Sprache im technischen Zeitalter, Heft 207, September 2013

Das Bild Deutschlands im Ausland scheint einem ständigen Wandel zu unterliegen. Nach 1989 hörte man besorgte Stimmen, die fürchteten, Deutschland könnte nach seiner Vereinigung wieder zu einem Unruheherd in der Mitte Europas werden. Durch die Einbindung Deutschlands in die EU schien diese Gefahr gebannt zu sein. Nach der erfolgreichen und locker durchgeführten Fußballweltmeisterschaft 2006 gab es verblüffte Gesichter, weil die Deutschen plötzlich als liebenswerte Gastgeber aufgetreten waren –  sogar das Wetter war gut, und die deutsche Elf gab sich mit dem dritten Platz zufrieden.

Mit der Eurokrise veränderte sich das Bild wieder, und jetzt scheint das wirtschaftlich starke Land in der Mitte der Union der strenge, aber nervige Musterschüler zu sein. Die Autoren Zoran Ferić (Kroatien), Christos Ikonomou (Griechenland), John Lanchester (Großbritannien), Davide Longo (Italien), Eva Menasse (Österreich) und Gonçalo M. Tavares  (Portugal) präsentieren ihre Deutschlandbilder.

Karl Riha und Norbert Miller schreiben zum 50. Geburtstag des LCB. In „Auf Tritt die Poesie“ stellt Michael Braun die Dichterin Katharina Schultens vor. Tobias Roth hat ein Langgedicht über eine Reise durch das oberitalienische Erdbebengebiet um Mantua geschrieben.  Gedichte von István Kemény  präsentieren wir auch in der Kolumne „Zu Gast in Berlin“. Und schließlich drucken wir einen Essay von Volker Klotz über George Tabori.

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