Montag
Dezember
19.30 h
17.12.2018

Stimmen der Kritik
Lesung und Diskussion: Hannes Bajohr, Daniel Falb, Mara Genschel

Einführung und Moderation: Jutta Müller-Tamm, Simon Schleusener

Hannes Bajohr © Julia Pelta Feldman

Daniel Falb © privat

 Mara Genschel © Dirk Skiba

Wie verhält sich die Kunst zur Kritik? Ist es zwangsläufig so, dass zwischen den zwei Bereichen eine Kluft besteht? Oder existieren Anschlüsse und Übergänge, die zwischen Kunstproduktion und -reflexion, Literatur und Wissenschaft, Poesie und Poetologie vermitteln? Diese und ähnliche Fragen stehen im Fokus des Abends, an dem die Lyriker* innen Hannes Bajohr, Daniel Falb und Mara Genschel Teile ihres Werks präsentieren und über ihre literarische Praxis Auskunft geben. In den Arbeiten der drei Autor*innen wird Lyrik nicht als formvollendete, hermetische Geheimsprache begriffen, sondern als offenes Laboratorium, das die Rezipierenden experimentell und diagnostisch in die Diskrepanzen der Gegenwart verwickelt und sie dazu zwingt, über die Produktionsbedingungen literarischer Texte nachzudenken. Der Abend bildet die Auftaktveranstaltung der Reihe »Stimmen der Kritik«, deren Ziel es ist, Schriftsteller*innen, Kritiker*innen und Wissenschaftler*innen zu versammeln, die sich in ihrer Arbeit an der Schnittstelle von Kunst und Kritik bewegen. Organisiert wird der Abend (wie auch die folgenden Veranstaltungen der Reihe) von dem durch die Einstein Stiftung Berlin geförderten Drittmittelprojekt ‚Das Philologische Laboratorium‘, das an der Friedrich Schlegel Graduiertenschule der Freien Universität Berlin angesiedelt ist.

Eintritt frei
Tickets online oder an der Abendkasse

Dienstag
Dezember
19.30 h
18.12.2018

Sexuelle Gewalt, Sex, Konsens – ein Gespräch über Grauzonen

Mit Mithu M. Sanyal & Bettina Wilpert
Moderation: Mia Frimmer

Sanyal M. Mithu © regentaucher

Bettina Wilpert © linonono

Seit #MeToo wird über Vergewaltigung und Grenzüberschreitungen, über soziale und sexuelle Geschlechterrollen, über Sex und Konsens debattiert. An den anhaltenden Diskussionen wird klar, wie überfällig diese gesellschaftliche Auseinandersetzung ist. Aber auch, dass Grenzen nicht immer klar sind und es dafür eine Sprache geben muss. Bettina Wilpert, Teilnehmerin unserer Autorenwerkstatt 2017, schildert in ihrem Roman »nichts, was uns passiert« (Verbrecher Verlag, 2018), welchen Einfluss eine Vergewaltigung auf Betroffene und Täter hat; Mithu M. Sanyal zeichnet in ihrer Kultur- und Begriffsgeschichte »Vergewaltigung – Aspekte eines Verbrechens« (Edition Nautilus, 2016) nach, wie wir als Gesellschaft über Vergewaltigung reden. Zusammen mit der Autorin, Hörspielproduzentin und ebenfalls Autorenwerkstatt- Teilnehmerin (2016) Mia Frimmer besprechen Wilpert und Sanyal ihre Texte und die Sprache, durch die wir uns an das Problem der Vergewaltigung annähern und nach einer Bewältigung suchen können.

Eintritt 8 € / 5 €
Tickets online oder an der Abendkasse

Das LCB wünscht schöne Festtage!

Das LCB im Winter © Leonie Ott


 

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