Buchpremiere: »Der Weg der Wünsche«

Akos Doma in Lesung und Gespräch
Moderation: Wiebke Porombka

Mit seinem neuen Roman »Der Weg der Wünsche« nimmt Akos Doma seine Leser mit auf eine Reise aus dem sozialistischen Ungarn der 70er Jahre nach Deutschland, die zugleich eine Reise in seine eigene Vergangenheit darstellt. Getarnt als Urlauber am Plattensee flüchten Teréz und Károly im Auto mit ihren beiden halbwüchsigen Kindern über Jugoslawien in den Westen. In einem desolaten Flüchtlingslager bei Neapel folgen dramatische Monate, brechen schlummernde Konflikte auf und die bis dahin wohlbehüteten Kinder erfahren schmerzvoll von den Lügen und Täuschungen der Erwachsenenwelt. Immer wieder führen Rückblenden in die Vergangenheit der Eltern zurück. Teréz muss 1945 mit ihrer Mutter und ihrer kleinen Schwester vor der heranrückenden Ostfront durch das verschneite Österreich fliehen, der junge Károly wird 1951 mit seiner Mutter von den neuen, kommunistischen Machthabern in die südostungarische Ödnis deportiert und ihr Sohn wird inmitten der Wirren des Volksaufstands 1956 geboren. Der Autor und Übersetzer Akos Doma, der selbst als Jugendlicher mit seiner Familie Ungarn verließ, erzählt von einer dramatischen Flucht und einer Familiengeschichte, die stellvertretend für das Schicksal zahlloser Mittel- und Osteuropäer in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts steht. Durch den Abend führt die Literaturkritikerin Wiebke Porombka.

Anschließend lädt der Rowohlt Verlag zu einem kleinen Empfang. Die Veranstaltung wird aus Mitteln des Grenzgänger-Programms der Robert Bosch Stiftung unterstützt.

25.08.16

Donnerstag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Akos Doma, Wiebke Porombka

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