An den Wassern von Babylon - Übersetzertag im LCB
Freitag, 23. Juli 2004, ab 16 Uhr
Zum fünften Mal seit 1997 laden der Deutsche Übersetzerfonds und das LCB zum Übersetzertag, der die „Grengänger der Literatur” in den Mittelpunkt eines literarisch und kabarettistisch ambitionierten Programms stellt.
Der Übersetzertag 2004 führt zurück zu den Ursprüngen von Vielsprachigkeit und Schrift. Wir folgen Claudia Ott in die Welt der Basare und Kalifen, die in ihrer Neuübersetzung der Erzählungen aus Tausendundeine Nacht erstmals in einer von europäischen Übermalungen, Ausschmückungen und Prüderien freien Form zu lesen sind. „Black Box in Babylon“ nennt sich ein kabarettistisches Experiment, das endlich Licht bringt in den rätselhaften Vorgang des Literaturübersetzens. Und wir führen ein Streitgespräch über das Scheitern, das Gelingen und das Meistern von Übersetzungen, und wie man das erkennt.
Programm
16.00 Uhr
BEGRÜSSUNG: Rosemarie Tietze
16.15 Uhr
EIN ALT-KLASSIKER GANZ NEU
Burkhart Kroeber spricht mit Claudia Ott über ihre Neuübersetzung von Tausendundeine Nacht aus der ältesten Quelle
17.30 Uhr
OB DIE METAMORPHOSE GELINGT?
Über die heikle Frage der Übersetzungsqualität diskutieren Reinhard Kaiser, Wolfgang Matz, Burkhard Müller, Elke Schmitter und Bernhard Robben.
Moderation: Hinrich Schmidt-Henkel
19.00 Uhr Pause / Imbiß:
Catering: Wunderbar
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20.00 Uhr
BLACK BOX IN BABYLON
Übersetzen als organischer Vorgang: Bücher in sich hineinfressen und in einer anderen Sprache wieder ausspucken. Aber was passiert da genau? Wie wird der Input zum Output? Der Übersetzer, das unbekannte System – Frank Günther und sein Ensemble (Ulrich Blumenbach, Beate Smandek und Rosemaie Tietze) präsentieren ein kabarettistisch-wissenschaftliches Blackbox-Experiment.
22.00 Uhr
1001 NACHTMUSIK
mit Claudia Ott (Rohrflöte / Nay), Matthias Bautz (orient. Perc.) und Roman Bunka (Laute / Oud)
Literarisches Colloquium Berlin, Am Sandwerder 5, 14109 Berlin, S-Bhf. Wannsee, Tel. 030 – 81 69 96 25
Mit freundlicher Unterstützung der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, der Kulturstiftung der Länder und der Berliner Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur.
