So kommen Sie trotz Bahnstreik ins LCB:

Die verlässlichste Verbindung nach Wannsee während der Streiktage ist die S1, die im 20-Minuten Takt verkehrt. Zudem fahren einige Regionalexpresse der Linie 1.

Die Linie S7 endet dieser Tage leider in Charlottenburg.


Dienstag
Mai
20.00 Uhr
26.05.2015

Hausgäste

Madeleine Prahs, Lukas Jüliger und Maruan Paschen in Lesung und Gespräch

Madeleine Prahs © Nils Petersen / dtv

Lukas Jüliger © privat

Maruan Paschen © privat

Im Wonnemonat des Jahres 2015 stellen wir drei junge deutschsprachige Autoren vor, die derzeit im LCB wohnen. Madeleine Prahs, 1980 in Karl-Marx-Stadt geboren und Teilnehmerin unserer Autorenwerkstatt 2007, debütierte 2014 bei dtv mit dem Roman „Nachbarn”, in dem sie klug und überraschend von sechs Menschen erzählt, deren Biographien untrennbar mit der deutschen Geschichte verbunden sind. Maruan Paschen, 1984 geboren und in Hamburg aufgewachsen, absolvierte eine Ausbildung zum Koch und studierte anschließend am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel. 2014 erschien bei Matthes & Seitz sein poetisches Roman-Debüt „Kai. Eine Internatsgeschichte”. Lukas Jüliger, geboren 1988, studiert Illustration an der Hochschule für angewandte Wissenschaft in Hamburg und machte 2014 mit seiner Graphic-Novel „Vakuum” (Reprodukt) auf sich aufmerksam, einer ungewöhnlichen Coming-of-Age-Geschichte in starken Bildern.

Eintritt frei

Freitag
Juni
19.30 Uhr
05.06.2015

Wolkenläufer, Domino Effekt: „Grenzgänger“ in Abchasien und China
Lesung und Filmvorführung mit Angela Köckritz, Elwira Niewiera und Piotr Rosołowski

Moderation: Gregor Dotzauer und Gemma Pörzgen

Domino Effekt

Seit über zehn Jahren fördert die Robert Bosch Stiftung im Rahmen des Programms „Grenzgänger – Europa und seine Nachbarn“ Autoren, Filmemacher, Journalisten und Fotografen bei ihren Recherchereisen in die Länder Mittel- und Osteuropas sowie Nordafrikas oder in die Türkei. Aus der Fülle an vielseitigen Projekten präsentieren wir heute Abend einen jüngst in den Kinos gestarteten Dokumentarfilm und das erste Buch, das aus dem 2014 ins Leben gerufenen Schwesterprojekt „Grenzgänger Deutschland – China“ hervorgegangen ist. Angela Köckritz, langjährige Ostasien-Korrespondentin der ZEIT, hat in China Menschen getroffen, die sich ganz ihren Träumen verschrieben haben. Nach ihren persönlichen Geschichten und Motiven befragte sie dabei u.a. einen Architekten, einen Eremiten, eine Wahrsagerin, eine Konkubine und einen Bürgerrechtler. Daraus entstand das Reportagebuch „Wolkenläufer“ (Droemer Knaur 2015), das uns einen Zugang zu den Individuen verschafft, die wir sonst angesichts der Masse übersehen.

„Selten wurden in einem Dokumentarfilm ein persönliches Beziehungsdrama und ein politisch-militärischer Konflikt in so intelligenter und packender Weise und cineastisch stimmig vermittelt wie hier“ resümiert die NZZ über „Domino Effekt“, der den Fokus auf die kleine Kaukasusrepublik Abchasien wirft, die sich 1992 in einem blutigen Bürgerkrieg von Georgien lossagte. Er erzählt die Liebesgeschichte des Sportministers Rafael und der russischen Opernsängerin Natascha, die in dem bis heute nicht anerkannten Staat versuchen, ein gemeinsames Leben aufzubauen und deren persönliches Glück unter der Last der politischen Isolation zu scheitern droht.

Eine gemeinsame Veranstaltung des LCB und der Robert Bosch Stiftung im Rahmen des Förderprogramms Grenzgänger.
Eintritt 8 € / 5 € *

DLF

Dienstag
Juni
20.00 Uhr
09.06.2015

Jeder Tag gehört dem Dieb. Buchpremiere
Teju Cole in Lesung und Gespräch

Moderation: Ina Hartwig

Teju Cole © Tim Knox

Teju Cole ist im Juni Stipendiat im Literarischen Colloquium. Im Frühjahr erschien bei Hanser Berlin sein zweites Buch in deutscher Übersetzung (Christine Richter-Nilsson): „Jeder Tag gehört dem Dieb”. Ein junger Mann kehrt nach einigen Jahren in Amerika heim nach Lagos in Nigeria, an den Ort seiner Kindheit, den er vor vielen Jahren verlassen hat. Er kommt bei Verwandten unter, trifft alte Freunde, lässt sich durch die Straßen treiben. Lagos ist anstrengend und korrupt, Verheißung und Zumutung in einem, voller Geschichten von spiritueller Größe und Verkommenheit. Jede Nacht ist ein vergeblicher Versuch, Ruhe zu finden. Und jeder Tag ein Spiegel, in dem er sich selbst immer klarer sieht. Soll er bleiben oder fliehen? „Teju Coles Erzählerfiguren sind, und das ist das Spannende, ambivalente Charaktere voller Rätsel, Abgründe. Dabei zeugt Coles Schreibweise von einer intensiven, niemals gleichgültigen Genauigkeit, in der gelegentlich der Kunsthistoriker in ihm aufblitzt.“ (Ina Hartwig). Nicht nur als Autor, nicht nur als Kunsthistoriker, auch als Fotograf hat Teju Cole einen Namen. Geboren wurde er in Michigan als Sohn nigerianischer Eltern, wuchs jedoch in Lagos auf, um mit siebzehn Jahren in die USA zurückzukehren. Schon sein erster Roman „Open City” (2011) fand weltweit ein außergewöhnliches Echo.

Eintritt 8 € / 5 € *

Donnerstag
Juni
20.00 Uhr
11.06.2015

Stadt, Wald, Garten
Lesung: Valerie Fritsch und Doris Knecht

Moderation: Claudia Kramatschek

Valerie Fritsch © Jasmin Schuller

Doris Knecht © Pamela Rußmann

In diesem Frühjahr haben die österreichischen Autorinnen Doris Knecht und Valerie Fritsch Romane veröffentlicht, deren Protagonisten in eine verwilderte Natur zurückkehren, die zugleich Sinnbild ist für eine zerbrechlich gewordene Zivilisation. Fritschs Roman „Winters Garten” (Suhrkamp) erzählt von dem Vogelzüchter Anton und seiner Frau Friederike, die nach Jahren in der Stadt an ihren Sehnsuchtsort zurückkehren, zu einem Zeitpunkt, „als die Häuser und Straßenzüge verfallen und die wilden Tiere in die Vorgärten und Hinterhöfe eindringen“ und die Zukunft der Zivilisation unmöglich scheint. In Knechts Roman „Wald” (Rowohlt Berlin) ist es Marian, eine moderne Städterin, die aus Geldgründen unfreiwillig aufs Land fliehen muss und fernab ihres bislang gelebten Lebens einen Neuanfang versucht. Über die Sehnsucht nach scheinbar intakter ländlicher Idylle und das Dasein auf dem Land als Spiegel einer brüchigen bürgerlichen Welt spricht die Literaturkritikerin Claudia Kramatschek mit den Autorinnen.

Eintritt 8 € / 5 € *

Montag
Juni
20.00 Uhr
15.06.2015

Rom, von innen und außen

Lesung und Gespräch: Hanns-Josef Ortheil und Lothar Müller

Hanns-Josef Ortheil © Peter von Felbert

Der Schriftsteller Hanns-Josef Ortheil hat immer wieder aus sehr unterschiedlichen zeitlichen und thematischen Perspektiven über Rom geschrieben. 1998 erschien sein Roman „Faustinas Küsse” (über Goethes Rom-Aufenthalt im späten 18. Jahrhundert), 2009 veröffentlichte er römische Stadterkundungen („Rom. Eine Ekstase”). 2014 schrieb er das Nachwort zu Émile Zolas Journal „Meine Reise nach Rom” (aus dem späten 19. Jahrhundert). Und in diesem Frühjahr erschien schließlich „Rom, Villa Massimo” (Verlag Langen Müller), ein Roman über die Deutsche Akademie, ihre Stipendiaten und ihre Geschichte im 20. Jahrhundert. Der Literaturkritiker Lothar Müller spricht mit dem Autor über all diese Projekte. Gemeinsam erkunden sie die verschiedenen Wege, die Ortheil von innen und außen durch die Ewige Stadt gegangen ist.

Eintritt 8 € / 5 € *

Freitag
Juni
19.00 Uhr
19.06.2015

Die elektrische Lesenacht
Die Verlage CulturBooks, Frohmann, Mikrotext und Shelff mit Autorinnen und Autoren zu Gast im LCB

Mit Aboud Saeed (Mikrotext), Pippa Goldschmidt (CulturBooks), Gregor Weichbrodt (Frohmann), Imran Ayata (Shelff) und Michaela Maria Müller (Frohmann)

Glühbirne

Die Electric Book Fair, die im Sommer 2014 in Berlin stattfand, hat gezeigt, wie wichtig es ist, sich über die neuen und vielfältigen Möglichkeiten des Verlegens im digitalen Zeitalter auszutauschen. Auch in diesem Jahr tritt das Team der ersten E-Book-Messe Deutschlands mit Veranstaltungen in Erscheinung, die das digitale Lesen, Verlegen und Schreiben in den Mittelpunkt stellen. Dabei folgen die Verlegerinnen und Verleger einer uralten Regel der Branche und veröffentlichen einfach die Texte, die ihnen gefallen – und suchen dafür neue Öffentlichkeiten. So gibt es bei CulturBooks etwa Übersetzungen der preisgekrönten englischen Autorin Pippa Goldschmidt, übertragen von der Verlegerin Zoë Beck selbst. Mikrotext gibt aktuellsten Themen Raum, etwa dem jungen syrischen Autor Aboud Saeed, der vom Kleinstadt-Schmied zum prominenten Facebook-Dichter wurde. Auch gedruckt wird das E-Book ab und zu, etwa vom Verlagskollektiv Shelff in zwei Exemplaren – als wertsteigernde Anlage. Der Frohmann Verlag setzt auf im Netz emergierende Textphänomene. Vier Verlage, die sich auf das Veröffentlichen literarischer Texte im „pur-digitalen“ Format konzentrieren und dabei neue Wege beschreiten, stellen sich mit ihren Autorinnen und Autoren, darunter Aboud Saeed (Mikrotext), Pippa Goldschmidt (CulturBooks) und Gregor Weichbrodt (Frohmann) am heutigen Abend im LCB vor. Im Anschluss Tanz und Blicke auf den sommerabendlichen See zur Musik von UMA (DJ).

Eintritt 8 € / 5 € *

Donnerstag
Juni
20.00 Uhr
25.06.2015

Studio LCB
Lesung: Klaus Modick und Heimo Schwilk

Gesprächspartner: Carolin Emcke
Moderation: Denis Scheck

Klaus Modick © privat

Heimo Schwilk © privat

Sein Roman „Konzert ohne Dichter“ hat dem deutschen Erzähler Klaus Modick in diesem Frühjahr den lang verdienten Durchbruch beschert: „Konzert ohne Dichter“ hält sich seit vielen Wochen auf der Bestsellerliste und löste großes Rühmen in der deutschen Literaturkritik aus. Modick, geboren 1951 in Oldenburg, führt in seinem Künstlerroman am Beispiel des Malers Heinrich Vogeler und des Dichters Rainer Maria Rilke ins Zentrum der Frage, inwieweit kreatives Schaffen moralisches Versagen kompensiert – und fächert mit leichter Hand dabei ein Universum menschlicher Möglichkeiten auf. In seiner neuen Rilke-Biographie „Rilke und die Frauen“ zeichnet der Autor und Publizist Heimo Schwilk ein denkbar anderes Bild von Rainer Marie Rilke, geht der „Biographie eines Liebenden“ nach und zeigt die Metarmophose von Liebe in Kunst. Im „Studio LCB” treffen Klaus Modick und Heimo Schwilk aufeinander, lesen aus ihren Büchern und diskutieren mit der Publizistin Carolin Emcke über Rilke und die Frauen, das Leben und die Kunst.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk.
Sendetermin: Samstag, 27. Juni 2015, 20:05 Uhr.
Sendefrequenzen und Livestream
Eintritt 8 € / 5 € *

DLF

Dienstag
Juni
20.00 Uhr
30.06.2015

Die Vermessung der Künste
Open air: Teju Cole und Daniel Kehlmann in Lesung und Gespräch

Moderation: Ijoma Mangold

Teju Cole © Tim Knox

Daniel Kehlmann © Tobias Bohm

Als Teju Coles Roman „Open City” erschien, überschlug sich die amerikanische Kritik vor Begeisterung. Unter anderem wurde der junge Autor, in Nigeria aufgewachsen, nun in New York lebend, mit W. G. Sebald verglichen. Beide verbindet ein reflexiv-essayistischer Stil. Wo die Düsternis bei Sebald allerdings ins Melancholische, ins Schwermütige neigt, hat sie bei Cole einen Zug von subtiler Härte. Ein großer Bewunderer von Sebald ist seit je Daniel Kehlmann. Auch Kehlmann ist, mit einer Wohnung in New York, zumindest ein halber Ausgewanderter. Und beide, Kehlmann wie Cole, sind eminent gelehrte Autoren, die den Kanon der Künste für ihr eigenes Schreiben fruchtbar machen. Dieser Abend bringt also zwei große Namen der aktuellen Gegenwartsliteratur zusammen, um ein Gespräch über die Literatur, die Künste, die Welt und das Auswandern zu eröffnen.

Eintritt 8 € / 5 € *

KARTEN AUSSCHLIESSLICH AN DER ABENDKASSE

Ab sofort:
Vor und nach jeder Veranstaltung
kleine Speisen von
AL DENTE Catering

Ausstellung

Zeitsprünge – Idee des Sitzens. Fotografien von Renate von Mangoldt

Portale

litport.de

lesungen.net

Zeitschrift

Spritz

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Übersetztercolloquium

Übersetztercolloquium

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PETRA

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