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Quelle: http://www.lcb.de/home/index.htm

Dienstag
Februar
20.00 Uhr
21.02.2017

Auf Wiedervorlage
Gottfried Wilhelm Leibniz – Harlekinsmäntel und andere Bewandtnisse

Oswald Egger. Buchpremiere, Film- und Bilderschau
Einführung: Hartmut Hecht

Oswald Egger © Charlotte Kons

„Honk, if you love Leibniz“ – Kann, wer sich auf Leibniz beruft, ein Narr sein? Oswald Egger wird versuchen, einige implizite Ideen bei Leibniz zusammenzureimen und in Modellen und Gedanken-
experimenten anschaulich zu machen, „wie eins zum anderen kommt“. Er tut dies in Form von Worten und Formen ohne Worte, anhand von Bildern und Filmen. Ausgangspunkt des Abends ist Oswald Eggers poetologische Untersuchung „Harlekinsmäntel und andere Bewandtnisse“, soeben erschienen bei Matthes & Seitz. Der Leibniz-Spezialist Hartmut Hecht (Humboldt-Universität, Institut für Philosophie) führt in den Abend ein. „Wer mich bloß aus meinen Veröffentlichungen kennt, kennt mich nicht“, schreibt Leibniz, zu dessen Ehren der Fabrikant Hermann Bahlsen 1895 sogar den Namen für Produkte seiner Cakes-Fabrik schützen ließ. Im Anschluss Leibniz-Kekse und Getränke.

Eintritt 8 € / 5 €*

Mittwoch
Februar
20.00 Uhr
22.02.2017

Die iranische Moderne (II)
Literatur, die fremd bleibt:
Geschichten aus der Ferne erzählen

Amir Hassan Cheheltan (Teheran) und
Shahriar Mandanipur (USA) in Lesung und Gespräch
Moderation: Jutta Himmelreich

Amir Hassan Cheheltan © DAI

Shahriar Mandanipur © privat

Es sei Aufgabe des Schriftstellers, so Amir Hassan Cheheltan, von anderen Orten und Zeiten zu schreiben. Was aber, wenn die einheimische Literatur an ganz anderen Orten und in divergierenden Gesellschaften entsteht? Cheheltan und Shahriar Mandanipur gehören zu den bedeutendsten Vertretern der iranischen Gegenwartsliteratur, beide haben internationale Resonanz und restituieren mit ihrer Erzählkunst die iranische Kultur. Nur ist ihnen ihr eigenes Werk in gewisser Weise fremd: Seinen aktuellen Roman „Eine iranische Liebesgeschichte zensieren” (Unionsverlag) hat Mandanipur im Ausland geschrieben und veröffentlicht, den Iran hat er seit Jahren nicht mehr besucht. Cheheltans furioser letzter Roman „Der Kalligraf von Isfahan“ (C.H. Beck) ist wie seine letzten Bücher nicht in der Originalsprache Farsi erschienen. Trotzdem lebt und schreibt er im Iran. Beide werden aus neuen Texten lesen und darüber sprechen, wie sich ihr Schreiben in der Ferne und der Heimat verändert hat.

Eine Veranstaltung im Rahmen des Programms „Die iranische Moderne“, in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut, mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.
Eintritt 8 € / 5 €
*

Montag
Februar
20.00 Uhr
27.02.2017

Kafka geht ins Kino (I)
„Im Kino gewesen. Geweint. ‚Lolotte‘.“

Hanns Zischler
Ein Stummfilmabend mit Musik, Filmerklärer und Zauberer

Hanns Zischler © Julia Baier

Hanns Zischler: Kafka geht ins Kino (Cover)

„Anders als die zünftigen Germanisten, deren verbohrte Untersuchungen regelmäßig umschlagen in eine Travestie von Wissenschaft, und anders auch als die an der Schwierigkeit Kafkas ihren höheren Scharfsinn erprobenden Literaturtheoretiker beschränkt Hanns Zischler sich auf den zurückhaltenden, nirgends über den Gegenstand eines Interesses hinausstrebenden Kommentar“, schrieb W.G. Sebald, als vor zwanzig Jahren „Kafka geht ins Kino“ erschien. Nun veröffentlicht Hanns Zischler eine neue erweiterte Ausgabe (Galiani Berlin), ausgestattet mit einer DVD des Filmmuseums München, die die Filme enthält, die Franz Kafka damals sah: etwa „Die Weiße Sklavin“, „Theodor Körner“ oder „Das Kind von Paris“ mit Suzanne Privat als kleine Lolotte. „Im Kino gewesen. Geweint. ‚Lolotte'. Der gute Pfarrer. Das kleine Fahrrad. Die Versöhnung der Eltern. Maßlose Unterhaltung.“ – notiert Franz Kafka im November 1913. Hanns Zischler führt durch den Abend, nach historischem Vorbild als Filmerklärer, sekundiert von einem Zauberkünstler.

Eintritt 8 € / 5 €*

Dienstag
Februar
20.00 Uhr
28.02.2017

Kafka geht ins Kino (II)
„Nachmittag Palästinafilm“

Filmvorführung: Shiwath Zion (50 Min. R: Jakob Ben-Dov)
Diskussion: Anja Siegemund, Stewart Tryster, Hanns Zischler

„Nachmittag Palästinafilm.“ liest man, datiert auf den 23. Oktober 1921, in Kafkas Notizbuch. Auf Betreiben der zionistischen Zeitschrift „Selbstwehr“ wurde in einer geschlossenen Vorführung im Prager Kino „Lido-Bio“ der heroische Aufbruchsfilm „Shiwath Zion“ (Rückkehr nach Zion) gezeigt. „Hauptsächlich gilt es ja für die Durchschnittsmasse der Juristen, dass sie erst zu Staub zerrieben werden müssen, ehe sie nach Palästina dürfen, denn Erde braucht Palästina, aber Juristen nicht“, schreibt Franz Kafka indes 1921 in einem Brief an Robert Klopstock. Aber auch wenn Kafka zum Zionismus in einem ambivalenten Verhältnis stand, so zwang ihn doch der zunehmende Antisemitismus in Prag, sich ernsthaft mit dem Gedanken der Auswanderung auseinanderzusetzen: „Ist es nicht selbstverständlich, dass man von dort weggeht, wo man so gehasst wird (Zionismus oder Volksgefühl ist dafür gar nicht nötig)?“ Im Anschluss an den Film diskutiert Hanns Zischler mit Anja Siegemund, Leiterin des Centrum Judaicum, und Stewart Tryster, ehemaliger Leiter des Steven Spielberg Jewish Film Archives, Jerusalem.

In Kooperation mit der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum.
Eintritt 8 € / 5 €
*

Mittwoch
März
20.00 Uhr
01.03.2017

Die iranische Moderne (III)
Schriftsteller als Sprecher ihrer Kultur?

Lesung und Gespräch: Nora Bossong, Jan Wagner und Mahmoud Hosseini Zad
Moderation: Florian Werner

Nora Bossong © Tobias Bohm

Jan Wagner © Tobias Bohm

Mahmoud Hosseini Zad © privat

Wenn einer eine Reise tut, so kann er was erzählen: Nora Bossong und Jan Wagner bereisten im vergangenen Jahr auf Einladung des Auswärtigen Amts den Iran. Sie haben Teheran und Isfahan, Shiraz und Persepolis gesehen, vor großen Auditorien gelesen, sind Kollegen und Kulturschaffenden begegnet. Hat Literatur, haben ihre Bücher und Texte eine Wirkung, oder sind es vielmehr die Begegnungen zwischen Individuen, die kulturelle, religiöse oder nationale Grenzen überwinden? Gesprächspartner auf dem Podium ist der iranische Autor und Übersetzer Mahmoud Hosseini Zad, der über viele Jahre Autorinnen und Autoren wie Judith Hermann, lngo Schulze, Peter Stamm und Julia Franck eine persische Stimme gegeben, ihnen mitunter auch sein Land gezeigt hat. Florian Werner moderiert den Abend.

Eine Veranstaltung im Rahmen des Programms „Die iranische Moderne“, in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut, mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.
Eintritt 8 € / 5 €
*

Donnerstag
März
20.00 Uhr
02.03.2017

Fremde Freunde
Lesung und Gespräch: Patrick Deville, Tierno Monénembo und Uwe Timm

Moderation: Patricia Klobusiczky

Patrick Deville © robfer

Tierno Monénembo © privat

Uwe Timm © privat

Frankreich ist das Gastland der Frankfurter Buchmesse in diesem Jahr. Zum Auftakt der vielen Veranstaltungen zu diesem Anlass präsentieren wir unter dem Titel „Fremde Freunde“ zwei Autoren aus dem Gastland: Patrick Deville und Tierno Monénembo, dazu einen deutschen „Paten“: Uwe Timm. Patrick Deville ist Gründer der „Maison des écrivains étrangers et des traducteurs“ in Nantes. Tierno Monénembo ist 1944 in Guinea geboren, emigrierte 1973 nach Frankreich. Sein Roman „Kubas Hähne krähen um Mitternacht“ erschien 2016 bei Peter Hammer. Moderiert von Patricia Klobusiczky werden sich die drei Autoren durch eine kurze Lesung und im Gespräch vorstellen. Alle drei verbindet das Interesse an fernen Ländern, alle drei haben sich auf unterschiedliche Weise mit der Kolonisation und ihren Folgen beschäftigt und glauben an die zumindest mittelbare politische Wirkung von Literatur.

Eintritt 8 € / 5 €*

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Freitag
März
20.00 Uhr
03.03.2017

Expeditionen ins Deutsche
Mit den Übersetzer-Kandidatinnen & -Kandidaten für den Preis der Leipziger Buchmesse 2017:
Eva Lüdi Kong, Petra Strien, Gabriele Leupold, Gregor Hens, Holger Fock und Sabine Müller

Moderation: Jürgen Jakob Becker

Außer Haus!
Ort: Pfefferberg, Haus 13, Schönhauser Allee 176, U Senefelderplatz

Eva Luedi Kong © Yvonne Böhler

Petra Strien © privat

Gabriele Leupold © Renate von Mangoldt

Gregor Hens © privat

Sabine Müller & Holger Fock © privat

Reisen in die Fremde, Irrfahrten durch reale und imaginierte Welten, die Traumpfade der Erinnerung: Es sind, grob gesagt, die Motive der Bewegung, die die für den Preis der Leipziger Buchmesse 2017 nominierten Übersetzungen in Verbindung bringen. Wir stellen vor: Eva Lüdi Kong, die den populärsten Klassiker der chinesischen Literatur „Die Reise in den Westen“ erstmals komplett ins Deutsche gebracht hat. Petra Strien und „Die Irrfahrten des Persiles und Sigismunda“ – das wenig bekannte Spätwerk Miguel de Cervantes‘. Gabriele Leupold mit ihrer Neuübersetzung eines der Hauptwerke der russischen Moderne, „Die Baugrube“ von Andrej Platonow. Gregor Hens, der dem sprachgewaltigen Roman „Shark“ des Briten Will Self eine deutsche Stimme gegeben hat. Und schließlich Holger Fock und Sabine Müller, die in Mathias Énards Prix Goncourt-gekrönten Roman „Kompass“ mit komplexer französischer Syntax und orientalistischer Gelehrsamkeit gleichermaßen zu ringen hatten.

Eine gemeinsame Veranstaltung mit der Leipziger Buchmesse und dem VdÜ.
Eintritt 8 € / 5 €
*

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Dienstag
März
20.00 Uhr
07.03.2017

Studio LCB
Lesung: Hartmut Lange

Im Gespräch: Sebastian Kleinschmidt, Andreas Blödorn
Moderation: Jan Drees

Hartmut Lange © Hans-Christian Plambeck

 

Am 31. März wird der vielfach ausgezeichnete Schriftsteller Hartmut Lange 80 Jahre alt. Er reist aus Rom, wo er gerade ein Stipendium in der „Villa Massimo“ inne hat, in seine Heimat Berlin, um im 'Studio LCB' drei bislang unveröffentlichte Texte zu lesen – und um Auskunft zu geben über sein Leben, sein Werk und jene Gattung, der er seit Jahrzehnten treu bleibt: die Novelle. Als Erneuerer der Novelle wird Lange, der als Theaterautor in der DDR begann, seit Jahrzehnten gefeiert. Dass diese Gattung seit dem vergangenen Herbst, seit Bodo Kirchhoff mit „Widerfahrnis“ (DVA) den Deutschen Buchpreis gewann, eine Renaissance erlebt, ist ein weiterer Anlass, um mit Hartmut Lange eben jenen Schriftsteller zu befragen, der wie kein Zweiter die Möglichkeiten der Novelle auszuschöpfen weiß. Gesprächspartner dieses Abends sind Sebastian Kleinschmidt, der das Nachwort geschrieben hat zu der Neuveröffentlichung von Langes Novellenzyklus „Die Waldsteinsonate“, und der Literaturwissenschaftler Andreas Blödorn (Universität Münster).

In Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk.
Sendetermin: Samstag, 25. März 2017, 20:05 Uhr.
Sendefrequenzen und Livestream
Eintritt 8 € / 5 €*

DLF

Donnerstag
März
20.00 Uhr
09.03.2017

Buchpremiere: Tiere für Fortgeschrittene

Lesung: Eva Menasse
Moderation: Christian Schärf

Eva Menasse © Jürgen Bauer

„In der Natur entdeckte ich die zweckfreien Wonnen, die ich in der Kunst suchte. Beide waren eine Form der Magie, beide waren ein Spiel intrikater Bezauberung und Täuschung.“ Dieser schöne Satz Vladimir Nabokovs ist Eva Menasses neuem Buch vorangestellt. Bezauberung und Täuschung werden auch den Ton vorgeben, wenn Eva Menasse an diesem Abend „Tiere für Fortgeschrittene“ zum ersten Mal öffentlich vorstellt, im Gespräch mit dem Literaturwissenschaftler und Essayisten Christian Schärf. Jahrelang hat die Autorin Tiermeldungen gesammelt, die ihr, wie umgekehrte Fabeln, etwas über menschliche Verhaltensweisen zu verraten schienen: Raupen, die sich ihr eigenes Grab schaufeln, Haie, die künstlich beatmet werden, Enten, die noch im Schlaf nach Fressfeinden Ausschau halten, Schafe, die ihre Wolle von selbst abwerfen. Wie in ihrem ersten Erzählungsband „Lässliche Todsünden“ (KiWi) studiert Eva Menasse ihre Objekte mit einem liebevollen und unerbittlichen Forscherinnenblick.

Eintritt 8 € / 5 €*

Montag
März
20.00 Uhr
13.03.2017

Paul Auster: „4 3 2 1“

Moderation: Thomas Böhm

Außer Haus!
Ort: Großer Sendesaal des rbb
AusverkauftLive-Übertragung auf radioeins

Paul Auster © Lotte Hansen

Paul Auster legt in Gestalt eines Rätselspiels sein bisher umfangreichstes Werk vor: die vierfach unterschiedlich erzählte Geschichte eines jungen Amerikaners in den fünfziger und sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts – ein Epos voll mit Politik, Zeitgeschichte, Liebe, Leidenschaft und dem wechselvollen Spiel des Zufalls. „4 3 2 1“ wurde übersetzt von Thomas Gunkel, Werner Schmitz, Karsten Singelmann und Nikolaus Stingl.

Der Abend wurde Anfang Januar per Newsletter und Homepage angekündigt und ist ausverkauft. Er kann auf Radioeins live mitgehört werden. Eine Veranstaltung von radioeins vom rbb in Kooperation mit dem LCB und dem Rowohlt Verlag.

Mittwoch
März
20.00 Uhr
15.03.2017

Buchpremiere: Touristenfrühstück
Lesung: Zaza Burchuladze

Moderation: Nino Haratischwili
Deutsche Lesung: Leo Solter

Zaza Burchuladze © Katharina Ziemke

„In der heutigen Welt sind alle unterwegs, die einen, weil sie es können, die anderen, weil sie es müssen“, sagt Zaza Burchuladze, der bekannteste Autor Georgiens. Er ist beides: Flüchtling und Tourist. Zusammen mit seiner schwangeren Frau musste er nach einem tätlichen Angriff Georgien verlassen. Hier in Berlin kennt ihn niemand, also mischt er sich unter die Leute. Denn das Erzählen ist seine einzige Chance, sich auszuweisen. „Touristenfrühstück“ (Übersetzung: Natia Mikeladze, Blumenbar Verlag) ist ein Flaneurroman, und hinter den Fassaden Berlins scheinen immer auch die Erinnerungen an Tbilissi durch. Das Spazieren durch die Stadt ist auch ein Spazieren durch die Zeit: zurück zu dem Tag, als er zum ersten Mal mit silbernen Nike-Schuhen zur Schule kam, zurück zu der Nacht, als vor den Augen des Patriarchen seine Landsleute, die für Unabhängigkeit demonstrierten, von sowjetischen Soldaten getötet wurden. Zaza Burchuladze streift gleichermaßen Hoch- und Popkultur, verbindet das Augenscheinliche mit dem Verborgenen, schafft Tunnel zwischen den entlegenen Enden unserer Welt.

Eintritt 8 € / 5 €*

Freitag
März
20.00 Uhr
17.03.2017

Eindrücke vom Rand der Welt – Literatur@Taiwan
Das Leben ist eine Insel – 2017

Eine Begegnung mit Lan Po-chou, Ho Chih-ho & Lo Yu-chia
Moderation: Meike Schlüter

Lan Po-chou © privat

Ho Chih-ho © privat

Lo Yu-chia © privat

Wie sieht die Welt aus, wenn man politisch ausgeschlossen ist? Wie schreibt man, wenn man sich ihr dennoch zugehörig fühlt? Hochgradig vernetzt und voll integriert in die globale Wertschöpfungskette steht Taiwan politisch dennoch am Rand. Manchmal wird über Taiwan geredet, so gut wie nie mit den 23 Millionen Menschen dort. Doch seine Literatur zeigt, wie weltoffen, westlich geprägt und östlich verwurzelt, international gewandt und lokal geerdet die Autoren dieses Landes daher kommen. Wie verorten sie sich in der Welt? Was beeinflusst ihr Werk? Wie sehen sie ihr eigenes Schaffen? Und was denken sie, wenn aus dem Präsidentenpalast mit dem Trump Tower telefoniert wird? Wir stellen diese Fragen drei sehr unterschiedlichen Autoren von der Insel und präsentieren Einblicke in ihr Schaffen.

Lampe„Das Leben ist eine Insel - Literatur@Taiwan" ist eine Kooperation der Taiwan Cultural and Creativity Development Foundation, dem Ministry of Culture Taiwan, R.O.C. sowie der Taipeh Vertretung in der Bundesrepublik Deutschland.
Eintritt frei

Dienstag
März
20.00 Uhr
21.03.2017

Hagard
Lesung: Lukas Bärfuss

Moderation: Sandra Kegel

Lukas Bärfuss © Frederic Meyer

Ein Mann, eben stand er während des Feierabendgedrängels noch am Eingang eines Warenhauses, folgt aus einer Laune heraus einer Frau. Er kennt sie nicht, sieht sie auch nur von hinten, aber wie in einem Spiel sagt er sich: Geht sie dort entlang, folge ich ihr nicht weiter; geht sie in die andere Richtung, spiele ich das Spiel noch eine kleine Weile mit. Es bedeutet ja nichts, niemand kommt zu Schaden, und der Abstand in der Menge ist so groß, dass die Frau es gar nicht bemerken wird. In einer knappen Stunde hat er ohnehin einen wichtigen Termin. Aber schon fragt er sich, ob der nicht auch zu verschieben wäre, bis zur Abendverabredung bliebe ja noch etwas Zeit … In seinem neuen Roman „Hagard“ (Wallstein Verlag) – er wurde soeben für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert – entfaltet Lukas Bärfuss den atemlosen, seltsam unheimlichen Sog einer Stadt-Odyssee. Sandra Kegel, Literaturredakteurin der FAZ, moderiert den Abend.

Eintritt 8 € / 5 €*

Dienstag
März
20.00 Uhr
28.03.2017

Buchpremiere: Guapa
Lesung: Saleem Haddad

Moderation: Antje Rávic Strubel

Eine Veranstaltung in englischer Sprache.

Saleem Haddad © Sami Haddad

Im Sommer 2016 nahm der 1983 in Kuwait-Stadt geborene und in London lebende Schriftsteller Saleem Haddad an unserem Festival „Empfindlichkeiten“ teil. Nun ist er zurück am Wannsee, um dem Berliner Publikum seinen ersten Roman „Guapa“ vorzustellen, der vom New Yorker als „strahlendes, herzergreifendes Debüt“ begrüßt wurde und nun in der Übersetzung von Andreas Diesel im Albino Verlag erschienen ist. In einem namenlosen Land im Nahen Osten erschüttern gewaltsame Proteste die politische Ordnung, der Arabische Frühling steht am Scheideweg zwischen Militärdiktatur und islamistischem Regime. Auch die Welt des Protagonisten Rasa gerät völlig aus den Fugen: Auf der Suche nach seinem besten Freund, der im Gefängnis verschwunden ist, streift er durch die Slums der Stadt. Nach Hause zu gehen wagt er nicht, denn seine Großmutter hat sein unaussprechliches Geheimnis entdeckt. Während die wichtigsten Beziehungen in seinem Leben zu zerbrechen drohen, muss Rasa seinen Platz in einer Gesellschaft finden, die ihn vielleicht niemals akzeptieren wird.

Eintritt 8 € / 5 €*

Mittwoch
März
20.00 Uhr
29.03.2017

Bibliodiversität
Mit Susan Hawthorne, Jonathan Landgrebe und Klaus Lederer

Moderation: Doris Akrap

Bibliodiversität. Manifest für unabhängiges Publizieren

Der Begriff „Bibliodiversität“ bezeichnet die kulturelle Vielfalt innerhalb des Verlagswesens – und zeigt auf, warum es unabhängige Buchhandlungen und Verlage braucht. Der Begriff ist angelegt an den strukturell verwandten Begriff der Biodiversität. Wie diese unverzichtbar für das Funktionieren eines Ökosystems ist, ist die Bibliodiversität ein Indikator für einen funktionierenden Literatur- und Wissenschaftsbetrieb. Doch immer mehr wird in vielen Verlagen auf literarische Einheitskost gesetzt und auf leicht verkäufliche Sachbücher – das führt dazu, dass die kulturelle Vielfalt schwindet und das geistige Leben verödet. Bibliodiversität bietet dagegen eine stolze Selbstdefinition für unabhängige Buchhandlungen und Verlage. Die australische Autorin und Verlegerin Susan Hawthorne hat in ihrem Buch „Bibliodiversität“ (Verbrecher Verlag) den Begriff definiert und wird ihn mit dem Suhrkamp-Verleger Jonathan Landgrebe und Berlins Kultursenator Klaus Lederer diskutieren.

Eintritt 8 € / 5 €*

Donnerstag
März
20.00 Uhr
30.03.2017

Worte als Zeichen
Die neue Schriftsteller-Generation Mexikos

Mit Nicolás Cabral, Veronica Gerber, Pergentino José Ruiz, Juan Pablo Villalobos und Luigi Amaral
Moderation: Peter B. Schumann

Nicolás Cabral © Laura Pardo

 

In der Kultur Mexikos hat zuletzt ein erstaunlicher Wandel stattgefunden, der sich vor allem in der Literatur manifestiert. Viele Autor/innen sind der schlichten Auseinandersetzung mit der Gewalt in ihrem Land müde. Sie verweigern sich ihr zwar nicht, suchen jedoch nach neuen Ausdrucksformen für die gesellschaftliche Realität. Dabei sprengen sie literarische Konventionen oder begeben sich in divergierenden Genres auf mitunter surrealistische Spurensuchen nach Motiven und Zusammenhängen. Nun wird das Land durch Trumps Politik durchgerüttelt… An zwei Abenden im Iberoamerikanischen Institut und im LCB ist Gelegenheit, Texte und Positionen einiger der wichtigsten Vertreter/innen der mexikanischen Literatur kennenzulernen.

Weitere Programmdetails auf www.freunde-des-iai.org. Eine gemeinsame Veranstaltung der Freunde des Ibero-Amerikanischen Instituts und des LCB in Kooperation mit der Botschaft von Mexiko in Deutschland im Rahmen des Dualen Jahres zwischen Mexiko und Deutschland.
Eintritt 8 € / 5 €*

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Sofern nicht anders angegeben:
KARTEN AUSSCHLIESSLICH AN DER ABENDKASSE

Ab sofort:
Vor und nach jeder Veranstaltung
kleine Speisen von
AL DENTE Catering