Ablagerungen

Deutsche in der tschechischen Literatur

Lesung: Radka Denemarková und Jaroslav Rudiš
Moderation: Eva Profousová

Jahrhunderte lang haben sie in derselben Landschaft, in demselben Land gelebt. Tschechen und Deutsche. Bis 1989 schien es die Deutschen in der modernen tschechischen Geschichte nur als die Besatzer im »Protektorat Böhmen und Mähren« gegeben zu haben. Eva Profousová hat Texte von jüngeren tschechischen Autoren gesichtet und nach Deutschem gesucht. In zwei Veranstaltungen stellen wir vier Autoren in Lesung und Gespräch vor. Zum Abschluss dieser kleinen Reihe lesen Radka Denemarková und Jaroslav Rudiš. In Radka Denemarkovás Roman »Geld von Hitler« (das Buch erscheint 2009 in der Deutschen Verlags-Anstalt) wird von einer deutschen Jüdin erzählt, die nach dem Krieg aus ihrem Geburtshaus vertrieben wurde, nach fünfzig Jahren wieder in ihre Heimat zurückkommt und nicht mit offenen Armen empfangen wird. Jaroslav Rudiš erzählt in seinem Roman »Grandhotel »(Luchterhand) die Geschichte vom jungen Fleischman, der sich mit einem alten Deutschen anfreundet und ihm hilft, die Asche seiner Schulfreunde in ihre alte Heimat zu bringen.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa.

11.11.08

Dienstag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Hausgäste

Teilnehmer•innen

Eva Profousová, Jaroslav Rudiš, Radka Denemarková

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