Das Werk: Wilhelm Genazino

Lesung: Wilhelm Genazino
Moderation: Helmut Böttiger

Vielleicht sind seine Titel die geheimnisvoll poetischsten von allen zeitgenössischen Autoren: »Die Obdachlosigkeit der Fische« (1994), »Der Fleck, die Jacke, die Zimmer, der Schmerz« (1989) oder »Das Licht brennt ein Loch in den Tag« (1996), so heißen drei exemplarische Romane der letzten Jahre von Wilhelm Genazino. Geboren wurde er 1943 in Mannheim, nach dem Abitur arbeitete er zunächst als freier Journalist, danach war er Redakteur bei verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften, zuletzt bei der mittlerweilen legendären »Pardon«. Spätestens seit seiner »Abschaffel«-Trilogie gehört er zu den bedeutendsten deutschen Autoren der Gegenwart, obwohl er erst in den letzten Jahren einem größeren Publikum bekannt wurde. Wurden die Abschaffel-Bände noch als »Angestelltenprosa« charakterisiert, nannte man Genazino später gerne einen Flaneur-Schriftsteller. Beide Bezeichnungen greifen jedoch zu kurz, denn vor allem ist Wilhelm Genazino ein glänzender Stilist mit einem sehr feinen, höchst humanen Humor.

In Kooperation mit der Stiftung Preußische Seehandlung.

22.03.04

Montag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Helmut Böttiger, Wilhelm Genazino

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