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Programmleporello

Gerne schicken wir Ihnen unser Programmleporello zu, mailen Sie uns dazu einfach Ihre Adresse an mail@lcb.de.


Dienstag
Juli
20h
25.07.2017

Howling from Brexit Britain
A. L. Kennedy

Lesebühne am See

In englischer Sprache

A. L. Kennedy Plakat

A.L. Kennedy ist eine Woche lang im Literarischen Colloquium zu Gast. Sie wird auch einen Tag schreibend in der Liebermann-Villa am gegenüberliegenden Wannseeufer verbringen. Für die LCB-Gartenbühne bereitet sie einen Solo-Leseabend vor. »Howling from Brexit Britain« rief sie uns als Titel zu und stellte in Aussicht, Unveröffentlichtes vorzustellen, eine Kurzgeschichte sowie einen neuen Roman. Zuletzt erschienen »Das blaue Buch«, »Der letzte Schrei« und 2016 der essayistische Band »Schreiben« (Hanser Verlag). Letzterer besteht insbesondere aus ihren so analytischen wie anarchischen Blogbeiträgen für »The Guardian«, außerdem aus dem Transkript von »Words«, Kennedys legendärer One-Woman-Show. Vor einigen Monaten wurde A.L. Kennedy der Heinrich-Heine-Preis verliehen. Ausgezeichnet wurde ihr eigenwilliges literarisches Werk, in dem sie die Grenzen der menschlichen Seele und zugleich die des Schreibens auslotet – nie ohne Humor, abgründig und zärtlich. Ausgezeichnet wurde überdies ihr Blick auf politische und soziale Zustände, in dem gesellschaftliche Diskussionen, etwa über den Irak-Krieg oder den Brexit, sich schärfen. Für das literaturhaus.net-Projekt »FRAGILE« trat sie in Korrespondenz mit Kathrin Röggla.

Eintritt 8 € / 5 €*

Donnerstag
Juli
19:30h
27.07.2017

Babelsprech:
Lyrik im Grenzgebiet

Freitag
Juli
19:30h
28.07.2017

 

Babelsprech: Lyrik im Grenzgebiet

Babelsprech.International, eine Plattform zur Vernetzung junger Poesie, lädt ein zur Feier zeitgenössischer Dichtung, die in keinen Leseraum, hinter keinen Schreibtisch passt. An der 4. Babelsprech-Konferenz nehmen mehr als zwanzig Autor*innen aus Deutschland, Syrien, Österreich, Slowenien, Liechtenstein und der Schweiz teil, um drängende Fragen zu erörtern: Welchen Austausch gibt es mit anderen Kunstformen? Auf welche Weise reicht Lyrik in andere gesellschaftliche Felder? Wo liegen ihre Grenzen, wo ihre Besonderheiten? Für zwei Tage verwandelt sich das LCB in ein Labor zeitgenössischer Dichtung. An zwei Abenden präsentieren die Teilnehmer*innen ihre Arbeiten in einem Parcours, der das gesamte LCB-Areal umfasst. Intermedial, interdisziplinär, von Lautpoesie über Videoinstallation bis hin zu Musik.

Mit dabei sind: Manuel Beck (Liechtenstein), Andreas Bühlhoff (Deutschland), Katja Brunner (Schweiz), Michael Fehr (Schweiz), Anja Golob (Slowenien), Tim Holland (Deutschland), Thomas Havlik (Österreich), Johanna Heusser (Schweiz), Selma Imhof (Schweiz), Maren Kames (Deutschland), Niklas Lemniskate aka Fux & Has (Deutschland), Marko Miladinovic (Schweiz), Anna Ospelt (Liechtenstein), Tibor Hrs Pandhur (Slowenien), Jörg Piringer (Österreich), Rick Reuther (Deutschland), Sophie Reyer (Österreich), Rike Scheffler (Deutschland), Verena Dürr alias venerasinn (Österreich), Marina Skalova (Schweiz), Christoph Szalay (Österreich), Johanna Wieser (Österreich), Xoşewîst (Syrien).

Die Konferenz wird kuratiert und begleitet von Max Czollek (Deutschland), Simone Lappert (Schweiz), Robert Prosser (Österreich) und Michelle Steinbeck (Schweiz).

»Babelsprech.International« ist ein Projekt des Literarischen Colloquiums Berlin in Kooperation mit dem Literaturhaus Wien und dem Literaturhaus Basel sowie als internationale Partner I.D.I.O.T. Slowenien und Meridian Czernovitz Ukraine. Es wird gefördert von der Kulturstiftung des Bundes, dem Bundeskanzleramt Österreich, Abteilung Kultur, ProHelvetia und der Kulturstiftung Liechtenstein.

Eintritt frei

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Dienstag
August
20h
01.08.2017

Europas längster Sommer
Buchpremiere

Lesung: Maxi Obexer
Moderation: Tanja Dückers

Maxi Obexer © Nane Diehl

„Ankommen bedeutet, dass du einen Weg zuruückgelegt hast, von deinem Herkunftsland in ein anderes. Alle Wege, die du gehst, verändern dich mit jedem Schritt. Diesen Weg gehst du nicht nur in eine Richtung. Du gehst ihn vor und zurück. Du verlierst mit jedem Mal etwas, doch was du verlierst, bleibt bei dir und wird dir nahe. Was dir aber nahe ist, macht dich verletzbar.“ In ihrem in diesen Tagen im Verbrecher Verlag veröffentlichten Romanessay »Europas längster Sommer« verwebt die in Südtirol aufgewachsene, seit vielen Jahren in Berlin ansässige Dramatikerin und Prosaschriftstellerin Maxi Obexer unterschiedlichste Perspektiven auf die Bewegung des Ein- und Auswanderns. Die Autorin, die im Jahr 1993 Aufenthaltsstipendiatin im LCB war, 2013 an unserer Prosawerkstatt »Das zweite Buch« teilnahm und derzeit mit dem von ihr gegründeten Neuen Institut für Dramatisches Schreiben (NIDS) im LCB-Programm präsent ist, hinterfragt in ihrem Buch die Idee und den Wert Europas und entdeckt eine Utopie, die es zu verteidigen gilt. Den Abend moderiert die Schriftstellerin Tanja Dückers, die in diesem Jahr im be.bra Verlag den Band »Mein altes West-Berlin« veröffentlichte.

Eintritt 8 € / 5 €*

Donnerstag
August
19h
03.08.2017

Das Helvetische Fest. Literatur und Musik aus der Schweiz

Mit Julia Weber, Jens Steiner und dem Duo Nomi-Nomi
Musik von Hannes Wesendonk (Piano) und Aaron Hertz (Trompete)

Die Schweiz

Auch in diesem Jahr feiert das LCB die Literatur der Schweiz. Julia Weber ist in diesem Sommer als Stipendiatin zu Gast bei uns am Wannsee; sie liest aus ihrem Roman »Immer ist alles schön« (Limmat Verlag). Jens Steiner, LCB-Stipendiat 2014, stellt sein neues Buch »Mein Leben als Hoffnungsträger« (Arche) vor. Und das Duo Nomi-Nomi, bestehend aus den Schriftstellern Noëlle Revaz und Michael Stauffer (Hausgast des LCB 2006), präsentiert Sprachspielereien mit Fingerspitzengefühl, Geist und Humor in Deutsch, Französisch und diversen Schweizer Dialekten. Die Lesungen werden auch in diesem Jahr musikalisch umrahmt; es spielen die Jazzkünstler Hannes Wesendonk (Piano) und Aaron Hertz (Trompete). Der Abend klingt mit einer Einladung der Schweizerischen Botschaft zu Käse und Wein aus.

Mit freundlicher Unterstützung durch die Kulturstiftung Pro Helvetia und die Schweizerische Botschaft. Beginn um 19 Uhr.
Eintritt 8 € / 5 €
*

Montag
August
20h
14.08.2017

Hausgäste

Tal Nitzán, Juliana Kálnay, Anna Ospelt und Luise Boege in Lesung und Gespräch
Special Guest: Roy Amotz (Flötist)

Tal Nitzán © I. Canetti

Juliana Kalnay © Mathias Prinz

Anna Ospelt © Rita Palanikumar

Ein Hausgästeabend mit vier Gastautorinnen aus drei Ländern: Tal Nitzán, preisgekrönte Lyrikerin, Schriftstellerin und Übersetzerin, lebt in Tel Aviv. Sie gehört zu den wichtigsten Stimmen der jüngeren israelischen Dichtung, mit ihrem Gedichtband »Zu deiner Frage« (Verlagshaus Berlin) erschien 2015 erstmals eine Auswahl ihrer Texte auf Deutsch (Übersetzung: Gundula Schiffer). Juliana Kálnay aus Kiel publizierte in diesem Frühjahr ihr Romandebüt bei Wagenbach: »Eine kurze Chronik des allmählichen Verschwindens«. Anna Ospelt ist in der „Babelsprech“-Anthologie »Lyrik von jetzt 3« mit Gedichten vertreten. Sie wurde in Liechtenstein geboren und lebt heute in Basel. Luise Boege aus Leipzig hat mit ihrem Roman »Kaspers Freundin« (Reinecke & Voß, 2015) dem Genre des Vampirromans eine neue, sprachverrückte Variante hinzugefügt. In diesem Frühjahr folgte der Erzählband »Bild von der Lüge« (2017).

Eintritt frei

Mittwoch
August
20h
16.08.2017

Mary
Romane in der Rotunde

Lesung: Aris Fioretos
Moderation: Jutta Person

Aris Fioretos © Sara Mac Key

Cover "Mary" (Hanser Verlag)

Mary, so heißt die Architekturstudentin, von deren Leidensweg der Schriftsteller Aris Fioretos in seinem gleichnamigen Roman (Hanser Verlag, aus dem Schwedischen von Paul Berf) erzählt. Sie ist 23 Jahre alt und von einem Studentenführer schwanger, als sie 1973 von der griechischen Militärjunta verschleppt wird. Die Leserinnen und Leser folgen Mary in die Verliese des Geheimdienstes und auf die Insel Gyaros. Dorthin wurden Oppositionelle gebracht, die dem Regime ein Dorn im Auge waren, um sie mit schlimmsten Peinigungen zu brechen und zum Verrat zu zwingen: „Ein Land kennt man erst, wenn man seine Gefängnisse erlebt hat“, sagt eine Insassin. Fioretos erzählt in »Mary« von unsagbarem Leid des Einzelnen unter einer Gewaltherrschaft, aber auch von Widerstand, Haltung und Solidarität unter Frauen, die für eine gefühlte Ewigkeit Prügel, Elektroschocks und Vergewaltigungen ausgesetzt waren. Die Moderation des Abends übernimmt die Literaturkritikerin Jutta Person.

Die Veranstaltung findet bei schönem Wetter im Freien statt. Wir danken der Stiftung Preußische Seehandlung für ihre Unterstützung.
Eintritt 8 € / 5 €
*

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Donnerstag
August
20h
17.08.2017

Tram 83
Romane in der Rotunde

Lesung: Fiston Mwanza Mujila
Moderation: Thomas Lehr

Fiston Mwanza Mujila © Leonhard Hilzensauer/Paul Zsolnay Verlag

»Tram 83« (Zsolnay Verlag)

Eine kaputte, laute Großstadt in Afrika; der einzige Nachtclub vor Ort, in dem sich ehemalige Kindersoldaten und Studenten über den Weg laufen; die zwei ungleichen Freunde Lucien und Requiem; eine Sprache, deren Rhythmus vom Jazz eines John Coltrane getrieben ist – das sind die Zutaten für Fiston Mwanza Mujilas Roman »Tram 83« (Zsolnay Verlag, aus dem Französischen von Katharina Meyer und Lena Müller). Nachdem die englische Übersetzung es bereits 2015 auf die Liste für den Man-Booker-Prize geschafft hat, erhielt die deutsche Fassung dieses Jahr den Internationalen Literaturpreis des Haus der Kulturen der Welt. Mujila, der seit 2009 in Graz lebt und dort an der Universität afrikanische Literatur lehrt, will in der Prosa nicht auf die Vorzüge der Poesie verzichten: Seine Auftritte gleichen Performances, Mujila singt, manchmal schreit er seine Texte. Im Gespräch mit dem Berliner Romancier Thomas Lehr lässt uns der Autor seiner kunstvollen wie leidenschaftlichen Poetik näherkommen.

Die Veranstaltung findet bei schönem Wetter im Freien statt. Wir danken der Stiftung Preußische Seehandlung für ihre Unterstützung.
Eintritt 8 € / 5 €
*

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Dienstag
August
20h
22.08.2017

Die Welt im Rücken
Romane in der Rotunde

Lesung: Thomas Melle
Moderation: Thomas Geiger

Cover: "Die Welt im Rücken" (Rowohlt Berlin)

„Bipolare Störungen oder manisch-depressive Erkrankungen zeichnen sich durch ausgeprägte Schwankungen im Antrieb, im Denken und in der Stimmungslage einer Person aus. So durchleben Menschen mit bipolaren Störungen depressive Phasen euphorischer oder ungewöhnlich gereizter Stimmung. Letztere gehen mit einem deutlich gesteigerten Antrieb einher.“ So klingt das Krankheitsbild einer bipolaren Störung in einer sachlichen Definition. Was dies aber für das alltägliche (Er-)Leben eines Menschen bedeutet, ist in einem der eindrücklichsten Bücher zu lesen, die in den letzten Jahren erschienen sind. Thomas Melle, Autor, Dramatiker und Übersetzer, hat drei durchlebte manisch-depressive Phasen in seinem Buch »Die Welt im Rücken« (Rowohlt Berlin) beschrieben. Dabei ist »Die Welt im Rücken« weit mehr als ein bloßer Krankheitsbericht, es ist ebenso ein wilder Ritt durch Berlin und seine Kulturszene der letzten zwanzig Jahre.

Die Veranstaltung findet bei schönem Wetter im Freien statt. Wir danken der Stiftung Preußische Seehandlung für ihre Unterstützung.
Eintritt 8 € / 5 €
*

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Donnerstag
August
20h
24.08.2017

Studio LCB
Lesung: Ingo Schulze

Im Gespräch: Wiebke Porombka und Lothar Müller
Moderation: Tobias Lehmkuhl

Ingo Schulze © Gabi Gerster

Warum soll man Geld für seine Fassbrause zahlen, wenn es am Ende doch wieder bei der Gesellschaft landet? Wieso freut sich niemand mit einem, wenn man schon als Vierzehnjähriger von der Stasi angeworben wird? Warum, kurz gesagt, kapiert einfach keiner, was für ein Glück es ist, im Sozialismus zu leben? Peter Holtz versteht die Welt nicht. Und sie versteht ihn nicht. Aber in all seinem Idealismus und seiner Naivität kann man ihm einfach nicht böse sein. Ingo Schulzes neuer Held ist ein Schelm, der nicht weiß, wie ihm geschieht. Auch als die Mauer fällt, hofft er, als Neu-Christ in der Ost-CDU, das überflüssige Geld endlich abschaffen zu können, stattdessen aber fliegt es ihm nur so zu. Dabei wäre es doch nur ein kleiner Schritt in die beste aller Welten! Der eigentliche Schelm ist freilich der Autor: So hintersinnig wie hochkomisch legt Ingo Schulze mit »Peter Holtz. Sein glückliches Leben von ihm selbst erzählt« (S. Fischer) einen Roman vor, der uns zeigt, wie nah uns die doch scheinbar fernen Zeiten des Umbruchs noch sind.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk.
Sendetermin: Samstag, 26. August 2017, 20:05 Uhr.
Sendefrequenzen und Livestream
Eintritt 8 € / 5 €*

DLF

Montag
August
20h
28.08.2017

Menschen am Sonntag
Filmvorführung und Gespräch

Mit Martin Faass und Hanns Zischler

»Menschen am Sonntag« © Deutsche Kinemathek

Im Sommer 1929 dreht eine Gruppe junger Film-Enthusiasten auf den Straßen Berlins und am »Großen Fenster« am Ufer des Wannsees einen Film, dessen Drehbuch sie spontan zwischen den Aufnahmen am Kaffeehaustisch entwickeln. Darstellerinnen und Darsteller sind Laien, die zum Teil auf der Straße angesprochen wurden – »Menschen am Sonntag«. Robert Siodmak, so gut wie ohne Filmerfahrung, übernimmt schließlich die Regie, assistiert u. a. von Edgar Ulmer sowie auch Billy Wilder. „Die Arbeit mit Laien und an realen Schauplätzen versteht man als Vorläufer des Neorealismus, auch bezaubert der unbeschwerte, von kommerziellen Interessen scheinbar unberührte Blick Siodmaks auf das Lebensgefühl des Berlins der zwanziger Jahre, auf eine Großstadtkultur, die kurz darauf von den Nationalsozialisten erstickt wurde. Nicht zuletzt schließen die Cinephilen den Film auch deswegen ins Herz, weil sie glauben, er sei gegen die Filmindustrie entstanden; er scheint somit die ‚politique des auteurs‘ vorwegzunehmen.“ (Deutsche Kinemathek). Über »Menschen am Sonntag« sprechen im Anschluss Hanns Zischler, der bereits im Februar zwei Filmabende zur Neuausgabe seines Kult-Buchs »Kafka geht ins Kino« präsentierte, und Martin Faass, Direktor der Liebermann-Villa am Wannsee. In dieser ist vom 9. Juli bis 3. Oktober die Ausstellung »Streit am Wannsee – Von noblen Villen und Strandbadfreuden« zu sehen, die ebenfalls Gesprächsthema sein wird.

Eintritt 8 € / 5 €*

Dienstag
August
20h
29.08.2017

Sie kam aus Mariupol
Romane in der Rotunde

Lesung: Natascha Wodin
Moderation: Jörg Magenau

Natascha Wodin © Susanne Schleyer

Cover: "Sie kam aus Mariupol" (Rowohlt Verlag)

Zwar trägt »Sie kam aus Mariupol« (Rowohlt Verlag) nicht die Bezeichnung »Roman«, aber das Buch verbindet individuelle Erinnerung, zeitgeschichtliche Dokumentation und schriftstellerische Reflexion zu einer besonderen, romanhaften Form von Gedächtniskunst. Natascha Wodin erzählt die Geschichte ihrer ukrainischen Mutter, die 1943 als „Ostarbeiterin“ mit ihrem Mann nach Deutschland verschleppt wurde und sich 1956 das Leben nahm. Ein Zufallsfund im Internet führt die Autorin zur Rekonstruktion einer tragischen und hochdramatischen Familiengeschichte, in die sich die Spuren individueller und kollektiver Gewalt tief eingegraben haben. Ausgezeichnet mit dem Alfred-Döblin-Preis und dem Preis der Leipziger Buchmesse, gehört es zu jenen Büchern, die gleichermaßen aufklären – etwa über das Schicksal der Zwangsarbeiter und Kriegsgefangenen in den vierziger Jahren – und die Leser bewegen. Jörg Magenau moderiert die Lesung.

Die Veranstaltung findet bei schönem Wetter im Freien statt. Wir danken der Stiftung Preußische Seehandlung für ihre Unterstützung.
Eintritt 8 € / 5 €
*

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Dienstag
August
20h
30.08.2017

Das deutsche Krokodil
Buchpremiere

Lesung: Ijoma Mangold
Moderation: Florian Illies

Ijoma Mangold © Sebastian Haenel

„Wenn der Junge das Telefon abnimmt,  meldet er sich mit seinem vollen  Namen. Manche Anrufer, die seine  Mutter sprechen wollen, sind belustigt  und ahmen ihn nach, als hätte der  Junge in kindlicher Selbstverliebtheit  etwas gesungen, das ein zärtliches  Echo verdient. Wenn er seinen ganzen  Namen ausspricht, kommt er auf neun  Silben. Sie haben nicht nur Klang,  sondern auch Rhythmus. Wie eine  Wellenbewegung. Aber das ist nicht  der Grund, warum er den Mund so  voll nimmt; es ist der Versuch, sein  Schicksal abzuschwächen. Sein zweiter  Vorname, das ist seine Hoffnung, soll  die Exotik seines ersten Vornamens  mildern: Ijoma Alexander Mangold.“  Mit »Das deutsche Krokodil« (Rowohlt  Verlag) hat der Literaturkritiker Ijoma  Mangold seine Geschichte geschrieben:  In den siebziger Jahren wächst er  in Heidelberg auf. Seine Mutter  stammt aus Schlesien, sein Vater ist  aus Nigeria nach Deutschland  gekommen, um sich zum Facharzt für  Kinderchirurgie ausbilden zu lassen.  Weil es so verabredet war, geht er  nach kurzer Zeit nach Afrika zurück  und gründet dort eine neue Familie.  Erst zweiundzwanzig Jahre später  meldet er sich wieder und bringt  Unruhe in die Verhältnisse. Wie  wuchs Ijoma Mangold als „Mischlingskind“  und „Mulatte“ in der Bundesrepublik  auf? Wie geht man mit einem  abwesenden Vater um? Und womit  fällt man in Deutschland mehr aus  dem Rahmen: mit einer dunklen Haut  oder mit einer Leidenschaft für  Thomas Mann und Richard Wagner?

Eintritt 8 € / 5 €*

Samstag
September
02.09.2017

LCB Sommerfest 2017

Sommerfest der Verlage Suhrkamp / Insel

LCB Sommerfest 2017

Am 2. September 2017 richten die Verlage Suhrkamp / Insel das Sommerfest im LCB aus. „Der Suhrkamp Verlag verlegt keine Bücher, sondern Autoren“ – freuen Sie sich auf Begegnungen und Gespräche mit Autorinnen und Autoren im Rahmen eines Programms, das mit Lesungen und Diskussionen durch das aktuelle Literatur-, Krimi- und Sachbuchprogramm des Verlages führt. Das kulinarische Menu des Tages ist inspiriert von berühmten Gerichten aus Werken der Weltliteratur, die in dem Insel-Band »Yummy Books! - In 50 Rezepten durch die Weltliteratur« zusammengetragen werden. Für Musik sorgen die »Bolschewistische Kurkapelle Schwarz-Rot« mit einem Live-Auftritt und die DJanes Thomas Meinecke und Sivan Ben Yishai an den Reglern.

Programm

14.00 Uhr
Begrüßung: Jonathan Landgrebe & Ingo Fessmann
14.30 Uhr
Melinda Nadj Abonji & Sasha Marianna Salzmann
15.00 Uhr
Wilhelm Heitmeyer & Uffa Jensen
15.30 Uhr
Jürgen Becker & Durs Grünbein
16.00 Uhr
Walter Mayer & Erwin Seitz
16.30 Uhr
Thomas Macho & Marion Poschmann
17.00 Uhr
Wilbert Olinde & Christoph Ribbat
17.30 Uhr
Chor der TheaterautorInnen mit Sivan Ben Yishai, Bettina Erasmy, Werner Fritsch, Wolfram Höll, Jörn Klare, Thomas Köck, Konstantin Küspert, Mehdi Moradpour, Simona Sabato, Akin E. Şipal, Miroslava Svolikova
Einrichtung: Sasha Marianna Salzmann
18.30 Uhr
Thomas Kunst & Lutz Seiler
19.00 Uhr
Elena Ferrante gelesen von Marie Bäumer
19.30 Uhr
Robert Menasse & Doron Rabinovici
20.00 Uhr
Friedrich Ani & Simone Buchholz & Andreas Pflüger
20.30 Uhr
Bolschewistische Kurkapelle Schwarz-Rot
Ab 22.00 Uhr
DJanes Thomas Meinecke & Sivan Ben Yishai

Eintritt 8 € / 5 € / Kinder frei
Weitere Infos: www.suhrkamp.de
#SuhrkampSommerfest


 

Sofern nicht anders angegeben:
KARTEN AUSSCHLIESSLICH AN DER ABENDKASSE

Ab sofort:
Vor und nach jeder Veranstaltung
kleine Speisen von
AL DENTE Catering