Donnerstag
September
19.30h
20.09.2018

Studio LCB
Schattenfroh
Michael Lentz in Lesung und Gespräch

Mit: Daniela Seel und Jan Wilm
Moderation: Katharina Teutsch

Michael Lentz © Jörg Steinmetz

Mehr als zehn Jahre nach Michael Lentz’ letztem Roman »Pazifik Exil« (S. Fischer, 2007) über die deutschen Schriftsteller im kalifornischen Exil lässt der Autor nun einen Erzähler namens Niemand auftauchen. In Michael Lentz’ neuem Roman »Schattenfroh« versucht dieser Niemand, dem Geheimnis der eigenen Existenz als Jemand auf die Spur zu kommen. Er ist ein von Zeichensystemen Besessener, der nach dem Tod des Vaters in eine tiefe Sinnkrise stürzt. Das tausendseitige »Schattenfroh« ist damit konzeptuell eine Antwort auf die kurze Erzählung »Muttersterben«, mit der Michael Lentz im Jahr 2001 seinen Durchbruch als Prosaautor erlebte. Der neue Roman erzählt vom Sterben des Vaters, zugleich aber ist er auch Seelensuche, Ich-Jagd, eine irrsinnige Reise in den inneren psychischen Steinbruch. Zeitlich umfasst der durchgängig im Präsens geschriebene Roman etwa 500 Jahre: 1525 bis 2018. Der Größenwahn ist hier ebenso Programm wie die sensible Befragung der eigenen Substanz. Dabei gebraucht er eine Sprache, die weit in die Tradition der Konkreten Poesie hineingreift. Was bedeutet der Tod des Vaters für das Leben des Sohns? Was bedeutet das Schreiben für die Existenz? Wie körperlich ist die Schrift? Michael Lentz wird darüber mit dem Kritiker Jan Wilm und der Lyrikerin und Verlegerin Daniela Seel sprechen.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk.
Sendetermin: Samstag, 29. September 2018, 20:05 Uhr.
Sendefrequenzen und Livestream
Eintritt 8 € / 5 €
Tickets online oder an der Abendkasse

DLF

Dienstag
September
19h
25.09.2018

Brücke Berlin Preis 2018
Verleihung an Zaza Burchuladze und Natia Mikeladse-Bachsoliani
Laudatio: Patricia Klobusiczky

Brücke Berlin Theaterpreis
Verleihung an Iva Brdar und Alida Bremer
Laudatio: Ralph Hammerthaler

außer Haus!
Ort: Deutsches Theater, Schumannstraße 13, 10117 Berlin

Zaza Burchuladze ©  Ira Koklozin

Natia Mikeladse-Bachsoliani © privat

Iva Brdar © Laslo Antal

Alida Bremer © Carola Loeser

Der »Brücke Berlin Literatur- und Übersetzerpreis 2018« geht an den in Berlin lebenden georgischen Autor Zaza Burchuladze und seine Übersetzerin Natia Mikeladse-Bachsoliani für den Roman »Touristenfrühstück« (Aufbau, 2017); den erstmals vergebenen »Brücke Berlin Theaterpreis« erhalten die serbische Autorin Iva Brdar und ihre Übersetzerin Alida Bremer für das Stück »Daumenregeln« (Rowohlt Theaterverlag). Zaza Burchuladzes Roman und Iva Brdars Theaterstück sind eindringliche Beschreibungen von Nomaden, die mit den Umbrüchen und Ungewissheiten im heutigen Europa konfrontiert sind. »Touristenfrühstück« ist der im Berliner Exil geschriebene Roman eines Autors, der von den Dämonen, den Absurditäten, aber auch den glücklichen Gegenbildern seiner Vergangenheit in Tbilissi heimgesucht wird. Der mit schwarzem Humor durchtränkte Text zeigt eine Innenansicht des Exils als conditio humana. Natia Mikeladse-Bachsoliani bringt in ihrer Übersetzung den pointenreichen Text in all seiner Lakonie zum Leuchten. Iva Brdar folgt in ihrem Theaterstück »Daumenregeln« der Tramptour zweier junger Frauen ins südliche Osteuropa. In einer weitgehend menschenleeren Landschaft begegnen die Protagonistinnen ebenso skurrilen wie scharf umrissenen Figuren, die sich aus Bruchstücken einstiger Lebensentwürfe eine neue Existenz zusammenzimmern. So entsteht ein surreales Roadmovie; alle fahren mit, niemand weiß woher, niemand weiß wohin. Geschrieben ist das eindringliche Stück in vibrierenden Versen, von Alida Bremer in ein suggestives Deutsch übersetzt. Um 17 Uhr findet vorab ein öffentliches Podiumsgespräch mit den Preisträgerinnen und Preisträgern statt. Eine gemeinsame Veranstaltung mit der BHFBANK-Stiftung, dem Goethe-Institut und dem Deutschen Theater Berlin.

Anmeldung erbeten per mail an becker@lcb.de.
Eintritt frei

Donnerstag
September
19.30h
27.09.2018

Nordlichter
Ein isländischer Abend

Mit Arthur Bollason, Einar Karason und Steinunn Sigurðardóttir
Moderation: Thomas Böhm

Arthur Bollason © privat

Einar Karason © Jóhann Páll Valdimarsson

Steinunn Sigursardottir © David Ignaszewski - koboy Motive

Island ist wahrscheinlich das literaturaffinste Land dieser Welt. »Das Land der Dichter und Banker« titelte die Süddeutsche Zeitung 2011 beim legendären Gastlandauftritt auf der Frankfurter Buchmesse; »jeder zweite Isländer will Dichter sein. Und jeder will zumindest Romanfigur sein.« Mit Arthur Bollason, Einar Karason und Steinunn Sigurðardóttir machen drei besonders charismatische Vertreter der isländischen Gegenwartsliteratur Station im LCB. Einar Karason ist mit seiner »Barackentrilogie« aus dem proletarischem Milieu Reykjavíks berühmt geworden; zuletzt erschien die historische Romantrilogie »Die Sturlungen« (Ü: Kristof Magnusson, btb, 2017). Steinunn Sigurðardóttir, deutschen Leserinnen und Lesern vertraut durch Romane wie »Der Zeitdieb« und »Herzort«, veröffentlicht in diesen Tagen mir »Heiðas Traum« (Ü: Tina Flecken, Hanser Verlag, 2018) die wahre Geschichte einer Frau, die ihre Modelkarriere zugunsten einer Existenz als Schäferin und Umweltaktivistin eintauscht. Arthur Bollason gehört als Übersetzer und Autor zu den wichtigsten Vermittlern isländischer Literatur, sein »Island-Lesebuch« gehört in jedes Reisegepäck mit Destination Island. Thomas Böhm moderiert den Abend.

In Zusammenarbeit mit der Isländischen Botschaft.
Eintritt 8 € / 5 €
Tickets online oder an der Abendkasse

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Dienstag
Oktober
19.30h
02.10.2018

Hausgäste I

Zviad Ratiani, Zyta Rudzka und Ian de Toffoli in Lesung und Gespräch

Zviad Ratiani © Archil Nikolaishvili

Zyta Rudzka © privat

Ian De Toffoli © privat

An diesem Abend lesen drei unserer Gäste aus Tiflis, Warschau und Luxemburg aus ihren Werken und sprechen über die Projekte, an denen sie derzeit im LCB arbeiten. In seinen Gedichten beschäftigt sich der georgische Dichter und Übersetzer Zviad Ratiani sowohl mit klassischen georgischen Formen als auch Impulsen aus dem amerikanischen Modernismus. Er übertrug u. a. T. S. Eliot, Ezra Pound, Rainer Maria Rilke und Paul Celan ins Georgische. Der polnischen Schriftstellerin, Psychotherapeutin und Drehbuchautorin Zyta Rudzka gelang mit dem Roman »Krótha wymania ogina« / »Kurzer Feuerwechsel« in diesem Jahr ein großer Erfolg, erste Auszüge in deutscher Übersetzung kommen heute Abend zu Gehör. 2009 erschien ihr Roman »Mikwe« (Ü: Sven Sellmer, Secession). Ian De Toffoli ist ein luxemburgischer Theaterautor und Schriftsteller, dessen Stücke in verschiedenen europäischen Theatern aufgeführt wurden – u. a. »Rumpelstilzchen« im Stadttheater Luxemburg und der Monolog »Tiamat« im Théâtre du Centaure in Marseille. Er leitet den Verlag Hydre Editions und lehrt an der Universität in Luxembourg.

Eintritt frei

Donnerstag
Oktober
20.00h
04.10.2018

Faust Sonnengesang III: Filmvorführung mit Werner Fritsch
Deutschland 2018, 180 min. Regie, Buch, Kamera, Produktion: Werner Fritsch

Mit: Angela Winkler, Michael Altmann, Gerd Lohmeyer, Franz Wechsler und Werner Fritsch

Außer Haus!
Ort:
Brotfabrik, Caligariplatz 1, 13086 Berlin

Still aus »Faust Sonnengesang III« © Werner Fritsch

»Faust Sonnengesang« ist das filmische Lebensprojekt des Erzählers, Dramatikers, Hörspielautors und Filmemachers Werner Fritsch. „Filmgedicht“ nennt er seine Bilderreise durch Raum und Zeit. Nichts weniger als die Schönheit der Welt und die Mythenvielfalt der Menschheit versucht Fritsch einzufangen. Der dritte Teil des »Sonnengesangs «, von denen jeder eine Länge von drei Stunden hat, ist ein Roadmovie durch den amerikanischen Kontinent. Das Amerika des Filmautors ist voller Bilder aus der populären Kultur, angefangen vom amerikanischen Western über Fernsehserien wie »Lassie«, »Fury« oder »Bonanza« bis zu Bob Dylan und Nico, der legendären Velvet Underground-Sängerin. Dazu kommen Lektüreeindrücke von Walt Whitman und William Faulkner. Aber zu »Faust Sonnengesang« gehören auch transzendente Erfahrungen, etwa eine Begegnung mit einem Navajo-Schamanen. Wolfgang Höbel schrieb im Spiegel: „Tatsächlich will Werner Fritsch (…) zeigen, was ‚im Kopf eines Menschen abläuft, wenn er für immer die Augen schließt‘. Dieser Mensch, der Held des Films, ist einerseits Fritsch selbst, andererseits Goethes Doktor Faust. Gemeinsam nehmen sie sich die Freiheit, eine Art Lebensschnelldurchlauffilm zu komponieren.“

Eintritt 7,50 € / 6 €

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Dienstag
Oktober
19.30h
16.10.2018

The Constellation of Debt
Ein griechisch-deutscher Abend zu Poesie und Politik

Mit Daniel Falb, Hendrik Jackson, Nobert Lange, Brigitte Oleschinski, Anja Utler, Peter Waterhouse, Ron Winkler, Dimitris Allos, Orfeas Apergis, Iana Boukova, Giorgos Hantzis, Dimitra Kationi, Iordanis Papadopoulos und Lenia Safiropoulou
Moderation: Nathalie Karagiannis und Christian Filips

Mit der semantischen Vielfalt und den sozialen und politischen Auswirkungen des Begriffes „Schuld/en“ im historischen und gegenwärtigen Kontext setzen sich im Rahmen der zweitägigen Konferenz »Debt, History, Creation« am 15. und 16. Oktober an der Freien Universität Berlin namhafte Wissenschaftler*innen aus aller Welt auseinander. Im Anschluss daran sind griechisch- und deutschsprachige Lyriker*innen im LCB eingeladen, ihre Texte zu präsentieren und darüber zu reflektieren, ob Schulden aus der Vergangenheit nicht unbedingt zu Distanz und Animosität führen müssen, sondern auch Nähe und gegenseitige Anerkennung ermöglichen. Die Gedichte wurden von Marina Agathangelidou ins Deutsche und Griechische übersetzt. Das Projekt wird mit freundlicher Unterstützung des HERA-Netzwerks und des Instituts für Sozialforschung an der Goethe-Universität Frankfurt am Main realisiert.

Eintritt frei

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Mittwoch
Oktober
19.30h
17.10.2018

Heimkehren / Homegoing
Lesung: Yaa Gyasi

Aus der Übersetzung liest: Sharon Bobinger
Gesprächspartnerin: Anna Jäger

Yaa Gyasi © Michael Lionstar

»Homegoing« (»Heimkehren«, Dumont Verlag, Ü.: Anette Grube) heißt der Debütroman der in Ghana geborenen und in den USA aufgewachsenen Autorin Yaa Gyasi. Er versucht nichts weniger als eine „Topographie des Black Atlantic“ (NZZ), greift aus in die Historie des Sklavenhandels und beschreibt dabei die Genese vieler Konflikte, die die amerikanische Gesellschaft bis heute prägen. Erzählt wird die Geschichte zweier Schwestern, Effia und Esi, deren Lebenswege getrennt verlaufen. Im Ghana des 18. Jahrhunderts heiratet Effia einen Engländer, der im Sklavenhandel zu Reichtum und Macht gelangt. Esi dagegen wird als Sklavin nach Amerika verkauft. Während Effias Nachkommen über Jahrhunderte Opfer oder Profiteure des Sklavenhandels werden, kämpfen Esis Kinder und Kindeskinder ums Überleben: auf den Plantagen der Südstaaten, während des Amerikanischen Bürgerkrieges, der Großen Migration, in den Kohleminen Alabamas und dann, im 20. Jahrhundert, in den Jazzclubs und Drogenhäusern Harlems. Anna Jäger, Kuratorin bei Savvy Contemporary, führt das Gespräch mit Yaa Gyasi, die in diesem Herbst als Gast der American Academy am Wannsee weilt. In Zusammenarbeit mit InterKontinental e.V.

Eintritt 8 € / 5 €

Donnerstag
Oktober
19.30h
18.10.2018

Der Kadaverräumer
Lesung: Zoltán Danyi und seine Übersetzerin Terézia Mora

Moderation: Jörg Plath

Zoltan Danyi © Tibor Weiner

Kleine Sprache – große Literatur: auf kaum eine Sprache dürfte dieser Slogan so zutreffen wie auf das Ungarische. Auch in der auf Nádas und Esterházy folgenden Generation stoßen wir auf eine erstaunlich vitale literarische Gestaltungskraft – so wie bei unserem Gastautor Zoltán Danyi, der in diesem Herbst mit dem Roman »Der Kadaverräumer« (Suhrkamp) erstmals in deutscher Übersetzung zu lesen ist. Der Erzähler des Romans ist im Garten einer Berliner Klinik gestrandet, als ihn die Musik eines Kusturica-Films einholt. Er bricht in Tränen aus, „vielleicht, weil sie an die Oberfläche brachte, wovor er gerne weggelaufen wäre, jene alles verwüstenden, alles ausbeinenden Jahre, die einfach kein Ende nehmen konnten oder wollten, die immer noch andauerten“. Wer ist dieser Erzähler, der in einem reißenden Redestrom zwischen den traumatischen Schauplätzen seines Lebens hin und her taumelt? Zoltán Danyi, 1972 geboren, gehört der ungarischen Minderheit in Serbien an und lebt heute als Rosenzüchter in Senta. Der Jugoslawienkrieg und sein Nachleben haben ihn nie losgelassen. Zwei Jahrzehnte lang scheiterte er an dem Versuch, eine monströse Realität, die ihn selbst fast verschlungen hätte, literarisch zu fassen. Eines Tages war der Ton da – ein Sound, der in Terézia Moras deutscher Übersetzung bezwingt. Jörg Plath führt das Gespräch mit dem Autor und der diesjährigen Büchner-Preisträgerin.

Eintritt 8 € / 5 €

Dienstag
Oktober
19.30h
23.10.2018

Hausgäste II

John Mateer, Jewgenij Babuschkin und Anna Narinskaja in Lesung und Gespräch

John Mateer © privat

Jewgenij Babuschkin © privat

Anna Narinskaja © privat

Auch an diesem Abend stellen wir drei unserer Gäste vor. John Mateer, in Südafrika geboren und 1989 nach Australien ausgewandert, ist Dichter sowie Kurator und Essayist für zeitgenössische Kunst. Seine Texte widmen sich Kulturen als Konglomeraten verschiedener Einflüsse, z. B. in Indonesien oder auf den Kokosinseln. In deutscher Übersetzung erschienen »Einmal Weiß. Südafrikanische Gedichte« (Sisyphus, 2009), »Der Narbenbaum« (hochroth, 2015) und »Ungläubige « (Sonderzahl, 2017). Anna Narinskaja ist Kolumnistin, Kuratorin, Mitglied der Russischen Literaturakademie und Jury-Mitglied weiterer literarischer Preise. Im Jahr 2018 konzipierte sie »Petrushestvie« – eine Museumsshow über das Leben und Werk der russischen Schriftstellerin Ludmila Petrushevskaya. Jewgenij Babuschkin, in Leningrad geboren, ist studierter Theaterhistoriker, Journalist und Schriftsteller, und hat bereits als Straßenmusiker, Ausgräber und Schachlehrer gearbeitet. Seine Kurzprosa wurde ins Finnische und Chinesische übersetzt.

Eintritt frei

Mittwoch
Oktober
19.30h
24.10.2018

Verzeichnis einiger Verluste
Judith Schalansky im Studio LCB

Im Gespräch: Jutta Person und Alexander Cammann
Moderation: Maike Albath

Judith Schalansky © Tobias Bohm

Was bleibt, wenn etwas ganz und gar vorbei ist? Die Schriftstellerin Judith Schalansky befasst sich in ihrem neuen Buch »Verzeichnis einiger Verluste« (Suhrkamp) mit Dingen, die der Welt abhandengekommen sind. Dazu zählen Gebäude, wie der Palast der Republik, Texte, wie die Lieder von Sappho, eine Insel, die irgendwann im Meer versank oder eine Tierart, die ausstarb. Schalanskys ungewöhnliche Spurensuche führt an überraschende Orte und stellt Menschen in den Mittelpunkt, die sich im Abseits halten und sich dem Vergessen entgegenstemmen. Auch die versunkene DDR, in die Judith Schalansky 1980 hineingeboren wurde, ist Gegenstand ihrer erzählerischen Recherche. Erforscht hatte sie dieses Terrain bereits in ihrem Roman »Der Hals der Giraffe« (Suhrkamp). Einen internationalen Bestseller landete die Schriftstellerin, die auch als Herausgeberin und Herstellerin der Buchreihe »Naturkunden « sehr erfolgreich ist, bereits mit ihrem »Atlas der abgelegenen Inseln« (Matthes & Seitz, 2009). Wie sich die Welt heute katalogisieren ließe, diskutiert Judith Schalansky mit der Literaturkritikerin Jutta Person und Alexander Cammann, Feuilletonredakteur bei der Zeit.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk.
Sendetermin: Samstag, 27. Oktober 2018, 20:05 Uhr.
Sendefrequenzen und Livestream
Eintritt 8 € / 5 €

DLF

Donnerstag
Oktober
19.30h
25.10.2018

Writers@Berlin
Reconnecting the Middle East

Diskussion und Performance: Hila Amit Abas, Hassan Abul Fadl, Zehava Khalfa, Abdulkadir Musa, Mariam Rasheed, Mati Shemoelof und Mevan Younes
Moderation: Hila Amit Abas und Mati Shemoelof

Hila Amit Abas © privat

Zehava Khalfa © privat

Abdulkadir Musa © privat

Mariam Rasheed © privat

Mati Shemoelof © privat

Hassan Abul Fadl und Mevan Younes © privat

Hila Amit Abas und Mati Shemoelof, die Kuratoren dieser Veranstaltung, sind zwei in Israel geborene Mizrachim-Juden mit syrischen, iranischen, irakischen Wurzeln, die mittlerweile in Berlin leben, forschen und schreiben. Ihre Literatur schreiben sie auf Hebräisch, der Sprache, mit der sie aufgewachsen sind, die jedoch nicht die Sprache ihrer Eltern ist. In Berlin sind sie auf ihresgleichen gestoßen – Autorinnen und Autoren aus dem gesamten Mittleren Osten. Dabei erkannten sie, dass hier, anders als in ihren Herkunftsländern, ein Austausch möglich ist. Am heutigen Abend möchten sie den verlorengegangenen, einst so fruchtbaren Dialog durch Literatur, Musik und Diskussion wiederbeleben. Mit dabei sind neben Hila Amit Abas – deren Kurzgeschichtenband »Moving on from Bliss« 2016 große Beachtung fand – und neben Mati Shemoelof – eine dt. Ausgabe seiner Gedichte ist gerade im Berliner Aphorisma Verlag erschienen –, die Spoken-Word-Dichterin Mariam Rasheed (Ägypten), der kurdische Autor Abdulkadir Musa, die Dichterin Zehava Khalfa (Israelin mit libyschen Wurzeln), sowie die beiden Musiker Hassan Abul Fadl (Syrien) und Mevan Younes (Kurdistan), die Teil des wohlbekannten Berliner Orient Ensembles sind.

Eintritt 8 € / 5 €

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Freitag
Oktober
20.30h
26.10.2018

Krieg im Frieden

Szenische Lesung mit Texten von Ebru Nihan Celkan (Istanbul), Sivan Ben Yishai (Tel Aviv), Anastasiia Kosodii (Zaporizhzhya) und Mehdi Moradpour (Berlin)

Außer Haus!
Ort:
StudioЯ des Maxim Gorki Theaters, Hinter dem Gießhaus 2, 10117 Berlin

Samstag
Oktober
18.00h
27.10.2018

Mutterliebe © Esra Rotthoff

Die Grenzen zwischen Krieg und Frieden sind brüchig geworden. Kriege werden nicht mehr erklärt, sondern einfach geführt. Was ist noch Konflikt, was schon Krieg? Was ist Befreiung, was Besatzung? Und was ist mit dem Krieg in unserem Inneren? Über ein Jahr lang haben sich vier Theaterautor*innen mit den gesellschaftlichen Bedingungen auseinandergesetzt, die aus einem freien Leben ein Gefüge von Krieg im Frieden machen. Ausgehend von einem Schreiblabor am Literarischen Colloquium Berlin und Austauschforen mit zivilgesellschaftlichen Akteur*innen aus der Türkei, Israel und der Ukraine fragen sie nach der Rolle der Kunst in Zeiten der Umbrüche. Die entstandenen Texte werden in vier szenischen Lesungen im StudioЯ präsentiert.

Vorverkauf über das Maxim Gorki Theater.
Eintritt 12 €

Dienstag
Oktober
19.30h
30.10.2018

Neues aus der Werkstatt.
Denis Pfabe und Donat Blum in Lesung und Gespräch

Moderation: Inka Parei und Thorsten Dönges

Denis Pfabe © Tobias Bohm

Donat Blum © Tobias Bohm

Nur ein Notizbuch mit kryptischen Einträgen hinterlässt der Aktionskünstler Adrian Ballon nach seinem Selbstmord. Mit diesen Notizen fängt die Suche der Textilkünstlerin Frida an. Bei einer Reise durch US-amerikanische Kleinstädte und bundesdeutsche Archive setzt Frida langsam ein Bild des Lebens und Werks Ballons zusammen. In einer anderen Zeit begibt sich der junge Schriftsteller Donat auf eine Reise, die ihn aus den Schweizer Alpen über holländische Dörfer bis nach Berlin und Leipzig führt. Auch er hat nur wenige Briefe und eine Handvoll Erinnerungen, anhand derer er das Leben seiner verstorbenen Großmutter zu rekonstruieren versucht. Die Fragmente zweier abgeschlossener Lebensgeschichten ermöglichen es Frida und Donat in den beiden Romanen, ihre Gegenwart besser zu verstehen, und bieten Stoff und Inspiration für ihre künstlerische Arbeit. Ihre Debüts »Der Tag endet mit dem Licht« (Rowohlt Berlin) und »Opoe« (Ullstein Fünf) schreiben Denis Pfabe und Donat Blum sind jedoch nicht nur Familiengeschichten: In die Textgewebe sind auch Entwicklungen von Macht- und Geschlechterverhältnissen des Zweiten Weltkriegs bis heute eingeflochten. Beide Autoren waren Teilnehmer der Autorenwerkstatt 2016; heute treffen sie sich im LCB wieder und sprechen mit den damaligen Werkstattleitenden Inka Parei und Thorsten Dönges über ihre Bücher.

Eintritt 8 € / 5 €

Mittwoch
Oktober
19.30h
31.10.2018

Casino
Babel International

Lyrik und Mehrsprachigkeit
Kuratiert von Max Czollek

Max Czollek © Stefan Loeber

Unseren Casinoabend kuratiert Max Czollek, der gerade mit seinem jüngst erschienenen Buch »Desintegriert euch« (Hanser) Furore macht. Wen er für diesen Abend eingeladen hat? Lassen Sie sich überraschen...

Sehr verehrte Damen und Herren. Halten Sie Ihre Chips bereit. Hier gehts aufs Ganze. Auf die Grenze. Zwischen den Künsten. Den Sprachen. Den Perspektiven. Direktemang ins Roulette der Denkarbeit. Die AutorInnen setzen den Abend alles auf eine Karte. Steht auf der Karte ein Gedicht, ist es sicherlich ein Bluff. Sonnenbrille und Nagellack. Doppelter Einsatz. Alles ausgedacht. Aber erinnern Sie sich: ein Bluff bedeutet nicht, dass man damit nicht trotzdem die anderen Blätter sticht. Also kommen Sie vorbei. Und bringen Sie ihre Chips mit.

Max Czollek ist Essayist, Lyriker und Kurator von »Babelsprech.International«, einem Projekt zur Vernetzung junger deutschsprachiger und internationaler Poesie. Es wird gefördert von der Kulturstiftung des Bundes, dem Bundeskanzleramt Österreich, Abteilung Kultur, Pro- Helvetia und der Kulturstiftung Liechtenstein.

Eintritt 8 € / 5 €

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