Montag
Dezember
14.00 und 20.00 Uhr
01.12.2014

Finnlandschwedische Avantgarde

Tagung. Abends Lesung und Diskussion

14.00 Uhr
Begrüßung: Prof em. Clas Zilliacus (Åbo), Dr. Josef Kleinheinrich (Münster)
Vorträge von Andreas F. Kelletat (Germersheim/Mannheim), Michael Braun (Heidelberg), Nico Bleutge (Berlin), Peter Urban-Halle (Berlin), Cornelia Jentzsch (Melzow/Uckermark), Anders Olsson (Stockholm) und eine Replik von Daniela Seel (Berlin)
20.00 Uhr
Lesung und Gespräch: Daniela Seel, Michael Braun und Clas Zilliacus diskutieren Werke und Nachwirkung. Die Schauspielerin Meriam Abbas und Herausgeber Klaus-Jürgen Liedtke lesen Gedichte von Edith Södergran , Elmer Diktonius, Rabbe Enckell, Gunnar Björling und Henry Parland

Mit unbändiger Kraft und Heiterkeit trat vor knapp 100 Jahren in Finnland eine Phalanx junger Dichter auf den Plan, die - schwedisch schreibend - die lyrische Moderne im gesamten Norden begründeten. Erst jetzt kann die Dimension dieser literarischen Bewegung auch auf deutsch ermessen werden: anhand einer im Verlag Kleinheinrich erschienenen Werkausgabe.

Eine Veranstaltung der Schwedischen Literaturgesellschaft in Finnland.
Eintritt frei

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Dienstag
Dezember
20.00 Uhr
02.12.2014

Das Liebes-ABC
Stummfilmhörstücke von und mit Christian Filips, Franz Tröger (Vocals / Spieluhr / Poetry Performance)
und Monika Rinck (Text / Bild / Begriffs-Fernsprecherin)

Einführung: Hanns Zischler

Asta Nielsen

Als der Tonfilm kam, ist Asta Nielsen verstummt. In ihrer Autobiographie „Die schweigende Muse“ legt sie ihre Gründe dar. Monika Rinck, Christian Filips und Franz Tröger haben im Auftrag des Literarischen Colloquiums Stummfilme („Das Liebes-ABC, „Die Suffragette“, „Das Eskimobaby“, „Die Börsenkönigin“) und Texte der dänischen Diva gesichtet und sie in ein Stummfilmhörstück verwandelt. Entstanden ist ein Abecedaire, das der Liebe dort, wo sie stumm zu werden droht, ihr Schweigen zurückgibt. »Die betörenden Worte hießen doch: hypothetisches Leben, Genauigkeit und Seele in friedlicher Koexistenz. Ach, dieses emphatische Und. Oder wie einmal jemand anderes gesagt hat: This film is very special. In this film we gonna have penetration and narration.« (Monika Rinck, „Ah, das Love-Ding“). Zur Einführung spricht Hanns Zischler, von dem gerade die Erzählung „Das Mädchen mit den Orangenpapieren“ (Galiani Berlin) erschienen ist.

In Zusammenarbeit mit der Deutschen Kinemathek. Mit freundlicher Unterstützung der Péter Horváth Stiftung.
Eintritt 8 € / 5 € *

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Freitag
Dezember
10.00 Uhr - 18.00 Uhr
05.12.2014

Acheln, zinken und verkimmern oder
Aus Gaunermund geschöpft

Eine ganztägige und sprachübergreifende Fortbildung zum Rotwelschen und anderen Geheimsprachen.
Für literarische Übersetzer und sonstige Interessierte.

Leitung: Gabriele Leupold und Eveline Passet

Der Sprachforscher August Friedrich Pott (1802-1887) sah in den europäischen Gaunersprachen, zu denen auch das deutsche Rotwelsch zählt, Denkmale eines „glänzenden Scharfsinns und einer ihn befruchtenden Einbildungskraft voll der keckesten Sprünge und lebhaftesten Bilder“. Wie entsteht eine solche künstliche Sprache in einem sozialen Milieu, das sich aus Randgruppen der Gesellschaft zusammensetzt? Robert Jütte bietet am Beispiel des Rotwelschen eine Einführung in die phantasievollen Sprach-Spiele einer bürgerlichen Gegenwelt. Christian Efing spricht über die Inszenierung von Sondersprachen in der Literatur.

Der Eintritt ist frei, 12 Euro Unkostenbeteiligung für einen Mittagsimbiss und Getränke sind vorgesehen. Anmeldung per Mail erbeten an becker@lcb.de oder Fax 030-81699619.
Eintritt frei

Montag
Dezember
9.30 Uhr - 17.00 Uhr
15.12.2014

Viele Wege führen nach Rom ... oder zum Literaturübersetzen

Berufskundeseminar für Einsteiger und Zukunftsplaner

Das Seminar richtet sich an alle, die mehr über die Wege zum Literaturübersetzen und die rechtlichen und wirtschaftlichen Seiten dieses Berufs erfahren wollen. Besprochen werden: Möglichkeiten des Einstiegs, Auftragsakquise, Vertragsgestaltung, Honorare, Urheberrecht, Künstlersozialkasse, VG Wort, Stipendien, Übersetzerverband und Gewerkschaft. Seminarleitung: Claudia Steinitz (seit 25 Jahren Übersetzerin aus dem Französischen) und Jochen Schwarzer (seit 20 Jahren Übersetzer aus dem Englischen).

Für einen Imbiss und Getränke bitten wir vor Ort um einen Unkostenbeitrag von 12 Euro. Anmeldungen erforderlich – bitte mit kurzer Angabe, ob Sie über das Literaturübersetzen noch nachdenken oder schon auf dem Weg dazu sind – bis 8.12.2014 per Mail an: claudia.steinitz@t-online.de.

Donnerstag
Dezember
20.00 Uhr
18.12.2014

Auf Wiedervorlage
Balzac: Verlorene Illusionen

Mit Hans Ulrich Gumbrecht, Andreas Isenschmid und Melanie Walz

Honoré de Balzac

Balzacs Romane leuchten die französische Gesellschaft des frühen neunzehnten Jahrhunderts bis in die intimsten Winkel des Seelen- und Soziallebens aus. In sein immenses historisches Panorama hat Balzac Figuren gestellt, die man in ihrer Größe zu recht immer wieder mit denen Shakespeares vergleicht. Und auf jeder zweiten Seite blitzt dieser Autor mit seinen politischen und psychologischen Einsichten in die Gegenwart hinüber. Der Hanser Verlag und die Übersetzerin Melanie Walz nehmen nun mit Balzacs „Verlorenen Illusionen”, dem Balzac-Roman schlechthin, eine neuen Anlauf, Balzac im deutschen Leserbewusstsein zu verankern. Melanie Walz, der Kritiker Andreas Isenschmid und der Stanford-Komparatist Hans Ulrich Gumbrecht unterhalten sich über das historische Profil und die philologischen Finessen Balzacs. Der Abend ist Auftakt der kleinen Reihe „Auf Wiedervorlage“, die Anfang nächsten Jahres ihre Fortsetzung mit Sibylle Lewitscharoff (über Dante) sowie mit Elke Erb und Christian Filips (über Lenin) finden wird.

Mit freundlicher Unterstützung der Französischen Botschaft und des Hanser Verlags.
Eintritt 8 € / 5 € *

KARTEN AUSSCHLIESSLICH AN DER ABENDKASSE

Ab sofort:
Vor und nach jeder Veranstaltung
kleine Speisen von
AL DENTE Catering

Ausstellungen

Fotos und Texte von Dieter M. Gräf

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