7., 8., 9. September 2018, 18 Uhr

Der fröhliche Weinberg
Eine Volksauktion am Wannsee
nach Carl Zuckmayers gleichnamigem Lustspiel

Mit drei Uraufführungen in Serie verwandelt sich der Garten der Wannsee-Villa des Literarischen Colloquiums Berlin in Carl Zuckmayers „Fröhlichen Weinberg“! Was es dort zu sehen gibt? Boulevard, Volkstheater & Anarchie! Ein amouröses Bacchanal mit Lachgarantie! Eine Familien-Saga mit Kindern und Schweinen, Weltkriegsveteranen, Karnevalisten, Juden, Syrern, echten ausgestorbenen Deutschen und Berlins beiden ältesten musikalischen Institutionen! Eine rheinische Kirmes mit Weinköniginnen, Chören, Segelbooten, einer Blaskapelle und vielen rollenden Fässern! Mit dem Dritten sieht man besser: Denn jede der drei Aufführungen wird unterschiedlich sein! Anwesend sind bedeutende Autorinnen und Autoren wie Kenan Khadaj und Monika Rinck, die am Anfang des Abends auf der Veranda eine kurze Werkeinführung geben werden. Versteigert werden sämtliche literarischen Bestände aus dem Weinkeller des Hauses! Und am Ende vielleicht auch ein Seegrundstück in Prachtlage! Packen Sie Ihr Probierglas ein - und nix wie raus zum Wannsee!

Eintritt: 15 Euro
Tickets online für 07.09.2018
Tickets online für 08.09.2018
Tickets online für 09.09.2018
oder an der Abendkasse

Carl Zuckmayers Lustspiel „Der fröhliche Weinberg“ – verfasst vor 94 Jahren am Wannsee, uraufgeführt 1925 im Theater am Schiffbauerdamm (dem heutigen Berliner Ensemble) – war der größte Theatererfolg der Weimarer Republik. Kein anderes Stück wurde häufiger gespielt; es wurde zum Skandal mit Anfeindungen von Links wie von Rechts. Konservative, Deutschnationale und Linksradikale, Katholiken, Juden und Kommunisten stellten das Werk an den Pranger und fühlten sich darin karikiert. Kirchen in Bayern verboten ihren Gemeindemitgliedern den Besuch des Stücks wegen seiner sexuell-frivolen Ausschweifungen. Rheinhessische Bauern fuhren mit Traktoren nach Berlin, um vor dem Theater ihre Mistkübel aus Protest zu entleeren. Dieses erste ‚Neue Volksstück‘ fragt in seiner Vielsprachigkeit nach einem falsch ideologisierten Heimatbegriff, der Angst vor Entfremdung und regionalem Sprachverlust – und damit auch danach, wer „das Volk“ überhaupt sein soll.

Eine Produktion des Literarischen Colloquium‘ Berlin. In Koproduktion mit: Sing-Akademie zu Berlin, Staats- und Domchor Berlin, Salam Shalom Initiative Berlin, Prometheus Ensemble Berlin, Neue Nachbarschaft Berlin. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.

Mit: Walter Plathe, Rosalind Baffoe, Maximilian Brauer, Susanne Bredehöft, Margarita Breitkreiz, Chor der Neuen Nachbarschaft Moabit, Thorsten Heidel, Prometheus Ensemble Berlin, Ingo mit ohne Flamingo, Kenan Khadaj, Recai Hallaς, Armin Langer, Ariel Nil Levy, stefanpaul, Mudar Ramadan, Monika Rinck, Elias Schockel, Mex Schlüpfer, Sing-Akademie zu Berlin, Männerchor des Staats- und Domchors Berlin, Hubert Wild, Schwein „Schnitzel“, Raphael Zinser u.v.m.

Konzept, Regie: Christian Filips//Musikalische Einrichtung & Komposition: Bo Wiget und Eduard Zuckmayer//Choreinstudierung: Arndt Henzelmann//Bühne: Nina Peller//Kostüm: Svenja Gassen//Dramaturgie: Felizitas Stilleke// Künstl. Produktionsleitung: Eva Lämmerzahl//Regieassistenz: Isa Schulz// Dramaturgieassistenz: Ludwig Sander//Gestaltung: Lennart Sütterlin//Ton: Lukas Grundmann, Jonathan Bruns//Licht: Andreas Harder//Bühnenmeister: Jan Krüger//Ausstattungsassistenz: Marwa Younes Almokbel.

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