LCB-NEWSLETTER 08/2010
(1) Nachrichten aus dem LCB
(2) Autoren und Übersetzer im Haus
(3) Das LCB im August 2010
(1) NACHRICHTEN AUS DEM LCB
Sommerakademie für Übersetzer deutscher Literatur, 23.-29. August 2010
15 Übersetzerinnen und Übersetzer aus aller Welt nehmen an unserer elften Sommerakademie für Übersetzer deutscher Literatur vom 23.-29. August 2010 teil. Das einwöchige Seminar bietet den Teilnehmern die Möglichkeit, mit Berliner Autoren, Kritikern und Verlegern zusammenzutreffen, das literarische Leben der Stadt kennenzulernen und an konkreten Übersetzungsprojekten zu arbeiten. Die Teilnehmer: Austeja Merkeviciute (Litauisch), Michaela Skultety (Tschechisch), Piret Pääsuke (Estnisch), Malgorzata Slabicka (Polnisch), Valentina di Rosa (Italienisch), Claire de Oliveira (Französisch), Carmen Gomez Garcia (Spanisch), Helena Topa (Portugiesisch), Ehud Alexander Avner (Hebräisch), Gao Tianxin (Chinesisch), Kyunghee Park (Koreanisch), Ola Abdel Gawad (Arabisch), Jonila Godole (Albanisch), Alexandru Sahigian (Rumänisch), Gergana Fyrkova (Bulgarisch). Die Sommerakademie veranstalten wir gemeinsam mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.
Ausschreibung: Deutsch-Polnische Übersetzerwerkstatt in Warschau, 10.-15. Oktober 2010
Die Deutsch-Polnische Übersetzerwerkstatt wechselt erneut die Uferseite der Oder und findet dieses Jahr in Warschau statt. Sie richtet sich gleichermaßen an deutsche Übersetzer aus dem Polnischen und polnische Übersetzer aus dem Deutschen, die ihre aktuellen Arbeiten, Problemfälle, Lösungsstrategien zur Diskussion stellen wollen. Im Mittelpunkt der Werkstattgespräche steht die intensive Diskussion der eingereichten Übersetzungen. Die Texte zirkulieren vorab, zur Vorbereitung wird eine kritische Lektüre der Teilnehmertexte erwartet. Renate Schmidgall und Dorota Stroiñska strukturieren und moderieren die Seminararbeit. Die Debatte wird dabei immer wieder vom „besonderen Fall“ und seinen Lösungsmöglichkeiten über die grundsätzlichen Probleme des Übersetzens zwischen der deutschen und polnischen Sprache bis zur Frage nach der Qualität einer literarischen Übersetzung schlechthin übergehen. Im Rahmen der Übersetzerwerkstatt sind Lesungen mit deutschen Autoren und Gespräche mit einem polnischen und einem deutschen Literaturkritiker geplant. Die Werkstatt ist offen für 12 Teilnehmer – Literaturübersetzer mit langjähriger Berufserfahrung sind genauso willkommen wie jüngere Übersetzer mit einer kurzen Publikationsliste. Angestrebt wird eine gleichgewichtige Berücksichtigung deutscher und polnischer Bewerber. Bewerbungen sind bis zum 20. August 2010 möglich, Details dazu sind auf www.lcb.de abzurufen.
Förderer: S. Fischer Stiftung, Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit,
Kooperation: Instytut Ksiazki
Georges-Arthur-Goldschmidt-Literaturübersetzerprogramm 2011
Das Georges-Arthur-Goldschmidt Literaturübersetzerprogramm ist ein Fortbildungsangebot für junge Übersetzerinnen und Übersetzer aus dem Französischen ins Deutsche und umgekehrt. Je fünf Stipendienplätze für deutsche und französische Teilnehmer bis 30 Jahren (in Ausnahmefällen bis 35 Jahren) stehen zur Verfügung. Im Rahmen des Programms können sie von Januar bis März 2011 ihre Kenntnisse der Verlagswelt erweitern, sich in zwei deutsch-französischen Werkstätten weiter professionalisieren und bei Sonderveranstaltungen Kontakte zu erfahrenen Übersetzern, Agenten und Verlagsmitarbeitern knüpfen. Das Stipendienprogramm für junge Literaturübersetzer ist ein Gemeinschaftsprojekt der Frankfurter Buchmesse, des Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW), des Bureau International de l’Edition Française (BIEF), des Collège International des Traducteurs Littéraires (CITL) in Arles und des LCB. Bewerbungsschluss für das Goldschmidt-Programm im Frühjahr 2011 ist der 30. November 2010.
Informationen zu Teilnahmebedingungen, Programm und Anmeldung unter www.buchmesse.de oder theron@book-fair.com
Sprache im technischen Zeitalter, Heft 194, Juni 2010
Island, Irland, Lettland, Estland, jetzt Griechenland und vielleicht bald Portugal, Spanien und Italien: das ist die stetig länger werdende Liste von Staaten, die zunehmend in Zahlungsschwierigkeiten gerutscht sind oder befürchten, bald dahin zu gelangen. Eigentlich schien die Bankenkrise, die mit dem Untergang der New Yorker Investment Bank Lehman Brothers ihren Anfang nahm, ihren Schrecken langsam zu verlieren. Als wir im Herbst letzten Jahres sechs Autorinnen und Autoren aus sechs Ländern, die auf die eine oder andere Weise von der Krise betroffen waren, anfragten, einen Essay unter dem Titel „Krise! Welche Krise?” zu verfassen, hatte kaum einer die Gefahr einer Euro-Krise im Blick. Deutlich wurde dagegen, wie unterschiedlich die Bedrohungen in den einzelnen Staaten wie Russland, Litauen, Bulgarien, Island, Ungarn und Deutschland eingeschätzt wurden. Diese Krisenbegleittexte bilden den Schwerpunkt des Heftes.
Aber auch die Lyrik ist dieses Mal wieder prominent vertreten. Gleich auf den ersten Seiten drucken wir neue Gedichte des aus Thüringen stammenden und in der Mark lebenden Lutz Seiler, der im letzten Herbst einen fulminanten Start als Erzähler hatte. Einen anderen Erzähler von internationaler Strahlkraft stellen wir einmal mehr mit einer neuen Geschichte vor: Ingo Schulze. Er war mit seiner Familie ein Jahr lang Gast in der Villa Massimo und dort und im Nachgang entstand eine ganze Sammlung italienischer Erzählungen von denen wir eine, „Sie haben Ihr Ziel erreicht", abdrucken.
In den Kolumnen „Auf Tritt Die Poesie” und „Zu Gast in Berlin” wird es wieder lyrisch, auch wenn die Tonlage der beiden kaum unterschiedlicher sein könnte. Volker Sielaff stellt die 1921 in Lublin geborene Julia Hartwig vor. „Zu Gast in Berlin” ist der ukrainische Dichter Serhij Zhadan, in dieser Ausgabe finden sich neue Gedichte von ihm.
mehr unter: www.spritz.de
LCB im Facebook
Das Literarische Colloquium Berlin ist ab sofort auf Facebook präsent: www.lcb.de/facebook/
(2) AUTOREN UND ÜBERSETZER IM HAUS
Clemens Berger (Wien)
Clemens Berger wurde 1979 in Güssing geboren und wuchs in Oberwart auf. Er studierte Philosophie und Publizistik in Wien, wo er seit seinem Diplom als freier Schriftsteller lebt. Berger debütierte 2003 mit dem Erzählband „Der gehängte Mönch“ und veröffentlichte u.a. die Romane „Paul Beers Beweis“ (2005), „Die Wettesser“ (2007) und „Das Streichelinstitut“ (2010). Mit freundlicher Unterstützung der Abteilung Literatur des Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (Wien).
Gergana Fyrkova (Sofia)
Gergana Fyrkova, geb. 1965, lebt als Film -und Literaturübersetzerin in Sofia. Sie übertrug u.a. Werke von Siegfried Kracauer, Ilija Trojanow, Dimitré Dinev und Robert Walser ins Bulgarische. Sie erhielt das Schritte-Stipendium der S. Fischer Stiftung.
Jonila Godole (Tirana)
Jonila Godole, geboren 1974, lehrt Journalistik und Politische Kommunikation an der Universität Tirana und übersetzt deutsche Literatur ins Albanische, u.a. Chamisso, Rilke, Thomas Bernhard und Julia Franck. Sie erhielt das Schritte-Stipendium der S. Fischer Stiftung.
Roman Graf (Winterthur/Leipzig)
Roman Graf , 1978 in Winterthur geboren, absolvierte ein Studium am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig und debütierte 2009 mit dem Roman „Herr Blanc”. In diesem Sommer erscheint sein Gedichtband „Zur Irrfahrt verführt” (Limmat Verlag). Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Pro Helvetia.
Andrea Grill (Wien)
Andrea Grill, 1975 geboren, lebt in Wien als freie Schriftstellerin. Sie ist promovierte Biologin, veröffentlichte 2005 den Erzählband „Der gelbe Onkel” sowie die Romane „Zweischritt” (2007) und „Tränenlachen” (2008). Darüberhinaus hat sie aus dem Albanischen übersetzt. Mit freundlicher Unterstützung der Abteilung Literatur des Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (Wien).
Finn-Ole Heinrich (Hamburg)
Finn-Ole Heinrich, 1982 in Hamburg geboren, debütierte 2005 mit dem Erzählband „die taschen voll wasser“ und studierte Bildende Kunst und Film in Hannover. Seit seinem Diplom 2008 lebt er als freier Autor in Hamburg. Er veröffentlichte den Roman „Räuberhände“ (2007), das Hörbuch „auf meine Kappe“ (2009) und den Erzählband „Gestern war auch schon ein Tag“ (2009). Finn-Ole Heinrich erhielt das LCB-Aufenthaltsstipendium des Berliner Senats.
Alexandru Al. Sahigian (Bukarest)
Alexandru Al. Sahigian, geb. 1950, ist Dramaturg und Übersetzer deutscher Literatur ins Rumänische, u.a. von Lessing, Nietzsche, Ingo Schulze, Herta Müller. Er erhielt das Schritte-Stipendium der S. Fischer Stiftung.
Thien Tran (Köln)
Thien Tran wurde 1979 in Ho Chi Minh-Stadt in Südvietnam geboren und lebt seit 1982 in Deutschland. Nach dem Abitur studierte er Germanistik, Philosophie und klassische Literaturwissenschaft in Köln. Thien Tran debütierte 2009 mit seinem Gedichtband „Fieldings“ und wurde im gleichen Jahr mit dem Rolf Dieter Brinkmann Stipendium der Stadt Köln ausgezeichnet. Thien Tran erhielt das LCB-Aufenthaltsstipendium des Berliner Senats.
weitere Informationen: http://www.lcb.de/gaeste/
(3) DAS LCB IM AUGUST 2010
KARTEN AUSSCHLIESSLICH AN DER ABENDKASSE
Montag, 2. August 2010, 20.00 Uhr
Grenzgänge
Lesung und Filmvorführung mit Nicol Ljubic und Tamara Milosevic
Moderation: Volker Weidermann
mehr unter: www.lcb.de/home/#d100802
Dienstag, 3. August 2010, 20.00 Uhr
Lyrik am See
Tadeusz Dabrowski und André Rudolph in Lesung und Gespräch
mehr unter: www.lcb.de/home/#d100803
Mittwoch, 11. August 2010, 20.00 Uhr
Eine empfindsame Reise – Laurence Sterne in neuer Übersetzung
Sterne-Übersetzer Michael Walter in Lesung und im Gespräch mit Wolfgang Hörner
mehr unter: www.lcb.de/home/#d100811
Dienstag, 17. August 2010, 20.00 Uhr
Buchpremiere: September – Fata Morgana
Thomas Lehr in Lesung und Gespräch
Moderation: Stefan Weidner
mehr unter: www.lcb.de/home/#d100817
Donnerstag, 19. August 2010, 20.00 Uhr
Von der Weltliteratur zur Global Literature
Lesung: Dinaw Mengestu
Moderation: Sigrid Löffler
mehr unter: www.lcb.de/home/#d100819
Dienstag, 24. August 2010, 20.00 Uhr
Verwandtschaften
Lesung: Sabrina Janesch und Tomasz Rózycki
Moderation: Jörg Magenau
mehr unter: www.lcb.de/home/#d100824
Donnerstag, 26. August 2010, 20.00 Uhr
Studio LCB
Lesung: Thomas Hettche
Gesprächspartner: Jana Hensel und Ingo Schulze
Moderation: Denis Scheck
In Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk.
Sendetermin: Samstag, 28. August 2010, 20:05 Uhr.
Sendefrequenzen unter: www.dradio.de/dlf/frequenzen/
mehr unter: www.lcb.de/home#d100826
Sonnabend, 28. August 2010, ab 14.30 Uhr
Das Sommerfest im LCB
Der Suhrkamp Verlag und seine Autoren zu Gast im Literarischen Colloquium Berlin
Viel ist geschrieben worden über den Umzug des Suhrkamp Verlages von Frankfurt nach Berlin, über seine Bedeutung in der Verlagswelt, über das kulturpolitische Signal, das von ihm ausgeht. Die Zäsur fällt zusammen mit dem 60. Geburtstag des Verlages, dem Anlaß des diesjährigen Sommerfestes im LCB. „Der Suhrkamp Verlag verlegt keine Bücher, sondern Autoren” – das Wort Siegfried Unselds gilt nach wie vor, das Verlagsprogramm zeigt sich auch in seinem 60. Jahr von einem Reichtum und in einer Vielfalt, von der eine ganz besondere Anziehungskraft ausgeht. Das Lesungsprogramm auf der Terrasse und im Garten des LCB wird dies bestätigen:
Programm auf der Terrasse / Rotunde am See
- 14.30 Uhr
- Begrüßung durch Ulla Unseld-Berkéwicz und Dr. Ingo Fessmann
- 15.00 Uhr
- Dietmar Dath und Gregor Gysi im Gespräch
- 16.00 Uhr
- Raimund Fellinger: 60 Jahre Suhrkamp
- 16.30 Uhr
- Autoren lesen aus Walter Benjamins „Berliner Kindheit”
- 17.00 Uhr
- Stephan Thome
- 17.30 Uhr
- Ann Cotten
- 18.00 Uhr
- Lutz Seiler
- 18.30 Uhr
- Doron Rabinovici
- 19.00 Uhr
- Gisela von Wysocki
- 19.30 Uhr
- Tobias Rapp
- 20.00 Uhr
- Daniyal Mueenuddin
- 20.30 Uhr
- Judith Schalansky
- 21.00 Uhr
- Rafael Horzon
- 21.30 Uhr
- Angela Winkler singt Brecht
Tanzbar mit Tobias Rapp
Ab 14.30 Kinderprogramm mit den peppermints auf der Wiese vor dem Haus.
Kasse öffnet um 14.00 Uhr
Sprache im technischen Zeitalter: Einladung zum Abonnement
Sprache im technischen Zeitalter: Einladung zum Abonnement
Wir vom LCB möchten Sie heute herzlich zum Abonnement unserer Zeitschrift "Sprache im technischen Zeitalter" einladen – einer Zeitschrift, die ohne regelmäßige öffentliche Förderung auskommen muss und sich zum ganz überwiegenden Teil aus den Beiträgen ihrer Bezieher finanziert. Machen Sie sich oder – durch ein Geschenkabonnement – auch anderen die Freude, „Spritz“ (wie unsere Zeitschrift unter Freunden heißt) zu lesen.
mehr unter: www.lcb.de/ueberuns/lcb/spritz.pdf
