Die iranische Moderne (II)

Literatur, die fremd bleibt: Geschichten aus der Ferne erzählen

Mit Amir Hassan Cheheltan (Teheran) und Shahriar Mandanipur (USA) in Lesung und Gespräch
Moderation: Jutta Himmelreich

Es sei Aufgabe des Schriftstellers, so Amir Hassan Cheheltan, von anderen Orten und Zeiten zu schreiben. Was aber, wenn die einheimische Literatur an ganz anderen Orten und in divergierenden Gesellschaften entsteht? Cheheltan und Shahriar Mandanipur gehören zu den bedeutendsten Vertretern der iranischen Gegenwartsliteratur, beide haben internationale Resonanz und restituieren mit ihrer Erzählkunst die iranische Kultur. Nur ist ihnen ihr eigenes Werk in gewisser Weise fremd: Seinen aktuellen Roman »Eine iranische Liebesgeschichte zensieren« (Unionsverlag) hat Mandanipur im Ausland geschrieben und veröffentlicht, den Iran hat er seit Jahren nicht mehr besucht. Cheheltans furioser letzter Roman »Der Kalligraf von Isfahan« (C.H. Beck) ist wie seine letzten Bücher nicht in der Originalsprache Farsi erschienen. Trotzdem lebt und schreibt er im Iran. Beide werden aus neuen Texten lesen und darüber sprechen, wie sich ihr Schreiben in der Ferne und der Heimat verändert hat.

Eine Veranstaltung im Rahmen des Programms »Die iranische Moderne«, in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut, mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

22.02.17

Mittwoch

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Amir Hassan Cheheltan, Jutta Himmelreich, Shahriar Mandanipur

Teilen

360