Studio LCB mit Daniel Kehlmann

Lesung: Daniel Kehlmann
Gesprächspartner: Sebastian Kleinschmidt und Adam Soboczynski
Moderation: Maike Albath

Daniel Kehlmanns Roman »Die Vermessung der Welt« (2005) ist eines der erfolgreichsten Bücher der deutschen Nachkriegsliteratur und wurde weltweit zwei Millionen Mal verkauft. Anschließend war es für den 1975 in München geborenen Österreicher mit dem zurückgezogenen Schriftstellerleben vorbei: Einladungen rund um den Erdball, Gastvorträge, ein Lesungsmarathon durch Europa. Jetzt hat Daniel Kehlmann die Flucht nach vorn angetreten und einen neuen Roman geschrieben, der »Ruhm« heißt und im Januar im Rowohlt Verlag erscheint. In den neun miteinander verknüpften Geschichten kehrt Kehlmann in eine Sphäre zurück, die er bereits in seinen ersten Büchern immer wieder ausgelotet hat: in die Grauzone zwischen faktischer Wirklichkeit und imaginierter Welt. Immer wieder lösen sich Gesetzmäßigkeiten auf. Da gibt es zum Beispiel den Schriftsteller Leo Richter, der im Ausland quälende Lesungen absolvieren muss und dessen Geliebte panische Angst hat, in einer seiner Geschichten verarbeitet zu werden. In einer anderen Erzählung wird Leo Richter plötzlich von einer seiner erfundenen Gestalten bedrängt; sie beklagt sich über den Fortgang der Handlung. Daniel Kehlmann wird aus seinem neuen Buch lesen und mit dem Herausgeber der Zeitschrift »Sinn und Form« Sebastian Kleinschmidt und dem Journalisten der ZEIT Adam Sobozcynksi über die Spätfolgen eines Bestsellers und die Kehrseiten des Ruhmes diskutieren.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk.
Sendetermin: Samstag, 31. Januar 2009, 20:05 Uhr.
Sendefrequenzen unter: www.dradio.de/dlf/freq/

23.01.09

Freitag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Hausgäste

Teilnehmer•innen

Adam Soboczynski, Daniel Kehlmann, Maike Albath, Sebastian Kleinschmidt

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