LCB-Programmarchiv

LCB-Veranstaltungen 11/2013

LCB-Programm 11/2013 als PDF

Mittwoch
November
20.00 Uhr
06.11.2013

Zwei zweite Romane
Gunther Geltinger und Matthias Göritz in Lesung und Gespräch

Moderation: Wiebke Porombka

Gunther Geltinger © Tobias Bohm

Matthias Göritz © Tobias Bohm

Zwei Romane von Autoren, die dem LCB als ehemalige Stipendiaten verbunden sind, stellen wir heute vor. Nach seinem Debüt „Mensch Engel” (2008) hat der Kölner Schriftsteller Gunther Geltinger in diesem Herbst im Suhrkamp Verlag seinen zweiten Roman veröffentlicht. „Moor” erzählt die Geschichte des 13jährigen Dion Katthusen, der mit seiner Mutter in einer Moorlandschaft voller Mythen und Legenden lebt. Er ist Außenseiter unter den Gleichaltrigen, tut sich schwer mit dem Sprechen und sammelt mit Leidenschaft Libellen. Am Ende seiner Kindheit ist es das Moor, das in überbordender Sprachfülle Dions Geschichte erzählt. Matthias Göritz, auch als Lyriker bekannt, lässt auf sein Romandebüt „Der kurze Traum des Jakob Voss” (2005) nun bei C.H. Beck den Roman „Träumer und Sünder” folgen. In diesem „psychologischen Kammerspiel” (Christoph Schröder) erhält ein junger Journalist die Chance, ein Interview mit einer Schlüsselfigur des deutschen Kinos zu führen, einem alternden, schillernden Produzenten. Im Lauf der Gespräche enthüllt sich das Lebensgeheimnis des Produzenten, zudem entwickelt sich eine ganz eigene Nähe zwischen ihm und dem Journalisten, die zu einer überraschenden Wende führt. Es moderiert die Berliner Literaturkritikerin Wiebke Porombka.

Gefördert aus dem „Grenzgänger”-Programm der Robert Bosch Stiftung.
Eintritt 6 € / 4 € *

Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin

Donnerstag
November
20.00 Uhr
14.11.2013

Die Ordnung der Sterne über Como
Lesung: Monika Zeiner, am Klavier begleitet von Andreas Hirche

Moderation: Helmut Böttiger

Monika Zeiner © Milena Schlösser

Es ist wohl das Überraschungsbuch dieses Jahres: Monika Zeiners Debütroman „Die Ordnung der Sterne über Como” (Blumenbar Verlag). Die Dreiecksgeschichte um drei Musiker im Berlin der neunziger Jahre ist ein Roman über Liebe und über Freundschaft, ein Künstlerroman voller Witz und Tiefsinn. Die Literaturkritik staunte über die schriftstellerische Reife der Autorin, über „grandios komische und absurde Elemente” (NZZ), „zugewandte Ironie” und Monika Zeiners Geschick, „die eher befremdlicheren Aspekte im menschlichen Umgang miteinander zu fassen zu kriegen” (FR). Sehr zu Recht war der Roman für den Deutschen Buchpreis nominiert. Monika Zeiner, im richtigen Leben Sängerin der Italo-Swing-Band marinafon, liest aus ihrem Buch, begleitet von Andreas Hirche am Klavier, und moderiert von dem Berliner Literaturkritiker Helmut Böttiger.

Eintritt 6 € / 4 € *

Montag
November
19.00 Uhr
18.11.2013

Europäische Erzähler
Julia Deck in Lesung und Gespräch

Moderation: Fabrice Gabriel

Außer Haus!
Ort: Institut Français, Kurfürstendamm 211; U-Bhf. Uhlandstraße

Julia Deck © Celia Pernot

Ein Mord ist geschehen. Viviane Élisabeth Fauville, die titelgebende Protagonistin im ersten Roman der 1974 geborenen Pariser Schriftstellerin Julia Deck (Wagenbach), sieht sich selbst, wie von fremder Hand geführt, durch Paris irren. Die Hinweise auf die Täterin verdichten sich, es scheint nur eine Frage der Zeit. Wie weit ist eine Frau zu gehen bereit, die alles verloren glaubt? Karg, absurd und lakonisch erzählt, ist dieser von der Schriftstellerin Anne Weber ins Deutsche übersetzte Roman nur vordergründig eine Kriminalgeschichte. Sie bildet den Rahmen für ein meisterlich in Sprache gesetztes Spiel mit dem verblüfften Leser: Immer wieder werden alle Sicherheiten aufgehoben, stellt sich das, was man herausgefunden zu haben meint, als falsch heraus - oder doch nicht?

In Kooperation mit dem Bureau du Livre der Französischen Botschaft, dem Institut Français und dem Verlag Klaus Wagenbach.
Eintritt frei

Dienstag
November
20.00 Uhr
19.11.2013

Versuch, eine Mentalität zu erklären

Ein Uwe Johnson-Abend mit Annett Gröschner, Holger Helbig u.a.

Uwe Johnson © Renate von Mangoldt

Für viele, die Uwe Johnson gelesen haben, gehört die Lektüre seiner Bücher zu den eindrücklichsten Leseerfahrungen. Der 1934 in Cammin/Pommern geborene Autor wurde zum Chronisten der zwei deutschen Diktaturen des 20. Jahrhunderts, und gleichzeitig beschreibt er in unvergleichlicher Weise sowohl den Raum des nordostdeutschen Tieflands wie den Stadtraum von New York. Sein vierbändiges opus magnum „Jahrestage“ ist eines der wichtigsten deutschsprachigen Romanwerke des 20. Jahrhunderts. Vor drei Jahren gründete sich in Rostock die Uwe Johnson-Gesellschaft, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Werk Johnsons einer breiteren Leserschaft bekannt zu machen. Darüber hinaus erschließt die Gesellschaft das Werk des Autors wissenschaftlich. Im Oktober wurde das Uwe Johnson-Archiv eröffnet, und im November erscheint die 20. Ausgabe des Uwe Johnson-Jahrbuchs. Der Vorsitzende der Johnson-Gesellschaft Holger Helbig stellt Jahrbuch und Gesellschaft vor. In einem zweiten Teil liest die Berliner Autorin Annett Gröschner Johnson-Texte und spricht über ihr Verhältnis zu diesem Autor.

In Zusammenarbeit mit der Uwe Johnson-Gesellschaft.
Eintritt 6 € / 4 €
*

Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin

Donnerstag
November
20.00 Uhr
21.11.2013

„Ein neuer Pfad zum Wasserfall“
Über Raymond Carver und seinen Übersetzer Helmut Frielinghaus

Lesung und Gespräch mit Hans-Jürgen Balmes, Judith Hermann und Susanne Höbel

Helmut Frielinghaus © Renate von Mangoldt

Genauso wie die diesjährige Nobelpreisträgerin Alice Munro ist Raymond Carver eine der Ikonen der amerikanischen Literatur der letzten Jahrzehnte. Beide gelten als Meister der Short Story und als „writer`s writer”, haben also großen Einfluss ausgeübt auf das Schreiben anderer Schriftsteller. Der Kurzgeschichtenverfasser Raymond Carver, bekannt für seine hoffnungslosen Helden aus den Weiten des amerikanischen Westens und für seine lakonischen Geschichten, ist hierzulande weithin rezipiert. Ein wenig anders verhält es sich mit seiner Lyrik. Als ihm sein Arzt mitteilte, er hätte nur noch wenige Monate zu leben, wusste Carver, daß ihm nur noch Zeit für Gedichte bleiben würde. Der Leser ist gebannt von der Aufmerksamkeit und Gelassenheit, mit der Carver den Lauf der Welt betrachtet. Das Schicksal wollte es, dass für seinen deutschen Übersetzer Helmut Frielinghaus die Arbeit an der Übertragung des Gedichtbands „Ein neuer Pfad zum Wasserfall“ (S. Fischer Verlag, 2013) auch seine letzte sein sollte. Seine Präsenz als kluger Mentor in den Übersetzerseminaren und Jurys des LCB hat viele Spuren hinterlassen. Mit diesem Abend wollen wir an Raymond Carver und Helmut Frielinghaus erinnern: Judith Hermann wird aus dem Gedichtband lesen; Hans-Jürgen Balmes, Lektor für internationale Literatur im S. Fischer Verlag, spricht mit der Übersetzerin Susanne Höbel über Helmut Frielinghaus und seinen Autor Raymond Carver.

Eintritt 6 € / 4 € *

Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin

Dienstag
November
20.00 Uhr
26.11.2013

Hausgäste

Ivna Žic (Zürich), Ekaterine Togonidze (Tiflis) und John Butler (Dublin) in Lesung und Gespräch

Ivna Žic

Ekaterine Togonidze

Aus dem Kaukasus, der Schweiz und von der Grünen Insel kommen die drei Gäste, die wir am heutigen Abend als LCB-Hausgäste vorstellen. Ivna Žic wurde 1986 in Zagreb geboren und ist in Zürich und Basel aufgewachsen. Als Theaterautorin gewann sie 2011 die Wettbewerbe der Theater St. Gallen und Konstanz. Ekaterine Togonidze, 1981 in Tbilissi geboren, ist Journalistin, Moderatorin und Schriftstellerin. Ihre Erzählung „Der andere Weg“ ist in der Anthologie „Techno der Jaguare” (Frankfurter Verlagsanstalt) erschienen. John Butler wurde 1972 in Dublin geboren und schreibt Romane, Kurzgeschichten, Drehbücher und Filmskripte. 2011 erschien sein erster Roman „The Tenderloin“ bei Picador.

Eintritt frei

Sonnabend
November
20.00 Uhr
30.11.2013

50 Jahre LCB – der Filmabend im Kino Arsenal

LCB-Filmproduktionen auf großer Leinwand: „INSIDE-OUT” (1964), „Im Traum hinzugefügt - Kafka in Berlin” (1974), „Ernst und Karola Bloch. Die Tübinger Zeit” (1981-83)
Kommentar: Michael Töteberg und Helga Reidemeister

Außer Haus!
Ort: Kino Arsenal, Potsdamer Straße 2, 10785 Berlin

Unser Jubiläumsjahr schließen wir ab mit einem Filmabend im Arsenal, der das LCB als Produktionsstätte filmischer Experimente noch einmal aufleben lässt. Insbesondere die frühen Jahre waren geprägt von dem Austausch zwischen Autoren und Filmemachern und von Persönlichkeiten wie George Moorse, Wolfgang Ramsbott und der Dokumentarfilmerin Helga Reidemeister. Wir zeigen den Kurzfilm IN-SIDE-OUT von George Moorse (16 min), die erste LCB-Filmproduktion aus dem Jahr 1964, „Im Traum hinzugefügt - Kafka in Berlin“ (1975) von Wolfgang Ramsbott. (47 min.), der mit dem Sprecher Bruno Ganz Stationen aus dem Leben des Dichters, Kafkas Briefe an Felice, Texte über Berlin und weitere Reisen porträtiert, sowie Helga Reidemeisters Dokumentarfilm „Ernst und Karola Bloch. Die Tübinger Zeit” aus den achtziger Jahren. Der Filmwissenschaftler Michael Töteberg (Rowohlt Verlag) und Helga Reidemeister kommentieren.

Eintritt 7,50 € *

Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin

Ausstellung

»Was uns verbindet« | Mila Teshaieva | Ausstellung: 31. Mai bis 25. August 2018

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