Im Kopf von Clemens Setz

Clemens J. Setz durchstreift mit Kathrin Passig seinen Roman »Die Stunde zwischen Frau und Gitarre«
Reisebegleitung: Paul Jandl

»Es gibt mehr Dinge zwischen Mensch und Mensch als zwischen Himmel und Hölle«, heißt es in Clemens J. Setz‘ neuem Roman »Die Stunde zwischen Frau und Gitarre«. Von den trivialsten Zumutungen des Menschlichen erzählt dieser Koloss eines Buchs, von Liebe und Stalking, von Freaks und Nerds und vor allem von den Verschleifungen des modernen Ichs. Der Roman berichtet aus einem betreuten Wohnheim, wo der zarte Wahnsinn selbst beim Personal Methode hat, er zeigt, dass die Übergänge zwischen gesteigerter Wahrnehmungsfähigkeit und Krankheit ebenso fließend sein können wie die zwischen Realität und virtueller Welt. Die Veranstaltung unternimmt eine Reise durch den Kosmos eines der faszinierendsten und verstörendsten Romane der letzten Zeit, eine Reise durch den Kosmos von Clemens J. Setz. An zwei Orten im Saal des LCB, einander nah und doch wie von fern, werden Clemens J. Setz und Kathrin Passig im Schein ihrer Laptops aus dem Buch lesen. Die beiden kongenialen Kenner menschlicher Abgründe und digitaler Welt werden über das Gelesene reden, über Synästhesie und Glitches, über Non-Seq-Talks und über »her majesty the total fucking weirdness« in »Die Stunde zwischen Frau und Gitarre«. Clemens J. Setz, 1982 in Graz geboren, hat mit seinen Romanen »Söhne und Planeten«, »Die Frequenzen« und »Indigo« Furore gemacht. Für den Erzählband »Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes« bekam er 2011 den Preis der Leipziger Buchmesse. Kathrin Passig, Bachmannpreisträgerin des Jahres 2006, ist 1970 in Deggendorf geboren. Sie ist Autorin, Journalistin, Bloggerin und Technikexpertin.

24.02.16

Mittwoch

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Clemens J. Setz, Kathrin Passig, Paul Jandl

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