Mitten in Europa. Literatur aus der Ukraine

Lesung: Ljubko Deresch (Lviv) und Sergiy Zhadan (Charkiv)
Moderation: Olaf Kühl

Die Orangene Revolution vom vergangenen Spätherbst hat unser Bild von der Ukraine neu geprägt. Die Demokratiebewegung bediente sich der Popästhetik genauso wie des Personenkults; das Zauberwort »Europa« entwickelte eine lange nicht erlebte Strahlkraft. Bei dem Versuch, eine ukrainische Identität zu entwerfen, spielen die Stimmen von Autoren wie Juri Andruchowytsch und Oksana Zabushko eine große Rolle. Mit Ljubko Deresch (geb. 1984) und Sergiy Zhadan (geb.1974) sind im Oktober zwei Autoren im LCB zu Gast, die die jüngste Literaturszene des Landes prägen. Und deren Bücher nun im Westen »ankommen«: Dereschs Debütroman »Kult« – geschrieben im Alter von 16 Jahren – ist soeben in der edition suhrkamp erschienen. Zhadans Gedichte werden im kommenden Frühjahr in deutscher Übersetzung publiziert. »Vor zehn Jahren nannte man ihn den ukrainischen Rimbaud, jetzt ist er vor allem Zhadan. Seine Poesie ist so, wie ich mir echte Poesie zu Anfang des Jahrhunderts vorstelle: sicher im Ton, makellos in den Details, durchdringend-visuell, anarchisch und kompromißlos sozial, zugleich absolut poetisch« (J. Andruchowytsch).

06.10.05

Donnerstag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Hausgäste

Teilnehmer•innen

Ljubko Deresch, Olaf Kühl, Serhij Zhadan

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