Chinesisch-Deutsches Schriftstellerforum
v.l.n.r. Gert Loschütz, Wolfgang Hilbig, Hans Christoph Buch. Tunnel über der Spree 1991

Traumpfade der Literatur: Hans Christoph Buch

Moderation: Helmut Böttiger

Hans Christoph Buch gehört zu den großen Kosmopoliten unserer Literatur. „Throw away leg!“ – auf Reisen gehen, die Welt erkunden, das hat sein Leben und sein Werk geprägt. Als Kriegsreporter berichtete er aus Tschetschenien, Bosnien und Ruanda, und immer wieder, auch aufgrund familiärer Beziehungen dorthin, war Haiti Ziel seiner Expeditionen und Inspirationsquelle seiner literarischen Phantasie (»Die Hochzeit von Port-au- Prince«, 1984). In seinem neuen Buch »Tunnel über der Spree. Traumpfade der Literatur« (FVA, 2019) aber schaut er zurück auf die Anfänge seines Werdegangs als Schriftsteller: das „Ostwestberlin“ der sechziger und siebziger Jahre.

Als Neunzehnjähriger nahm Hans Christoph Buch wie Hubert Fichte, Nicolas Born und Elfriede Gerstl 1963 an der Autorenwerkstatt »Prosaschreiben« im gerade gegründeten LCB teil, wurde im selben Jahr zur Lesung in der Gruppe 47 eingeladen und gehörte später mit Peter Schneider und F. C. Delius zu den prägenden Figuren einer Literatur der „neuen Sensibilität“. Auf seine Initiative gehen die deutsch-deutschen Autorentreffen zurück, die unter dem Fontane-Titel »Tunnel über der Spree« Anfang der neunziger Jahre für Furore sorgten. Auf der oben abgebildeten Fotografie von Renate von Mangoldt ist er im Jahr 1991 mit seinen Kollegen Gert Loschütz und Wolfgang Hilbig (v.l.n.r.) zu sehen.

Die Auseinandersetzungen jener Jahre, die Wegbereiter und Weggefährten und nicht zuletzt der Autor selbst leuchten in leichtfüßigen Porträts und Erinnerungen und im Gespräch mit Helmut Böttiger auf, der diesen Abend moderieren wird.

10.04.19

Mittwoch, 19:30 Uhr

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Eintritt


Tickets online bestellen

8 € / 5 €
Tickets auch an der Abendkasse

Teilnehmer•innen

Hans Christoph Buch, Helmut Böttiger

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