Montag
Dezember
20.00 Uhr
05.11.2016

Der Mauerläufer
Nell Zink

Moderation: Jutta Person

Nell Zink © Fred Filkorn

Nell Zink präsentiert ihren Roman „Der Mauerläufer“ (Rowohlt Verlag, aus dem Englischen von Thomas Überhoff). Mit ihm schlug die amerikanische Autorin, die südlich von Berlin in Bad Belzig lebt, schon in den USA große Wellen, bis hin zur New York Times. „Ihre Sätze und Geschichten sind so stark und überzeugend, dass man sich ihnen nicht entziehen kann“, würdigte Jonathan Franzen das nun schon in mehrere Sprachen übersetzte Werk. Die Literaturkritikerin Jutta Person, die den Abend moderiert, schrieb in der Süddeutschen Zeitung: „Nell Zink bringt zusammen, was zusammengehört: Vogel, Frau, Fetisch. Ihre monstermeisenmäßig durchgeknallte Vögelgroteske bietet alles auf, um Lebewesen als Triebwesen kenntlich zu machen – was zu Ökoterrorismus und schließlich zu bildungsromanhafter Selbsterkenntnis führt.“ Auch in ihr neues, gerade auf Englisch erschienene Werk „Nicotine“ gibt Nell Zink an diesem Abend erste Einblicke.

Eintritt 8 € / 5 €*

Mittwoch
Dezember
20.00 Uhr
07.11.2016

Seifensieder
Bert Elsmann-Papenfuß. Buchpremiere

Gesprächspartner: Ulf Stolterfoht

Bert Elsmann-Papenfuß © Tobias Bohm

Gerade noch las Volker Braun auf der LCB-Bühne das neue Gedicht „Telephos an Papenfuß“, schon ist der Angerufene da – gemeinsam mit dem druckfrischen Gedichtband „Seifensieder. Angewandte Schrunst für eingewiesene Ausgeweihte“. Erschienen ist das Buch im Verlag des Dichterkollegen Ulf Stolterfoht: „Schwierige Lyrik zu einem sehr hohen Preis, dann ist es Brueterich Press“. Und auf dem Buchrücken lesen wir, was Fancy Douwes Dekker über Autor und Werk denkt: „Obwohl eine kanonisierte Ikone der jüngeren ostdeutschen – mittlerweile vergangenen – Literaturgeschichte, vermag Bert Elsmann-Papenfuß mit seiner ‚angewandten Schrunst‘ erfrischend unakademisch Gegenwärtiges zu artikulieren und mittelfristig Künftiges treffend herbei zu schreiben, bevor ich mich daran erinnere – irgendwie auch zu viel des Guten. Ein überreifes Werk.“ Zuletzt erschienen von Bert Elsmann-Papenfuß, geboren 1956 als Bert Papenfuß in Reuterstadt Stavenhagen, „Die Mauer“ (mit Antonio Saura), Hatje Cantz 2012, und „Psychonautikon Prenzlauer Berg“ (mit Ronald Lippok), starfruit publications 2015.

Eintritt 8 € / 5 €*

Donnerstag
Dezember
20.00 Uhr
08.11.2016

Wiedergelesen: „Flughunde”
Lesung: Marcel Beyer

Moderation: Thomas Geiger

Marcel Beyer © Tobias Bohm

Dass der 1965 geborene Marcel Beyer zu den besten Romanciers, den raffiniertesten Dichtern und den espritvollsten Essayisten im deutschsprachigen Raum gehört, hat sich bis Darmstadt herumgesprochen. Die dort ansässige Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung hat ihm den Georg-Büchner-Preis 2016 verliehen. Wir nehmen dies zum Anlass, noch einmal seinen Roman „Flughunde“ (Suhrkamp Verlag) zu lesen und mit dem Autor über den Roman zu sprechen, mit dem er 1995 einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde. In „Flughunde“ erzählt Beyer anhand des Tontechnikers Hermann Karnau eine Geschichte des Dritten Reiches. Über die damals modernen akustischen Möglichkeiten wie Lautsprecher und Tonaufzeichnungen begibt sich der nachgeborene Autor Marcel Beyer in die ganze Monströsität des Nationalsozialismus. So ist es kein Zufall, dass die Familie des Reichspropagandaministers Joseph Goebbels, der wie kein zweiter die Möglichkeiten der neuen Techniken wie der Rundfunkübertragungen nutzte, neben Karnau gewissermaßen die zweite Erzählstimme des Romans bildet. Marcel Beyer wird aus „Flughunde” lesen und mit Thomas Geiger über die Rezeption, die Umsetzung als Graphic Novel durch Ulli Lust (Suhrkamp, 2013) und seine Erfahrungen beim Wiederlesen der „Flughunde” sprechen.

Eintritt 8 € / 5 €*

Montag
Dezember
20.00 Uhr
12.11.2016

Hausgäste

Anja Golob, Anja Kampmann und Kinga Tóth in Lesung und Gespräch

Anja Golob © Jost Franko

Anja Kampmann © Juliane Henrich

Kinga Tóth © Richard Lutzbauer

Dieser Abend wird vor allem lyrisch: Anja Kampmann, deren Gedichte schon 2013 mit dem MDR Literaturpreis und 2015 mit dem Wolfgang Weyrauch-Förderpreis prämiert wurden, hat gerade ihren ersten Gedichtband „Proben von Stein und Licht“ (Hanser) veröffentlicht. Die Autorin,Journalistin und (Tanz-)Dramaturgin Anja Golob, die als eine der eindrucksvollsten lyrischen Stimmen der slowenischen Gegenwartsliteratur gilt, lieferte 2015 ein Lyrikdebut in deutscher Übersetzung:„ab und zu neigungen“ (aus dem Slowenischen von Urška P. Cerne und Uljana Wolf, Hochroth Verlag). Und zum Abschluss erleben wir einen Auftritt der ungarischen Lyrikerin und Performerin Kinga Tóth.

Eintritt frei

Dienstag
Dezember
20.00 Uhr
13.11.2016

Ich bin ein Bauer und mein Feld brennt
Halldór Laxness Halldórssen, Christiánður Filipsson. Ein isländischer Dichterabend

Moderation: Thomas Böhm

Halldór Laxness Halldórssen © privat

Christiánður Filipsson © privat

Auf den furiosen isländischen Fußballsommer folgt ein furchteinflößender isländischer Poesie-Winter: Drei der insgesamt dreizehn Weihnachtsmänner (Jólasveinar) der Insel machen sich auf den Weg nach Berlin, um dort zur Adventszeit die Angst und Schrecken verbreitenden Gedichte des 1985 geborenen TV-Entertainers, Ex-Rappers und Nobelpreisträgerenkels Halldór Laxness Halldórsson aufzusagen. Pottasleikir (der Topflecker), Gattapefur (der Türschlitzschnüffler) und Bjugnakraekir (der Wurststibitzer) besingen die Freude, Abscheu, die Schönheit, laute Geländewagen, Islandpferde, schwarzen Kaffee, Spekulatius und Angst. Unter dem Titel „Ich bin ein Bauer und mein Feld brennt“ sind die Gedichte in diesem Herbst erstmals in deutscher Sprache bei roughbooks erschienen, übersetzt „im Zustand vulkanischer Trance“ von Christiánður Filipsson. „Bei den Gedichten Halldorssons hat man den Eindruck, einem urigen Roadmovie beizuwohnen, einer Einfallsroute, die mal hierhin, mal dorthin über diese kleine Insel namens Island führt.“ (Hendrik Jackson, fixpoetry).Anschließend lädt die Isländische Botschaft zu einem Apéro. Skál!

Eintritt 8 € / 5 €*

 

Sofern nicht anders angegeben:
KARTEN AUSSCHLIESSLICH AN DER ABENDKASSE

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