Studio LCB mit Erich Hackl und Guntram Vesper

Lesung und Gespräch: Erich Hackl und Guntram Vesper
Moderation: Maike Albath

Der 1954 in Steyr geborene österreichische Schriftsteller Erich Hackl ist ein welterfahrener Intellektueller. Nach Lehrtätigkeiten an Universitäten in Madrid und Wien reiste er vor allem durch die Länder Lateinamerikas. Seine Bücher changieren virtuos zwischen Dokumentar- und Erzählliteratur. Er berichtet über das Leiden und Aufbegehren von Einzelnen in diktatorischen Systemen. In seinem literarischen Debüt »Auroras Anlass« (1987) rekonstruierte er anhand von zeitgeschichtlichen Quellen den Mord einer spanischen Feministin an ihrer achtzehnjährigen Tochter. Auch »Abschied von Sidonie« (1989) avancierte zum Bestseller. Hierin erzählt er die Tragödie eines Zigeunermädchens, das als Säugling ausgesetzt wurde. Daß investigativer Journalismus und literarisches Erzählen sich nicht ausschließen, beweist Hackl auch in seiner diesjährigen Veröffentlichung: »Anprobieren eines Vaters« (Diogenes). Hackl liest neueste, noch unpublizierte Prosa und berichtet im Gespräch mit dem 1941 in Sachsen geborenen, 1957 mit seiner Familie in den Westen geflohenen Lyriker und Erzähler Guntram Vesper über die Wege und Methoden seiner schriftstellerischen Arbeit. Auch der Huchel-Preisträger Vesper wird aus noch unveröffentlichten Texten lesen.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk Köln.
Sendetermin: 29. Oktober 2004, 20.05
Sendefrequenzen unter: http://www.dradio.de/dlf/freq/

19.10.04

Dienstag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Erich Hackl, Guntram Vesper, Maike Albath

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