Deutsch-Italienischer Übersetzerpreis

Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und das Auswärtige Amt haben 2007 den Deutsch-Italienischen Übersetzerpreis mit dem Ziel ins Leben gerufen, den geistigen und kulturellen Austausch zwischen Deutschland und Italien kontinuierlich zu fördern. Mit dem Preis werden erstmalig herausragende Leistungen von Literaturübersetzerinnen und Literaturübersetzern bei der Übersetzung von Neuerscheinungen aus Italien und Deutschland gewürdigt. Literaturübersetzerinnen und Literaturübersetzer dienen sinnbildlich als sprachliche Brückenbauer, um Verständnis und Akzeptanz zwischen den Kulturen herzustellen und zu fördern. Diese Vermittlerarbeit zu würdigen, aber auch die Übersetzung als eigenständiges Kunstwerk hervorzuheben, ist Ziel dieses Preises.

Daher werden besonders gelungene Übertragungen literarischer Werke ausgezeichnet, die neben dem außerordentlichen Sprachvermögen eines Übersetzers auch eine intensive inhaltliche und ästhetische Auseinandersetzung mit dem Text und seinem Autoren erkennen lassen. Sowohl der Preis für die beste Übersetzung als auch der Preis für das Lebenswerk sind mit 10.000 € dotiert. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden von einer unabhängigen Jury ausgewählt.

Der Deutsch-Italienische Übersetzerpreis zeichnet im jährlichen Wechsel italienische und deutsche Übersetzerinnen und Übersetzer aus. 2018 ging der Preis nach Italien. Der Preis für die Beste Übersetzung ging an Donata Berra für ihr „La guerra invernale in Tibet” (Adelphi Edizioni), die italienische Version von Friedrich Dürrenmatts Erzählung „Der Winterkrieg in Tibet“. Zur Besten Nachwuchsübersetzerin wurde Daria Biagi mit ihrem „Materia prima” (L’Orma Editore) gekürt, der italienischen Fassung von Jörg Fausers Roman „Rohstoff“.

Weitere Informationen finden sich auch der Webseite des Deutsch-Italienischen-Übersetzerpreises.

Kontakt

Thorsten Dönges

+49 (0) 30 816 996 11
doenges@lcb.de

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