Donnerstag
April
19.30  h
25.04.2019

Romandebüts der Saison
Helene Bukowski, Emanuel Maeß und Katharina Mevissen in Lesung und Gespräch

Moderation: Anne Kohlick

 Helene Bukowski © privat

 Emanuel Maeß © Anno Dittmer

 Katharina Mevissen © Denise Sterr

Der Frühling bringt uns nicht nur die ersten warmen Sonnenstrahlen, sondern auch zahlreiche literarische Neuerscheinungen. Drei Debüts der Saison haben wir uns ausgesucht und deren Autor·innen eingeladen, ihre Romane vorzustellen und mit der Journalistin Anne Kohlick zu besprechen. Mit seinem ersten Buch »Gelenke des Lichts« (Wallstein) nahm Emanuel Maeß an der LCB-Prosawerkstatt 2009 teil. Es erzählt den eigentümlichen Bildungsweg eines jungen Mannes in der Vor- und Nachwendezeit, dabei entfaltet Maeß in feierlicher, prachtvoller Sprache und mit diskreter Ironie seine Figur. Der zweite Erstling des Frühjahrs ist Katharina Mevissens »Ich kann dich hören« (Wagenbach), ein Roman, der „die Kunst des Zuhörens feiert“ (Deutschlandfunk) und Töne sowie Klänge in eine poetische Sprache übersetzt. Helene Bukowski, Teilnehmerin der Autorenwerkstatt 2016, stellt ihren Roman »Milchzähne« (Blumenbar) vor, die märchenhafte, liebevolle Geschichte des Mädchens Skalde und ihrer Mutter Edith – eine Erzählung über Empathie und Zusammenhalt in einer im Chaos versinkenden Welt.

Eintritt 8 € / 5 €
Tickets online oder an der Abendkasse

Montag
April
19.30  h
29.04.2019

Out of Sight.
Internationales Dramatiker·innenlabor 2019/2020

Werkstattgespräch mit Yildiz Çakar, Monageng Motshabi, Laura Uribe und Dalia Taha
Moderation: Maxi Obexer und Mazlum Nergiz

»Lifestill of Betty« © Esra Rotthoff

Yildiz Çakar © privat

Monageng Motshabi © privat

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Dalia Taha © privat

Autoritäre Systeme bringen Menschen zum Verschwinden, sperren sie weg und verwischen ihre Spuren. Doch nicht nur Gewaltherrschaft tilgt die Vielfalt gesellschaftlicher Wirklichkeiten und Visionen. Auch in demokratischen Gesellschaften werden Menschen unterdrückt, aus dem Blick gedrängt und unsichtbar gemacht. Für das Projekt »Out of Sight« haben das Literarische Colloquium Berlin, das Maxim Gorki Theater, das Neue Institut für Dramatisches Schreiben, die Robert Bosch Stiftung und das Schauspiel Stuttgart vier Theaterautor ·innen eingeladen. Im Rahmen des Schreiblabors verfolgen sie die Fragen: Wer entscheidet, was unsichtbar gemacht und was in Vergessenheit gedrängt wird? Welche gesellschaftlichen Gruppen und Vorstellungen, welche Körper werden unterschlagen? Und welche Realitäten und Geschichten zeigen sich dort, wo das Leben und Handeln bewusst im Verborgenen gehalten wird? Im Werkstattgespräch, moderiert von den Werkstattleiter·innen Maxi Obexer und Mazlum Nergiz, berichten die vier Autor·innen über die gemeinsame Arbeit an ihren Texten. Im Herbst 2020 werden die künstlerischen Ergebnisse der Begegnungen im StudioЯ des Maxim Gorki Theaters in szenischen Lesungen präsentiert und darüber hinaus im Rahmen eines Themenabends am Schauspiel Stuttgart vorgestellt.

Eintritt 8 € / 5 €
Tickets online oder an der Abendkasse

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Dienstag
April
19.30  h
30.04.2019

Niederungen und Erhebungen
Volker Demuth
Lesung und Gespräch

Gesprächspartner: José F. A. Oliver

Volker Demuth © privat

Volker Demuth: Niederungen und Erhebungen

Im Gespräch mit dem Schriftstellerkollegen José F. A. Oliver stellt Volker Demuth seinen neuen Roman vor – »Niederungen und Erhebungen. Besichtigung einer Lebenslandschaft« (Matthes & Seitz). Ein Bauernhof, eine süddeutsche Kleinstadt, ein Haus am Fluss bilden den Erfahrungsraum dieser autobiografischen Erzählung, in dem die deutsche Geschichte sich spiegelt und die äußere Gegend zur inneren Landschaft wird. „Geschichte ist nicht, was man will. Geschichte ist, was man bekommt. Das war ein Wissen, von dem man nicht sprechen musste, um es doch an jedem neuen Tag und mit jeder Verrichtung, die der Bauernhof erforderte, zum Ausdruck zu bringen.“ Volker Demuth war Professor für Medientheorie an der Fachhochschule für Gestaltung in Schwäbisch Hall. 2004 gab er die Lehrtätigkeit auf und lebt heute als freier Schriftsteller in Berlin. Zuletzt erschienen »Fleisch. Versuch einer Carneologie« (2016) und »Der nächste Mensch« (2018), in der Reihe »Fröhliche Wissenschaft«.

Eintritt 8 € / 5 €
Tickets online oder an der Abendkasse

Donnerstag
Mai
19.30  h
02.05.2019

Schlaglichter N°5
Konsum als Arbeit – eine neue Klassengesellschaft?

Vortrag: Wolfgang Ullrich
Im Gespräch: Julia Hoffmann

War Konsum lange Zeit mit Passivität, vor allem aber mit Verschwendung und Irrationalität assoziiert, während Produktion als etwas Aktives und als Arbeit gewürdigt wurde, so mehren sich in den letzten Jahren die Anzeichen dafür, auch Konsum als Form von Arbeit zu begreifen. Insbesondere das Marketing hat etliche Strategien entwickelt, um Konsumieren als Arbeit erfahrbar zu machen. Diese Umpolung hat weitreichende Folgen, da Menschen, die sich weniger Konsum als andere leisten können, auf einmal umso mehr als defizitär – als passiv oder ignorant – wahrgenommen werden. Umgekehrt dürfen sich engagierte Konsumenten als besonders aktiv und fleißig, gar als kreativ und verantwortungsbewusst und damit als überlegen gegenüber anderen erleben. Muss eine zeitgemäße Sozialpolitik deshalb stärker als bisher auch die Rolle des Konsums in den Blick nehmen? Und welche konkreten Forderungen ließen sich daraus ableiten? Wolfgang Ullrich lebt als Kulturwissenschaftler und freier Autor in Leipzig. Er veröffentlichte zur Geschichte und Kritik des Kunstbegriffs, zu bildsoziologischen Fragen sowie zur Konsumtheorie. Julia Hoffmann studierte Politik und Medienwissenschaft in Marburg. Sie ist Herausgeberin und Redakteurin der »Jungle World« und seit vielen Jahren als Gewerkschafterin in der Freien Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union aktiv.

Eintritt 3 €
Tickets online oder an der Abendkasse

Dienstag
Mai
19.30  h
07.05.2019

Kafkas letzter Prozess
Gespräch und Lesung mit Benjamin Balint und Reiner Stach

Moderation: Sigrid Löffler

Benjamin Balint »Kafkas letzter Prozess«

Im Sommer 2016 stand ein ungewöhnlicher Rechtsstreit im Fokus der internationalen Feuilletons: Am Obersten Gerichtshof Israels wurde über die Zukunft eines Koffers voller Manuskripte verhandelt, die – wäre man den Anweisungen ihres Verfassers gefolgt – schon längst zu Asche geworden sein sollten. Stattdessen sind Sie von Max Brod ediert und herausgegeben worden, wodurch der literarische und popkulturelle Mythos von Franz Kafka entstehen konnte. Zu Lebzeiten relativ unbekannt, wurde Kafka postum zu einem der meistgelesenen und -besprochenen Autoren der Welt und seine Manuskripte zu Reliquien. Den Weg dieser Papiere von Prag bis ins heutige Israel verfolgt Benjamin Balint in seinem Buch »Kafkas letzter Prozess« (Berenberg, 2019). Über die wandelnde Wahrnehmung von Kafka und die Ansprüche auf dessen Werk spricht Balint mit dem Kafka-Biografen Reiner Stach und der Literaturkritikerin Sigrid Löffler. Zu Reiner Stachs Veröffentlichungen im S. Fischer Verlag gehören »Kafka. Die Jahre der Entscheidungen« (2002), »Kafka. Die Jahre der Erkenntnis« (2008) und »Kafka. Die frühen Jahre« (2014).

Eintritt 8 € / 5 €
Tickets online oder an der Abendkasse

Donnerstag
Mai
18  h
09.05.2019

Drahtseilakte
18 h Lesungen, Screening und Gespräch zum Akrobatischen mit Jule Böwe, Ann Cotten, Jana Korb und Benjamin Zuber

Moderation: Anna Luhn
Konzeption: Barbara Bausch und Anna Luhn

HECM Still © Benjamin Zuber VG Bild Kunst Postkarte

Jule Böwe © Jelka von Langen

Ann Cotten © Inge Zimmermann

Jana Korb © Vojtech Brtnicky

Benjamin Zuber © VG Bild-Kunst

Wenn der Akrobat von der Kuppel den doppelten Salto mortale macht, schreibt Walter Benjamin, dann hat die Wirklichkeit das Wort, nicht der Schein. Und nach Friedrich Nietzsche ist der Akrobat der einzige, dessen Talent unbestritten und absolut gelten kann, denn „entweder fällt man oder man fällt nicht.“ Akrobat·innen behaupten das Unmögliche: Vermeintlich mühelos überwinden sie die Schwerkraft und die Begrenzungen des Körpers und balancieren todesmutig über dem Abgrund. Zwischen riskantem Einsatz und geschicktem Bluff, disziplinierter Übung und dem Versprechen von Freiheit schlägt das Akrobatische Literat·innen, Künstler·innen und Philosoph·innen in seinen Bann. Was macht den Reiz des Akrobatischen aus? Schauspielerin Jule Böwe, Schriftstellerin Ann Cotten, Luftartistin Jana Korb und der bildende Künstler Benjamin Zuber loten in Lesungen und im Gespräch die ambivalenten Dimensionen des Akrobatischen aus. Historische Textcollagen und zeitgenössische künstlerische Positionen bieten dabei Anlass zur Frage, ob Kunst – auch jenseits der Artistik – akrobatisch sein kann.

Um 17:30 Uhr und nach dem Gespräch wird die Videoarbeit HOC EST CORPUS MEUM (2014) von Benjamin Zuber gezeigt.

Eintritt 8 € / 5 €
Tickets online oder an der Abendkasse

Dienstag
Mai
19.30  h
14.05.2019

Hausgäste

Galal Alahmadi, Gabriela Cabezón Cámara und Jan Němec in Lesung und Gespräch

Galal Alahmadi © Mathias Botor SECESSION VERLAG

Gabriela Cabezón Cámara © Xavier Martin

Jan Nemec © David Konečný

Am heutigen Hausgäste-Abend werden drei unserer neu eingetroffenen Gäste ihre aktuellen Projekte vorstellen. Der in Saudi-Arabien geborene Jemenit Galal Alahmadi ist 2019 Preisträger des Stipendiums Torschreiber am Pariser Platz der Allianz Kulturstiftung und der Stiftung Brandenburger Tor. Er arbeitete als Journalist und Redakteur für verschiedene arabische Zeitungen und Magazine, bevor er sich auf seine schriftstellerische Tätigkeit konzentrierte. Jan Němec lebt als Schriftsteller und Redakteur in Brno. Für seinen Roman »Die Geschichte des Lichts« (Ü: Martin Mutschler, Osburg Verlag 2019) erhielt er u. a. den Literaturpreis der Europäischen Union. Die Argentinierin Gabriela Cabezón Cámara ist Gründungsmitglied der Feminismus-Bewegung »Ni una menos« (dt.: »Nicht eine mehr«) und schreibt sowohl Prosa als auch Graphic Novels.

Eintritt frei
Tickets online oder an der Abendkasse

Donnerstag
Mai
19.30  h
16.05.2019

Preis der Literaturhäuser 2019
Vortrag Antje Rávik Strubel: »Die unerhörte Logik der gleichen Berechtigung«

Gesprächspartnerin: Catherine Newmark

Antje Ravik Strubel © Zaia Alexander

Nicht nur für ihr Werk, das die dominanten gesellschaftlichen Standards und Normen in Frage stellt und Politik, Körper und Natur in einer tiefblickenden, poetischen Sprache zusammenfügt, wurde Antje Rávik Strubel mit dem diesjährigen Preis der Literaturhäuser ausgezeichnet, sondern auch „als eine Autorin, die sich in besonderem Maße um das Gelingen von Literaturveranstaltungen verdient gemacht hat“. Als Essayistin, Leserin, Übersetzerin und seit 2017 als Leiterin der Autorinnenwerkstatt des LCB erweitert sie den Raum für Literatur und Literaturschaffende im öffentlichen Diskurs. Mit der Philosophin und Journalistin Catherine Newmark diskutiert die Autorin an diesem Abend ihr essayistisches Werk und die Themen, die im Fokus dieser Texte stehen – die Gleichberechtigung, das Aufbrechen der erstarrten Machtstrukturen und die Hoffnung auf eine bessere, gerechte Welt. In Kooperation mit dem Literaturhaus Berlin.

Eintritt frei
Tickets online oder an der Abendkasse

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Samstag
Mai
10 - 18 h
18.05.2019

Alfred-Döblin-Preis 2019

Lese- und Diskussionstag mit den Finalist·innen Mirko Bonné, Svenja Leiber, Isabella Straub,
Kai Wieland, Ulrich Woelk und Iris Wolff
Es moderieren Natascha Freundel, Cornelia Geißler und Jörg Magenau

Alfred Döblin © unbekannt

An einen der vielseitigsten deutschen Schriftsteller der Moderne erinnert der 1979 von Günter Grass gestiftete und seither alle zwei Jahre für ein noch unvollendetes Prosa-Manuskript vergebene Alfred-Döblin-Preis. Die letzten Preisträger·innen waren 2013 Saša Stanišić, 2015 Natascha Wodin und im Mai 2017 María Cecilia Barbetta. Mehr als 300 Autorinnen und Autoren haben sich in diesem Jahr um den Preis beworben. Die Manuskripte von Mirko Bonné, Svenja Leiber, Isabella Straub, Kai Wieland, Ulrich Woelk und Iris Wolff hat die Jury ausgewählt; am heutigen Samstag stellen die Juror·innen Natascha Freundel, Cornelia Geißler und Jörg Magenau die Finalist·innen im Rahmen eines öffentlichen Lese- und Diskussionstags der Öffentlichkeit vor. In der Publikumsjury sind 2019 Gérard Otremba, Birthe Mühlhoff, Tobias Nazemi, Sina Raddatz, Jens Stupin, Amanda DeMarco und Tobias Herold vertreten. Gegen einen Unkostenbeitrag wird ein Mittagsimbiss gereicht. Am späten Nachmittag wird der Name des Preisträgers oder der Preisträgerin auf der LCB-Terrasse bekanntgegeben, die feierliche Preisverleihung findet am Sonntag, dem 19. Mai um 11.00 Uhr im Plenarsaal der Akademie der Künste am Pariser Platz statt. In Zusammenarbeit mit der Akademie der Künste.

Eintritt Lese- und Diskussionstag: 8 € / 5 €
Eintritt zur Preisverleihung am 19. Mai ist frei.

Tickets online oder an der Tageskasse

Mittwoch
Mai
19.30 h
22.05.2019

Spielend zwischen den Sprachen
Studio LCB

Lesung: Tanja Maljartschuk, Jaroslav Rudiš, Nell Zink
Moderation: Maike Albath

Jaroslav Rudiš © Peter von Felbert

Kann man eigentlich in eine neue Sprache einwandern wie in ein anderes Land? Jaroslav Rudiš, 1972 in Tschechien geboren und mittlerweile in Berlin zu Hause, hat genau dies getan: »Winterbergs letzte Reise« ist nach etlichen Werken auf Tschechisch sein erster Roman auf Deutsch. Sein Buch, das von einem Altenpfleger erzählt und die Geschichte Mitteleuropas auf eine überraschende Weise in den Blick nimmt, wurde für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. Auch Tanja Maljartschuk, 1983 in der Ukraine geboren, hat die Schreibsprache gewechselt. Sie lebt in Wien und wurde 2018 mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet. Ihr gerade erschienener Roman »Blauwal der Erinnerung«, in dem es um Fragen der Zugehörigkeit, die Erfahrung der Emigration und einen ukrainischen Volkshelden geht, entstand dennoch auf Ukrainisch. Die Amerikanerin Nell Zink, 1964 geboren, hat ebenfalls eine doppelte Sprachidentität, denn sie lebt seit knapp zwanzig Jahren in Deutschland, schreibt aber weiterhin auf Englisch. In ihrem neuen Buch »Virginia« nimmt sie die amerikanischen Obsessionen aufs Korn: Hautfarbe, Klasse, Geschlecht. Was es heißt, mit einer sprachlichen Mehrfachidentität zu leben und zu arbeiten, werden die drei Schriftsteller·innen miteinander diskutieren.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk.
Sendetermin: Samstag, 25. Mai 2019, 20:05 Uhr.
Sendefrequenzen und Livestream
Eintritt 8 € / 5 €
Tickets online oder an der Abendkasse

DLF

Donnerstag
Mai
20 h
23.05.2019

FernostBerlin
PARATAXE SYMPOSIUM V

Symposium ab 10.30 h
Abendveranstaltung um 20 h: Ex oriente
Lesung und Gespräch mit Aly Cha, Kevin Chen und Le Minh Ha
Moderation: Meike Schlüter
Sprecherin: Bastienne Voss

FernostBerlin

Aly Cha © Mathias Kessler

Kevin Chen © Loris MG Rizzo

Le Minh Ha © privat

Logo

Dass in Berlin Literatur nicht nur auf Deutsch entsteht, ist bekannt. Auch dass neben den türkischen Einwanderern für Westberlin die vietnamesischen Gastarbeiter·innen im Osten Berlins prägend waren, weiß man weit über die deutsche Hauptstadt hinaus. Die asiatischen Einwandernden Berlins prägten und prägen unser Stadtleben seit Jahrzehnten entscheidend, aber über ihr vielfältiges literarisches Leben ist seltsamerweise so gut wie nichts bekannt. Warum das so ist und welche Autor·innen und Stile asiatischer Sprachen das Literaturleben Berlins heute bereichern, erkunden wir mit einem neuen Parataxe-Symposium und diesen Teilnehmer·innen: Dagmar Yu-Dembski, Dong Li, Tsou Yung-Shan, Yi Meng Wu, Chun Shu, Lea Schneider, Truong Hong Quang, Vo Thi Hao, The Dung, Karin Kalisa, Dang-Lanh Hoang, Pham Ky Dang, Martin Jankowski, Rajvinder Singh, Eva Streifeneder, Yoko Tawada, Dasom Yang, Senthuran Varatharajah. Neben thematischen Panels zu Vielfalt und Gegenwart der asiatischen Literaturen Berlins gibt es Gelegenheit zum Austausch sowie eine abschließende Lesung mit Kevin Chen, Le Minh Ha und Aly Cha, moderiert von Meike Schlüter.

Um Anmeldung zum kostenfreien Symposium wird gebeten (unter dietze@lcb.de). Deutschsprachiges Programm mit gelegentlichem Englischanteil und Übersetzungen aus dem Chinesischen und Vietnamesischen. In den Pausen steht ein kostenpflichtiges Imbissangebot zur Verfügung.

PARATAXE ist ein Projekt der Berliner Literarischen Aktion e.V. in Zusammenarbeit mit dem LCB und Literaturport. PARATAXE wird gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

Programm des Symposiums

10.30 h Auftakt
Einführung und Begrüßung durch Martin Jankowski und Jürgen Jakob Becker

11 h – 13 h PANEL I: Berliner Sinosphäre
Keynote: Dagmar Yu-Dembski
Panelteilnehmer·innen: Dagmar Yu-Dembski, Dong Li, Tsou Yung-Shan, Yi Meng Wu
Featured Poet: Chun Shu
Moderation: Lea Schneider

14.30 h – 16 h PANEL II: Berlin Hanoi
Beiträge: Truong Hong Quang, Vo Thi Hao, The Dung, Dang-Lanh Hoang
Featured Poet: Pham Ky Dang
Moderation: Karin Kalisa

16.30 h – 18 h PANEL III: Berlinasia - Faszination und Verflechtung
Keynote: Martin Jankowski
Panelteilnehmer·innen: Martin Jankowski, Rajvinder Singh, Eva Streifeneder, Yoko Tawada
Featured Poet: Dasom Yang
Moderation: Senthuran Varatharajah

20 h Ex oriente
Multilinguale Lesung mit Aly Cha, Kevin Chen und Le Minh Ha
Sprecherin: Bastienne Voss

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Dienstag
Mai
19.30 h
28.05.2019

Poetisch denken
Studio LCB

Gäste: Durs Grünbein, Monika Rinck
Gesprächspartner: Christian Metz
Moderation: Tobias Lehmkuhl

Durs Grünbein © Tobias Bohm

Monika Rinck © Renate von Mangoldt

Unter dem Titel »Poetisch denken« hat der Literaturwissenschaftler und -kritiker Christian Metz im vergangenen Jahr eine Bestandsaufnahme der Lyrik der letzten zwanzig Jahre vorgelegt (S. Fischer). Monika Rinck fungiert in dieser Untersuchung als Vordichterin und -denkerin einer ganzen Generation. Doch auch in der Generation der 80er und 90er Jahre stand das Denken hoch im Kurs. Durs Grünbein, zu dessen Hausheiligen Descartes zählt, hat sich von Anfang an auch als Essayist mit analytischem Gespür für politische wie ästhetische Zusammenhänge einen Namen gemacht. Jetzt legen beide, Rinck und Grünbein, mit »Champagner für die Pferde« (S. Fischer) und »Aus der Traum (Kartei)« (Suhrkamp) kombinierte Essay- und Gedichtbände vor, in denen es nicht zuletzt um die Frage der Ränder und notwendigen Lücken des Denkens geht – ein Abend zum Mitdenken.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk.
Sendetermin: Samstag, 29. Juni 2019, 20:05 Uhr.
Sendefrequenzen und Livestream
Eintritt 8 € / 5 €
Tickets online oder an der Abendkasse

DLF

Samstag
Juni
22.06.2019

Kleine Verlage am Großen Wannsee

 

»Kleine Verlage am Großen Wannsee« © Tobias Bohm

Samstag
August
31.08.2019

Sommerfest

Klett-Cotta & Tropen Verlag

»Sommerfest« © Tobias Bohm


 

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