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Quelle: http://www.lcb.de/news/0507_grass.htm

Günter Grass und seine Übersetzer in Gdansk

Wie nur wenige andere Autoren pflegt Günter Grass den Kontakt zu „seinen“ Übersetzern. Seit 1979 lädt er die Übersetzer seiner Romane zu mehrtägigen Arbeitstreffen nach Deutschland und läßt sich ein auf die sprachlich und philologisch höchst komplexen Fragestellungen, die sich bei der Übersetzung seiner Werke in Fremdsprachen ergeben – ein für alle Beteiligten sehr fruchtbares Verfahren. Bei dem gemeinsam mit dem LCB organisierten Arbeitstreffen im Juni in Danzig ging es um die Neu-Übersetzung der 1959 erschienenen „Blechtrommel“. Mit dem Nobelpreisträger besuchten namhafte Übersetzer aus Italien (Bruna Bianchi), Spanien (Miguel Saenz), Frankreich (Claude Porcell), Dänemark (Per Øhrgaard), Lettland (Silvia Brice), Polen (Slawomir Blaut), den Niederlanden (Jan Gielkens) und den Vereinigten Staaten (Breon Mitchell) die wichtigen Schauplätze des Romangeschehens und widmeten sich der Textarbeit. Die Gespräche moderierte Helmut Frielinghaus. Im Rahmen des Deutsch-Polnischen Jahres fand am 17. Juni im Altstädtischen Rathaus der Stadt Gdansk darüber hinaus eine Lesung von Günter Grass und dem polnischen Autor Pawel Huelle statt.

Eine Veranstaltung des Steidl Verlags in Kooperation mit dem Literarischen Colloquium Berlin. Gefördert mit Mitteln des Auswärtigen Amts. Im Rahmen des Deutsch-Polnischen Jahres.