Liuba-Paraskewija Strynadiuk

Lviv, Ukrainisch

Zu Gast im LCB:
Februar 2018

Liuba-Paraskewija Strynadiuk, 1989 geboren, ist Autorin und Übersetzerin deutschsprachiger Literatur. Sie hat u. a. Bücher von Martin Pollack und Karl-Markus Gauß ins Ukrainische übersetzt und wird im LCB an der Übertragung des Romans »Blumenberg« von Sibylle Lewitscharoff arbeiten. Sie erhielt das »Schritte«- Stipendium der S. Fischer Stiftung.

Liuba-Paraskewija Strynadiuk

»Im Roman gibt es philosophische Äußerungen Blumenbergs, mit denen die Autorin ganz besonders umgeht.«

Woran arbeitest du gerade?
Ich übersetze gerade »Blumenberg« von Sibylle Lewitscharoff aus dem Deutschen ins Ukrainische. Das ist ein Roman über den deutschen Philosophen Hans Blumenberg, dem mal ein Löwe ganz plötzlich in seinem Arbeitszimmer erscheint, der im weiteren Verlauf immer wieder auftaucht und verschwindet. Das Buch ist voll von biografischen und sozialhistorischen Details der Zeit, in der Blumenberg lebte. Im Roman gibt es einige philosophische Äußerungen Blumenbergs, mit denen die Autorin ganz besonders umgeht. Lewitscharoff schildert da auch das kleinstädtische Studentenleben, besonders das Schicksal von vier Studenten Blumenbergs. Sehr poetisch, sprachwitzig und fein ist der Roman »Blumenberg« geschrieben.

Wie beeinflusst dein Aufenthalt im LCB deine Arbeit?
Da habe ich eine wunderbare Gelegenheit, den ganzen Februar an der Übersetzung zu arbeiten, mich auf meine Arbeit zu konzentrieren. Dafür habe ich hier im LCB alle Bedingungen: eine ruhige Atmosphäre, einen bequemen Arbeitsplatz, wunderbare Aussicht auf den Wannsee. Da steht auch im LCB eine schöne Bibliothek zur Verfügung. Von so einem tollen Aufenthalt konnte ich nur träumen.

Welche Erfahrungen wirst du mit nach Hause nehmen?
Hier im LCB habe ich viele interessante Menschen getroffen: Übersetzer, Autoren, Künstler, nicht zu sprechen vom LCB-Team, das sehr wunderbar ist. Sehr oft finden hier im LCB Lesungen statt, gibt es auch Ausstellungen, was auch dafür dient, die Kenntnisse über aktuelle deutsche Literatur und Kunst zu erweitern. Und ja auch, was ganz wichtig für meine Arbeit an der Übersetzung ist, gibt’s es hier im LCB die besten Bedingungen dafür.

Das Interview wurde im Februar 2018 geführt.

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