungen aufschreiben. Jedoch bleibt das Buch bis zum Ende von Laura Freudenthalers erstem Roman »Die Königin schweigt« (Droschl, 2018) leer. Fanny weigert sich einfach „gewisse Dinge“ zu erzählen. Aber was sie den Menschen in ihrer Umgebung verschweigt, wird dem Leser in der Fülle ihrer Erinnerungen, Wahrnehmungen und Gefühle vermittelt. Einer sonderbaren Frau mit einem sonderbaren Leben verleiht Freudenthaler so eine Stimme, die ihre Figur selbst nicht beanspruchen will. Lucy Fricke lässt in ihrem Roman »Töchter« (Rowohlt, 2018) die Protagonistin Betty von einer Reise berichten. Mit ihrer Freundin Martha und ihrem krebskranken Vater auf der Rückbank bricht sie in die Schweiz auf. Die Fahrt verläuft aber nicht wie geplant, die Route ändert sich und die Krisen, Ängste und Sehnsüchte der beiden Frauen kommen zum Vorschein. Anders als Freudenthalers Fanny schweigen Betty und Martha nicht, sondern begegnen dem Unglück mit klugem und selbstironischem Humor. Beiden Autorinnen gelingt es, auf ganz unterschiedliche, für die Generationen der Erzählerinnen charakteristische Erzählweisen das Außerordentliche in scheinbar gewöhnlichen Frauenleben aufscheinen zu lassen. Über ihre Figuren und deren Geschichten sprechen Lucy Fricke und Laura Freudenthaler mit dem Romancier, Theaterautor und Übersetzer Kristof Magnusson.

Eintritt 8 € / 5 €*

Samstag
August
14h
25.06.2018

LCB-Sommerfest der Verlage Kiepenheuer & Witsch / Galiani Berlin

2018 feiert das LCB den Sommer und die Literatur mit den Verlagen Kiepenheuer & Witsch / Galiani Berlin und seinen Autorinnen und Autoren am Wannsee!

 

LCB-Sommerfest der Verlage Kiepenheuer & Witsch / Galiani Berlin

Freitag
September
18 h
07.09.2018

Der fröhliche Weinberg

Eine Volksauktion am Wannsee
nach Carl Zuckmayers gleichnamigem Lustspiel

Samstag
September
18 h Sonntag
September
18 h
08.09.2018 09.09.2018 Der fröhliche Weinberg. Eine Volksauktion am Wannsee am 7., 8. & 9. September 2018

Des Volkes Stimme ist auch eine Stimme!

Mit drei Uraufführungen in Serie verwandelt sich der Garten der Wannsee-Villa des Literarischen Colloquiums Berlin in Carl Zuckmayers „Fröhlichen Weinberg“! Was es dort zu sehen gibt? Boulevard, Volkstheater & Anarchie! Ein amouröses Bacchanal mit Lachgarantie! Eine Familien-Saga mit Kindern und Schweinen, Weltkriegsveteranen, Karnevalisten, Juden, Syrern, echten ausgestorbenen Deutschen und Berlins beiden ältesten musikalischen Institutionen! Eine rheinische Kirmes mit Weinköniginnen, Chören, Segelbooten, einer Blaskapelle und vielen rollenden Fässern! Mit dem Dritten sieht man besser: Denn jede der drei Aufführungen wird unterschiedlich sein! Anwesend sind Schauspielgrößen aus Gegenwart, Zukunft und Tatort! Anwesend sind bedeutende Autorinnen und Autoren wie Monika Rinck und Kenan Khadaj, die sich gemeinsam mit Ihnen gepflegt betrinken und alles für die Folge des nächsten Tages umschreiben! Versteigert werden sämtliche literarischen Bestände aus dem Weinkeller des Hauses! Und am Ende vielleicht auch ein Seegrundstück in Prachtlage! Packen Sie Ihr Probierglas ein - und nix wie raus zum Wannsee!

weitere Infos hier »

Eintritt: 15 Euro | Tickets online »


 

Programmleporello

Gerne schicken wir Ihnen unser Programmleporello zu, mailen Sie uns dazu einfach Ihre Adresse an mail@lcb.de.

Sofern nicht anders angegeben:
KARTEN AUSSCHLIESSLICH AN DER ABENDKASSE

Ab sofort:
Vor und nach jeder Veranstaltung
kleine Speisen von
AL DENTE Catering

Ausstellung

»Was uns verbindet« | Mila Teshaieva | Ausstellung: 31. Mai bis 25. August 2018

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