Odessa Transfer

Im Rahmen des Festivals »Neue Ufer. Das Schwarze Meer in Europa«

»Wie die Endmoräne eines Gletschers ist die Schwarzmeerküste ein Ort, wo über mehr als viertausend Jahre der Schutt menschlicher Wanderungen und Invasionen abgelagert wurde. Die Küste, erschöpft und still, spricht von der Geduld von Stein, Sand und Wasser, die viel menschliche Ruhelosigkeit erlebt und überlebt haben.« Das schreibt der britische Historiker Neal Ascherson in seinem 1995 erschienenen Buch »Schwarzes Meer«. Zum Erscheinen des von Katharina Raabe herausgegebenen Sammelbandes »Odessa Transfer« (Suhrkamp) wollen wir die Schwarzmeerküste als literarischen Imaginationsraum untersuchen. »Odessa Transfer« versammelt Erzählungen vom Leben am Meer, aber auch Reflexionen über einen Raum der Unruhe. 13 Schriftsteller aus den Anrainerstaaten des Schwarzen Meeres und Autoren, die seine Küsten bereist oder sich nach ihnen gesehnt haben, wurden um Berichte von Städten und Landschaften gebeten, an denen etwas Zukünftiges sichtbar wird. Gegenden tauchen auf, an denen Träume, Erinnerungen, Nostalgien hängen, Landschaften, die Entzücken oder Entsetzen hervorrufen. Im Rahmen des Festivals »Neue Ufer. Das Schwarze Meer in Europa« finden Veranstaltungen in Berlin, München, Leipzig, Hamburg und Frankfurt am Main statt.

In Zusammenarbeit mit inter:est Kulturprojekte. Gefördert vom Auswärtigen Amt. Mit freundlicher Unterstützung der Robert Bosch Stiftung, des Berliner Künstlerprogramms des DAAD, des Bulgarischen Kulturinstituts Berlin und des Rumänisches Kulturinstituts ‚Titu Maiorescu’ Berlin.

15.00 Uhr: Das ungastliche Meer
Podiumsdiskussion mit Attila Bartis, Mircea Cartarescu und Georgi Gospodinov
Moderation: Katharina Narbutovic

17.00 Uhr: »Wo Russland plötzlich abbricht«
Podiumsdiskussion mit Zaal Andronikashvili, Katja Petrowskaja und Serhij Zhadan
Moderation: Franziska Thun

20.00 Uhr: Odessa Transfer
Lesung und Diskussion mit Nicoleta Esinencu und Aka Morchiladze
Moderation: Katharina Raabe

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