Ross Benjamin erhält den Helen und Kurt Wolff Übersetzerpreis 2010

Der New Yorker Übersetzer und Publizist Ross Benjamin wird für seine 2009 im Verso Verlag erschienene Übersetzung von Michael Maars „Solus Rex. Die schöne böse Welt des Vladimir Nabokov“ („Speak, Nabokov“) mit dem Helen und Kurt Wolff Übersetzerpreis 2010 ausgezeichnet. Seine Übersetzung ist, in den Worten der Jury, „elegant, geistreich, spielerisch und wird dem deutschen Original ebenso gerecht wie dem Inhalt des Buches. Diese bemerkenswert musikalisch anmutende Übersetzung ist sehr gut lesbar und liefert dem englischsprachigen Leser eine wichtige Studie des weltberühmten Schriftstellers, dessen Werk nach einer seriösen Auslegung verlangt. Der Übersetzer überzeugt sowohl mit seiner kultivierten Literaturkritik als auch durch seinen literarischen Stil.“

Ross Benjamin publizierte als Autor und Kritiker unter anderem in The New York Times, The Times Literary Supplement, Bookforum und The Nation. Als Übersetzer trat er mit Friedrich Hölderlins „Hyperion“ (Archipelago Books, 2008), Kevin Vennemanns „Close to Jedenew“ (Melville House, 2008),  Joseph Roths „Job“ (Archipelago, forthcoming, 2010) und Thomas Pletzingers „Funeral for a Dog“ (W.W. Norton & Company, forthcoming, 2011) hervor. 2008 nahm er an der Internationalen Übersetzerwerkstatt des LCB teil. Zur Zeit arbeitet er an einem Roman über die Harlem Renaissance. Die Preisverleihung durch den deutschen Deutschen Generalkonsul in Chicago Onno Hückmann findet am 21. Juni im Goethe Institut Chicago statt.

Der Helen und Kurt Wolff Übersetzerpreis wird seit 1996 durch das Goethe Institut Chicago vergeben. Er ist mit 10.000 $ dotiert und mit einem Gastaufenthalt im LCB verbunden. Der Preis wird durch das Auswärtige Amt ermöglicht.

Preisträger seit 1996

1996:
John E. Woods für seine Übersetzung des „Zauberbergs“ (The Magic Mountain) von Thomas Mann sowie für die bei Dalkey Archive Press publizierte Übersetzung Nobodaddy’s Kinder (Nobodaddy’s Children) von Arno Schmidt
1997:
Leila Vennewitz  für ihre Übersetzung von Jurek Beckers „Jakob der Lügner“ (Jacob the Liar)
1998:
John Brownjohn für seine Übersetzung von Thomas Brussigs „Helden wie wir“ (Heroes Like Us) , 1997 erschienen bei Farrar, Straus und Giroux, sowie von Marcel Beyers Flughunde (The Karnau Tapes)
1999:
Joel Agee für eine "Penthesilea"-Übertragung
2000:
Michael Hofmann für eine Übersetzung eines Romans von Joseph Roth
2001:
Krishna Winston für ihre herausragende, den Witz, die Bissigkeit und die verwickelte und verzwickte Handlung brillant wiedergebende Übertragung des Romans "Ein weites Feld" von Günter Grass, der 2000 unter dem Titel "Too Far Afield" im New Yorker Verlag Harcourt erschien.
2002:
Anthea Bell für ihre Übertragung von W.G. Sebalds "Austerlitz" (erschienen bei Random House, 2001)
2003:
Margot Bettauer Dembo (New York) für ihre Übertragung von Judith Hermanns Erzählungsband "Sommerhaus, später"
2004:
Breon Mitchell (Bloomington) für seine Übersetzung von Uwe Timms Roman „Morenga“
2005:
Michael Henry Heim (Los Angeles) für seine Übersetzung von Thomas Manns „Tod in Venedig“ (Death in Venice)
2005:
Susan Bernofsky (New York) für ihre Übersetzung von Jenny Erpenbecks „Geschichten vom alten Kind“ (The Old Child & Other Stories)
2007:
Peter Constantine (New York) für seine Übersetzung von Benjamin Leberts „Der Vogel ist ein Rabe“ (The Bird is a Raven)
2008:
David Dollenmeyer für seine Übersetzung von Moses Rosenkranz „Kindheit. Fragment einer Autobiographie“ (Childhood. An Autobiographical Fragment)
2009:
John Hargraves für seine Übersetzung von Michaels Krügers „Turiner Komödie“ ( The Executor- A Comedy of Letters )
2010:
Ross Benjamin (New York) wird für seine Übersetzung von Michael Maars „Solus Rex. Die schöne böse Welt des Vladimir Nabokov“ („Speak, Nabokov“)

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