Studio LCB mit Katharina Hacker

Lesung: Katharina Hacker
Gesprächspartner: Ruth Schweikert und Knut Wenzel
Moderation: Maike Albath

Israel lässt Katharina Hacker nicht los. Die 1967 in Frankfurt am Main geborene und seit vielen Jahren in Berlin beheimatete Schriftstellerin, 2006 für »Die Habenichtse« mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet, kehrt in ihrem neuen Roman »Skip« (S. Fischer Verlag) in das Land zurück, in dem sie ab 1990 zu Hause war und Philosophie und Judaistik studierte. Allerdings zieht es ihren Titelhelden Skip Landau, einen Architekten aus Tel Aviv, der sich vor allem für »das Sichtbare« interessiert, sehr zum Ärger seiner Frau dauernd aus Israel fort. In der Mitte seines Lebens ruft ihn eine innere Stimme nach Paris, wo ihm im Hotelzimmer ein junger Mann erscheint und kurze Zeit später ein Zugunglück passiert. Etwas Ähnliches wiederfährt ihm in Amsterdam, später anderswo, jedes Mal kommt es zu einer Katastrophe. Diese Aufträge, die er nicht abzulehnen vermag, lassen beinahe seine Familie auseinander brechen. Bis Skip begreift, dass er nicht nur für die Toten, sondern auch für die Lebenden Verantwortung trägt. Katharina Hacker, in zahlreichen Romanen mit zeitgenössischen Stoffen und Erzählformen befasst, nähert sich in ihrem neuen Buch philosophischen Fragestellungen: Ob Denken traurig macht, welche Bedeutung der Tod hat und wie es sich mit dem richtigen Leben verhält. Im Gespräch mit der Autorin Ruth Schweikert und dem Theologen Knut Wenzel diskutiert Katharina Hacker über die Möglichkeiten, sich diesen großen Themen erzählerisch zu nähern.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk.
Sendetermin auf UKW 97,7: 26. September 2015, 20.05 Uhr.

14.09.15

Montag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Katharina Hacker, Knut Wenzel, Maike Albath, Ruth Schweikert

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