Marina Skalova

Genf, Schweiz

Zu Gast im LCB:
Juli 2018
Dezember 2018

Marina Skalova, 1988 in Moskau geboren, wuchs in Deutschland und Frankreich auf. Sie ist Autorin und Übersetzerin. Sie schreibt Lyrik, lyrische Prosa und Theater, auf Deutsch und Französisch. Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Pro Helvetia.

Marina Skalova
Marina Skalova © Sophie Kandaouroff

»Raum und Zeit, die zwei wichtigsten Dimensionen überhaupt«

Woran arbeitest du gerade?
Ich schreibe ein Theaterstück zu Ende, das »Der Sturz der Kometen und der Kosmonauten« heißt. Das Stück wird im Februar 2018 in Genf uraufgeführt und wird kurz darauf auch am Berliner Ensemble vorgestellt werden. Außerdem nutze ich den Freiraum in Berlin, um Material für einen neuen Gedichtband zu sammeln, der sich – more or less – mit der Verdrängung und Übermalung der geschichtlichen Spuren im Stadtraum beschäftigt. Und übersetze nebenbei Texte aus dem Russischen für die Literaturzeitschrift „La mer gelée“.

Wie beeinflusst dein Aufenthalt im LCB deine Arbeit?
Die entlegene Lage des Wannsees ermöglicht mir eine Distanz – und ist voller geschichtlicher und gegenwärtiger Reibung. Diese Wechselwirkung interessiert mich. Darüber hinaus bietet mir der Aufenthalt Raum und Zeit. Das sind die zwei wichtigsten Dimensionen überhaupt.

Welche Erfahrungen wirst du mit nach Hause nehmen?
Ich bin wieder zuhause und vermisse den Wannsee und den Schlachtensee und die Krumme Lanke… vor allem aber den Schlachtensee. Am Ende des Tages zu schwimmen ist der beste Ausgleich zum Schreiben.

Das Interview wurde im Sommer 2018 geführt.

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