Grenzgänger. Auf Reisen in Mittel- und Osteuropa

Lesung: Esther Kinsky und Sasa Stanisic
Fotopräsentation: Frank Gaudlitz
Moderation: Jörg Magenau

Von Landschaften und Geschichten aus dem Banat, vom Krieg in Bosnien und von Begegnungen an der Donau erzählen die Arbeiten der Autoren Esther Kinsky und Saša Stanišic und des Fotografen Frank Gaudlitz. Alle drei haben sich im vergangenen Jahr mit einem »Grenzgänger«-Stipendium der Robert Bosch Stiftung auf Recherchereisen nach Mittel- und Osteuropa begeben. Esther Kinsky, für ihre Übersetzungen u. a. von Olga Tokarczuk bekannt, zeichnet ein aktuelles Bild des nördlichen Banats. Länderübergreifend erzählt sie von Landschaften und Menschen, die Wandel, Widersprüche und Konflikte dieser Region im Schnittpunkt von Ungarn, Rumänien und Serbien spiegeln. Der 1978 in Višegrad geborene Saša Stanišic beschreibt in einem tragikomischen Episodenroman, wie aus Frieden Krieg wird, und von der Flucht eines Heranwachsenden nach Deutschland. »Wie der Soldat das Grammofon repariert« erscheint im August bei Luchterhand. In einer Projektion zeigt Frank Gaudlitz Fotoportraits von Menschen, denen er entlang der Donau begegnet ist. Seine Bilder sind, mit einem Vorwort von Karl Schlögel versehen, soeben unter dem Titel »Warten auf Europa« erschienen. Den Abend der »Grenzgänger« moderiert der Autor und Journalist Jörg Magenau.

In Kooperation mit der Robert Bosch Stiftung.

13.06.06

Dienstag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Esther Kinsky, Frank Gaudlitz, Jörg Magenau, Saša Stanišić

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