Die versprengten Deutschen

Lesung: Karl Markus Gauß und Eginald Schlattner
Moderation: Georg Aescht

»Die Mitte liegt ostwärts« – Karl Schlögels Essayband mit dem programmatischen Titel steht für ein erneuertes Europabewußtsein, das sich u.a. in einer Renaissance der deutschsprachigen Reiseliteratur eindrucksvoll manifestiert. Der in Wien lebende Autor Karl Markus Gauß etwa war unterwegs in Litauen, durch die Zips (Slowakei) und am Schwarzen Meer auf der Suche nach den versprengten Nachkommen deutscher Siedler. Er hat dort Wundersames, Trauriges und Unerwartetes erlebt und beobachtet – und zu einem luziden Reisebuch (»Die versprengten Deutschen«, 2005) geformt. Der in Rothberg bei Hermannstadt lebende Pfarrer und Schriftsteller Eginald Schlattner dagegen gehört selbst zu den letzten Sachsen Rumäniens. Seine Romane »Der geköpfte Hahn« (1998), »Rote Handschuhe« (2001) und »Das Klavier im Nebel« (2005) erzählen die Geschichte der Siebenbürger Sachsen im 20. Jahrhundert. Diese Geschichte »ist offensichtlich zu Ende. Aber dieses Ende ist in den Romanen Eginald Schlattners exemplarisch aufgehoben – im Hegelschen Sinne« (Sigrid Löffler). Im Rahmen unserer Sommerakademie für Übersetzer deutscher Literatur richten wir den Blick auf Autoren, die etwas zu erzählen haben.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa.

22.08.06

Dienstag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Eginald Schlattner, Georg Aescht, Karl Markus Gauß

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