Sprache im technischen Zeitalter, Heft 212, Dezember 2014

Eine der wundersamsten Erscheinungen im Literaturbetrieb ist, daß bei offen ausgeschriebenen Wettbewerben zur Lyrik ungeheuer viele Einsendungen zu erwarten sind. Im Gegensatz dazu besteht auch für hervorragende Lyriker das größte Problem darin, eine verlegerische Heimat zu finden. Wenn es nicht Kleinverlage gäbe, die es sich unter selbstausbeuterischen Bedingungen zur Aufgabe gemacht haben, zeitgenössische Dichtung zu verlegen, dann gäbe es kaum zwanzig Lyriker, die in diesem Lande erscheinen würden.

Für Literaturzeitschriften, die ja auch nur noch unter Artenschutz existieren, ist es dagegen ein Glücksfall, der Dichtung immer wieder Freiräume einräumen zu können. Und so ist dieses Heft voller neuer Lyrik. Gedichte von Jarosław Mikołajewski (Polen), Joan Vinyoli (Katalanien), Mary Jo Bang (USA) und von Ulf Stolterfoht und Volker Sielaff sind zu entdecken. Darüber hinaus enthält es Annäherungen an die Lyrik von Oskar Pastior, Marcel Beyer, Ulf Stolterfoth und Uljana Wolf sowie an das Filmgedicht „Faust  Sonnengesang” von Werner Fritsch. Ginka Steinwachs ist mit Kurzprosa vertreten und Holger Helbig schreibt über Jochen Missfeldt.

Sprache im technischen Zeitalter ist über den Buchhandel erhältlich oder direkt beim Böhlau Verlag (www.boehlau-verlag.com). Das Einzelheft kostet 14 Euro. Abopreise: 40 Euro, für Studierende 32 Euro (4 Ausgaben pro Jahr).

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