Sonntagsmatinée: Andenken

Lesung: Lars Brandt
Moderation: Ursula März

Es gibt ein ganzes Genre von Büchern, in denen sich Töchter und Söhne mit ihren Eltern, mit ihren Müttern und Vätern auseinandersetzen. Ein seltsam unaufgeregtes Buch, aber ein besonders eindrückliches ist Lars Brandt mit »Andenken« gelungen, das in diesem Frühjahr bei Hanser erschien. »Andenken« ist ein Buch, das sich in einer kunstvollen Mischung aus Nähe und Distanz der Person Willy Brandts annähert. In kurzen Prosasequenzen gelingt es Lars Brandt, seinen Vater als private und öffentliche Figur zu zeichnen, wie wir sie nicht kennen, ja nicht kennen können. Uwe Timm schrieb zum Buch, »Lars Brandts Buch ist gleichermaßen eine Erinnerung an den Vater und ein Nachdenken über sich und über das, was Vater und Sohn verbindet und trennt. Er bringt uns den zwar bekannten, aber doch fremden Menschen Willy Brandt erstaunlich anrührend nahe.« Die Berliner Literaturkritikerin Ursula März wird in die Lesung einführen und sich mit dem Autor über seine Schreibverfahren unterhalten.

11.06.06

Sonntag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Lars Brandt, Ursula März

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