Grenzgänger: Filmische Blicke nach China, Russland und in den Altai

Von und mit Diedie Weng, Vadim Jendreyko, Katja Fedulova, Susanne Schüle und Elena Levina
Moderation: Dagmar Mielke, Gemma Pörzgen und Natascha Freundel

Im Kino Moviemento zeigen das LCB und die Robert Bosch Stiftung drei Dokumentarfilme, die individuelle Perspektiven auf die Lebensrealitäten im Norden Chinas, in Russland und im Altai-Gebirge einnehmen. Unmittelbar lassen sie uns am Alltag und den Geschichten von Menschen teilhaben, die ganz eigene Wege suchen, mit den gesellschaftspolitischen Determiniertheiten ihres Landes umzugehen – oder beschlossen haben, sich zu wehren. Die Regisseurinnen wurden gefördert im Rahmen des Grenzgänger-Programms.

14.30 h »The beekeeper and his Son«, OmeU
Im Anschluss Gespräch mit Diedie Weng (Regie) und Vadim Jendreyko (Drehbuch, Produktion) in englischer Sprache.
Moderation: Dagmar Mielke (Redakteurin rbb/ARTE)

»The beekeeper and his Son« wirft den Blick auf den Konflikt zwischen Vater und Sohn, die im Norden Chinas vom Imkern leben. Diedie Weng und Vadim Jendreyko gelingt ein humorvolles wie berührendes Portrait einer Familie, die wie zahlreiche andere in China Brüche zwischen den Generationen erfährt und versucht, die tiefe Kluft zwischen Tradition und Moderne zu überwinden.

17 h »Drei Engel für Russland – Glaube, Hoffnung, Liebe«, OmeU
Im Anschluss Gespräch mit Katja Fedulova (Regie)
Moderation: Gemma Pörzgen (freie Journalistin)

Die liberale Lokalpolitikerin Olga, die Abtreibungsgegnerin Natalia und die ehemalige Soldatin Anastasia setzen sich auf ganz unterschiedliche Art und Weise für ihr Land ein. Über ganz offene Einblicke in die Lebenswelten dieser drei starken wie außergewöhnlichen Frauen offenbart sich ein Russland, das 25 Jahre nach der Perestroika noch immer nach Orientierung sucht.

19.45 h »Im Freien Fall«, OmeU
Im Anschluss Gespräch mit Susanne Schüle (Buch, Regie) und Elena Levina (Co-Regie)
Moderation: Natascha Freundel (Redakteurin NDR Kultur)

Boris und Marina gehören einer ehemaligen stolzen Hirtenfamilie aus dem Altaigebirge an, der nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion die Lebensgrundlage entzogen wurde. Der Film zeigt, wie ihre Geschichte um die Welt geht, als radioaktiver Weltraumschrott neben ihrer Hütte aufschlägt und sie Schadenersatz von der russischen Weltraumorganisation fordern – und taucht dabei tief in das Leben von Menschen ein, die nach fernen politischen Veränderungen vergessen wurden.

11.03.18

Sonntag

Ort

Dokumentarfilme im Kino Moviemento

Teilnehmer•innen

Dagmar Mielke, Diedie Weng, Elena Levina, Gemma Pörzgen, Katja Fedulova, Natascha Freundel, Susanne Schüle, Vadim Jendreyko

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