Casino am Wannsee: Zu lieben

Eine politische Handlungsform

Lann Hornscheidt präsentiert die Gäste Lahya Aukongo, Marica Bodrožic, Grada Kilomba und Agnes Lampkin

An diesem von Lann Hornscheidt kuratierten Abend unserer Reihe »Casino am Wannsee« untersuchen vier Künstlerinnen, inwiefern lieben politisch ist oder sein kann. An welchem Punkt wurde aus der Handlungsweise zu lieben ein Objekt – die Liebe –, das privatisiert, intimisiert und durch Begehren Teil einer kapitalistischen Konsumlogik geworden ist? Was könnte es heißen, zu lieben als eine zutiefst politische Handlung zu verstehen, die Schmerzen zulässt, auf Verbindungen beruht und diese gestaltet? Grada Kilomba, interdisziplinäre Künstlerin, Lahya Aukongo, Autorin und Spoken-Word-Künstlerin, Marica Bodrožić, Autorin, und Agnes Lampkin, Schauspielerin, untersuchen die politische Tragweite von Lieben als Handlungsform in Zeiten von rassistischer Gewalt und Kriegen. Durch ihr künstlerisches Schaffen zeigen sie Visionen auf, die normative Vorstellungen von Politik und Liebe herausfordern. Die Besucher*innen des Casinos am Wannsee sind eingeladen, auf ihrem individuellen Parcours durchs LCB und seinen Garten mit den Inspirationen unserer Gäste ihre – vielleicht stillschweigenden – Konzepte von Liebe und Politik neu kennenzulernen.

Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Preußische Seehandlung.

08.05.17

Montag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Agnes Lampkin, Grada Kilomba, Lahya Aukongo, Lann Hornscheidt, Marica Bodrožić

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